Konstanz – mediterranes Feeling am Bodensee

Da sind wir nun in der Perle des Bodensees – Konstanz, die Südlichste der größten 100 Städte Deutschlands. Und wie ich fand, auch eine der schönsten Städte der Republik! Im 2. Weltkrieg wurde sie nicht von den Bombern der westlichen Alliierten angegriffen, da sie Angst hatten das gegenüberliegende, schweizerische Kreuzlingen ebenfalls zu treffen. So konnten wir Zeugnisse aller Epochen seit der Antike beobachten.

Insgesamt haben wir 3 Nächte in Kostanz verbracht, so dass wir uns dem mediterranen Feeling dieser Stadt vollkommen hingeben konnten. Es war entspannend durch die Altstadt zu schlendern, die Blumeninsel Mainau zu besuchen und eine Bootstour auf dem Bodensee zu machen. Besser kann ein Sommerurlaub kaum sein!

 

Der Bodensee und seine Sehenswürdigkeiten

Der Bodensee – gespeist durch den Rhein – besteht eigentlich aus 2 Seen – der Untersee und der Obersee. Mit der Zeit hat sich der Begriff Bodensee für beiden Seen etabliert. Wir haben uns bei schönstem Wetter eine Rundtour mit einem Schiffchen gegönnt, welches bis in die Schweiz gefahren ist und Passagiere/Pendler dorthin gebracht hat. Vom Bodensee haben wir eine schöne Aussicht auf die Schweiz, die Alpen und auf Konstanz gehabt.

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Einen tollen Blick auf den Bodensee und die Schweiz haben wir auch vom Konstanzer Münster aus gehabt.

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Am Hafen befindet sich ein Wahrzeichen der Stadt – die Imperia. Diese imposante Statue wurde 1993 aufgestellt und dreht sich innerhalb von 4 Minuten um ihre eigene Achse. Sie trägt auf ihren Händen kleine Statuen, die den Kaiser und den Papst darstellen. Die Imperia erinnert auf satirische Weise an das Konzil von Konstanz von 1414 – 1418.

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Das Konzilsgebäude ist gleich in Sichtweite. Es wurde die meiste Zeit als Warenlager genutzt. 1417 wurde hier Papst Martin V gewählt und seit 1912 dient es als Restaurant und Festsaal.

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Ebenfalls am Hafen steht das Graf-Zeppelin-Denkmal. Graf Zeppelin ist ein Sohn der Stadt. In Friedrichshafen auf der anderen Seite des Bodensees werden weiterhin Zeppeline hergestellt.

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Direkt am Hafen befindet sich die historische Hafenuhr.

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Wie schon erwähnt, befindet sich Kostanz direkt an der Schweizer Grenze. Wir haben den Grenzübergang passiert und haben uns ein wenig in Kreuzlingen aufgehalten. Die Grenze ist eigentlich garnicht zu erkennen (nur am Übergang). Sie wird aber durch Skulpuren markiert.

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Direkt an Grenze und Bodensee befindet sich ein Festplatz, wo unter anderem im Sommer das Seenachtfest gefeiert wird.

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Direkt am Hafen befindet der Stadtgarten. Dort steht eine denkmalgeschützte Konzertmuschel.

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Anbei noch ein paar Impressionen vom Rhein und dem Bodensee.

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Die Altstadt und weitere Sehenswürdigkeiten

Das Schöne an der Konstanzer Altstadt ist, dass alle Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar sind und wir so ziemlich durch jede Gasse und jeden Weg gegangen sind und dabei viel schönen Altbau sehen konnten. Am Münsterplatz steht, wie bereits erwähnt, das Konstanzer Münster. Es ist das höchste Gebäude der Altstadt und von der Aussichtsplattform haben wir einen hervorragenden Blick auf Stadt und Umgebung gehabt. Gut zu erkennen ist der Bismarckturm.

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Am Münsterplatz befindet sich ebenfalls eine Ausgrabungsstelle eines Römischen Kastells. Erst 2003 wurde es entdeckt.

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Direkt am Platz steht das Haus zur Kunkel. Dort wurden 1936 mittelalterliche Wandmalereien entdeckt, welche sich im Inneren befinden.

