Rostock – Hanseromantik mit angeschlossenem entspannendem Badeort und einer großen Liebe zum Fußballverein

Der Sommerurlaub neigte sich dem Ende entgegen. Meine Freundin und ich besuchten Rostock als letzte Station und suchten uns eine schöne Unterkunft in Warnemünde – einen Stadtteil von Rostock – anstatt in Rostock selbst. Ganze vier Tage haben wir dort verbracht und es war eine gute Entscheidung den Strand und die Promenade Warnemündes fussläufig erreichen zu können, anstatt mit Öffis oder dem Auto viele Kilometer fahren zu müssen.

Günstig am Fluß Warnow gelegen war Rostock schon immer ein Zentrum des Handels und maritimen Flairs. Im frühen Mittelalter von slawischen Stämmen gegründet entwickelte sich Rostock im Hochmittelalter zu einer der größten Städte Norddeutschlands und einer wichtigen Handelsstadt der Hanse. Außerdem wurde in Rostock die älteste Universität des Ostseeraums gegründet.

Extrem auffällig fanden wir den großen Rückhalt den die Einwohner der Stadt ihrem Fussballverein Hansa Rostock geben. Nahezu an jedem Pfeiler und an jeder Straßenlaterne klebte ein Aufkleber mit den Hansa-Emblem und an jeder Brücke oder jeder freien Wand sahen wir blau-weiße Farbe. Auch grölende Fans saßen vor einem Supermarkt und besangen ihre Mannschaft, welche sich zu diesem Zeitpunkt am Anfang ihrer Saison befand. Sogar meine Interviewpartner bezogen sich oft bei meinen fünf ausgeklügelten Fragen auf ihre Mannschaft, ihren Verein!

Einen großen Teil unseres Aufenthalts verbrachten wir in Warnemünde. Ein Stadtteil von Rostock, welcher mir ein wenig wie ein selbständiger Ort vorkam. Daher möchte ich diesen Artikel mit dem schönen Warnemünde beginnen.

Warnemünde – die Wiege des Strandkorbs

Ja richtig! In Rostock-Warnemünde wurde der Strandkorb in der Form, wie wir ihn kennen erfunden! Der Hofkorbmacher Wilhelm Bartelmann schuf eher zufällig einen Strandstuhl aus Weiden- und Rohrgeflecht, den er mit einem Markisenstoff überzog. Mit der Zeit baute er Markisen, Fußstützen und Seitentische ein. Die Strandkörbe erfreuten sich Ende des 19. Jahrhunderts wachsender Beliebtheit und standen bald an vielen Deutschen Stränden an Nord- und Ostsee. Eine Gedenktafel hängt an dem Haus, wo die Frau Wilhelm Bartelmanns den ersten Strandkorbverleih aufmachte. Das Haus steht ganz in der Nähe des Leuchtturms. Und natürlich sahen wir viele Strandkörbe am Ostseestrand Warnemünde!

Eine weitere Besonderheit in Warnemünde und generell an der ganzen Ostsee ist die Suche nach Bernstein und natürlich auch der Verkauf. Ebenfalls in der Nähe des Leuchtturms haben wir uns ein Bernsteinverkaufsgeschäft angeschaut.

Ganz bekannt ist Warnemünde für sein Kreuzfahrtanlegekai. Der Kreuzfahrttourismus ist eine wichtige Branche für die Stadt, welche für diesen Tourismuszweig aufgrund seiner Nähe zu Hamburg und Berlin und dem nahen Flughafen prädesteniert ist. Fast 1 Mio Touristen jährlich steigen hier auf Kreuzfahrtschiffe und machen Touren durch die Ostsee und angrenzende Gewässer. Wir haben viele AIDA-Kreuzfahrschiffe gesehen und es war immer sehr spannend zu sehen, wie die Schiffe ablegten und ankamen.

