Bielefeld – die sympathische Bodenständige auf historischem Boden

Hannover, 24.11.2016

Es ist Mittwoch, der 19.10.16 und ich besuche meine letzte Stadt auf dieser langen, ereignisreichen Tour. Auf Bielefeld ist die Wahl gefallen! Als ich mich im Vorfeld über Bielefeld informierte, war ich doch beeindruckt von der Menge der sich zu bietenden Sehenswürdigkeiten und Attraktionen! Somit habe ich mich gefreut diese Stadt zu besuchen.

Bielefeld ist eine aufstrebende, wachsende Stadt. Denn sie bietet als ein Zentrum der Bekleidungsindustrie und des Maschinenbaus vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Und als Großstadt auch gute Wohn- und Freizeitmöglichkeiten.

Mein Plan für diesen Tag sah vor, zuerst die Attraktionen am Rande von Bielefeld zu besuchen. Dazu zählt zum Beispiel der Museumshof Senne im Stadtteil Senne. Dort wude ein historischer Hof hergerichtet mit tatsächlich historischen Gebäuden, einer historischen Bäckerei, einem Restaurant und einigem mehr.

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Nun war es Vormittag und es hatte nichts geöffnet. Mein Zeitplan war an diesem Tag aber auch relativ eng gestrickt. Trotzdem fand ich den Museumshof sehr urig und einzigartig schön!

Anschließend bin ich zu Dr. Oetker gefahren! Ich hoffte in der Bielefelder Zentrale würde es einen Shop geben, der frei zugänglich ist. Den Shop gibt es zwar, aber Besucher müssen sich für Führungen anmelden. Es kommt niemand einfach so in die Anlage. Da ich zu spontan dort war, konnte ich keine Führung bekommen. Hätte mich aber gereizt!

Ich bin zwischendurch noch mal nach Osnabrück gefahren, um mir schlussendlich den Nockenwellensensor einbauen zu lassen. Ab jetzt wird alles gut. Dachte ich jedenfalls……. Um es kurz zu machen: Die Kfz-ler merkten, dass es nicht am Sensor lag sondern am Steuergerät und das wird finanziell ein hoher Aufwand werden… Ich war echt geladen! So’n Bullshit!

Auf dem Weg zurück nach Bielefeld habe ich wirklich ernsthaft überlegt nach Hause zu düsen und Bielefeld ein anderes mal zu besuchen. BOAH!! War ich geladen!!

Ich bin standhaft gewesen und habe den Bielefeldbesuch noch durchgezogen.

Das Bild des Firmengeländes von Dr. Oetker ist auf der Sparrenburg entstanden. Die Sparrenburg ist ein Wahrzeichen von Bielefeld und eine alte Wehranlage auf einem hohen Hügel. Von dort hatte ich eine phantastische Aussicht über Bielefeld und den Teuto! Gerne komme ich bei gutem Wetter wieder.

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Auf der Sparrenburg gibt es ein Restaurant, in dem ich mich auf eine lokale Spezialität gefreut habe und zwar den Kastenpickert! Dies ist eine deftig-süße Spezialität, bestehend aus Kartoffeln und Rosinen. Leider gab es zu dieser Zeit nur Kaffee und Kuchen, aber ich habe mich ja gründlich vorbereitet und wußte, dass ich den Pickert in einem Lokal am Alten Markt bekommen werde.

Ich hatte dennoch ein schönes Erlebnis mit einer Gesprächspartnerin in der Touristeninfo, welche mir mit Freude meine 5 ausgeklügelten Fragen beantwortet hat!

  1. Auf die Frage, was ihr zu ihrer Heimatstadt als erstes einfallen würde, sagte sie: „Bielefeld ist klein aber fein und hat von allem etwas. Jeder kann sich hier wohlfühlen und außerdem liegt der Teuto direkt vor der Haustür!“
  2. Ihr Lieblingsort in Bielefeld ist der Weg zur Eiche in Jöllenbeck. Die Landschaft dort beschreibt sie als außerordentlich malerisch! Außerdem wohnt sie dort und ist dort auch aufgewachsen. Ein Stück Heimat eben!
  3. Sie empfiehlt den Touristen definitiv die Sparrenburg und den Alten Markt, welcher vor allem im Sommer eine schöne Atmosphäre zum verweilen bietet. Der anliegende Coffeestore soll den besten Cappuccino Bielefelds anbieten!
  4. Typisch und prägend für Bielefeld ist Dr. Oetker. Außerdem beschrieb sie den besonderen Menschenschlag des Ost-Westfalen, welcher sich besonders in Bielefeld manifestiert. Sie geben sich zu Fremden absolut unfreundlich, aber wenn sie einen erstmal kennen gelernt haben, sind sie die besten Freunde und du wirst sie niiieee mehr los! 😀
  5. Die letzte Frage fiel ihr etwas schwer zu beantworten. Ich hatte den Eindruck, dass sie einen guten Blick für die „sozialgesellschaftliche“ Situation in ihrer Stadt hat denn sie bemerkte, dass die Schere zwischen den einzelnen Einwohnergruppen in den letzten Jahren etwas auseinander gegangen ist und das ein sogenanntes „Schachteldenken“ eingesetzt hat. Sie wünscht sich, dass es in ihrer Stadt ein viel besseres Miteinander gibt! Nichtsdestotrotz gibt es viele Initiativen in Bielefeld, um das Miteinander zu verbessern und letztendlich empfindet sie ihre Mitbewohner dennoch als sehr fröhliche und freundliche Menschen.