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Nahe des Platzes steht das Wessenberghaus. Es wird als Galerie genutzt.

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Direkt da hinter in einer Nebenstraße steht das Haus zur Katz. Es war im Mittelalter ein Treffpunkt einflussreicher Konstanzer Familien.

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Im südlichen Teil der Altstadt befindet sich das Rathaus der Stadt – eine reich verziehrte Sehenswürdigkeit, welche seit dem Mittelalter existiert.

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Gleich in der Nähe trafen wir auf das Hotel Graf Zeppelin (früher Hotel Deutsches Haus genannt). Es ist von außen wie von innen reich und detailreich verziehrt. Im 19 Jahrhundet brannte es ein mal ab, aber die Konstanzer haben es originalgetreu wieder aufgebaut.

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Nur wenige Meter weiter befindet sich ein weiteres reich verziehrtes Haus. Das Haus zum Hafen am Obermarkt. Der Obermarkt war im Mittelalter die Gerichtsstätte Konstanz‘.

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Nicht wesentlich weniger reich verziehrt ist das Haus zum goldenen Löwen. Es ist ein 5-geschössiger Wohnturm.

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Geht man noch ein paar Minuten weiter Richtung Süosten kommt man an der großen Marktstätte an. Sie ist eine breite Einkaufsstraße mit vielen kleinen Lädchen und Bistros/Cafés. Dort steht auch der Kaiserbrunnen. An ihm werden die 4 Deutschen Kaiserdynastien dargestellt.

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Am Ende der Marktstätte steht das ehemalige Reichspostgebäude.

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Direkt gegenüber befindet sich der kleine schnuckelige Hauptbahnhof von Konstanz.

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An der südwestlichen Ecke der Altstadt steht das imposante Schnetztor. Eins von noch 3 bestehenden Wehrtürmen/-toren.

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Wir sind durch das Tor gegangen und sind am Jan Hus Museum vorbeigegangen. Jan Hus hat sich gegen die etablierte Kirche gestellt und seine eigene christliche Lehre dargestellt. Da er diese nicht widerrufen wollte, landete er auf dem Scheiterhaufen. Im Museum wird sein Leben und Wirken dargestellt. Außerhalb der Altstadt gibt es noch den Jan-Hus-Gedenkstein und eine Jan-Hus-Stele.

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Die Niederburg ist der älteste Stadtteil Konstanz‘ und befindet sich im Norden der Altstadt. Dort befinden sich die beiden anderen Wehrtürme der Stadt. Der Pulverturm dient heute als Zunfthaus der Narrenzunft.

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Der Rheintorturm befindet sich gleich nebenan. Er verband früher mit seiner hölzernen Brücke die Stadt mit der nördlicheren Peripherie. Heute ist es Sitz des Konstanzer Fastnachtsmuseum.

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Ein paar Minuten weiter steht die auffällige Domprobstei, deren Kapelle der heiligen Maria Magdalena geweiht ist und wo früher die höchsten bischöflichen Beamten residierten.

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Die Spitalkellerei Kontanz ist die älteste Spitalkellerei Deutschlands und befindet sich gleich gegenüber.

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Ein paar Meter weiter befindet sich das Stadttheater – es gilt als das am längsten bespielte Theater Europas.

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In Konstanz gibt es einen Fotokünstler, der viele 360 Grad Panoramen von Konstanz herstellt. Sein Atelier/Geschäft befindet sich ebenfalls in Niederburg.

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Kunst fanden wir auch in vielen Unterführungen der Stadt – jede Menge faszinierender Street-Art-Kunst.

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In Niederburg haben wir uns ein Päuschen in einer Kaffeerösterei gegönnt. Selbstverständlich habe ich mir frische Espressobohnen gekauft! Ebenfalls habe ich im Barista einen interessierten Interviewpartner gefunden, der gerne meine 5 ausgeklügelten Fragen beantwortet hat.

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Der Bodensee! Er bestimmt das Leben in dieser Stadt. Außerdem der hohe Lebenswert. Es ist schön hier und nicht zu überlaufen mit Touristen. Die Stadt hat eine gewisse Internationalität und im Sommer ist es einfach schön.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mein Café. Ich habe sehr viel Spaß daran Gastronom und Gastgeber zu sein.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Der Blick vom Münster ist einfach unvergleichlich. Bei gutem Wetter sollte man das unbedingt gesehen haben.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Offenheit gegenüber Touristen.
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Die Stadt hat Großstadtflair mit familiärer Ebene aber wirkt manchmal dörflich. Konstanz sollte offener für neue Konzepte sein.

