Duisburg – geprägt durch Wasser, Stahl und Kohle

Endlich wieder im Ruhrpott unterwegs! Im Rhein-Ruhr-Gebiet befinden sich die meisten der 100 größten Städte Deutschlands. Insofern freue ich mich immer wieder alle paar Male in den Pott zu kommen.

Ein Freund von mir war kürzlich schon mal da und berichtete vom riesigen Industrieareal von ThyssenKrupp und dem riesigen Hafengelände. Ich war gespannt, was diese Stadt noch zu bieten hat! An Ruhr und Rhein gelegen hat und hatte Duisburg historisch fast durchgängig eine große Bedeutung im Handel mit Waren. Und während der Industrialisierung wurden die Kohlen und der Stahl aus dem Ruhrpott in alle Herren Länder verschifft. Stahl und Logistik spielen immernoch eine Rolle. Dennoch ist Duisburg wie viele Städte in dieser Region, im Wandel mit einem wachsendem Dienstleistungssektor.

Unterm Strich war ich sehr beeindruckt von der Vielseitigkeit Duisburgs. Überall traf ich auf freundliche Menschen und habe alte und neue Industrieanlagen besichtigt. Es gibt den Rhein und die Ruhr und einige Bauwerke aus dem Mittelalter. Und die Leibspeise Schimanskis konnte ich auch probieren!

Der Rhein und der größte Binnenhafen der Welt

Es war herbstlich als ich am Rhein war, so dass auch nicht viel los war. Einerseits ist es gut, wenn mir nicht zu viele Passanten vor die Linse laufen, aber andererseits war es bedeckt und somit etwas weniger stimmungsvoll. Ich glaube, es kann richtig schön werden, wenn man an wärmeren Tagen am Rheinpark verweilt. Der Rheinpark ist ein ehemaliges Geländer der Schwerindustrie und wurde zu einer Freizeitfläche umgewandelt. Dort kann Sport betrieben werden und es gibt eine Restauration. Ich kann mir das lebhafte Treiben im Sommer sehr gut vorstellen!

Wo die Ruhr in den Rhein mündet steht die Rheinorange. Sie ist eine tonnenschwere Stahlskulptur, welche alle Aspekte der Stadt in sich vereinen soll. Die Ruhr führt von dort aus an den Innenhafen vorbei und zum Stadtteil Ruhrort.

Mit allen öffentlichen und privaten Flächen im Hafen gilt der Duisburger Hafen in Ruhrort als der größte Binnenhafen der Welt.

Der Innenhafen Duisburg gehört zu den ältesten Teilen des Hafens und der Stadt Duisburg. Mittlerweile ist der Innenhafen ein Ort voller Kultur und Gastronomie und Nightlife.

Im Innenhafen steht die Küppersmühle. Früher wurde dort natürlich gemahlen. Mittlerweile ist sie ein Museum für moderne Kunst und beherbergt ein Restaurant.

Das Explorado Kindermuseum zeichnet sich besonders dadurch aus, das Kinder und Jugendliche nicht nur Ausstellungsstücke betrachten können, sondern selber lernen, forschen und erfahren können. Es ist einfach ein Mitmachmuseum!

Das ehemalige Logistikgebäude Faktorei 21 ist mittlerweile ein Restaurant.

Das Kultur- und Stadthistorische Museum im Innenhafen zeigt Ausstellung der Stadthistorie und beherbergte außerdem bis vor wenigen Jahren das Museum Stadt Königsberg. Duisburg hatte lange Zeit eine Patenschaft für diese Stadt.

Im Innenhafen steht auch das größte Archivgebäude Deutschlands, welches unter Anderem das größte Luftbildarchiv der Republik besitzt. Das Landesarchiv NRW.

Das Archiv steht direkt an der Schwanentorbrücke. Sie ist eine Hubbrücke, welche die Brückplattform bis zu 10m hochhieven kann.

Das weiße Gebäude im Hintergrund ist das Kontorhaus und wurde früher als Kornspeicher genutzt. Mittlerweile residieren dort viele verschiedene Mieter hauptsächlich aus der Wirtschaft.

Die Logistikaktivitäten der Stadt werden – wenn ich es richtig recherchiert habe – von der Logport Ruhr Gmbh gesteuert. Auf einem ehemaligen Stahlwerksgelände von Krupp haben sich viele Logistikunternehmen angesiedelt.

Industrie – Geschichte und Gegenwart

Kohle und Stahl prägen Duisburg seit der Industrialisierung. Dabei kommt man nicht an ThyssenKrupp Steel Europe vorbei! Die Stahlproduktion in Duisburg findet auf einer Fläche statt die auf der Welt seines Gleichen sucht. Ich bin mit meinem Auto im Norden und Süden von Duisburg richtig lange unterwegs gewesen, bis ich die Unternehmensflächen einmal umrundet habe. Alle Hochöfen des Ruhrpotts stehen nur noch in Duisburg. Dort wird ein Großteil des in Deutschland produzierten Eisens und Stahl hergestellt. Ziemlich beeindruckend! Ich kann nur jedem Duisburgbesucher die Stätten der Stahlproduktion von ThyssenKrupp zu besichtigen!

Im Landschaftspark Duisburg-Nord befindet sich ein stillgelegtes Hüttenwerk, welches früher zu Thyssen gehörte. Die alten Industiegebäude können besichtigt werden und es finden viele kulturelle Veranstaltungen in ihnen statt. Das Gasometer ist mit Wasser gefüllt, wo getaucht werden kann. Es existiert ein Kletterparcour und es gibt im Sommer viele Veranstaltungen. Der Landschaftspark ist auch Standort des Traumzeit Festivals. Dies ist ein Musikfestival für Weltmusik und Pop. Nachts wird der Landschaftspark mit verschiedenen Farben angestrahlt; für mich als Hobbyfotographen war das fantastisch!!

Bergbau wird in Duisburg schon lange nicht mehr betrieben. Aber es stehen natürlich immer noch Zeugnisse dieser Zeit in der Stadt. Beispielsweise die unter Denkmal stehende Siedlung Rheinpreußen, in der Zugezogene vor allem aus Polen uns Österreich-Ungarn untergebracht wurden. Eine beeindruckend schöne Siedlung, wie sie in vielen Städten mit Bergbaugeschichte im Ruhrgebiet steht.

Eines der letzten großen Bergwerke war das Bergwerk Walsum. Es wurde 2009 gesprengt.

Auf einer Halde einer ehemaligen Zinkhütte steht ein imposantes Bauwerk, welches teiweise aus Zink besteht – in Anlehnung an die ehemalige Zinkhütte – das Tiger and Turtle Magic Mountain. Das Bauwerk ist einem Looping nachempfunden und ist begehbar. Bei guter Sicht kann man bis nach Düsseldorf gucken!

Lange in der Industrie tätig war die Familie Haniel. Sie gehört aktuell zu den reichsten Familien Deutschland und ist mittlerweile im Geschäft mit Unternehmensbeteiligungen tätig. Die Firma Franz haniel & Cie sitzt in Duisburg Ruhrort am Franz-Haniel-Platz. Dort befindet sich auch das Haniel-Museum.

Duisburg kulinarisch

Kulinarisch ist der Ruhrpott geprägt durch Frittenbuden, Currywurst und Frikadellen und selbstverständlich der Küche vieler Einwanderer. Dennoch konnte ich in Duisburg auch ein paar Dinge kosten, welche es nur hier gibt – und ich finde, dass man das von einer Stadt mit einer halben Millionen Einwohner durchaus erwarten kann. 😉

Zuallererst möchte ich in diesem Zusammenhang auf einen Sohn der Stadt hinweisen – Horst Schimanski. Sein Leibgericht war die Currywurst und gegessen hat er sie in seiner Stammkneipe „Zum Anker“ in Duisburg-Ruhrort. Diese Kneipe hat in echt keinen Kneipencharakter. Es ist eher ein Bistro und ich habe mich dort echt wohl gefühlt. Natürlich habe ich mir die XL-Schimanski-Currywurst gegönnt.

