Aachen – Kaiserstadt mit schöner Architektur und süßen Genüssen

Es ist Weihnachtszeit und somit eine gute Gelegenheit eine Stadt zu besuchen, welche einen der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands besitzt und auch zur dunklen Jahreszeit sehr schön ist.

Seit jeher ist Aachen bekannt als Krönungsort etlicher deutscher Könige und Kaiser. Seit vielen Jahren ist Aachen aber auch ein Zentrum der Süßwarenindustrie – und ich habe mich nicht zu knapp eingedeckt!

Auch diesmal war ich mit meiner Freundin unterwegs und uns haben insbesondere die schöne Architekur der Stadt und die vielen Leckereien gefallen. Ich war total hin und weg von den Aachener Reisfladen, welche ich mir quasi täglich gegönnt habe. Ein wenig chaotisch fanden wir den Verkehr in Aachen. Es gab zwar kaum Baustellen, aber irgendwie war ständig richtig viel los auf den Straßen.

Das kaiserliche und mittelalterliche Aachen

Ich möchte mit den Sehenswürdigkeiten beginnen, welche Aachen seit Jahrhunderten ausmachen. Der Aachener Dom ist das erste deutsche Kulturdenkmal und weltweit das zweite, welches es in die UNESCO-Welterbeliste geschafft hat. Ursprünglich war er Pfalzkapelle Kaiser Karl des Großen. Im Dom befindet sich das wertvolle Lotharkreuz, dass zu besonderen Anläßen vorangetragen wurde. Der Karlsschrein mit den Gebeinen Karls des Großen befindet sich ebenfalls im Dom. Der Marienschrein im Dom gehört zu den bedeutensden Goldschmiedearbeiten überhaupt. Im Dom kann man auch den Marmorthron Karls des Großen besichtigen; allerdings nur während einer Führung, welche ich nicht mit gemacht habe.

Zwischen Dom und Rathaus befindet sich der Katschhof. Er war ehemals der Pranger und wird heutzutage für Veranstaltungen genutzt, wie zum Beispiel für Teile des Weihnachtsmarkts.

Im Zusammenhang mit dem Dom, muss man auch den Domhof bzw. die Domschatzkammer nennen. In der Domschatzkammer wird einer der wertvollsten Kirchenschätze der Welt aufbewahrt. Dieser kann besichtigt werden.

Da ich das Rathaus bereits erwähnte, möchte ich hier auch ein Bild einfügen. Im Rathaus befindet sich der Krönungsfestsaal und viele Darstellungen, die an die Kaiserzeit Karls des Großen erinnern. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Aussehen des Rathaus regelmäßig. Lediglich der Granusturm stammt noch aus der Zeit des Kaisers. Direkt am Rathaus befindet sich das Restaurant Postwagen, welches von frisch getrauten Paaren oft besucht wird, nachdem sie sich im Standesamt des Rathauses getraut haben. Am Marktplatz vor dem Rathaus befindet sich noch der Karlsbrunnen. Er ist der älteste Brunnen der Stadt.

Direkt am Marktplatz befindet sich das Haus Löwenstein. Nahezu gleichzeitig mit dem Rathaus erbaut ist es eines der wenigen gotischen Gebäude der Stadt. Es wurde vermutlich anfangs als Restaurant betrieben und befindet sich mittlerweile im Besitz der Stadt.

Wie in jeder mittelalterlichen Stadt gab es auch in Aachen eine Stadtmauer. Teile davon sind auch heute noch zu besichtigen. Das Marschiertor gehört zu den mächtigsten Stadttoren überhaupt in Europa, welche noch erhalten sind und war der Hauptwaffenplatz der Stadt.

Ein weiteres mittelalterliches und nicht weniger imposantes Tor ist das Ponttor. Heutzutage wird es hauptsächlich von Pfadfinderbünden als Sitz genutzt.

Eines der ältesten Gebäude überhaupt ist das Grashaus. Es war des erste Rathaus in Aachen. Mittlerweile befinden sich im Grashaus Institutionen wie das Europe Direct Informationsbüro, die Initiative Europäische Horizonte, die Karlspreisstiftung und das Europäische Klassenzimmer.

Hier und da trifft man auch mal eine Kaiserfigur…

Eines der ältesten Gasthäuser Aachens seit dem Mittelalter ist das Rose am Dom.