Impressionen der Altstadt

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Außerhalb der Altstadt gibt es ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten. Die Villa Prym ist ein Gebäude mit verschiedenen Stilen.

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In der Nähe befindet sich das Schloß Seeheim. Adolf Scholz – preußischer Finanzminister – ließ diese Villa erbauten.

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Die Universität Konstanz ist mit 12.000 Studenten eine Eliteuniversität und die südlichste Uni Deutschlands.

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Im Stadtteil Paradies befindet sich das Palmenhaus. Wenn ich richtig recherchiert habe, steht es bereits seit dem 17. Jahrhundert.

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Kulinarisches

Auch die Bodenseeregion ist eine große Weingegend. Für den Eigengebrauch habe ich mir das eine oder andere Fläschen mitgebracht.

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Bekannt ist auch die unabhängige Ruppaner Brauerei.

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Eine Spezialität der Bodenseeregion sind die Dünnele – sie ähneln stark den französischen Flammkuchen. Sie haben uns sehr gut geschmeckt!

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Ganz speziell in Konstanz ist das Bodenseefelchen. Ein Fisch der nur dort vorkommt. Als wir da waren, ist die Bodenseefelchensaison gerade vorbei gewesen, so dass ich kein Felchen mehr bekommen habe. Aber dennoch habe ich mir einen leckeren Fischteller gegönnt.

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Die Blumeninsel Mainau

Sehenswertes für einen ganzen Tag! Nach einem ausgiebigem und entspannten Frühstück haben wir für uns einen entspannten Tag auf der Insel Mainau gegönnt. Auf der Insel selber herrscht subtropisches und teilweise tropisches Klima, was eine einzigartige Vegetation zuläßt. Die Insel gehört der Lennart-Bernadotte-Stiftung von Graf Lennart Bernadotte und ist nur gegen Eintritt zu betreten. Im Arboretum der Insel wachsen viele Bäume, die man sonst nicht in unseren Breiten findet, wie zum Beispiel verschiedene Mamutbäume, Zedern, und vieles mehr, was vor etlichen Jahrzenten hier angepflanzt wurde.

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An Gebäuden stehen auf der Insel das Schloß Mainau + Schloßkirche, der Schwedenturm, der Gärtnerturm und das Palmenhaus.

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Ganz besonders beindruckend fanden wir das Schmetterlingshaus. Es ist riesig groß und ich konnte viele Schmetterlinge mit der Kamera einfangen. Nur dieser eine große Blaue wollte sich einfach nicht fotografieren lassen! 😀

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Viele Gärten mit Pflanzen und Gemüse haben wir ebenfalls durchquert.

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Anbei noch ein paar Impressionen.

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Tatsächlich habe ich nicht erwartet, dass es so schön und entspannend auf der Insel wird. Das war in Konstanz so ziemlich das schönste Erlebnis!

 

Mein liebes Konstanz,

eins muss ich sagen. Du bist zwar mein weitestes Ziel gewesen, aber der Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt! Und ich würde dich immer wieder auf dem Weg nach Süden besuchen wollen. Ganz besonders hat es uns auf Mainau gefallen und dieser atemberaubende Blick vom Münster… Wow! Ganz besonders war auch deine Gastfreundschaft und deine intakte Altstadt.

Wir danken dir für den wunderschönen Urlaub, den du uns beschert hast und freuen uns auf unseren nächsten Besuch bei dir.

Alles Gute und bis bald!