Sehr spannend fand ich es in der Kneipe Finkenkrug! Craftbier-Bars schießen in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden. Das Finkenkrug bietet 222 verschiedene Biere aus aller Welt an. Außerdem gibt es den den Elvis-Presly-Burger nach Originalrezept. Diesen skurrilen Burger habe ich mir selbstverständlich gegönnt und ihn mit einem leckeren Bier von den Färöer-Inseln runtergespült. Im Finkenkrug habe ich mir auch eine Souvenirtüte gekauft mit verschiedenen Bierprodukten und Zubehör. Diese Biertüten gibt es in verschiedenen Größen. Besonders gefreut hat mich, dass ich das Hop House 13 aus Irland und das Tui Lager aus Neuseeland entdeckt habe! Das sind Biere, die ich auf Auslandstrips schon mal getrunken habe. Das färingersche Bier war übrigens auch sehr sehr lecker.

Ein weiteres bekanntes Produkt aus Duisburg ist das liebevoll genannte KöPi – König Pilsener. Die Brauerei liegt im nördlichen Teil von Duisburg.

In großen Teilen Nordrhein-Westfalens aber insbesondere im Ruhrpott und Westfalen sind Kartoffelgerichte besonders beliebt. So gibt es auch in Duisburg leckeres aus Kartoffeln. Im Webster Brauhaus habe ich mir Reibeplätzchen gegönnt.

Eine süße Köstlichkeit aus Duisburg ist der Duisburger Dreck. Sie sehen aus wie Choco Crossies, schmecken aber besser! Zu kaufen im Cafehaus Dobbelstein.

Weitere bodenständige Gerichte ausm Pott bekommt man im Zollhaus und im Lindenwirtin. Dort war ich aber nicht. In Duisburg gibt es einen kleinen rumänischen Warenladen – das Magazin Ardealul. Leider war noch nicht geöffnet und ich habe es auch nicht mehr geschafft zu den Öffnungszeiten dort aufzutauchen, sonst hätte ich mir mit Sicherheit ein Mitbringsel besorgt.

In einem gemütlichen Café in der Nähe des Finkenkrug gönnte ich mir eine Pause und traf auf eine sehr auskunftsfreudige Studentin hinterm Tresen. Ihr gefiel mein Projekt sehr gut und sie war gerne bereit meine 5 ausgeklügelten Fragen zu beantworten.

Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Ich habe gemischte Gefühlte zu meiner Stadt. Entweder hasst man sie oder man liebt. Vielleicht kommt es darauf an, wo man ausgewachsen ist. Gesellschaftlich gibt es Unterschiede zwischen Duisburgern, welche im Norden, wie zum Beispiel Marxloh, aufgwachsen sind und Duisburgern in Mitte und Süden, wo es ruhig und schön ist. Ich bin in Marxloh aufgewachsen und irgendwann von dort rausgekommen.
Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Ich mag den Trouble und bin deshalb gerne in der Neustadt und in der Innenstadt.
Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Unbedingt den Landschaftspark Nord mit seinen vielen Industriedenkmalen! Außerdem sollte man alle Sehenswürdigkeiten, welche am Rhein liegen besuchen. Insbesondere der Innenhafen ist ein Ausgeh-Hotspot.
Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Duisburg ist ein Meltingpot mit einer riesigen kulturellen Vielfalt. Für manch einen Ausländer ist es ein Kulturcrash, so dass sie sich meist in ihren eigenen geografischen Nieschen aufhalten.
Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Ich wünsche mir mehr Offenheit in der Bevölkerung. Jede kulturelle Gruppe hat ihre eigenen Normen; die Menschen sind konservativ und leider nicht so offen für Neues; ein Beispiel ist, dass sich Veganismus so gar nicht durchsetzt hier.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt

Ganz bekannt ist die Stadt durch den Tatortkommissar Horst Schimanski. Er hielt sich oft im Stadtteil Ruhrort auf, wo sich seine Stammkneipen Café Kaldi und Zum Anker befinden. Außerdem wurde eine Straße nach ihm benannt – die Horst-Schimanski-Gasse.

In Ruhrort befindet sich auch das Haus Ruhrort, auch Tausendfensterhaus genannt. Es war das Verwaltungsgebäude der Rheinische Stahlwerke und hat tatsächlich nur 510 Fenster…

Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt liegt ebenfalls in Ruhrort. Es ist das größte seiner Art in Deutschland.

In der Duisburger Innenstadt gibt es einige weitere Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Stadt. Das älteste Wohnhaus der Stadt ist das Dreigiebelhaus, welches im Laufe seiner Geschichte unterschiedliche Funktionen hatte. Es wurde mal von Nonnen übernommen, dann gab es dort eine Textilfabrik und längere Zeit ein Restaurant und mittlerweile ist es unter Anderem ein Wohnhaus.

In der Nähe befindet sich das schöne Rathaus von Duisburg am Burgplatz. Der Ort gilt als Keimzelle von Duisburg. Dort steht auch der Mercartorbrunnen. Gerhard Mercator war zu Anfang der Neuzeit einer der wichtigsten Kartographen der bekannten Welt und ist ein Sohn der Stadt.

Hinter dem Rathaus befindet sich die Archeologische Zone – Alter Markt. Dort befindet sich eine Ausgrabungsstätte einer mittelalterlichen Markthalle.

Weitere Zeugnisse aus dem Mittelalter sind der Schäferturm und Reste der alten Stadtmauer Duisburgs.

In der Fussgängerzone befindet sich die Lifesaver Skulptur der Künstlerin Niki de Saint-Phalle. Sie ist ein beliebtes Fotomotiv für Touristen und ein Wahrzeichen der Stadt.

Direkt am Platz der Skulptur steht das CCC Competence Call Center Duisburg GmbH. Es ist ein Beispiel für den wirtschaftlichen Wandel in der Stadt, denn Duisburg ist eine Call Center Hochburg in Deutschland.

In der Duisburger FuZo findet einer der am längsten geöffneten Weihnachtsmärkte Deutschlands statt. Soweit ich weiß gehört er auch zu den Weihnachtsmärkten, welche auch am frühesten öffnen.

Das kulturelle Zentrum der Stadt ist zweifelsohne das schöne und nachts schön beleuchtete Theater Duisburg / die Deutsche Oper am Rhein, wo auch die Kulturbetriebe Duisburg untergebracht sind. Direkt daneben befinden sich die Mercatorhalle und das Citypalais.

In Duisburg steht eines der ältesten Gymnasien in Deutschland. Rund 800 Jahre alt ist das Landfermann-Gymnasium. Besonders ist das Sprachangebot der Schule sowie spezielle naturwissenschaftliche Angebote und eine umfangreiche Bibliothek mit vielen wertvollen Büchern und Schriften.

Duisburg hat den bedeutendsten Binnenhafen der Welt. Die Schifferbörse zu Duisburg – untergebracht in der IHK Duisburg – ist eine bedeutende Institution der Binnenschifffahrt und die einzige seiner Art in Deutschland. Sie dient den Binnenschifffahrern und allen die ein Interesse an der Binnenschifffahrt haben als Ansprechpartner in vielerlei Hinsicht.

Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH ist ein wichtiges Zahnrad beim wirtschaftlichen Wandel in der Stadt und berät kleine und große Unternehmen und alle die ein Interesse an der wirtschaftlichen Prosperität der Stadt haben.

Weitere kulturelle Angebote im Zentrum sind das filmforum – eines der ältesten kommunalen Kinos Deutschlands – und das Grammatikoff, in dem verschiedenste Ausstellungen und Auftritte kultureller Art stattfinden. Beide Locations befinden sich am Dellplatz.

Sehenswert ist eine der größten Universitäten Deutschlands – die Universität Duisburg-Essen. Aufgrund ihrer Architektur werden die Rundbauten auch Keksdosen genannt.

Nahe der Uni befindet sich das Gerhard-Mercator-Haus. Es wird von der Universität genutzt.

Zur Uni gehört auch das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr e.V. Die Uni Duisburg-Essen arbeitet eng mit der Uni Wuhan in China zusammen. Zwischen Duisburg und Wuhan wurde die erste Städtepartnerschaft zwischen einer deutschen und einer chinesischen Stadt gegründet.

Gegenüber der Universität befindet sich der Zoo Duisburg. Bekannt ist er für sein Delphinarium, seltene Raritäten der Tierwelt und der einzigen Koalaaufzuchtstation Deutschlands.

Direkt am Zoo steht eine besondere Ampel. Als Erinnerung an die Bergbautradition gibt es das Duisburger Ampelmännchen.

Am Zoo befindet sich ein ziemlich verzweickter Verkehrsknotenpunkt, welcher von den Duisburgern liebevoll Spaghettiknoten genannt wird. Dort trifft die A3 auf die A40 und die B40 und es führen Eisbahnschien dran vorbei. Auf dem Bild ist der Spaghettiknoten kaum zu erkennen, aber das lag daran, dass ich nicht genau recherchieren konnte, wo der beste Standpunkt für das perfekte Foto ist.

