Weitere Erfurter Sehenswürdigkeiten

Auch außerhalb der Altstadt bzw. an ihr angrenzend befinden sich wirklich sehr sehr sehenswerte und ältere Sehenswürdigkeiten. Allen voran darf ich nun endlich den Erfurter Dom – ein Wahrzeichen der Stadt – auf dem Domberg inkl. der Severikirche und den Domplatz vorstellen.

Der Erfurter Dom ist die größte und wichtigste Kirche Erfurts und besitzt die größte freischwingende, mittelalterliche Glocke der Welt namens Gloriosa. Zufällig fand gerade eine Fotosession für eine Hochzeit statt – eine schöne Möglichkeit den Dom in Szene zu setzen!

Direkt nebenan befindet sich die Kirche St. Severi. Sie gehört aufgrund ihrer Architektur zu den bedeutendsten gotischen Kirchenbauten Deutschlands. Außerdem befindet sich in ihr der Sarkophag des Hl. Severus von Ravenna. Der Legende nach wurde er eher zufällig Bischof von Ravenna. Als Wollweber kam er einfach zur Wahl des Bischofs und als eine weiße Taube um ihn kreiste und sich 3 mal auf seine Schulter gesetzt hatte, sah man das als göttliches Zeichen an. Er ist unter anderem Schutzpatron der Weber und Spinner.

Vorgelagert befindet sich der Domplatz auf dem alljährlich einer der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands statt findet. Vom Domberg hat man einen tollen Überlick über den Domplatz und auf die Dächer der Altstadt.

Keine 200 m entfernt vom Domhügel befindet sich der Petersberg auf dem die Zitadelle Petersberg steht. Ebenfalls befindet sich dort viele weitere Sehenswürdigkeiten, welche ich leider nicht alle sehen und fotografieren konnte, da auf dem Petersberg eine Großbaustelle herrscht.

Die Zitadelle Petersberg existiert seit 1665 und gehört zu den größten und besterhaltensten Zitadellen Europas. Für das Militär vieler Mächte war sie stategisch immer wichtig. Von den Kurmainzern errichtet, wurde sie ebenfalls von den Franzosen und den Preußen genutzt und war auch in den Weltkriegen ein zentraler militärischer Standort. Heute wird die Zitadelle touristisch genutzt. Es befinden sich auch Wohnungen und Behörden/Ämter auf dem Petersberg.

Zu erkunden sind unter Anderem die Defensionskaserne, die Festungsbäckerei, der Treppenturm und die Bastion Johann. Außerdem befindet sich dort das Stasi-Unterlagen-Archiv Erfurt.

Für das eine oder andere Ziel musste ich tatsächlich noch mal an den Rand des Stadtgebietes fahren. Das Schloss Molsdorf befindet sich weit außerhalb des Zentrums. Schloss und Schlosspark waren ursprünglich eine Wasserburg, bis der barocke Park und das Renaissanceschloss errichtet wurden. Verschiedene Besitzer hat es im Laufe der Jahrhunderte gesehen und ist nun in Besitz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.

Ein schöner kleiner Park zum Entspannen ist der Brühler Garten. Dieser war aber nicht mein Hauptmotiv. In der Nähe befinden sich nämlich Reste der alten Stadtmauer.

Ein großes 500 Jahre altes Gebäude befindet sich an der nördlichen Grenze zur Altstadt. Der Kornspeicher am Ackerhofareal, dürfte wohl – wie der Name schon sagt – früher als Kornspeicher genutzt worden sein. Mittlerweile dient das Gebäude als Parkmöglich bzw. -haus für angrenzende Wohnhäuser.

Erwähnenswert ist noch die Lutherkirche. Sie wurde im Stil des Expressionismus und des Art Déco gebaut. Ich mag den Stil Art Déco und habe mich bereits auf das Innenleben der Kirche gefreut, aber leider war sie geschlossen. Zum Glück muss ich in Sachsen noch einige Städte besuchen und komme somit wieder an Erfurt vorbei ein wenig Art Déco und Thüringer Wurst im Brötchen.

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