Weitere historische Sehenswürdigkeiten

Neben den „Traditionsinseln“ gibt es natürlich viele weitere Sehenswürdigkeiten in dieser geschichtsträchtigen Stadt. Allen Voran ist das Braunschweiger Schloss zu nennen, welches in der ursprünglichen Form nicht mehr existiert. 1717 wurde mit dem Schloßbau – eine Residenz für die Herzöge von Braunschweig – begonnen und nach starker Zerstörung im 2. Weltkrieg dem Bau ein entgültiges Ende gesetzt. In der jetztigen Form ist das Schloss eine Rekunstruktion, welches überwiegend von der Stadt Braunschweig kulturell genutzt wird. An die Konstruktion schließt sich ein weiterer Bau an – die Schloßarkaden. Die Schloßarkaden sind ein riesiges Einkaufszentrum wie es sie mittlerweile in jeder größeren und kleineren Stadt gibt. Ich war dennoch sehr beeindruckt von der Größe der Mall. Die Schloßarkaden sind wesentlich größer als alle anderen Malls, welche ich bisher betreten habe! Auch die Quadriga mit Bruonia auf dem Eingangsportal ist ein rekonstruiertes Modell, obwohl das Original den Bombenhagel des Krieges fast unversehrt überstanden hat.

Herzögliches gibt es auch auf dem Löwenwall zu besichtigen, welcher in der relativen Nähe ist. Ein Obelisk erinnert an die gefallen Herzöge Braunschweigs während der Napoleonischen Kriege.

Der Kohlmarkt in Braunschweig wird als eine der Keimzellen der Stadt betrachtet. Im Mittelalter wurde hier Kohle verkauft. Auch heute noch ist er ein schöner Platz mit einigen historischen Gebäuden und man fragt sich, warum der Kohlmarkt mit seinem Gebäudeensemble nicht ebenfalls eine „Traditionsinsel“ geworden ist.

Gleich um die Ecke befindet sich das Haus Anker. Anfang des 20. Jahrhunderts im Jugendstil erbaut, bestach es durch seine damalige Modernität und einer dreistöckigen Glasfassade.

Einige Meter weiter befindet sich die Jakob-Kemenate. Sie ist eine der ältesten Profangebäude der Stadt und diente unter anderem als Schutzgebäude, Wohn-, Speicher- und Ausstellungsort. Kemenaten sind typische Gebäude für genannte Zwecke in Braunschweig. Heute wird die Jakob-Kemenate kulturell genutzt.

In der westlichen Innenstadt fand ich das Renaissanceportal. Es stand vorher am Altstadtmarkt und gehörte zu einen Haus, welches abgerissen wurde.

In der nördlichen Innenstadt befinden sich noch drei Sehenswürdigkeiten, welche meiner Meinung nach ebenfalls das Zeug zu einer „Traditionsinsel“ zu gehören. Die St. Andreaskirche ist die höchste Kirche der Stadt und hat sozusagen eineinhalb Türme; der zweite Turm blieb unvollendet. Nebenan befindet sich die Liberei. Sie soll der älteste freistehende Bibliotheksbau nördlich der Alpen sein. In direkter Nachbarschaft steht die Alte Waage. Das ursprüngliche Gebäude wäre rund 500 Jahre alt geworden, wäre es nicht von einer Fliegerbombe getroffen worden. Seit 1994 steht an gleicher Stelle eine Rekonstuktion. Früher war die Alte Waage ein Speicher- und Waagehaus und heute wird sie von der VHS genutzt. Fotos folgen in der entsprechenden Reihenfolge.

Zwischen Schloß und Burgplatz befindet sich noch das Braunschweiger Rathaus. Im neugotischen Stil erbaut ist es ca. 130 Jahre alt. Ein weniger schöner Anbau steht direkt dahinter (im Bild auf der rechten Seite zu sehen) und macht es zu einem außergewöhnlichen Gebäude mit – ich sage mal – Stilmischmasch.

In der Straße Kleine Burg 2-4 stehen sogenannte Stiftsherrenhäuser. Sie dienten als Wohnhäuser der Stiftsherren, welche für Hof und Klerus arbeiteten.

Eine herzögliche Sehenswürdigkeit habe ich noch. Im Süden der Stadt befindet sich das Schloß Richmond, welches für die Prinzessin und spätere Herzogin Augusta erbaut wurde. Sie stammte aus England, so dass das Schloss diesen Namen zur Erinnerung an den Londonder Richmondpark erhielt. Der gleichnahmige Richmond-Park am Schloß ist bekannt für seine Rhododendronblüte.

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