Mit dem Delta Music Park befand sich in Duisburg mit 17 Bars eine der größten Diskotheken in Deutschland. Die Disko befand sich in 3 miteinander verbundenden Zelten. Mittlerweile steht dieser Platz brach.

In Duisburg befindet sich das Unternehmen Zoo Zajac. Es ist das größte Zoofachgeschäft der Welt!

Unmittelbar am Rheinufer steht der Alsumer Berg. Eine ehemalige Schutthalde von der man einen tollen Überblick über das ThyssenKrupp Gelände hat. Leider habe ich dies erst im Nachhinein erkannt. Sonst hätte ich von oben ein Foto gemacht.

Der Revierpark Mattlerbusch dient den Duisburgern als Naherholungsgebiet mit vielen Wiesen und Wälderchen und einer Therme. Er ist einer von fünf Revierparks im Pott.

Sportstadt Duisburg

In einer so großen Stadt mit fast einer halben Millionen Einwohner kann man sich vorstellen, dass es durchaus auch Spitzensport gibt! Und tatsächlich möchte ich meinen Duisburg als Sportstadt zu bezeichnen. Das fängt schon mit dem Sportpark Wedau an – der nach Fläche größte Sportpark Deutschlands mit dem Wedaustadion – Heimat des MSV Duisburg, auch die Zebras genannt – und der schnellsten Regattabahn der Welt.

Einer der erfolgreichsten Bowlingclubs Deutschlands ist der 1. BC Duisburg mit vielen gewonnenen Deutschen Meisterschaften. Da ich erst im nachhinein erfuhr wo die Heimanlage des Vereins ist, habe ich einfach das XXL-Bowlingcenter fotografiert, wo sich auch das Angerstübchen befindet in dem lokale/regionale Gerichte bekommt. Duisburg ist eine Hochburg des Bowlings in Deutschland.

In der nähe der Bowlinganlage befindet sich die Spielstätte des Skaterhockeyclubs Duisburg Ducks 1989 e.V. National und International sind die Ducks eine der erfolgreichsten Inlinehockeyclubs überhaupt.

Und auch die RESG Walsum ist ein erfolgreicher Sportverein mit seiner Sparte Rollhockey, welche etliche Titel gewonnen hat! Rollhockey wird übrigens mit traditionellen Rollschuhen gespielt.

Mein liebes Duisburg,

zwei unglaublich spannende Tage habe ich bei dir erlebt und hätte nicht gedacht, dass du so viel zu bieten hast. Ganz beeindrucken fand ich dein industrielles Erbe und was du daraus gemacht hast. Viele freundliche Menschen habe ich angetroffen und es hat mich sehr gefreut deine speziellen kulinarischen Genüsse zu probieren. Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und hoffe, dass wir uns bald wieder sehen. 🙂

Ulm – … und Neu-Ulm! Aus einer wurden zwei

Ja liebe Leser, ihr habt richtig gelesen. In diesem Artikel berichte ich genau genommen aus 2 Städten; Ulm gehört definitiv in die Liste der 100 größten Städte Deutschlands. Neu-Ulm gehört nicht in diese Liste. Allerdings haben die beiden Städte eine gemeinsame Geschichte und es ist Napoleon, der im Grunde der Auslöser der Teilung ist. Nach den napoleonischen Kriegen wurde Europa und speziell die Deutschen Landen neu geordnet. Dabei wurde auch Ulm geteilt. der größere links von der Donau liegende Teil gehörte zu Württemberg und der kleine rechts von der Donau liegende Teil wurde Bayern zu geschlagen. So entstand und entwickelte sich die Stadt Neu-Ulm. Dennoch verbindet vieles beide Städte und so entschied ich mich sie in ihrer Gesamtheit zu portraitieren.

Das erste was ich gesehen habe in Ulm war der Hauptbahnhof… Meine Freundin und ich sind aus Konstanz gekommen und ich habe sie zum Bahnhof gebracht, da sie geplanterweise schon früher nach Hause reisen musste. Mein erster Gedanke war: „Oh Gott! Was für ein Loch!“ Der Bahnhof war eine Großbaustelle und wir hatten Mühe den Haupteingang zu finden. Ich war mir nicht sicher, ob es ein schöner Aufenthalt wird. Ich erfuhr aber, dass der Umbau des Bahnhofs und der Gegend drumherum viel mit Stuttgart 21 zu tun hat. Es konnte nur besser werden und letztendlich ist es bei weitem besser geworden! Ulm ist einfach eine richtig schöne und gelassene Stadt und verrate jetzt schon, dass diese Stadt bisher eine meiner Höhepunkte meines Projektes ist. Natürlich gefiel es mir bisher in jeder Stadt, in der ich war und ich habe mir vorgenommen jede Stadt unvoreingenommen und positiv darzustellen. Ulm hat mir dennoch besonders gut gefallen.

 

Bundesfestung Ulm

Bekannt ist, dass durch Ulm die Donau fließt und dort der höchste Kirchturm der Welt steht. Aber wußtest du, lieber Leser, das Ulm die größte Befestigungsanlage Europas besitzt? Die Bundesfestung Ulm ist eine von 5 Bundesfestungen des damaligen Deutschen Bundes. Sie wurde nach den Napoleonischen Kriegen als Folge dieser gebaut, um den Bund auch von innen schützen zu können. In Kriegszeiten wären dort viele 1000 Soldaten stationiert worden. Die Bundesfestung hatte einen Umfang von ca. 9 Km und ich habe mir vorgenommen diese mit einem Fahrrad zu befahren. Dabei war mir garnicht bewußt, dass viele Forts auf Hügeln rum um Ulm gebaut waren, so dass es anstrengender war, als geplannt. Die Wilhelmsburg ist der größte und zentralste Teil der Bundesfestung. Dort begann meine Rundfahrt und ich fotografierte ebenfalls den König-Wilhelm-Turm. Er wurde nach dem damaligen Württemberger König benannt. Direkt hinter der Wilhemsburg befindet sich die Wilhelmsburg-Kaserne; ich wußte nicht, ob ich sie fotografieren durfte – ist schließlich ein militärischer Bereich – daher findet sie hier nur kurz eine Erwähnung.

BundesfestungBundesfestung_1Bundesfestung_2Bundesfestung_3Bundefestung pano 2

Im weiteren Verlauf bin ich an Befestigungsmauern und teilen der Bundesfesung gekommen, welche Bezeichungen tragen wie Ravelin, Capponiere, Bastion, Courtine, Halbbastion, Werk, Ravelin usw. Jeden einzelnen Teil hier vorzustellen wird sicher müßig und nerdig werden, daher laßt euch einfach von den Fotos berieseln.

Bundesfestung_4Bundesfestung_5Bundesfestung_6Bundesfestung_7Bundesfestung_8Bundesfestung_9Bundesfestung_10Bundesfestung_11Bundesfestung_14Bundesfestung_17Bundesfestung_18Bundesfestung_20Bundesfestung_21Bundesfestung_23Bundesfestung_24Bundesfestung_25Bundesfestung_34Bundesfestung_35Bundesfestung_37Bundesfestung_38Bundesfestung_41Bundesfestung_44Bundesfestung_49Bundesfestung_50Bundesfestung_51Bundesfestung_52Bundesfestung_53Bundesfestung_54Bundesfestung_55Bundesfestung_56

Eine besondere Erwähnung sollte der Glacis-Park in Neu-Ulm erhalten. Er gehört zur Bundesfestung und wurde zur Landesgartenschau zum Stadtpark umgebaut.

Bundesfestung_48Bundefestung pano 5+4Bundefestung pano 3

Außerdem erwähnenswert ist das Festungsmuseum Fort Oberer Kuhberg. Es ist ein Museum zur Bundesfestung.

Bundesfestung_57

Außerhalb der Bundesfestung gibt es noch Außenanlagen wie Forts, Vorwerke und Türme. Diese habe ich nicht besucht. ich war total beeindruckt von diesem großen Bauwerk. Nie zuvor habe ich sowas gesehen. Ich glaube, man benötigt bestimmt mindestens 2 Tage, um wirklich alles gesehen und verstanden zu haben. Ich habe mir einen halben Tag Zeit genommen, um zumindest einen ausreichenden Teil der Bundesfestung zu erkunden.