Ich kann nur sagen, wenn alle Bielefelder so fröhlich und freundlich wie meine Gesprächspartnerin sind, dann ist Bielefeld eine sehr lebenswerte Stadt! 🙂

Ich fragte meine Gesprächspartnerin nach den lokalen Spezialitäten und berichtete ihr, was ich im Internet dazu recherchiert habe. Die sogenannte Bielefelder Luft hat sie mir nicht empfohlen – ein Korn mit Minzgeschmack. Dafür hat sie mir das Bielefelder Heimatwasser empfohlen – ein 35%iger leckerer Korn. Den habe ich ihr dann dort auch abgekauft – ich konnte ihrem Charme einfach nicht widerstehen. 😀

Im übrigen hat sie mir die Keksmanufaktur in Borgholzhausen empfohlen. Die Zeit sie zu besuchen, hatte ich zu diesem Zeitpunkt leider nicht, aber wenn ich in der Nähe sein sollte, hole ich das nach.

Ich machte mich auf den Weg zum Coffeestore und habe dabei ein kleines Panorama vom  Alten Markt erstellt.

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Auf den Sonnenschirmen befindet sich der Name „Wernings Weinstube“; ein schönes Restaurant mit urig-edlem Ambiente. Dort bekam ich endlich meinen Pickert! In diesem Fall den Lippischen Pickert:

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Sehr lecker und gehaltvoll!!

Am Alten Markt befindet sich das Crüwell Haus. Dort befindet sich die älteste Zigarrenfabrik der Welt! Als Connoisseur habe ich natürlich ein paar Zigarren der Hausmarke erstanden.

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Bielefeld ist auch bekannt für seine Bekleidungsindustrie. Jahrhundetelang war hier der Leinenhandel tonangebend, woran das Leinenweberdenkmal erinnert.

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Als Beispiel für die heutige Bekleidungsindustrie und gleichzeitig um darzustellen, dass Bielefeld ein Zentrum für Fair-Trade-Produkte ist, fotografierte ich das Welthaus Bielefeld. Leider konnte ich aus Zeitmangel nicht in das Kaufhaus gehen.

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Und das ist noch nicht alles! Bielefeld ist bekannt für seine Maschinenbauindustrie. Exemplarisch dafür steht das Traditionsunternehmen Dürkopp Adler.

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Und im sozialen Bereich die Bodelschwinghschen Stiftungen mit Sitz in Bielefeld. Hier ein Bild von der Sparrenburg aufgenommen. Da sich ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Gebäude befindet, nehme ich an, dass das Gebäude zu den Stiftungen gehört. Eine Firmenfahne oder ein Firmenschild habe ich nicht sehen können, aber der Hubschrauberlandeplatz erschien mir recht spektakulär!

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Es wurde so langsam 18:00h und vor allem auch dunkel. Regen setze langsam ein. Ihr Leser dieses Blogs könnt euch vorstellen, dass ich nach dem Kfz-Stress überhaupt keine Motivation hatte noch irgendwas zu erkunden. Es war aufgrund der vorangeschrittenen Zeit auch nicht mehr möglich. Gerne hätte ich mir noch bei einem hiesigen Fleischer eine angemessene Menge an Westfälischem Schinken gekauft oder mehr über den historischen Leinenhandel erfahren, sowie die Ravensberger Spinnerei besichtigt. Vielleicht hätte ich mich auch in den Teutoburger Wald begeben oder mehr über die Bielefeld-Verschwörung herausfinden wollen. Aber der Nullpunkt war erreicht. Ich zündete mir eine gute Zigarre an und fuhr recht entspannt die A2 nach Hannover zurück… 🙂

Meine Ausbeute:

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Liebes Bielefeld!

Ich kann mich bei dir nur bedanken für außergewöhnliche Ausblicke auf deine Stadt und deine Vielfältigkeit an Attraktionen und Charakterzügen. Insbesondere kann ich dir bescheinigen, dass ich nur und ausschließlich tolle, fröhliche und sehr freundliche Bielefelder angetroffen habe! Ich finde es schade, dass ich aufgrund bekannter Problematik nicht länger und ausgiebiger bei dir verweilen konnte. Bin mir aber ziemlich sicher, dass ich auf zukünftigen Wegen in den Pott und zurück nicht daran vorbei komme dich kurz zu besuchen auf einen leckeren Pickert und Westfälischen Schinken!

Laß es dir gut gehen!

Bis bald

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