Villingen-Schwenningen – eine Stadt, zwei Seelen

Am östlichen Rand des Schwarzwaldes liegt diese bemerkenswerte Stadt in der Einiges geteilt ist und Einiges geteilt wird. Villingen und Schwenningen oder offiziell Villingen-Schwenningen wird die Baden-Württemberg-Stadt genannt, weil sie zwei unterschiedliche Regionen und Kulturen dieses Bundeslandes vereint; und weil die Marketingleute nach der Gemeindereform 1972 meinten, dass das ein toller Slogan wäre! Villingen gehört zu Baden und Schwenningen gehört zu Württemberg. In der langen Geschichte dieser Doppelstadt waren sich beide nicht immer grün, aber mittlerweile scheint dort was zusammen zu wachsen, auch wenn ich nach zwei dort verbrachten Nächten natürlich kein fundiertes Urteil haben kann. Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden die Unterschiede der Doppelstadt klarer dargestellt. die Stadt werde ich vereinfacht nach dem Kfz-Kennzeichen benennen – VS.

 

Der Schwarzwald

Meine Freundin und ich sind mitten durch den Schwarzwald nach nach VS gefahren. Ich konnte gut verstehen, warum viele Menschen hier gerne ihren Urlaub verbringen. Es ist einfach eine sehr schöne Gegend und wir haben sie lediglich vom Auto aus und nur an wenigen Stellen betrachten können.

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Interessant fand ich die kleinen Rastplätze, welche eine alemannische Bezeichnung hatten.

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Am östlichen Rand des Schwarzwaldes trafen wir dann in VS ein.

 

Schwenningen

Schwenningen war mir von Jugend her bekannt wegen ihrer Eishockeymannschaft. Sie hießen früher Schwenninger ERC und mittlerweiler Schwenniger Wild Wings. Ihre Eishockeyhalle Helios Arena war eines der ersten Ziele.

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Ziemlich neu war für mich, dass Schwenningen ein Zentrum der Uhrenindustrie war! VS liegt an der Deutschen Uhrenstraße, welche ausschließlich in Baden-Württemberg verläuft, und hat mit dem Schwenninger Uhrenindustriemuseum eine Attraktion, wo gezeigt wird, wie damals Uhren hergestellt wurden und wie die Menschen in der damaligen Uhrenindustrie gelebt haben. Das Museum befindet sich in der ehemalingen Württembergischen Uhrenfabrik Bürk. Generell gilt Schwenningen eher als die Arbeiterstadt im Gegensatz zu Villingen.

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In der Innenstadt befindet sich das Heimat- und Uhrenmuseum, in der sich die Hellmut-Kienzle-Sammlung befindet mit wichtigen Sammlerstücken unter den Uhren aus den Anfängen der Neuzeit.

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Früher gab es auch das Mauthe-Museum des ehemalingen Uhrenherstellers Mauthe. Ich wußte zum Zeitpukt meines Besuches allerdings nicht, dass es nicht mehr existierst und sich stattdessen ein einfacher Uhrenoutlet dort befindet.

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Aus der ehemaligen Mauthefabrik ist das City-Rondell geworden – ein Einkaufszentrum wie in jeder Stadt. Das Besondere aber ist, dass es innen viele verschiedene Uhren hat, wo die Uhrzeiten vieler Weltstädte angezeigt werden.

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Altehrwürde Uhrenunternehmen gibt es in Schwenningen leider nicht mehr. Ein Unternehmen, welches mit Zeiterfassung noch zu tun hat, ist die Bürk Mobatime GmbH. Sie stellt z.B. Uhrenanlagen, Zeiterfassungsgeräte oder auch Zeitserver her.

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Ganz besonders ist in Schwenningen das Schwenninger Moos. Es ist das Quellgebiet des Neckars und zusätzlich die Europäische Wasserscheide.

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Die Neckerquelle liegt gleich nebenan auf dem Gelände der Landesgartenschau. Ein schöner Park, der zum Entpannen und Spazieren einlädt.

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Im Zuge der Landesgartenschau wurde extra die Schwarzwaldrose gezüchtet, allerdings konnte ich kein Exemplar erblicken. Ein weiteres Überbleibsel dieser Veranstaltung ist der Neckartower. Er wird als Studentenwohnheim genutzt.

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Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Evangelische Pfarrhaus Schwenningens. Es ist das älteste Gebäude der Stadt und hat mich mit seinem Klinkerbau sehr an meine Norddeutsche Heimat erinnert.

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Nur ein paar Meter weiter konnte ich das prächtige Krematorium im expressionistischem Stil betrachten.

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Sehenswert soll auch das Internationale Luftfahrtmuseum sein mit seinen vielen Einzelstücken.