 

Das Fischer- und Gerberviertel und die Donau

Nun komme ich zu dem Teil, welcher mir am meisten gefallen hat in Ulm. Das Fischer- und Gerberviertel war einst das Viertel der Handwerker und ist nun ein sehr schönes Altstadtviertel mit vielen kleinen Läden und Gastronomie und jede Menge Fachwerk. Es liegt direkt an der schönen Donau, wo man auf den Donauwiesen eine schöne Zeit mit Entspannen und Feiern verbringen kann.

20180828_18141520180828_18142520180828_181439DonauDonau_1Donau_2Donau_8Donau_9

In Ulm und insbesondere auf den Donauwiesen und der Donau wird alljährlich der Schwörmontag gefeiert und die Schwörwoche beendet. Es ist ein traditionelles Volksfest aus dem späten Mittelalter und hatte seinen Ursprung in einer politischen Auseinandersetzung, wo es um Stimmrechte im Parlament ging. Mit dem Großen Schwörbrief wurde die Auseinandersetzung beendet. Der Treueschwur der Parteien wurde im Ulmer Schwörhaus jährlich bekräftigt.

Donau_38

Von Ulm sagt man übrigens sie sei die Hauptstadt des Nebelreiches. Wahrscheinlich hat sich das aufgrund der Nähe zur Donau entwickelt. Forschungen haben ergeben, dass es in Ulm nicht nebliger ist, als in anderen Städten. Dennoch konnte ich ein nebliges Schauspiel beobachten nach einem heftigen Sommergewitter! 🙂

20180829_19112320180829_190904

Im Guinnesbuch der Rekorde steht Ulm auch! Denn im Fischer- und Gerberviertel steht das schiefste Hotel der Welt. Das Schiefe Haus stammt aus dem Mittelalter und neigt sich um ca. 10 Grad.

Donau_19Donau_20

20180829_170229

Das Zunfthaus der Schiffleute ist heute ein beliebtes Restaurant und war früher speziell für die Fischer auf der Donau gedacht.

Donau_48

Ein weiteres Baudenkmal im Viertel ist die ehemalige Garnsiede. Sie ist die letzte historische Garnsiede in Südwestdeutschland.

Donau_18

Die Lochmühle ist die älteste Mühle in Ulm und mittlerweile ein Restaurant mit lokalen Spezialitäten.

Donau_37Donau_36

Das Gasthaus zur Krone ist das älteste Gasthaus in Ulm.

Donau_39

Im Kässbohrerhaus befindet sich das Setra-Museum. Karl Kässbohrer war der Firmengründer der Kässbohrer Fahrzeuge und von Setra. Die Geschichte der Marken wird im Museum vorgestellt.

Donau_26

Am Rande des Viertels zur Donau hin befindet sich der Metzgerturm und die ehemalige Stadtmauer auf der ein Promenadenweg führt.

Donau_6Donau_10Donau_11

Donau_41

Innerhalb des Viertels befindet sich die Staufenmauer am Weinhofberg. Sie ist der älteste Teil einer Stadtmauer in Ulm und zugleich ältestes Bauwerk der Stadt.

Donau_40

Das Ulmer Münz war eine Münzstätte in Ulm und erinnert an die Geschichte des Münzwesens in der Stadt.

Donau_21

Anbei noch ein paar Impressionen des Gerber- und Fischerviertels

Donau_35Donau_34Donau_33Donau_32Donau_31Donau_30Donau_29Donau_28Donau_27Donau_25Donau_24Donau_23Donau_22Donau_17Donau_16Donau_14Donau_13Donau_12Donau_5Donau_4Donau_320180828_185152

Donau_49

Ulm und die Donau haben eine ganz besondere verbindende Geschichte. Die Donauschwaben sind oder waren eine Gruppe deutscher Auswanderer, welche sich meist von Ulm aus entlang der Donau in verschiedenen Ländern niederließen und Siedlungen gründeten. vom Schwarzwald bis an das Schwarze Meer stiegen sie in die berühmten Ulmer Schachteln (Boote) und fuhren entlang der Donau. Auch Waren wurden mit den Ulmer Schachteln verschifft. Westlich der Altstadt befindet sich das DZM Donauschwäbisches Zentralmuseum – welches die Geschichte und Kultur der Donauschwaben vorstellt.

Donau_42Donau_43Donau_44Donau_45Donau_46Donau_47

Im Haus der Donau befindet sich das Donaubüro Ulm. Es ist eine gemeinnützige Organisation, welche sich mit Projekten und Veranstaltungen im Rahmen der Donau und aller Donauanreinerstaaten befasst.

20180829_170451Donau_15

Außerdem gibt es in Ulm die Europäische Donau Akademie. Sie befasst sich mit Themen der Förderung der Völkerverständigung, des Umwelt- und Landschaftsschutzes, der kulturellen, wissenschaftlichen und der demokratischen Zusammenarbeit in den Donau-Anrainerstaaten.

weiteres_14

 

Ulm – Innenstadt

Spricht man von Ulm, dann fällt einem als allererstes das Ulmer Münster ein. Dieser Bau besitzt mit 161,53m den höchsten Kirchturm der Welt! Ich finde ihn extrem imposant! Auch im Inneren lohnt es mal reinzuschauen. Das Münster ist gotischer Bauart und die größte evangelische Kirche Deutschlands.

Innenstadt_6Innenstadt_7Innenstadt_13Innenstadt_14Innenstadt_15Innenstadt_16Innenstadt_17Innenstadt_18

Am Münsterplatz befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten. Die Geschwister Hans und Sophie Scholl waren Mitglieder in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und Ulmer Bürger. Für sie steht das Geschwister-Scholl-Denkmal. Blöd, dass ein Lieferwagen davor stand, aber es war gerade Markt und ich wußte nicht, ob ich es zu einer anderen Gelegenheit hätte ablichten können.

Innenstadt_29.jpg

Kaum zu übersehen ist das Ulmer Stadthaus. Oft ist mir in Ulm aufgefallen, wie moderne Architektur und ältere Bauten so gegensätzlich sind, aber doch irgendwie ein sehr harmonisches Bild abgeben. Das Ulmer Stadthaus steht am Münsterplatz und ist ein faszinierender Kontrast zum Ulmer Münster. Dort sind unter Anderem Ausstellungsräume und die Touristeninformation untergebracht.

Innenstadt_8.jpg

Hinter diesem Gebäude steht der Neue Bau. Es war früher ein Lagerhaus und ist nun Sitz des Polizeipräsidiums Ulm.

Innenstadt_9Innenstadt_11

Unweit des Münsterplatzes befindet sich der Hans-und-Sophie-Scholl-Platz, ebenfalls zu Ehren der beiden Geschwister. Er ist ebenfalls ein Beispiel für die Mischung aus alter und neuer Architektur.

Innenstadt_25.jpg

Im Hintergrund ist das Rathaus zu sehen. Es ist sehr reich an Fresken und besteht aus 3 Bauteilen.

Innenstadt_19.jpg

Direkt dahinter ist übrigens die pyramidenartige Zentralbibliothek. Sie ist eine der ältesten Bibliotheken Deutschlands. Der heutige Entwurf ist natürlich ein Neubau.

Innenstadt_20.jpg

Am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz befindet sich auch der moderne und mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Bau der Sparkasse Ulm.

Innenstadt_10Innenstadt_12

Am gleichen Platz befindet sich die Kunsthalle Weishaupt. Sie beherbergt eine private Sammlung an moderner Kunst.

Innenstadt_24

Ebenfalls befindet sich dort der Arbeitsausschuss Kinderspiel und Spielzeug e.V., welcher das Qualitätssiegel „Spiel Gut“ vergibt.

weiteres_7.jpg

Auch das historische Kiechelhaus/Ulmer Museum befindet sich in der Nähe. Es ist das einzige Kaufmannshaus, welches den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden hat.

Innenstadt_22.jpg

In der Ulmer Innenstadt befinden sich weitere historische Gebäude. Das Kornhaus zum Beispiel ist über 500 Jahre alt und wurde als Lagerstätte genutzt. Heute finden dort kulturelle Veranstaltung statt.

InnenstadtInnenstadt_1

Nicht weit davon entfernt befindet sich der Büchsenstadel. Wo früher Waffen gelagert wurden, befindet sich nun ein Jugendhaus, wo Jugendliche ihre Freizeit gestalten können.