Die Straßennamen der Altstadt lassen erahnen, welche Waren in den jeweiligen Straßen der Stadt vertrieben wurden. So schlenderte ich duch die Krämergasse und die Körbergasse.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Aachen

Die gut erhaltene Altstadt bietet noch mehr Sehenswürdigkeiten, welche meist der Neuzeit entstammen. Im Hof befindet sich eine römische Säulenreplik und der Domkeller. Der Hof muss wohl zu römischer Zeit ein Forum dargestellt haben, wo sich das zentrale Leben der Stadt abspielte. Der Domkeller ist eine beliebte Kneipe und ein denkmalgeschütztes Wohnhaus.

Am Anfang des Hofes befindet sich der Puppenbrunnen. Er stellt verschiedene Dinge da, welche die Stadt Aachen ausmachen.

Von dort kommt man schnell zu einer furchteinflößenden Figur – dem Bakhauv (Bachkalb). Es ist eine Aachener Sagengestalt, die Nachts betrunkene Männer angefallen haben soll und sie zwang es auf ihren Schultern zu tragen. Wenn es nur dass ist, dann ist das Untier ja harmloser als es aussieht… 🙂

Ein paar Meter den Büchel rauf befindet sich das Büchelpalais. Es ist ein altes Kaufmannshaus und steht unter Denkmalschutz. Bevor es gebaut wurde, stand dort die meiste Zeit – als die Textilindustrie noch ein wichtiger Wirtschaftszeig war – eine Wollküche.

An einem großen Platz fand ich den Brunnen „Kreislauf des Geldes“. Verschiedene Figuren stellen den Umgang mit Geld dar: Geiz, Gier, Gönnerhaftigkeit und Bettelei.

Umweit davon steht das Klenkes Denkmal. Der Klenkes ist der emporgereckte kleine Finger der rechten Hand und diente als Erkennungszeichen von Aachenern und Gruß untereinander. Während der Zeit der Tuchindustrie wurde mit dem kleinen Finger defekte Nadeln aussortiert, was ihn natürlich ganz schön ramponierte und missbildete. Aber dafür konnte man immer genau erkennen, wer aus Aachen stammt.

Das Haus zum Horn ist ein denkmalgeschütztes, typischisches Aachener Wohnhaus. In dem Block selber stand mal eine Nadelfabrik, die dem Bewohner des Hauses gehörte.

Auf dem Weg zum Busbahnhof kam ich an dem Gebäude vorbei, wo die erste Diskothek Deutschlands ohne Livemusik eröffnete. Früher war es üblich, dass in Tanzlokalen Musik live gespielt wurde. Im Scotch-Club wurden erstmalig Schallplatten aufgelegt und ein DJ tat sein Werk. Hier begannen Karrieren von z.B. Udo Jürgens und Peter Maffay. Heute erinnert nichts mehr daran, dass hier mal die erste Nicht-Live-Diskothek Deutschlands stand.

Am Busbahnhof habe ich gehofft die einzigartigen Doppelgelenkbusse ablichten zu können. Diese sind eine Aachener Besonderheit. Leider ist mir kein Bus vor die Linse gefahren.

In der Nähe steht das Alte Kurhaus. Aachen ist auch eine Kurstadt, worauf ich noch zu sprechen komme, und brauchte natürlich eine repräsentatives Gebäude mit Ballsaal für sein gesellschaftliches Kurleben.

Zig mal bin ich dran vorbei gelaufen und habe es verpeilt die Aula Carolina abzulichten. Sie gehört zum Kaiser-Karl-Gymnasium und wird für Veranstaltungen aller Art genutzt. Insbesondere wird dort der Aachener Friedenspreis verliehen.

Ein paar Meter weiter befindet sich das Internationale Zeitungsmuseum. Dort kann man sich über die Geschichte von Zeitungen und der Presse erkundigen.

Wenn von der Presse gesprochen wird, dann muss auch erwähnt werden dass Paul Julius Reuter in Aachen lebte und von ihm die große berühmte Nachrichtenagentur Reuters entstammte. Sein Wohn- und Arbeitshaus habe ich fotografiert.

Eine Besonderheit am Aachener Hauptbahnhof ist, dass der Hochgeschwindigkeitszug Thalys hier hält. Das Gebäude selbst sieht, wie ich finde, auch sehr schön aus. Auf dem Bild des Bahnhofs sieht man es nicht sofort, aber wenn man das linke untere Viertel betrachtet, sieht man eine Pferdegruppe als Skulptur. Es ist ein Denkmal, da Aachen für den Reitsport weltbekannt ist. Das Burtscheider Viadukt ist das erste seiner Art, welches in Deutschland gebaut wurde. Außerdem besitzt Aachen mit dem Buschtunnel den noch ältesten befahrbaren Eisenbahntunnel Deutschlands. Just in diesem Moment fuhr auch noch ein Zug durch!