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Geflogen wird auch im Luftrettungszentrum von Schwenningen. Von dort startet der „Christoph 11“ zu Einsätzen.

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In der Städtischen Galerie kann man zeitgenössische Kunst sehen.

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Villingen

Das eher bürgerlich geprägte Villingen ist schon durch seine bauliche Architektur im Gesamten völlig andersartig als Schwenningen! Es gibt einen wirklich sehr schönen Altstadtkern mit einer nahezu intakten Stadtmauer. Drumherum befinden sich die Wohnsiedlungen.

An der Stadtmauer stehen verschiedene Stadttore: das Riettor, das Bickentor, der Kaiserturm und der Romäusturm.

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Innerhalb der Stadtmauer befindet sich eine schöne, intakte Altstadt in der es angenehm ist zu schlendern und sich in Cafés oder Restaurants zu setzen. Und man kann natürlich einige Sehenswürdigkeiten besichtigen. Am Münsterplatz steht das Münster „Unserer lieben Frau“ mit dem Nägelinskreuz. Es ist ein Kruzifix und Gnadenbild und es werden ihm wunderbare Kräfte nachgesagt. Die VSler verehren es noch heute. Der Münsterbrunnen erzählt die lange, wechselvolle Geschichte der Stadt. Ebenfalls steht dort das Alte Rathaus der Stadt. Es gehört zu den ältesten Gebäuden.

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Das Zehndersche Haus gehörte der alteingessenen Familie Zehnder und wurde, nachdem es lange Zeit vernachlässigt wurde, liebevoll restauriert.

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Das Franziskaner-Museum ist ein kulturgeschichtliches Museum, welches insbesondere Sammlungen zum keltischen Fürstengrab am Magdalenenberg ausstellt. Am Magdalenenberg war ich leider nicht, da die Witterung es zwischenzeitlich nicht zugelassen hat.

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Beim Franziskaner-Museum gibt es Büros der Stadt VS und dort konnte ich drei reizende Damen von einem Interview mit 5 ausgeklügelten Fragen überzeugen!

 

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Tatsächlich kann man in diesem Fall von zwei Städten sprechen. Villingen hat einen mittelalterlichen Kern und eine tolle Lage. Und ich finde sie sehr lebenswert. Schwenningen hat das schöne Schwenninger Moos und die Landesgartenschau. Es ist Hochschulstandort. Für uns junge Menschen bietet die Stadt allerdings nicht viel.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Ich gehe gerne mit meinem Hund am Magdalenenberg spazieren. Außerdem sitze ich gerne auf dem Mäuerle vor dem Franziskaner-Museum und schaue dem Treiben in der Innenstadt zu. Auch die Landesgartenschau und die grüne Ringanlage um Villingen finde ich toll.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Die Innenstadt Villingens, Kirchen, Klöster, Gässle, das Franziskaner-Museum, die Bürk-Villa und vieles mehr.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Villinger Fasnet natürlich! Und viel Sport gibt es in unserer Stadt: Eishockey, Basketball, Volleyball
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Ein größeres Freizeitangebot für die Jugend und die Kids sollten dringend angegangen werden. Es wäre toll, wenn die alte Turnhalle erhalten bliebe. Der Wasserspielplatz in Villingen ist leider nur im Sommer geöffnet. Das viele schöne Grün in VS soll erhalten bleiben!

 

Ein weiteres historisches Gebäude ist der Universitäts-Zehntscheuer. Lange Zeit wurde es als Universitätsgebäude genutzt. Mittlerweile hat die Historische Narrozunft Villingen ihren Sitz in dem Gebäude.

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Die Narrozunft gehört zu den wichtigsten Karnevalsvereinen in Villingen. Der Katzenmusik Miau e.V. gehört zu den ältesten Karnevalsvereinen der Stadt. Ich konnte nur den genauen Standpunkt/Sitz des Vereines nicht ausfindig machen.

Anbei ein paar Impressionen der Altstadt:

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Das Ratzennest ist eine kultiger Veranstaltungsort und eine urige Kneipe in Villingen.

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Außerhalb der Stadtmauern gibt es noch den Scheuer Veranstaltungsraum. Ein beliebter Folk-Club.