Innenstadt_3.jpg

Zum Abschluss dieses Teils ein paar weitere Eindrücke der eindrucksvollen und abwechslungsreichen Innenstadt.

20180829_184532Innenstadt_2Innenstadt_4Innenstadt_5Innenstadt_21Innenstadt_23Innenstadt_26Innenstadt_28

 

Außerhalb der Innenstadt und sehenswürdig

Weiter geht es mit der Vorstellung reichhaltiger Sehenswürdigkeiten in Ulm! Das Museum der Brotkultur befindet sich in der Stadt. Es stellt die Geschichte des Brotes und seine Bedeutung für die Entwicklung der Menschheit dar.

weiteres_4

Das Theater Ulm ist ein Dreispartentheater und ist das älteste städtische Theater Deutschlands.

weiteres

Albert Einstein ist ein Sohn der Stadt! Ihm wurde ein interessantes Denkmal gesetzt.

weiteres_20.jpg

Das Denkmal steht am historischen Zeughaus. Früher als Waffenlager genutzt und heute als Ausstellungsräume.

weiteres_18weiteres_19

Eine weitere bekannte Persönlichkeit aus Ulm ist die Sängerin Hildegard Knef. Ihr wurde der Hildegard-Knef-Platz gewidmet.

weiteres_34

Eine schöne unter denkmalschutz stehende Sehenswürdigkeit ist die Neutorbrücke. Von ihr hatte ich einen schönen Blick auf das Ulmer Münster.

weiteres_44weiteres_45

Nun stelle ich das aufwendig sanierte Viertel „Auf dem Kreuz“ vor, welches fast abgerissen wurde. An einem Teil der alten Stadtmauer Ulm befinden sich die Grabenhäusle. Sie wurden ursprünglich erbaut um Truppen unterzubringen. Im Laufe der Zeit wurde aus ihnen Wohnhäuser. Die Grabenhäusle haben mir sehr gefallen; irgendwie haben sie was Uriges und Gemütliches!

weiteres_10weiteres_11weiteres_12weiteres_13weiteres_22weiteres_23weiteres_24weiteres_25

An der mittelalterlichen Stadtmauer befindet auch der Seelturm und das Zundeltor.

weiteres_15weiteres_16weiteres_17

Die Sebastiankapelle steht ebenfalls in diesem besonderen Viertel. Als Kapelle wird sie lange nicht mehr genutzt. Sie war mal ein Wohnhaus und mittlerweile eine Galerie.

weiteres_29

Weitere Impressionen dieses Viertels. Besonders die vielen Satteldächer sind mir hier aufgefallen. Diese gibt es überall in Ulm.

weiteres_21weiteres_26weiteres_27weiteres_28weiteres_30weiteres_31weiteres_32

Eine Besonderheit in Ulm ist die Italienische Gemeinde, welche jedes Jahr an Karfreitag den „Lebendigen Kreuzweg“ nachspielt und verschiedene Stationen in Ulm und Neu-Ulm überquert.

weiteres_1weiteres_2

Im Foyer des Einstein-Hauses (Volkshochschule Ulm) befindet sich eine Gedenkstätte für Hans und Sophie Scholl.

weiteres_5weiteres_6

Die Nikolauskapelle und das Steinhaus sind die ältesten Gebäude Ulms und stehen unter Denkmalschutz. Das Steinhaus ist Teil des Ochsenhäuser Hofs – das Künstlerhaus Ulm.

weiteres_39

weiteres_38weiteres_40weiteres_41weiteres_42

Das Haus der Begegnung ist die ehemalige Dominikaner-/Dreifaltigkeitskirche und mittlerweile ein Ort mit vielfältigen Aufgaben und Angeboten, wie Bildung, Familie und Begegnung von Menschen.

weiteres_43.jpg

Der Gänsturm ist ein erhaltenes Stadttor aus dem Mittelalter.

weiteres_33.jpg

Östlich der Innenstadt befindet mit der Friedrichsau ein großer Stadtpark, der zum Entspannen und Verweilen einlädt. Dort befinden sich auch das Donaustadion und der Tiergarten mit vielen exotischen Tieren.

weiteres_49weiteres_50weiteres_51weiteres_52

Im Reichenauer Hof – einem der ältesten Patrizierhäuser Ulms – befindet sich der Minnesängersaal mit den ältesten Fresken Ulms.

weiteres_35weiteres_36weiteres_37

In Ulm befindet sich übrigens einer der größten Weltläden Deutschlands mit fair gehandelten Produkten aus aller Welt!

weiteres_3

Aus dem Ulmer Ruderclub Donau e. V. gingen erfolgreiche Ruderer des berühmten Deutschland-Achters hervor.

weiteres_48

 

In Ulm, um Ulm und um Ulm herum…

Es gibt Dinge, die gibt es nur in Ulm. Die Architektur hat mich ja besonders beeindruckt. Sehr witzig sind die Ulmer Guckehürle. Sie befinden sich noch auf vielen Dächern in Ulm und dienten als Ausgucktürmchen.

20180829_18395120180829_18405220180829_184310Specials_4

Der Ulmer Spatz ist ein Wahrzeichen Ulms. Auf dem Ulmer Münster befindet sich so ein Spatz und viele Ulmer Unternehmen und Geschäfte nutzen dieses Wahrzeichen für sich. Nach einer Sage flog ein Spatz mit einem Zweig längs im Schnabel durch ein Stadttor. Die Ulmer nahmen sich dies zum Vorbild als sie einen besonders langen und schweren Balken für den Bau des Münsters erfolglos quer durch das Stadttor bringen wollten. Bevor sie nun das Stadttor einreissen wollten, stellten sie den schweren, langen Balken einfach längs… 😀

20180829_183507Specials_1

Die Müller Drogerie ist eine große Drogeriekette und stammt aus Ulm! Im Lagerverkauf konnte ich allerdings nichts finden als Mitbringsel.

20180830_103637Specials

Das älteste Unternehmen der Stadt ist die Schapfenmühle GmbH und Co KG. Der Getreidesilo ist der zweithöchste der Welt!

Specials_12

Ein Unternehmen mit hervorragenden Produkten ist Liqui Moly! Ich gönnte meinem alten Opel Astra ein paar Schluck vom Motoröl und einem Additiv.

20180830_110800Specials_11

Die FUG GmbH betreibt eines der größten Biomasseheizkraftwerke Deutschland!

Specials_2Specials_3

Magirus ist ein Traditionsunternehmen der Feuerwehrtechnik und wurde in Ulm gegründet. Nach vielen Umfimierungen und Eigentümerwechseln ist das Unternehmen zwar nicht das was es am Anfang war, aber der Geschäftsgegenstand blieb relativ identisch.

Specials_5

Der Generika-Hersteller Ratiopharm stammt aus Ulm und gehört mittlerweile zum Pharmakonzert Teva.

Specials_8.jpg

Das Bürogebäude Energon ist eines der interessantesten Passivgebäude, die es gibt. Es hat ausgeklügelte Systeme der Temperierung, Belüftung, Belichtung und dem Energiehaushalt.

Specials_10.jpg

Die Hochschule für Gestaltung in Ulm ist eine der bedeutensten Hochschulen in diesem Bereich auf der ganzen Welt!

Specials_9

 

Neu-Ulm

In diesem Teilartikel möchte ich mich auch mit der Schwesterstadt Neu-Ulm befassen. Sie ist deutlich kleiner, hat aber ebenfalls einige interessante Highlights zu bieten.

Neu-Ulm

Wahrzeichen der Stadt ist der Wasserturm im Kollmannspark. Der ehemalige Bürgermeister Kollmann war maßgeblich für die Entwicklung von Neu-Ulm verantwortlich, so dass der der Park nach ihm benannt wurde. Der Wasserturm steht als Symbol der Stadtentwicklung.

Neu-Ulm_10.jpg

Im Edwin-Scharff-Museum werden Werke dieses bedeutenden Neu-Ulmer Bildhauers ausgestellt. Außerdem befindt sich dort auch das Kindermuseum, in welchem geforscht, erxperementiert, entdeckt und gespielt werden darf.

Neu-Ulm_6

Die Kirche St. Johann Bapists soll zu den weltweit bedeutendsten Kirchenbauten im expressionistischen Stil gehören.

Neu-Ulm_4Neu-Ulm_5

Die Römer-Villa hat nichts mit dem Römischen Reich zu tun. Sie gehörte dem Neu-Ulmer Fabrikanten Johannes Römer und ist heute ein Hotel.