Den Leuchtturm erwähnte ich bereits. Er ist ein Wahrzeichen des Ortes und leuchtet auch heute noch bis zu 20 Seemeilen weit. Er wird aber hauptsächlich touristisch genutzt. Wir wollten ihn eigenlich besteigen, aber dann spielte das Wetter nicht mehr mit. Direkt neben dem Leutturm steht der sogenannte Teepott. Das dreigeschossige Gebäude hat eine besondere Architektur aus hyperbolischen Paraboloidschalen und wurde Ende der 1960er Jahre gebaut. Im Gebäude kann man in Restaurants oder Imbissbuden Snacks zu sich nehmen oder in Geschäften einkaufen.

An der Seepromenade läßt man es sich gut gehen. Die breite Promenade lädt zum Spazieren und Entspannen ein und in den Geschäften und Restaurant kann man sein Urlaubstaschengeld durchaus gut investieren.

Im letzten Bild sieht man schon das Hotel Neptun. 1971 erbaut und im Volksmund Stasihotel genannt, waren insbesondere ausländsiche (Devisen)Gäste willkommen. Aber auch Fidel Castro oder Willy Brandt haben hier mal genächtigt.

Am Strom ist eine sehr geschäftige Straße bzw. Promenade, welche am Alten Strom langführt. In der Hauptsaison tummeln sich viele Touristen beidseitig des Alten Stroms in Geschäften zum Einkaufen und lassen es sich in Restaurants, Cafés und Bistros gut gehen.

Wir sind nicht nur am Alten Strom und der Seepromenade flanieren gewesen, sondern auch zentral im Ort. Auch dort ist vieles – nahezu alles – touristisch aufgezogen. Viele Geschäfte und viele schnuckelige Ferienhäuser- und Wohnungen reihen sich einander und bilden ein schönes Ensemble. Es hat uns viel Spaß gemacht dies alles zu besichtigen.

Und natürlich hielten wir uns auch auf den Molen auf, welche weit in die Ostsee ragen und haben uns Warnemünde von einem anderen Standpunkt aus angesehen. Ebenfalls konnten wir auch das Molenfeuer des Hafeneingangs sehen, die einfahrenden Fähren und Segelschiffe und auch mal einen Sonnenuntergang.

In Warnemünde haben wir auch den Yachthafen Hohe Düne und die entsprechenden Unterkünfte für die Besserverdienenden besucht. Durchaus chic!

Besonders ist in Warnemünde das Dock INN Hotel. Es ist das erste Hotel Deutschlands aus Überseecontainern.

Das weltgrößte Robbenforschungszentrum befindet sich ebenfalls in Warnemünde; nahe des Yachthafens. Hier kann man den Forschern über die Schulter schauen und viel über die Arbeit mit Robben erfahren.

Zeugnisse der Hanse und andere historische Bauten

Trotz großer Zerstörungen im 2. Weltkrieg und einem verheerenden Stadtbrand im 17. Jahrhundert konnte Rostock viele seiner historischen Bauten erhalten. Die meisten davon wurden zur Zeit der Hanse erbaut. Wie jede Hansestadt baute auch Rostock mächtige Kirchen im Stile der Backsteingotik.

Besonders hervorzuheben ist dabei die St. Marienkirche nahe des Neuen Markts und des schönen alten Rathauses der Stadt. Fast 800 Jahre alt befindet sich in ihr eine große, beeindruckende Astronomische Uhr. Außerdem hat hier der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck gepredigt.

Die Kirche St. Petri ist die älteste und mittlerweile wieder die höchste Kirche Rostocks. Bei einem schweren Luftangriff wurder der markante Turmhelm zerstört und bis kurz nach der Wende nicht wieder aufgestellt. Nun hat die Kirche wieder einen neuen kupfernen Turmhelm.

Ein weiteres kirchliches Gebäude ist das Kloster zum Heiligen Kreuz. Dort befindet sich derzeit das Kulturhistorische Museum der Stadt.

Weltliche Zeugnisse der Hanse und des Mittelalters sind vor allem das Kröpeliner Tor. Es ist eines der noch 4 vorhandenen von 22 ehemals vorhandenen Stadttoren und war schon immer eines der größten. Ich finde es sehr imposant und musste mich etwas weiter weg stellen, um es in voller Größe abzulichten.

Das Besondere am Kuhtor ist, dass es das älteste der 22 Tore ist und auch eines der ältesten Gebäude der Stadt. Ebenfalls ist es das älteste erhaltene Stadttor Nordeutschlands!