Am Hühnermarkt im Zentrum befindet sich zudem das Couven-Museum im Haus Monheim. Es zeigt bürgerliche Wohnkultur des 18ten und 19ten Jahrhunderts und wurde nach einem großen Aachener Baumeister benannt.

Die Pontstraße in Aachen ist die Partymeile der Stadt mit etlichen Restaurants, Bistros, Kneipen und alles was das Partyherz begehrt. Am helligten Tage war natürlich noch nicht so viel los.

Hinterm Hauptbahnhof befindet sich der Stadtteil Burtscheid mit seinen eigenen schönen Sehenswürdigkeiten. Der damalige Stararchitekt Joseph Couven war maßgeblich am Bau/Neubau der Kirchen St. Johann und St. Michael beteiligt.

Aachen wird auch Bad Aachen genannt. Die Stadt ist schon seit längerem Kurstadt. In Burscheidt befindet sich direkt an den Kirchen am Burscheidter Markt ein Thermalbrunnen und der Kurpark mit seinen Kurpark Terassen. Die Carolus-Thermen runden das Angebot für wellnessorientierte Besucher ab.

Nicht unweit davon steht das Salvea Schwertbad Aachen.

Zu guter Letzt sei auch noch der schöne Elisenbrunnen zu erwähnen, wo schwefelhaltiges Wasser sprießt.

Außerhalb des Zentrums

Einige Sehenswürdigkeiten, welche sich nicht ganz im Zentrum befinden, habe ich im ersten Teil bereits erwähnt. Einiges fehlt aber noch, was Aachen ebenfalls ausmacht.

Sehr erwähnenswert ist die Kirche St. Jakob. Denn sie ist die erste Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Im Frankenberger Viertel befinden sich viele schöne Gebäude aus der Gründerzeit.

Die Karlsschützen-Gilde von 1198 Aachen e.V. ist der älteste Verein Aachens und der älteste Verein in ganz Deutschland. Er ist natürlich ein Schießsport-Verein.

Wirklich lohnenswert ist ein Ausflug in die Vororte von Aachen! Kornelimünster/Walheim zum Beispiel ist ein pittoresker Ort mit einem wirklich schönem Altstadtkern. Außerdem befindet sich dort das schmalste Haus in NRW – ich schätze 2 Meter breit – und die Benediktinerabtei Kornelimünster. Am Ortsrand befindet sich außerdem das Varnenum. Es ist eine Ausgrabungsstätte, wo vor ca. 2000 Jahren ein römischer Tempelbezirk stand.

Wenige Kilometer weiter befindet sich der Ort Stolberg mit seinem Wahrzeichen der Burg Stolberg. Auf einem Hügel stehend thront sie über den Ort. Die Burg wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt und beherbergt Gastronomie.

Aachen ist eine Grenzstadt, welche sich am Dreiländereck Belgien-Deutschland-Niederlande befindet. Nur wenige Meter vom geografischen Dreiländereck entfernt befindet sich der höchste „Berg“ der Niederlande – der Vaalserberg. Die Niederlande betreibt am Dreiländereck einen kleinen Vergnügungspark mit den üblichen Fressbuden, kleinen Gärten und Vergnügungen. Es war für mich übrigens das einzige mal, dass ich mich gleichzeitig in drei Staaten befand! 🙂

Nordlich des Zentrums befindet sich der Lousberg – Aachens Hausberg. Von dort hatten wir einen für die Jahreszeit recht schönen und weiten Blick über die Stadt und das Umland. Vom Wasserturm Belvedere soll man einen hervorragenden Blick haben! Leider hat das Café in der obersten Etage nur Sonntags geöffnet. Der Sage nach entstand der Berg, weil der Teufel, welcher zuvor von den Aachener wegen des Baus des Doms hereingelegt worden war, dort einen schweren Sack Nordseesand hat liegen lassen. Dafür sorgte nämlich eine schlaue alte Frau. Schlau bedeutet im Aachener Dialekt „lous“.