Neu-Ulm_9

Und wohin gehen die Neu-Ulmer zum Feierabend? In die Barfüßer-Hausbrauerei! Bis Ende der 1990er Jahre war das Gebäude ein Offizierskasino.

Neu-Ulm

Ein Zentrum für Kulturveranstaltungen, Livemusik und mehr ist das Café d’Art.

Neu-Ulm_1

Der Maxplatz liegt direkt an der Donau und ist bekannt für seine öffentliche Kunst.

Neu-Ulm_2

Auf einer Donauinsel steht der Schwal. Es ist ein Kriegerdenkmal. Außerdem war der Schwal früher ein zentraler Ort der Auswanderer, welche mit den Ulmer Schachteln unterwegs auf der Donau waren.

Neu-Ulm_3

The Walther Collection. Hier handelt es sich um eine private Sammlung eines ehemaligen Investmentbankers von Fotografie und Videokunst. Die Neu-Ulmer Ausstellungsräume sind eine Zweigstelle der New Yorker The Walther Collection Project Space.

Neu-Ulm_13

Der TSV Pfuhl von 1894 gehört zu den erfolgreichsten Turnvereinen Deutschlands mit zahlreichen Meistertiteln.

Neu-Ulm_11Neu-Ulm_12

In Neu-Ulm waren nach dem Krieg US-Amerikaner stationiert im gleichnahmigen Stadtteil Wiley standen die Wiley-Barracks. Mittlerweile wird aus ihnen Wohnraum generiert.

Neu-Ulm_17Neu-Ulm_16Neu-Ulm_18Neu-Ulm_15a

 

Kulinarisches Ulm

Eine traditionelle Ulmer Spezialität ist das Ulmer Zuckerbrot. Da Ulm seit jeher an Handelsrouten lag und somit auch exotische Nahrungsmittel die Stadtgrenzen passierten, hat sich mal ein schlauer Konditor ein Rezept für eine süße Hefespezialität ausgedacht. Daraus ist das süße und mit vielen Gewürzen gebackene Zuckerbrot entstanden. Kaufen kann man es sich beispielsweise in der Konditiorei Zaiser.

20180828_151750Kulinarisch_1

Ganz interessant fand ich das Geschäft „Gutes von hier“! Dort habe ich mir ein schönes Paket von lokalen Spezialitäten packen lassen und mit einer Mitarbeiterin dort das Interview mit den 5 ausgeklügelten Fragen geführt.

 

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die Donau! Sie ist das Lebenselixier der Stadt! Auf und ihr wird gefeiert und gelebt. Der Ulmer Spatz ist für viele eine Verbindung zur Heimatstadt.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mir gefällt das Edwin-Scherff-Museum in Neu-Ulm sehr gut. Und von der Neu-Ulmer Donauseite habe ich einen tollen Panoramablick über Ulm. Die Rabengasse gefällt mir auch sehr gut. Dabei geht man direkt auf das Münster zu.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Das Münster natürlich. Das malerische Gerber- und Fischerviertel ist definitiv ein Besuch Wert! Und wenn man es einrichten kann, sollte man zum Donaufest kommen, welches alle 2 Jahre statt findet und unsere Feierlichkeiten zum Schwörmontag.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Der Spatz, Albert Einstein, das Schwörwochenende, der Schneider von Ulm (Albrecht Ludwig Berblinger, ein Schneider, Erfinder und Flugpionier).
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Aktuell wünsche ich mir weniger Baustellen… 😉

20180829_164507Kulinarisch_3

Im Café Mohrenköpfle habe ich mir noch Spatzenfutter und schokoladigen Spatzen-Gruß aus Ulm mitgenommen.

KulinarischKulinarisch_4

Sehr nett ist es übrigens im Café Einstein – Bar/Restaurant/Café.

Kulinarisch_2.jpg

 

Mein liebes Ulm und Neu-Ulm,

das war nun mein Besuch bei euch und ein grandioser Abschluss meiner Sommerurlaub-Tournee. Irgendwie ist in diesem Urlaub alles glatt gelaufen und ich hatte wunderschöne Erlebnisse in tollen Städten zusammen mit meiner Freundin. Ich schwärme ihr noch heute vor von dir – sie hat ja nur den Bahnhof gesehen – und es tut mir echt Leid, dass sie nicht dabei war! Am Ende kann das nur heißen, dass ich wieder komme und sie natürlich mitbringe und dann schauen wir uns gemeinsam deine schöne Innenstadt und die Donau und das wundervolle Fischer- und Gerberviertel an!

Bis dahin wünsche ich dir alles Gute und vielen Dank für diesen schönen Aufenthalt!

Bye bye

 

Konstanz – mediterranes Feeling am Bodensee

Da sind wir nun in der Perle des Bodensees – Konstanz, die Südlichste der größten 100 Städte Deutschlands. Und wie ich fand, auch eine der schönsten Städte der Republik! Im 2. Weltkrieg wurde sie nicht von den Bombern der westlichen Alliierten angegriffen, da sie Angst hatten das gegenüberliegende, schweizerische Kreuzlingen ebenfalls zu treffen. So konnten wir Zeugnisse aller Epochen seit der Antike beobachten.

Insgesamt haben wir 3 Nächte in Kostanz verbracht, so dass wir uns dem mediterranen Feeling dieser Stadt vollkommen hingeben konnten. Es war entspannend durch die Altstadt zu schlendern, die Blumeninsel Mainau zu besuchen und eine Bootstour auf dem Bodensee zu machen. Besser kann ein Sommerurlaub kaum sein!

 

Der Bodensee und seine Sehenswürdigkeiten

Der Bodensee – gespeist durch den Rhein – besteht eigentlich aus 2 Seen – der Untersee und der Obersee. Mit der Zeit hat sich der Begriff Bodensee für beiden Seen etabliert. Wir haben uns bei schönstem Wetter eine Rundtour mit einem Schiffchen gegönnt, welches bis in die Schweiz gefahren ist und Passagiere/Pendler dorthin gebracht hat. Vom Bodensee haben wir eine schöne Aussicht auf die Schweiz, die Alpen und auf Konstanz gehabt.

bodensee einzeln_12bodensee einzeln_15bodensee einzeln_17bodensee einzeln_20bodensee einzeln_23bodensee einzeln_24bodensee einzeln_26bodenseepano 3bodensee einzeln_10bodenseepano 5

Einen tollen Blick auf den Bodensee und die Schweiz haben wir auch vom Konstanzer Münster aus gehabt.

bodenseepano 11bodenseepano 9bodenseepano 8bodenseepano 7bodenseepano 6

Am Hafen befindet sich ein Wahrzeichen der Stadt – die Imperia. Diese imposante Statue wurde 1993 aufgestellt und dreht sich innerhalb von 4 Minuten um ihre eigene Achse. Sie trägt auf ihren Händen kleine Statuen, die den Kaiser und den Papst darstellen. Die Imperia erinnert auf satirische Weise an das Konzil von Konstanz von 1414 – 1418.

bodensee einzeln_1

Das Konzilsgebäude ist gleich in Sichtweite. Es wurde die meiste Zeit als Warenlager genutzt. 1417 wurde hier Papst Martin V gewählt und seit 1912 dient es als Restaurant und Festsaal.

sehenswürdigkeiten_17

Ebenfalls am Hafen steht das Graf-Zeppelin-Denkmal. Graf Zeppelin ist ein Sohn der Stadt. In Friedrichshafen auf der anderen Seite des Bodensees werden weiterhin Zeppeline hergestellt.

sehenswürdigkeiten_18

Direkt am Hafen befindet sich die historische Hafenuhr.

bodensee einzeln_2

Wie schon erwähnt, befindet sich Kostanz direkt an der Schweizer Grenze. Wir haben den Grenzübergang passiert und haben uns ein wenig in Kreuzlingen aufgehalten. Die Grenze ist eigentlich garnicht zu erkennen (nur am Übergang). Sie wird aber durch Skulpuren markiert.