Direkt am Kuhtor steht ein großer erhaltener Teil der Stadtmauer mit dem Lagebuschturm. Er ist der letzte erhaltene Wehrturm der Stadtmauer.

Am einen Ende der Stadtmauer befindet sich das dritte erhaltene Stadttor – das Steintor.

Das vierte erhaltene Tor ist das Mönchentor. Es steht direkt in Hafennähe.

Rostock hat eine sehr lange und breite Hafenpromenade am Stadthafen. Kein Wunder, müssen doch viele Besucher Platz finden, welche zu jährlichen Hansesail Rostock besuchen. Der Stadthafen war in der Vergangenheit das Tor zum Handel mit dem Ostseeraum und trug viel zum Reichtum der Stadt bei. Heutzutage legen eher viele Yachten und Passagierschiffe an. Und es findet – wie eben erwähnt – die Hansesail im Stadthafen statt, wo viele Traditionssegler einlaufen. An der Promenade befinden sich ein Nachbau eines Hafentretkrans und viele Lagergebäude, welche teilweise als Büros genutzt. werden.

Der Neue Markt war im mittelalterlichen Rostock der Dreh- und Angelpunkt der Wirtschaft. Er ist nahezu quadratisch angelegt und man kann auf fast jeder Seite die alten prächtigen Kaufmanns-Giebelhäuser sehen. Auf der einen Seite sieht man das mittelalterliche Rathaus mit seinen barocken Umbauten.

Hinter dem Rathaus befindet sich das mittelalterliche Kerkhoffhaus, welches heute von der Stadt als Standesamt genutzt wird. Im Mittelalter wurde es vom Ratsherrn Kerkhoff erbaut. Seine Familie bestimmte lange Zeit die Geschicke der Stadt.

Die Kröpeliner Str. ist die Haupteinkaufsstraße Rostocks und war im Mittelalter eine der Hauptstraßen der Stadt. Auch in ihr befinden sich viele charakteristische Giebelhäuser und bedeutende Gebäude.

Das Ratschowhaus in der Kröpeliner Str. wurde nach der Unternehmerfamilie Ratschow benannt, die das Haus nach dem Krieg wieder in Schuss gebracht hat und es nach der Wende der Stadt geschenkt hat. Nun befindet sich dort die Stadtbibliothek.

Der Universitätsplatz grenzt direkt an die Kröpeliner Str. und ist ebenfalls umrahmt von Giebelhäusern, außerdem einem Gebäude der Universität und der Touristinfo.

Kulinarisches aus Rostock

Fisch, Schnaps und – wie in vielen deutschen Städten – das Bier sind die traditionellen kulinarischen Spezialitäten in Rostock. Die Hanseatische Brauerei Rostock ist der Platzhirsch in Rostock und Region. Besonders ist, dass die Brauerei koscheres Bier für den israelischen Markt produziert. Während der Hanse, war das damals in Rostock gebraute Bier ein Exportschlager.

Der Original Lehment Rostocker Doppel Kümmel ist ein milder Korn, den es schon seit dem 18. Jahrhundert gibt. Lange Zeit wurde er in Rostock gebrannt bevor die Produktionsstätte nach Nörten-Hardenberg gewechselt hat. Ehemalige Produktionsstätten gibt es in Rostock meines Wissens nicht mehr.

Gegenüber der Rostocker Brauerei befindet sich das Gebäude der ehemaligen Anker Spirituosenfabrik. Produziert wird dort nicht mehr. In dem Objekt kann man mittlerweile wohl ganz gut wohnen.

Am Rostocker Fischmarkt bekommt man so ziemlich alles was das Meer zu bieten hat. Außerdem gibt es dort auch ein Restaurant und ein Geschäft. Dort habe ich mir natürlich ein paar Konserven Fisch besorgt und mit den Freundlichen Kerls an der Kasse mein ausgeklügeltes Interview geführt!