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Am westlichen Rand von Villingen befindet sich der Kurgarten/-park mit seinen Majolikafiguren.

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Das Hubenloch ist eine Anhöhe neben der historischen Altstadt und lädt als Parkanlage zum verweilen ein. Vom Hubenloch-Aussichtsturm soll man einen schönen Blick über die Stadt haben. In dem Park befindet sich einer der am höchsten gelegenen Rosengärten Europas.

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Etwas außerhalb Villingens befindet sich der Aussichtsturm auf der Wanne. Von dort hatte ich einen herrlichen Blick über VS, dem Schwarzwald und der Landschaft in Richtung Württemberg.

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Das ehemalige Kienzle-Areal habe ich leider nicht fotografiert. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob ich es einfach versäumt habe oder während meiner Recherchen den genauen Standort nicht finden konnte.

 

Kulinarisches aus VS

Eine richtige originale historisch belegte Spezialität gibt es in VS nicht. Aber meine Freundin und ich waren beim Fleischer und haben für das Abendessen eingekauft und da hat uns der Fleischer eine leckere Spezialität angeboten, die es nur bei ihm gibt: Schlawinerle – eine pikante Wurst nach italienischer Art.

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Wenn man schon mal da ist, dann probiert man ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Die haben wir im im Café Dammert gegessen.

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Ohne ein paar Mitbringsel habe ich VS nicht verlassen! Scharzwälder Kirschwasser, Schwarzwälder Schwarzwurst, Schwarzwälder Bauernwurst und Schwarzwälder Schinken.

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Ein kleiner Tipp noch an alle zukünftigen Besucher von Villingen-Schwenningen. Wenn das Wetter gar nicht mitspielt, empfehlen wir einen Besuch in der Therme Solemar in Bad Dürrheim!

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Hey mein liebes Villingen-Schwennigen,

du gehörtest für mich zu den großen Unbekannten der 100 größten Städte Deutschlands. Ich wußte ja lediglich von deinem Eishockeyteam! Und nun habe ich dich und deine besonderen Umstände kennen gelernt. Meine Freundin und ich haben 2 abwechslungsreiche und sehr schöne Tage bei dir verbracht und wir waren sehr positiv angetan von deinen sehr freundlichen Bewohnern; halte sie dir warm! Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg und Geduld beim Zusammenwachsen. Vielen Dank für einen schönen Teil unseres Sommerurlaubs.

Bis bald!

Freiburg – junggeblieben, sehr grün und ungezwungen

Sommerurlaub ist angesagt! Ich nutzte diese Gelegenheit und plante eine Tour in den Süden der Republik. So sind meine Freundin und ich nach Freiburg, Villingen-Schwenningen und Konstanz gefahren. Und ich habe anschließend noch einen Abstecher nach Ulm gemacht.

Der superwarme Sommer zog sich auch noch bis in den August hinein. So war ich froh, dass unser Urlaub nicht sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist! Blöd war nur, dass die Klimaanlage meines rüstigen „Blitzes“ nicht funktionierte (das Problem besteht alledings seit Jahren…) und wir die ganze lange Fahrt von Hannover nach Freiburg des öfteren den Fahrtwind ins Auto gelassen haben. Aber es war eine entspannte Fahrt, da wir den ganzen Tag für die Fahrt eingeplant haben und ich keine weitere Besichtigung von Sehenswürdigkeiten machen wollte.

Freiburg ist nun das erste Ziel. Die südlichste Großstadt Deutschland ist gleichzeitig eine der wärmsten Städte des Landes und so ziemlich die bevölkerungsreichste der 3-Länder-Region Deutschland, Frankreich, Schweiz. Sie gilt ebenfalls als Ökohauptstadt Deutschlands – mehr dazu im weiteren Artikel.

 

Viel Grün, Ökologie und Natur drumherum

Das Freiburg die Ökohauptstadt Deutschlands ist, hat auch viel damit zu tun, dass die Stadt lange Zeit einen grünen Oberbürgermeister hatte und die Partei Die Grünen traditionell sehr stark sind in dieser Stadt. Außerdem gibt es den Stadtteil Vauban. Er ist ein ziemlich neuer Stadtteil und besteht hauptsächlich aus ökologisch nachhaltigen Bauten. Außerdem ist der Stadtteil teilweise autofrei.