20180825_140710sehenswürdigkeiten_6sehenswürdigkeiten_7

Direkt an Grenze und Bodensee befindet sich ein Festplatz, wo unter anderem im Sommer das Seenachtfest gefeiert wird.

sehenswürdigkeiten_8sehenswürdigkeiten_5

Direkt am Hafen befindet der Stadtgarten. Dort steht eine denkmalgeschützte Konzertmuschel.

bodensee einzeln_3bodensee einzeln_4bodensee einzeln_5bodensee einzeln_6bodensee einzeln_7

Anbei noch ein paar Impressionen vom Rhein und dem Bodensee.

bodenseepano 1bodenseepano 2bodensee einzeln_8

sehenswürdigkeiten_40

 

Die Altstadt und weitere Sehenswürdigkeiten

Das Schöne an der Konstanzer Altstadt ist, dass alle Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar sind und wir so ziemlich durch jede Gasse und jeden Weg gegangen sind und dabei viel schönen Altbau sehen konnten. Am Münsterplatz steht, wie bereits erwähnt, das Konstanzer Münster. Es ist das höchste Gebäude der Altstadt und von der Aussichtsplattform haben wir einen hervorragenden Blick auf Stadt und Umgebung gehabt. Gut zu erkennen ist der Bismarckturm.

sehenswürdigkeiten_52

sehenswürdigkeiten_54sehenswürdigkeiten_88sehenswürdigkeiten_89sehenswürdigkeiten_90sehenswürdigkeiten_91sehenswürdigkeiten_92

Am Münsterplatz befindet sich ebenfalls eine Ausgrabungsstelle eines Römischen Kastells. Erst 2003 wurde es entdeckt.

sehenswürdigkeiten_50sehenswürdigkeiten_49

Direkt am Platz steht das Haus zur Kunkel. Dort wurden 1936 mittelalterliche Wandmalereien entdeckt, welche sich im Inneren befinden.

sehenswürdigkeiten_51

Nahe des Platzes steht das Wessenberghaus. Es wird als Galerie genutzt.

sehenswürdigkeiten_53

Direkt da hinter in einer Nebenstraße steht das Haus zur Katz. Es war im Mittelalter ein Treffpunkt einflussreicher Konstanzer Familien.

sehenswürdigkeiten_93

Im südlichen Teil der Altstadt befindet sich das Rathaus der Stadt – eine reich verziehrte Sehenswürdigkeit, welche seit dem Mittelalter existiert.

sehenswürdigkeiten_68sehenswürdigkeiten_69sehenswürdigkeiten_67

Gleich in der Nähe trafen wir auf das Hotel Graf Zeppelin (früher Hotel Deutsches Haus genannt). Es ist von außen wie von innen reich und detailreich verziehrt. Im 19 Jahrhundet brannte es ein mal ab, aber die Konstanzer haben es originalgetreu wieder aufgebaut.

sehenswürdigkeiten_61

Nur wenige Meter weiter befindet sich ein weiteres reich verziehrtes Haus. Das Haus zum Hafen am Obermarkt. Der Obermarkt war im Mittelalter die Gerichtsstätte Konstanz‘.

sehenswürdigkeiten_78

Nicht wesentlich weniger reich verziehrt ist das Haus zum goldenen Löwen. Es ist ein 5-geschössiger Wohnturm.

sehenswürdigkeiten_63

Geht man noch ein paar Minuten weiter Richtung Süosten kommt man an der großen Marktstätte an. Sie ist eine breite Einkaufsstraße mit vielen kleinen Lädchen und Bistros/Cafés. Dort steht auch der Kaiserbrunnen. An ihm werden die 4 Deutschen Kaiserdynastien dargestellt.

sehenswürdigkeiten_65sehenswürdigkeiten_9

Am Ende der Marktstätte steht das ehemalige Reichspostgebäude.

sehenswürdigkeiten_72

Direkt gegenüber befindet sich der kleine schnuckelige Hauptbahnhof von Konstanz.

sehenswürdigkeiten_4

An der südwestlichen Ecke der Altstadt steht das imposante Schnetztor. Eins von noch 3 bestehenden Wehrtürmen/-toren.

sehenswürdigkeiten_73sehenswürdigkeiten_75sehenswürdigkeiten_74

Wir sind durch das Tor gegangen und sind am Jan Hus Museum vorbeigegangen. Jan Hus hat sich gegen die etablierte Kirche gestellt und seine eigene christliche Lehre dargestellt. Da er diese nicht widerrufen wollte, landete er auf dem Scheiterhaufen. Im Museum wird sein Leben und Wirken dargestellt. Außerhalb der Altstadt gibt es noch den Jan-Hus-Gedenkstein und eine Jan-Hus-Stele.

sehenswürdigkeiten_77sehenswürdigkeiten_24sehenswürdigkeiten_79

Die Niederburg ist der älteste Stadtteil Konstanz‘ und befindet sich im Norden der Altstadt. Dort befinden sich die beiden anderen Wehrtürme der Stadt. Der Pulverturm dient heute als Zunfthaus der Narrenzunft.

sehenswürdigkeiten_27

Der Rheintorturm befindet sich gleich nebenan. Er verband früher mit seiner hölzernen Brücke die Stadt mit der nördlicheren Peripherie. Heute ist es Sitz des Konstanzer Fastnachtsmuseum.

sehenswürdigkeiten_29sehenswürdigkeiten_28

Ein paar Minuten weiter steht die auffällige Domprobstei, deren Kapelle der heiligen Maria Magdalena geweiht ist und wo früher die höchsten bischöflichen Beamten residierten.

sehenswürdigkeiten_42

Die Spitalkellerei Kontanz ist die älteste Spitalkellerei Deutschlands und befindet sich gleich gegenüber.

sehenswürdigkeiten_41

Ein paar Meter weiter befindet sich das Stadttheater – es gilt als das am längsten bespielte Theater Europas.

sehenswürdigkeiten_43

In Konstanz gibt es einen Fotokünstler, der viele 360 Grad Panoramen von Konstanz herstellt. Sein Atelier/Geschäft befindet sich ebenfalls in Niederburg.

sehenswürdigkeiten_48

Kunst fanden wir auch in vielen Unterführungen der Stadt – jede Menge faszinierender Street-Art-Kunst.

sehenswürdigkeiten_39sehenswürdigkeiten_37sehenswürdigkeiten_36sehenswürdigkeiten_35sehenswürdigkeiten_34sehenswürdigkeiten_33sehenswürdigkeiten_32sehenswürdigkeiten_31sehenswürdigkeiten_30sehenswürdigkeiten_16sehenswürdigkeiten_15sehenswürdigkeiten_14sehenswürdigkeiten_13sehenswürdigkeiten_12sehenswürdigkeiten_11sehenswürdigkeiten_10

In Niederburg haben wir uns ein Päuschen in einer Kaffeerösterei gegönnt. Selbstverständlich habe ich mir frische Espressobohnen gekauft! Ebenfalls habe ich im Barista einen interessierten Interviewpartner gefunden, der gerne meine 5 ausgeklügelten Fragen beantwortet hat.

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Der Bodensee! Er bestimmt das Leben in dieser Stadt. Außerdem der hohe Lebenswert. Es ist schön hier und nicht zu überlaufen mit Touristen. Die Stadt hat eine gewisse Internationalität und im Sommer ist es einfach schön.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mein Café. Ich habe sehr viel Spaß daran Gastronom und Gastgeber zu sein.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Der Blick vom Münster ist einfach unvergleichlich. Bei gutem Wetter sollte man das unbedingt gesehen haben.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Offenheit gegenüber Touristen.
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Die Stadt hat Großstadtflair mit familiärer Ebene aber wirkt manchmal dörflich. Konstanz sollte offener für neue Konzepte sein.

Impressionen der Altstadt

sehenswürdigkeiten_76sehenswürdigkeiten_71sehenswürdigkeiten_70sehenswürdigkeiten_64sehenswürdigkeiten_62sehenswürdigkeiten_60sehenswürdigkeiten_59sehenswürdigkeiten_58sehenswürdigkeiten_57sehenswürdigkeiten_56sehenswürdigkeiten_55sehenswürdigkeiten_47sehenswürdigkeiten_46sehenswürdigkeiten_45sehenswürdigkeiten_44sehenswürdigkeiten_23sehenswürdigkeiten_22sehenswürdigkeiten_21sehenswürdigkeiten_20sehenswürdigkeiten_1920180825_102359

Außerhalb der Altstadt gibt es ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten. Die Villa Prym ist ein Gebäude mit verschiedenen Stilen.

sehenswürdigkeiten_1

In der Nähe befindet sich das Schloß Seeheim. Adolf Scholz – preußischer Finanzminister – ließ diese Villa erbauten.

