Unternehmen und Institutionen

Allen voran stelle ich nun den Deutschen Wetterdienst vor. Dies ist eine Wetterbehörde, welche vor gefährlichen Wetterlagen warnt, das Klima beobachtet und seine Schlüsse daraus zieht, eines der größten Klimaarchive weltweit führt uvm. Der Entwurf vom Gebäude stammt ebenfalls von Posenenske.

Erst als ich in Offenbach war, habe ich erfahren, dass ein recht bekanntes Küchen- und Haushaltsgeräteunternehmen hier entstand. Rowenta stellt alle möglichen Elektrogeräte des täglichen Gebrauchs her. Der Firmenname lehnt an den Namen des Firmengründers Robert Weintraud an. Ich packte die Gelegenheit beim Schopf und kaufte mir ein längst fälliges neues Bügeleisen (allerdings von Tefal). Meine Freundin hat mich schon öfter angemahnt, ich solle mir mal ein neues Gerät kaufen. In Offenbach wird längst nicht mehr produziert, aber immerhin gibt es dort einen Outletshop.

Ein traditionelles Unternehmen war die Gebrüder Heyne Fabrik für Präzisionsteile und Metallschrauben. Es gab weitere Unternehmen dieser Art, welche die Wirtschaft der Stadt dominierten. In etwa in den 1970ern begann der Niedergang dieser Branche. Die Ehemalige Heyne-Fabrik ist nun denkmalgeschützt und wird unter Anderem von Unternehmen aus der Textil- und Werbebranche genutzt aber auch von Künstlern. Außerdem befindet sich dort ebenfalls die Levi Strauß Germany GmbH – die Deutschlandzentrale von Levis. Einkaufen konnte ich dort leider nicht. Was wie ein Geschäft aussieht, ist tatsächlich lediglich ein Showroom.

Offenbach war ein Zentrum der Lederwarenindustrie. Das größte Unternehmen dieser Branche war die Goldpfeil Ludwig Krumm AG. Die Luxusartikel dieses Herstellers wurden weltweit verkauft. Das Gebäude, in dem einst bis zu 1000 Beschäftigte arbeiteten, steht unter Denkmalschutz.

Im Musikbereich hat Offenbach zwei renommierte Unternehmen. Die Pirastro GmbH ist ein Hersteller von Musiksaiten wie Violinen, Cellos usw. Das Unternehmen existiert seit 1798 und wurde vom Piemontesen Giorgio Pirazzi hier gegründet. Ein gewisser Paganini hat das Geschäft seinerzeit öfter besucht.

Das Musikhaus Andre gibt es mittlerweile auch schon seit 1774 und gilt als der erste und älteste deutsche Musikverlag. Mozart war hier ein gern gesehener Gast.

Offenbach war Sitz der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein. Diese Behörde hatte die Aufgabe den erzeugten Agraralkohol kleiner und mittelständischer Betriebe zu reinigen, aufzubereiten und zu verwerten. Es handelt sich dabei um sogenannten Neutralalkohol. In dem Thema kenne ich mich nicht ganz so aus, daher kann ich nicht so tiefgehend darüber berichten. Das Gebäude wird mittlerweile vom Zoll genutzt. Entworfen wurde das Gebäude übrigens vom Architekten Adolf Bayer. Seine Spezialität war Entwürfe von ineinander verschachtelten Gebäuden. Die Beethovenschule zählt ebenfalls dazu und die Rudolf-Koch-Schule.

Auch wenn die Lederwarenindustrie kaum noch eine Bedeutung hat, findet in Offenbach immernoch die Lederwarenmesse statt in den Gebäuden der Messe Offenbach GmbH.

Eine der dominierenden Wirtschaftszweige der Stadt ist die Automobilindustrie und ihre Zulieferer. Honda und Hyundai aus dem Fernen Osten haben hier ihre Deutschlandzentralen.

Das gleiche gilt von Falken Tyre und Kumho Tyre.

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