Braunschweig – Industriegeschichte und Wissenshochburg im ehemaligen Herzogtum

Die Zeit nach dem Sommerurlaub plätscherte so dahin und ich konnte bis in den November hinein aufgrund eines engen Terminkalenders, keine weitere Stadt besuchen. Spontan habe ich entschieden nicht ins Weite zu schweifen, wo das Gute doch so nahe ist. Über Braunschweig habe ich herausgefunden, dass die Stadt doch viele Jahrhunderte lang eine der drei Lebkuchenzentren neben Aachen und Nürnberg im deutschsprachigen Raum war. In der neueren Zeit wurde allerdings lange Zeit kein Lebkuchen hergestellt. Erst in den letzten Jahren fingen drei Traditionsbäcker wieder an die Lebkuchtradition zum Leben zu erwecken.

Die Weihnachtszeit stand kurz bevor und da ich der wahrscheinlich größte Lebkuchenfan der Welt bin, habe ich mich für einen Besuch in Braunschweig entschieden. Leider konnte ich keinen Lebkuchen finden. Traditionell wurde er bisher immer nach Totensonntag angeboten. Dieser Tag stand noch bevor. Aber auch nach Totensonntag konnte ich leider auch keinen Lebkuchen mehr bekommen! Ich habe die drei Traditionsbäcker per Mail kontaktiert und mir wurde gesagt, dass das Lebkuchenbacken vor wenigen Jahren bereits wieder eingestellt wurde. Schade! Die Stadt Braunschweig hätte das mal ruhig auf ihrer Internetseite aktualisieren können!

Nun ja. Dennoch lohnte sich der zweitägige Ausflug nach Braunschweig enorm. Sie ist eine Stadt mit langer Industriegeschichte und einer bedeutenden Forschergegenwart. Außerdem kann man durchaus erkennen, dass diese Stadt zu einer der lebenswertesten und zukunftsträchtigsten Städte Deutschlands zählt. Dazu tragen viele Sehenswürdigkeiten wie die Traditionsinseln bei. Aber auch moderne Wirtschaftsunternehmen und die Liebe zum Sport sowie kulturelle Attraktionen.

Unter Heinrich dem Löwen aus dem Geschlecht der Welfen wurde aus Braunschweig eine mächtige Handelsstadt, welche auch der Hanse beitrat. Seit dieser Zeit ist der Löwe das Wappentier und Wahrzeichen der Stadt.

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