20180824_122047sehenswürdigkeiten

Die Universität Konstanz ist mit 12.000 Studenten eine Eliteuniversität und die südlichste Uni Deutschlands.

sehenswürdigkeiten - uni panosehenswürdigkeiten - unisehenswürdigkeiten - uni_1

Im Stadtteil Paradies befindet sich das Palmenhaus. Wenn ich richtig recherchiert habe, steht es bereits seit dem 17. Jahrhundert.

sehenswürdigkeiten_25

 

 

Kulinarisches

Auch die Bodenseeregion ist eine große Weingegend. Für den Eigengebrauch habe ich mir das eine oder andere Fläschen mitgebracht.

kulinarisch_5kulinarisch_4kulinarisch_3kulinarisch_220180827_192308

Bekannt ist auch die unabhängige Ruppaner Brauerei.

kulinarisch_1kulinarisch

Eine Spezialität der Bodenseeregion sind die Dünnele – sie ähneln stark den französischen Flammkuchen. Sie haben uns sehr gut geschmeckt!

20180826_205153

Ganz speziell in Konstanz ist das Bodenseefelchen. Ein Fisch der nur dort vorkommt. Als wir da waren, ist die Bodenseefelchensaison gerade vorbei gewesen, so dass ich kein Felchen mehr bekommen habe. Aber dennoch habe ich mir einen leckeren Fischteller gegönnt.

20180827_170336

 

Die Blumeninsel Mainau

Sehenswertes für einen ganzen Tag! Nach einem ausgiebigem und entspannten Frühstück haben wir für uns einen entspannten Tag auf der Insel Mainau gegönnt. Auf der Insel selber herrscht subtropisches und teilweise tropisches Klima, was eine einzigartige Vegetation zuläßt. Die Insel gehört der Lennart-Bernadotte-Stiftung von Graf Lennart Bernadotte und ist nur gegen Eintritt zu betreten. Im Arboretum der Insel wachsen viele Bäume, die man sonst nicht in unseren Breiten findet, wie zum Beispiel verschiedene Mamutbäume, Zedern, und vieles mehr, was vor etlichen Jahrzenten hier angepflanzt wurde.

mainau einzeln_4mainau einzeln_42mainau einzeln_43mainau einzeln_44mainau einzeln_45mainau einzeln_63mainau einzeln_64mainau einzeln_65mainau einzeln_68mainau einzeln_69mainau pano 1

An Gebäuden stehen auf der Insel das Schloß Mainau + Schloßkirche, der Schwedenturm, der Gärtnerturm und das Palmenhaus.

mainau einzeln_62mainau einzeln_46mainau einzeln_48mainau einzeln_47mainau einzeln_70

Ganz besonders beindruckend fanden wir das Schmetterlingshaus. Es ist riesig groß und ich konnte viele Schmetterlinge mit der Kamera einfangen. Nur dieser eine große Blaue wollte sich einfach nicht fotografieren lassen! 😀

mainau einzeln_73mainau einzeln_41mainau einzeln_40mainau einzeln_39mainau einzeln_38mainau einzeln_37mainau einzeln_35mainau einzeln_34mainau einzeln_33mainau einzeln_32mainau einzeln_31mainau einzeln_30mainau einzeln_29mainau einzeln_28mainau einzeln_26mainau einzeln_25mainau einzeln_24mainau einzeln_23mainau einzeln_22mainau einzeln_21mainau einzeln_20mainau einzeln_19mainau einzeln_18mainau einzeln_17mainau einzeln_16mainau einzeln_15

Viele Gärten mit Pflanzen und Gemüse haben wir ebenfalls durchquert.

mainau einzeln_60mainau einzeln_59mainau einzeln_58mainau einzeln_56mainau einzeln_55mainau einzeln_54mainau einzeln_53mainau einzeln_52mainau einzeln_51mainau einzeln_14mainau einzeln_13mainau einzeln_12mainau einzeln_11mainau einzeln_10mainau einzeln_9mainau einzeln_8mainau einzeln_7mainau einzeln_6mainau einzeln_5

Anbei noch ein paar Impressionen.

mainau pano 2mainau einzeln_72mainau einzeln_71mainau einzeln_61mainau einzeln_50mainau einzeln

Tatsächlich habe ich nicht erwartet, dass es so schön und entspannend auf der Insel wird. Das war in Konstanz so ziemlich das schönste Erlebnis!

 

Mein liebes Konstanz,

eins muss ich sagen. Du bist zwar mein weitestes Ziel gewesen, aber der Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt! Und ich würde dich immer wieder auf dem Weg nach Süden besuchen wollen. Ganz besonders hat es uns auf Mainau gefallen und dieser atemberaubende Blick vom Münster… Wow! Ganz besonders war auch deine Gastfreundschaft und deine intakte Altstadt.

Wir danken dir für den wunderschönen Urlaub, den du uns beschert hast und freuen uns auf unseren nächsten Besuch bei dir.

Alles Gute und bis bald!

Villingen-Schwenningen – eine Stadt, zwei Seelen

Am östlichen Rand des Schwarzwaldes liegt diese bemerkenswerte Stadt in der Einiges geteilt ist und Einiges geteilt wird. Villingen und Schwenningen oder offiziell Villingen-Schwenningen wird die Baden-Württemberg-Stadt genannt, weil sie zwei unterschiedliche Regionen und Kulturen dieses Bundeslandes vereint; und weil die Marketingleute nach der Gemeindereform 1972 meinten, dass das ein toller Slogan wäre! Villingen gehört zu Baden und Schwenningen gehört zu Württemberg. In der langen Geschichte dieser Doppelstadt waren sich beide nicht immer grün, aber mittlerweile scheint dort was zusammen zu wachsen, auch wenn ich nach zwei dort verbrachten Nächten natürlich kein fundiertes Urteil haben kann. Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden die Unterschiede der Doppelstadt klarer dargestellt. die Stadt werde ich vereinfacht nach dem Kfz-Kennzeichen benennen – VS.

 

Der Schwarzwald

Meine Freundin und ich sind mitten durch den Schwarzwald nach nach VS gefahren. Ich konnte gut verstehen, warum viele Menschen hier gerne ihren Urlaub verbringen. Es ist einfach eine sehr schöne Gegend und wir haben sie lediglich vom Auto aus und nur an wenigen Stellen betrachten können.

20180822_13431320180822_14024620180822_14180020180822_141824

Interessant fand ich die kleinen Rastplätze, welche eine alemannische Bezeichnung hatten.

20180822_131810

Am östlichen Rand des Schwarzwaldes trafen wir dann in VS ein.

 

Schwenningen

Schwenningen war mir von Jugend her bekannt wegen ihrer Eishockeymannschaft. Sie hießen früher Schwenninger ERC und mittlerweiler Schwenniger Wild Wings. Ihre Eishockeyhalle Helios Arena war eines der ersten Ziele.

schwenninger ziele_2

Ziemlich neu war für mich, dass Schwenningen ein Zentrum der Uhrenindustrie war! VS liegt an der Deutschen Uhrenstraße, welche ausschließlich in Baden-Württemberg verläuft, und hat mit dem Schwenninger Uhrenindustriemuseum eine Attraktion, wo gezeigt wird, wie damals Uhren hergestellt wurden und wie die Menschen in der damaligen Uhrenindustrie gelebt haben. Das Museum befindet sich in der ehemalingen Württembergischen Uhrenfabrik Bürk. Generell gilt Schwenningen eher als die Arbeiterstadt im Gegensatz zu Villingen.

schwenninger ziele_6

In der Innenstadt befindet sich das Heimat- und Uhrenmuseum, in der sich die Hellmut-Kienzle-Sammlung befindet mit wichtigen Sammlerstücken unter den Uhren aus den Anfängen der Neuzeit.

schwenninger ziele_8

Früher gab es auch das Mauthe-Museum des ehemalingen Uhrenherstellers Mauthe. Ich wußte zum Zeitpukt meines Besuches allerdings nicht, dass es nicht mehr existierst und sich stattdessen ein einfacher Uhrenoutlet dort befindet.

schwenninger ziele_11

Aus der ehemaligen Mauthefabrik ist das City-Rondell geworden – ein Einkaufszentrum wie in jeder Stadt. Das Besondere aber ist, dass es innen viele verschiedene Uhren hat, wo die Uhrzeiten vieler Weltstädte angezeigt werden.

schwenninger ziele_920180822_18062520180822_18063220180822_180639