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Das Ostseestadion und unser FC Hansa Rostock, die schöne Ostsee und seine Strände.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Generell überall wo man tolle Ausblicke auf Landschaft und das Meer hat. Wir mögen die Warnow, die Strände und unsere schöne Innenstadt.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Wir empfehlen Warnemünde und seinen Leuchtturm, das Ostseestadion natürlich und die Altstadt mit seiner Petrikirche.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Heimatverbundenheit der Rostocker und das wir es mögen dort zu arbeiten, wo das Wasser ist.
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Wir wünschen uns ein besseres Verkehrsnetz. Es gibt einfach noch zu viele Baustellen. Außerdem wünschen wir uns mehr bezahlbarere Wohnungen und das der „Rubel weiter rollt“.

Lecker Fisch konnten wir sehr gut in Warnemünde essen. In der Fischerklause – einer richtig urigen Kneipe mit Livemusik – gönnten wir uns ein leckeres Abendessen.

Weitere Fischspezialitäten haben wir uns in einem anderen Restaurant in Warnemünde gegönnt, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß.

Ein großes Unternehmen der Fischindustrie Rostocks ist die Ostsee Fisch GmbH & Co. Auch dort bekommt man viele begehrte Fischsorten.

Immer geeignet als Snack zwischendurch ist die Original Rostocker Rauchwurst. Meist bekommt man sie an Ständen auf die Hand, aber auch in Geschäften in eingeschweissten Behältnissen. Ich gönnte mir diese außerordentlich leckere Spezialität mal auf die Hand im Brötchen.

Eine spezielles Dessert der Ostseeküste bzw. der ehemaligen DDR gönnten wir uns im Café Julius Krahnstöver Likörfabrik. Der Schwedeneisbecher besteht aus Speiseeis, Apfelmus, Eierlikör und Sahne. Durchaus mächtig! Den Namen soll der Schwedeneisbecher von Walter Ulbricht bekommen haben. Es war der Legende nach seine liebste Eiskreation und als damals die schwedische Eishockeymannschaft die der BRD deutlich geschlagen hat, habe Herr Ulbricht diesem Dessert aus Freude den entsprechenden Namen gegeben… In der Likörfabrik wurde seinerzeit ebenfalls ein Kümmelschnaps hergestellt. Mittlerweile befindet sich dort ein Hotel und Restauration.

Die älteste Seemanskneipe Rostocks ist die Zur Kogge.

Weitere Spezialitäten bekommt man im Brauhaus zum alten Fritz.

Hier sind übrigens die kulinarischen Mitbringsel aus Rostock. Auch der Sanddorn ist an der Küste eine begehrte Spezialität.

Weitere Sehenswürdigkeiten innerhalb Rostocks

Die Innenstadt bzw. Altstadt zwischen den Toren und dem Stadthafen hat noch viel mehr zu historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. In der Nähe des Rathauses in der Straße Glatter Aal befindet sich an einer Hauswand eine Bronzeplatte auf der Tycho Brahe abgebildet ist. Er war einer der bedeutendsten Astronomen seiner Zeit und studierte an der Universität in Rostock.

Das Michaeliskloster begann als sogenanntes Fraterkloster und beherbergte die zweitälteste Druckerei Norddeutschlands. Im Laufe der Zeit änderte das Kloster öfter seinen Zweck und ist heute ein Teil der Bibliothek der Universität.

Am Universitätsplatz befindet sich das Blücherdenkmal. Der in Rostock geborene Feldherr Blücher war der erste Ehrenbürger der Stadt und einer der wichtigsten Gegner der Napoleonischen Armeen.

Das Ständehaus steht neben dem Steintor und diente der Ritter- und Landschaft als Parlamentsgebäude. Heute befindet sich darin das Oberlandesgericht Rostock.

Das Hausbaumhaus gehört zu den ältesten noch gut erhaltenen Kaufmannshäusern der Hanse.

In der östlichen Altstadt steht das Bernsteinhaus – eine Bernsteinwerkstatt.

Auch in Rostock gibt es ein Beispiel des sozialistischen Klassizismus aus DDR-Zeiten mit einem nordeutschen Touch in Klinkerbauweise. Die Lange Straße führt von der westlichen Innenstadt zu östlichen Innenstadt.

