Sehenswerte Bauwerke

Besonders auffällig sind die im Stadtgebiet verteilten Hochbunker der Bauart Winkel aus dem zweiten Weltkrieg. In Gießen stehen bundesweit die meisten dieser Art. Sie sehen ein wenig aus wie dicke Zigarren und stehen in Gießen hauptsächlich auf ehemaligen Kasernengeländer, wie zum Beispiel den Pendleton Barracks. Ihre Form sollte wenig Angriffsfläche für Bomben bieten und somit besonders schützen.

Am Rande bzw. außerhalb der Stadt Gießen bin ich durch hübsche kleine Ortschaften gefahren. Dort konnte ich auch einige Burgen entdecken, teilweise besichtigen und natürlich fotografieren. Schade, dass mir das Wetter wenig Freiraum ließ, sonst hätte ich noch einige Fotos mehr machen können. Die Burg Gleiberg ist eine Gipfelburg auf einem Hügel im gleichnamigen Ort und ist heute eine Ruine. Sie wurde um 900 n.Chr. erbaut. Heute gibt es dort ein Restaurant und es ist auch ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Burg Vetzberg ist nicht weit entfernt; im Ort nebenan und befindet sich ebenfalls auf einem Hügel. Diese Burg ist wenige Jahrhunderte jünger und mittlerweile mit seinem Bergfried ein beliebter Aussichtspunkt.

Ich bin dann weiter stadteinwärts gefahren und habe noch kurz am Bismarckturm gehalten. Immernoch fasziniert mich, dass so viele Städte einen Bismarckturm haben, was irgendwie wohl auch selbstverständlich scheint! Jahrzehnte lang lebte ich in Hannover ohne zu wissen, dass es solche Türme gibt. Ich bin nicht unbelesen und insbesondere Geschichte ist ein Steckenpferd von mir, aber da Hannover seit dem Krieg keinen Bismarckturm besitzt und ich früher nicht so oft in anderen Städten gewesen bin, habe ich nie von der Existenz solcher Türme erfahren! Dieser Bismarckturm wurde 1906 erbaut und befindet sich auf der Hardt-Höhe.

Südöstlich von Gießen befindet sich das sehr gut erhaltene Kloster Schiffenberg. Im 7 Jahrhundert stand hier eine Burg bevor das Bauwerk im 12. Jahrhundert in ein Kloster umgewandelt wurde. Mittlerweile befindet sich dort unter anderem ein Restaurant, welches gut geeignet ist für größere Festivitäten.

Am südlichesten Rand des Landkreises befindet sich das Kleinkastell Holzheimer Unterwald. Zu Zeiten des Römischen Reiches verlief hier in der Nähe der Limes. Die Grundmauern des Kastells sind gut erhalten und sichtbar.

Auch auf dem Stadtgebiet gibt es natürlich historische Bauten und Zeugnisse vergangener Tage wie auch der Gegenwart. Von der Gießener Stadtmauer konnte ich nicht viele Reste sehen, aber immerhin gibt es noch erhaltene Reste der Walltorbastion nahes des Arbeitsamtes.

Die Georgenschanze ist ebenfalls ein alter Teil der Stadtmauer, auch wenn das auf dem ersten Blick nicht so aussieht.

Zentral am Kirchplatz befinden sich mehrere Sehenswürdigkeiten. Das Leib’sche Haus ist ein alter Fachwerkbau aus dem 13. Jahrhundert. Das Gebäude ist mittlerweile restauriert und beherbergt das Oberhessische Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde.

Direkt daneben befindet sich das Wallenfels’sche Haus. Dort befindet sich eine bedeutende Antikensammlung der Justus-Liebig-Universität und eine außergewöhnliche Sammlung an tibetanischen Ausstellungsstücken wie zum Beispiel Buddhafiguren.

Ganz einsam ohne Kirchenschiff steht der Stadtkirchenturm am Kirchenplatz. Der Kirchturm ist ein Wahrzeichen der Stadt und ein beliebter Aussichtsturm mit schönem Blick über die Stadt. Außerdem befindet sich dort eine kleine Kapelle. Das Kirchenschiff ist leider im Krieg zerstört worden.

Nur wenige Meter weiter steht das Geburtshaus Wilhelm Liebknechts! Er war zusammen mit August Bebel Gründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und Vorkämpfer der Arbeiterbewegung.

Ein weiterer Hotspot an Sehenswürdigkeiten befindet sich am Brandplatz. Das Alte Schloß war ein Wohnsitz vom Landgrafen von Hessen Heinrich II und ist mittlerweile ein Standort des Oberhessischen Museums.

Der Brandplatz ist immer schon auch ein Marktplatz gewesen. Das kann man ganz besonders an den Marktlauben erkennen, welche nach einen Großbrand (daher Brandplatz) gebaut wurden Die Zünfte konnten in den einzelnen Lauben ihre jeweiligen Erzeugnisse verkaufen. Auch wegen des Großbrandes beschloß man ein Spritzenhaus zu bauen (damalige Feuerwehr), welches heute ein an einer kleinen Turmspitze zu erkennen ist und nicht mehr die frühere Funktion inne hat.

Prägend im Stadtbild ist die Johanneskirche. Sie hat den höchsten Kirchturm der Stadt und ist hessisches Kulturdenkmal.

Nicht weit entfernt befindet sich ein außergewöhnlicher, moderner Fußgängerüberweg, welcher im Volksmund Elefantenklo genannt wird…

Der Gießener Hauptbahnhof wurde in rotem Sandstein gebaut und ist einer der seltenen Keilbahnhöfe. Links und rechts des Gebäudes verlaufen Schienen und kommen an der südwestlichen Spitze zusammen. Ein schönes Gebäude!

Das altehrwürdige Gasthaus zum Löwen befindet sich in der Innenstadt in einem der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt. Hier hat wohl schon Goethe gespeist und getrunken.

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