Unternehmen und Institutionen

In diesem Block möchte ich dem interessierten Leser vorstellen für welche Institutionen und Unternehmen das schöne Aachen bekannt ist. Den meisten wird wahrscheinlich die AachenMünchener Versicherung als erstes einfallen. Ihren Hauptsitz hat sie natürlich in Aachen und sie ist der zweitgrößte Lebensversicherer Deutschlands.

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule RWTH ist die größte Hochschule Deutschlands für technische Berufe. An ihr studieren rund 45.000 Studenten, was Aachen zu einer Studentenstadt macht.

Das RWTH SuperC ist ein sehr markantes Gebäude. Es dient als eine Art Service-Zentrum für alle Studierenden.

Wohl deutschlandweit bekannt ist Uniklinikum – uka – Aachen der RWTH. Es ist eines der größten Kliniken Europas mit 36 Fachkliniken und gut 200.000 Patienten pro Jahr. Beeindruckend!!

Im Sportpark Soers findet das CHIO Aachen statt. Es gehört zu den renomiertesten Pferdesport-Tournieren auf der ganzen Welt und findet einmal im Jahr statt. Im Sportpark befindet sich mit dem Tivoli die Heimat des Fussballvereins Alemannia Aachen.

Die Waggonfabrik Talbot ist die älteste Waggonfabrik Deutschlands. Für längere Zeit gehörte das Unternehmen zu Bombardier Transportation.

Das älteste Fotofachgeschäft Deutschlands steht in Aachen! Photo Preim bietet allen Fotoprofis und -laien seit über 137 Jahren Services und Produkte rund um das Fotografieren an.

Das Centre Charlemagne ist das Stadtmuseum Aachens und wurde nach seiner berühmtesten Persönlichkeit benannt. Dort kann man sich über die Stadtgeschichte informieren und wechselnde Ausstellungen besuchen. Es ist außerdem Ausgangspunkt der Route Charlemagne, welche an die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und Orten der Stadt langführt.

Die Grünenthal GmbH war das erste Pharmaunternehmen Deutschlands, dass Penicillin in Deutschland einführte. Leider wurde das Unternehmen auch im Zusammenhang mit dem Contergan-Skandal bekannt. Grünenthal engagiert sich stark in der Palliativmedizin und vergibt einen der höchst dotierten Preise bei der Schmerzforschung, in der es führend ist. Das Unternehmen sitzt in einem modernen Gebäude, wurde aber im Kupferhof Grünenthal gegründet – einer historischen Sehenswürdigkeit in Stolberg.

Kalorienreiches Aachen 🙂 – Ein Genuss!

Ich komme nun zu dem Teil meines Aachen-Artikels, auf dem ich mich schon am meisten freue. Generell mag ich den kulinarischen Teil meines Projekts immer mehr und bin glücklich, das ca. 90% aller zu besuchenden Städte eine lokale Spezialität bieten. Ich probiere gerne und noch mehr „mitbringsele“ ich sehr gerne! Ganz ganz ganz weit oben steht für mich der Aachener Reisfladen. Den habe ich morgens, mittags, abends gegessen und er hat mir in seinen verschiedenen Variation immer geschmeckt. Ich habe es zwar noch nicht geschafft ihn nachzubacken, aber das ist nur eine Frage der Zeit… Grundsätzlich bekommt man ihn in so gut wie jeder Bäckerei/Konditorei.

Ich habe mir den Reisfladen unter Anderem in der Nobis Bäckerei/Konditorei besorgt. Dort gibt es auch das Aachener Streuselbrötchen. Ich Aachen wurde es erfunden und nur dort kann man es kaufen.

Auch den Aachener Poschweck bekam ich bei Nobis! Der Poschweck ist ein seit dem Mittelalter traditionelles Gebäck zur Osterzeit. Zum Glück habe ich es kurz vor Weihnachten dennoch bekommen. Berühmt ist Aachen für die Aachener Printen; unter Anderem auch bei Nobis erhältlich.

Die Aachener Printe feiert in 2020 – also nächstes Jahr – 200jähriges Jubiläum. In Aachen bekommt man sie übrigens überall und vor dem van den Daele Café steht sogar eine Skulptur des Printenmädchens, welches an diese Backtradition erinnert.