Weitere Impressionen:

Sport und Parks

Erholung findet man in Rostock nicht nur an der Ostsee mit seinen Stränden. Der Stadtmensch geht gerne zu den Wallanlagen um zu spazieren, welche an der Altstadt angrenzen. Sie gehörten im Mittelalter zu den Stadtbefestigungsanlagen und sind richtig hoch! Teilweise gibt es steile Abhänge!

In 2003 fand die Internationale Gartenschau IGA in Rostock statt. Das Gelände kann man natürlich immer noch besichtigen, was wir auch gemacht haben an einem schönen sonnigen Nachmittag.

Einer der beliebtesten und familienfreundlichsten Zoos Deutschlands ist der Zoologische Garten Rostock. Eine Besonderheit des Zoos ist das Darwineum in dem etliche Tierarten in naturnaher Umgebung leben und in der sich eine Evolutionsausstellung der Frage widmet, wie die Erde entstanden ist. Relativ neu ist Polarium mit den Eisbären.

Die Rostocker Heide ist ein riesiges Waldgebiet im Norden Rostocks direkt am Meer. Das Waldgebiet ist der größte geschlossene Küstenwald Deutschlands.

Auch Rostock ist eine Sportstadt mit Tradition. Ganz bemerkenswert ist der Support der Rostocker für ihren Fussballclub FC Hansa Rostock. Große Erfolge waren bisher nicht zu feiern, aber ganz sicher hat der Verein absolut meisterliche Fans! Die erste Mannschaft spielt im Ostseestadion.

Der 1. Leichtathletikverein Rostock e.V. brachte in vielen Disziplinen etliche Olympiasieger, Europa- und Weltmeister hervor. Das Vereinszentrum steht neben dem Ostseestadtion.

Auf dem gleichen Gelände befindet sich die Neptun-Schwimmhalle. 1955 erbaut war sie eine der modernsten Schwimmhallen Europas und seit 1956 findet jährlich der wichtige Wettbewerb Internationaler Springertag statt.

Sehr erfolgreich im Ringen war früher der ASK Rostock (jetzt PSV Rostock), aber ich konnte keine Sportstätte finden. Jan Ulrich ist gebürtiger Rostocker und erster und einziger deutscher Sieger der Tour de France. Ebenfalls konnte ich keine Ziele/Sportstätten dazu finden.

Unternehmen und Institutionen in Rostock

Rostock war früher ein Zentrum der Luftfahrtindustrie. Das erste Düsenflugzeug der Geschichte flog über Rostock. Es ist die Heinkel He 178 und ein Modell von ihr (und anderen historischen Flugzeugen) befindet sich am Flughafen Rostock-Laage. Die Heinkelwerke bestehen nicht mehr.

Ein anderer Flugzeugbauer war Arado. Auf dessen Gelände befindet sich nun die Neptun-Werft, welcher ein wichtiger Arbeitgeber ist und ein Traditionsunternehmen.

Nebenan befinden sich die MV Werften Rostock, ehem. Warnowwerft Warnemünde. Diese Werft ist ebenfalls ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.

Anfangs bereits erwähnt besitzt Rostock eine der ältesten Universitäten Deutschlands. Sie ist bekannt für ihr umfangreiches Studienangebot und der Spitzenforschung in ihrem Umfeld.

Die Hochschule Wismar unterhält in Rostock-Warnemünde ebenfalls eine Fakultät der Ingenieurwissenschaften im Bereich Seefahrt, Anlagentechnik und Logistik. Es ist auch bekannt für sein maritimes Simulationszentrum.

Nebenan befindet sich das Unternehmen RST Rostock Systemtechnik. Es ist ein Unternehmen der Luft- und Raumfahrttechnik und ist an vielen wichtigen Projekten mit unter Anderem dem DLR beteiligt.

Das Thünen Institut für Ostseefischerei ist eine spezielle Institution, welche den einzigartigen Lebensraum Ostee erforscht.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ist Ansprechpartner für Schifffahrt, Wirtschaft und Meeresumwelt und untersteht dem Bundesministerium für Verkehr und Digitales.

Eines der umsatzstärksten Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns ist der Windkraftanlagenbauer Nordex SE.

Im nächsten Bild kann man noch schwach im Hintergrund die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH erkennen. Sie ist spezialisiert auf verschiedenste Hafenkräne.

