Bremen – die selbstbewußte Hansestadt

Hannover, 24.10.2016

„Wohin zuerst?“ – Das war die erste Frage, die ich mir stellte. Ich glaube, viele Menschen fangen bei ihrem ersten Projekt erstmal klein ein oder mit etwas Vertrautem. Aber ich wollte erstmal was Großes sehen! Und abgesehen davon paßte Bremen in das Konzept meines einwöchigen Herbsturlaubs am Besten als erste Station.

Bevor ich mich auf dem Weg gemacht habe, erkundigte ich mich über die Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten und – was mir am wichtigsten ist – die kulinarischen Spezialitäten Bremens. Ich recherchierte im Internet und notierte mir alles.

Am Samstag, den 15.10.2016 fuhr ich nun aus Hannover los und bin nach einem kurzen Abstecher über die INFA über den Südschnellweg mit meinem alten, rüstigen Opel Astra gefahren. Auf dieser Schnellstraße ging es nur langsam voran aufgrund eines Auffahrunfalls. Ich habe mir nicht Böses gedacht und sehe auf einmal zu meinem Erschrecken das Kontrolllämpchen meines Autos leuchten! Und das zum Start meines neuen Projektes!! Sehr ärgerlich! Da ich noch tanken musste, bin ich auf die Tankstelle gefahren und habe die Bedienungsanleitung studiert und festgestellt, dass etwas mit der Motorelektronik nicht in Ordnung sei. Das Fahrzeug hat sowieso gebockt im Stopp-and-Go-Verkehr! Zu diesem Zeitpunkt habe ich das erste mal überlegt, ob ich meine Reise abbreche. Mein Bauchgefühl sagte: „Paßt schon. Fahr weiter!“

Mit einem mulmigen Gefühl fuhr ich nun gemächlich über die B6 nach Bremen und bin gegen ca. 18h in meinem Hotel am Rande der Stadt angekommen.

Die lange Fahrt und die etwas stressige Situation haben mich hungrig gemacht und mein Plan ist gewesen in das Schüttinger zu gehen. In diesem Restaurant und Hausbrauerei wußte ich, dass ich Bremer Labskaus und Knipp bekomme und das lokale Bier probieren konnte!

Garnicht mal so schlecht dieses deftige Mahl! Labskaus und Knipp haben mir wirklich sehr gut geschmeckt. Auch das Schüttinger Bier ist sehr lecker! Ich habe mir beim Verlassen das Lokals einfach eine Flasche gekauft.

Gestärkt von diesem Mahl, wollte ich noch Fotos vom Schüttinger machen. Dieser Wunsch wurde mir vom Personal gewährt (sie wollten nur nicht selber drauf sein).

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Weitere kulinarische Spezialitäten dieser Stadt sind Kohl & Pinkel (habe ich nicht gegessen, da für Oldenburg geplant), Bremer Kükenragout (nicht herausgefunden, welches Lokal dieses Gericht anbietet) und Plunkte Finken (ein Eintopf, von dem ich auch nicht herausgefunden habe, wo es ihn gibt).

Am frühen Abend habe ich noch Fotos im Schnoor gemacht. Dies ist ein schnuggeliges Viertel in der Nähe des Marktplatzes in dem es etliche tolle Restaurants, Bistros, Kneipen und kleine Lädchen gibt.

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Das Schnoor Viertel hat mir ganz besonders gefallen. Ich glaube, hier kann jeder Mensch einfach die Seele baumeln lassen und dem Großstadtstress entfliehen. Das Schnoor habe ich dann auch tagsüber fotografisch festgehalten…

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Im Schnoor gibt es eine weitere Bremer Attraktion! Das Schnoor-Café. Gerade dort bekommt der kulinarisch interessierte Tourist ganz besondere Bremer Süßigkeiten, wie z.B. den Bremer Klaben (ähnlich dem Stollen), Bremer Kaffeebrot, Schnoor-Kuller und Bremer Kluten. Ich habe mich selbstverständlich mit allen tollen Spezialitäten eingedeckt!

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Weitere Spezialitäten wie den Wickelkuchen und den Ein- und Zwieback konnte ich leider nicht finden. Aber wenn ich nicht irre, gibt es entsprechende Onlinestores!