Meine Freundin und ich sind schließlich noch zum Lambertz Werksverkauf gefahren. Der Weltmarktführer für Weihnachtsgebäck existiert schon seit 1688 und stellt neben den Printen viele andere leckere Süßigkeiten her – und am Probierstand haben wir uns auch öfter bedient…

In der direkten Nachbarschaft befindet sich ein Werk von Lindt & Sprüngli. Logischerweise kein Aachener Original, aber es produziert den Großteil des Sortiments für den internationalen Markt. Natürlich haben wir uns nicht lumpen lassen und haben uns im riesigen Werksverkauf umgeschaut!

Eine süße Angelegenheit möchte ich gerne noch beschreiben. Zentis! Die Zentis GmbH & Co. KG kommt aus Aachen und befindet sich immernoch im Familienbesitz. Bekannt ist es insbesondere für Fruchtaufstriche und die bekanntesten Produkte sind unter Anderem Nusspli und Aachener Pflümli.

Zum Glück bietet Aachen ebenfalls deftige Speisen an, denn nur von Süßkram kann man nicht lang überleben und so habe ich mir im Aachener Brauhaus Degraa zum einen Öcher Puttes mit Mörrejemöß gegönnt (Wurst mit Gemüse) und Blutwurst mit Kartoffelpürree.

In der Nähe des Brauhauses befindet sich die Fleischerei Gerrards GmbH – ich habe leider versäumt ein Foto zu machen – wo ich mir die traditionelle Aachener Weihnachtsleberwurst gekauft habe. Vor lauter Freude habe ich nicht daran gedacht auch nach der Kalswurst zu fragen… Die Aachener Weihnachtsleberwurst ist eine geschützte Marke und darf nur von aachener Fleischern so genannt werden (im Mitbringsel-Foto ist sie zu sehen). Die Karlswurst ist ebenfalls ein geschütztes Produkt und wird seit 1200 Jahren mit immer den selben Zutaten hergestellt. Die Aachener Fleischer sind in der Aixtra Fleischer e.V. organisiert. Leider habe ich den Standort des Vereins nicht finden können. In der Fleischerei konnte ich die Gelegenheit nutzen mein Interview mit den 5 ausgeklügelten Fragen zu führen:

Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Aachen strahlt für mich eine Herzlichkeit und Wärme aus und es fühlt sich so richtig an wie Heimat.
Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Ich mag die Innenstadt mit dem Dom und dem Rathaus und ich verbringe meine Freizeit oft mit den kulturellen Angeboten der Stadt.
Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? In jedem Fall den Dom! Im Hexenhof kann man übrigens sehr rustikal und sehr lecker essen. Jeder Aachenbesucher sollte sich auch mit der Geschichte der Stadt vertraut machen.
Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Ich finde wir Aachener sind recht einfach gestrickte Menschen – im positiven Sinne. Und wir wollen aufgrund unserer Geschichte gerne als international gelten.
Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Ich wünsche mir, dass die Politik für mehr Wettbewerb in der Innenstadt sorgt. Viele kleine und traditionelle Einzelhandelsläden müssen aufgeben, da die Großen ihnen das Wasser abgraben. Außerdem muss die Stadt mehr für den Wohnungsmarkt und den Straßenverkehr tun. Andere Städte machen es ja auch vor!

Rheinischen Sauerbraten bekommt man übrigens auch im Sauerbratenpalast!

Im Karl’s Wirtshaus am Marktplatz gönnte ich mir Abends noch Rheinischen Sauerbraten und zum Dessert eine Printen-Mascarponecreme.

In Aachen steht übrigens die älteste Kaffeerösterei Deutschlands – das Plum’s Kaffee. Da ich zu Hause zu diesem Zeitpunkt schon mindestens 3 Tüten Espressobohnen hatte, habe ich mir keine weitere gekauft. Ich hoffe aber, das ich mir ein Tütchen online bestellen kann.

Und nun präsentiere ich ein massives Aufgebot an Mitbringseln…

Mein liebes Aachen,

was für schöne, spannende und vor allem kulinarisch spitzenmäßige 3 Tage! Meine Freundin und ich haben uns sehr gefreut dich zur Weihnachtszeit zu besuchen und all deinen schönen Sehenswürdigkeiten zu betrachtet. Ganz besonders haben uns die pittoresken und schönen Vororte gefallen und deine stets freundlichen und zuvorkommenden Bewohner. Viel Spaß hatten wir auch im Dreiländereck! Mein persönliches Highlight waren deine Reisfladen. Mindestens diese sind ein Grund dich bald wieder zu sehen. Ich freue mich drauf! 🙂

Bis dahin und alles Gute!

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