Die Hanse-Kaserne ist der Hauptsitz des Marine-Kommandos und befindet sich nahe des Ostseestadions.

Eine Außenstelle des Stasi-Unterlagen-Archivs befindet sich im südlichen Teil Rostocks. Dort können Bürger von sich gesammelte Informationen einsehen.

Weitere Sehenswürdigkeiten Außerhalb des Zentrums

Nun kommt die Kategorie Sonstiges. Es gibt noch einige Sehenswürdigkeiten und Einzigartigkeiten, die wir uns in Rostock ebenfalls angeschaut haben.

In Rostock-Lichtenhagen steht das Sonnenblumenhaus. Es ist bekannt durch die Übergriffe an Asylbewerber und Vietnamesische Vertragsarbeiter in 1992.

In der Nähe steht der bereits beschriebene IGA-Park, wo man weitere interessante Sehenswürdigkeiten sehen kann. Das Schifffahrts- und Schiffbaumuseum ist das größte schwimmende Museum Deutschlands und befindet sich auf dem Traditionsschiff „Dresden“. Auf ihr gibt es umfangreiche Zeugnisse der Geschichte des Schiffbaus.

Ein Außenexponat des Museums ist der Schwimmkran Langer Heinrich. Er wurde lange Zeit im Ostseeraum eingesetzt.

Ein paar Meter weiter steht das Schiff Likedeeler. Es war mal ein Frachter und dient nun als Jugendschiff und Schullandheim.

Auf dem nächsten Bild sieht man eigentlich nur einen kleinen Bootshafen und die Unterwarnow. Aber genau da verläuft der Warnowtunnel, den wir auch durchfahren haben! Der Tunnel ist der erste mautpflichtige und privatwirtschaftlich betriebene Tunnel in Deutschland.

Das Besondere an der katholischen Christuskirche ist zum einen, dass sie Anfang der 1970er Jahre zerstört wurde und nach Protesten wieder aufgebaut wurde. Zum anderen wurde sie mit einer modernen Hyperschalenkonstruktion wieder aufgebaut.

Hyperschalenbauten scheinen eine Zeit lang in Mode gewesen zu sein in Rostock. Im Süden steht ebenfalls ein Hyperschalenbau. Dort befand sich lange Zeit bekannte und beliebte Gastronomie – Gaststätte Kosmos – und eine Diskothek – ebenfalls Kosmos.

Der mächtige Rostocker Wasserturm ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk und wird mittlerweile als Jugendbegegnungsstätte und Depot für ein Museum genutzt. Leider war es zum Zeitpunkt meines Besuchs eingehüllt.

Im Haus Societät Rostock maritim e.V. – ein ehemaligen Schifffahrtsmuseum – gibt es maritime Dauerausstellungen und wechselnde Sonderausstellungen.

In der Nähe der Innenstadt befindet sich die Dokumentations- und Gedenkstätte des BStU in der ehemaligen U-Haft der Stasi. Hier gibt es normalerweise Ausstellungen und Führungen zum Thema. Derzeit wird das Gebäude saniert.

Das war Rostock! Und im Prinzip auch der Endpunkt unseres Urlaubs. Nun haben wir noch ein paar Tage zum Entspannen zu Hause gehabt. Eine Nachricht gibt es noch von meinem Auto! Auf dem Rückweg nach Hause hat der Opel Astra G die 200.000 km geknackt! 🙂

Hey mein liebes Rostock,

was für ein schönes Finale unseres Urlaubs zu Gast bei dir. Wir hatten schöne, entspannte und abwechslungsreiche Tage bei dir und waren sehr erstaunt über deine schöne gut erhaltene Altstadt und das wahnsinnig lebendige Warnemünde. Ganz spannend fanden wir das Ankommen und Abfahren der Kreuzfahrschiffe. Ein imposantes Schausspiel! Schade, dass die Zeit so schnell vorrüberging und auch das Wetter unbeständiger wurde. Gerne hätten wir noch mehr bei dir gechillt. Aber wer weiß. Irgendwann kommen wir wieder! Versprochen! 🙂

Mach es gut und bis bald!

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