Im Schnoor-Café habe ich ein wenig mit einer Mitarbeiterin geplaudert und ihr meine ausgegklügelten 5 Fragen gestellt! Hier nun aus dem Gedächtnisprotokoll die Antworten zu den Fragen:

  1. Das erste was ihr über ihre Stadt einfiel sind die Bremer Stadtmusikanten! Ihr Opa – der ein großartiger Geschichtenerzähler war – hat ihr die Geschichte dieser ungewöhnlichen, einzigartigen Combo erzählt.
  2. Wo sie sich in Bremen am liebsten aufhalte, konnte sie so spontan gar nicht sagen, denn das hängt meist von ihrer Stimmung ab! Aber im Sommer entspannt sie gerne am Werdersee. Und nach der Arbeit fährt sie mit ihrem Fahrrad über die Wilhelm-Kaysen-Brücke, verweilt in der Mitte ein wenig und genießt den Blick auf die Weser. Dann ist wirklich Feierabend!
  3. Touristen empfiehlt sie natürlich den Schnoor, die Böttcher Str., die Bremer Stadtmusikanten und Das Viertel (viele Kneipen und individuelle Läden).
  4. Sie betonte wie Kinderlieb die Stadt Bremen sei! Ich war etwas überrascht und habe nicht weiter nachgefragt warum das so sei. Sie nannte noch die Hachezschokolade und die hiesigen Brauereien.
  5. Sie wünscht sich mehr Geld für ihre Stadt! Wichtig ist ihr außerdem, dass die Menschen so bleiben wie sie sind. Sie schätzt die Toleranz der Bremer. Zitat: „Jeder hat hier Platz!“ (Anmerkung von mir: „…egal welchen Standpunkt jeder vertritt.“)

Manche Empfehlungen habe ich selbstverständlich auch auf meiner Liste gehabt und präsentiere sie nun in einer weiteren Fotoreihe. Auf dem Marktplatz ist das berühmte Bremer Rathaus zu sehen, der Roland, viele weitere historische Gebäude und der St. Petri-Dom. Außerdem habe ich Teile der Böttcher Str. fotografiert und eine dort ansässige Bonbon-Manufaktur. Nicht zu vergessen die Bremer Stadtmusikanten!

An diesem Wochenende fand auf dem Marktplatz der kleine Ableger des Freimarkts statt – der Ischa Freimaak.

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Was hat Bremen noch zu bieten? Kaffee!!! Bremen ist eine Kaffeehauptstadt und einen sehr guten Kaffee bekommt man bei Lloyd Café im Hafengebiet. Sonntag morgen bin ich nun zum Lloyd Café gefahren. Nachahmer sollten sich nicht wundern, wenn sie durch den halben Hafen fahren, um das Café zu besuchen. Dort habe ich mir auch Hiller Kreuzmalz (leckere Lutschbonbons und weitere Bremer Spezialität) besorgt, Bremer Babbeler (Bonbonstab), Bremer Kluten (Schokoladenumrahmte Pfefferminzbonbons) und eine Tüte Espressobohnen.

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Was macht Bremen noch aus? Die Weser natürlich!

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Bier:

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Und eine hervorragende Beckerei in Bremen Vegesack: Hellweg Dort habe ich eines der leckersten Schokocroissants meines Lebens gegessen und ein richtig gutes Kürbisbrötchen!

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Mit meinem letzten Foto von Bremen präsentiere ich meine ergatterten kulinarischen Spezialitäten!

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Liebes Bremen! Abschließend möchte ich mich bei dir bedanken für 2 spannende, eindrucksvolle Tage mit kulinarischen Höhepunkten, beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und sehr freundlichen Bremern. Das ich den Freimarkt nicht besucht habe, musst du entschuldigen. Dafür hatte ich keine Energien mehr. Ein wenig schade ist es, dass Bremen nicht über seine Grenzen hinaus wachsen kann, denn ich hatte den Eindruck das vieles beengt bebaut ist; vielleicht fehlen ein paar große Plätze. Ansonsten finde ich, dass du nicht nur einen Besuch wert bist. Ich glaube in Bremen kann jeder immer wieder etwas erleben und entdecken und natürlich vieles genießen!

Danke! 🙂

Ich sage Tschüss für den heutigen Tag!

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