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Besonders hervorzuheben ist die Solarsiedlung Schlierberg. Die Passivhäuser dieser Siedlung sollen mehr Energie erzeugen, als sie selbst im Jahr verbrauchen!

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Ebenfalls erwähnenswert ist das moderne energiesparende Green-City-Hotel.

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Immer mal wieder sieht man in Freiburg Elektroautos der Stadt und Hinweise auf „Grüne Regeln“.

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An einem Nachmittag waren wir gemeinsam am Seepark. Ein schönes Naherholungsgebiet, wo es einen tollen Aussichtsturm gibt von dem man den Kaiserstuhl und den nahen Schwarzwald erblicken kann.

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Den Kaiserstuhl habe ich übrigens von einer Bahnhofsbrücke fotografiert.

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Passend zum Thema Ökologie befindet sich in Freiburg das größte deutsche Forstberatungsunternehmen Unique Forestry and Land Use GmbH. Weltweit führend ist das Unternehmen in Konzeption von nachaltiger Nutzung von Wald- und Landflächen.

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An den beiden Bahnhoftürmen am modernen Hauptbahnhof befinden sich Fotovoltaikanlagen. Die Anlagen dienen eher einem Symbolcharakter dafür, was mit Fotovoltaik alles möglich ist.

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Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Freiburg im Breisgau – ein Touristenmagnet! Mehrere Millionen Touris besuchen jährlich diese schöne, sonnige Stadt am Rande des Schwarzwalds. Trotz großer Zerstörungen im 2. Weltkrieg hat sich Freiburg eine schöne Altstadt bewahrt, in der man schlendern kann und viele schöne alte Bauten betrachten kann. Hervorzuheben ist dabei das Wahrzeichen der Stadt. Das Freiburger Münster am Münsterplatz. Es gibt ein überliefertes Zitat, welches ihn als schönsten Kirchturm der Christenheit bezeichnet.

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Am Münstermarkt findet täglich – außer Sonntags – der Münsterplatzmarkt statt. Ich finde es toll, wenn täglich an einem und den selben Platz ein Markt statt findet. Dort bekommt man auch allerlei lokale und regionale Produkte und Spezialitäten.

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Am Münstermarkt befinden sich weitere historisch bedeutende Gebäude. Das Historische Kaufhaus ist das erste kommunale Kaufhaus Freiburgs gewesen und fällt vor allem aufgrund des dunkelroten Anstrichs und den reichen Verziehrungen, wie zum Beispiel 4 Figuren von deutsch-römischen Kaisern, auf.

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Das Centre Culturel Francais befindet sich im Kornhaus und ist ein gemeinnütziger Verein, welcher Sprach- und Kulturangebote rund um das Thema Frankreich anbietet.

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Die Alte Wache diente früher, als die Habsburger herrschten, als Österreichische Wachorganisation. Im 2. Weltkrieg wurde dieses historische Gebäude kaum getroffen und dient nun als Haus der Badischen Weine.

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Ein seltener Bau des Spätbarock ist das Wentzinger Haus „Zum Schönen Eck“. Ein Künstlerhaus, in dem heute die Sparkasse und das Museum für Stadtgeschichte untergebracht sind.

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Eines der ältesten Gebäude der Stadt ist die Gerichtslaube. Dort fand zum Ende des Mittelalters auch schon mal ein Reichstag statt. Ansonsten wurde dieses Gebäude als Gerichtsgebäude und Ratssaal genutzt.

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Ein besonderes Museum befindet sich im Colombischlössle. Das Archeologische Museum bietet Sammlungen aus der Ur- und Frühgeschichte der Menschheit.

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Im Haus zum Walfisch wohnte mal der Philosoph Erasmus von Rotterdam. Das alte Gebäude steht unter Denkmalschutz.

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Ganz in der Nähe befindet sich der Rathausplatz. Dort stehen das Alte Rathaus und das Neue Rathaus und die Kirche St. Martin. Früher stand dort auch ein Franziskanerkloster in der der Mönch Berthold Schwarz angeblich das Schwarzpulver erfunden haben soll.

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Eines der ältesten Häuser Freiburgs und eines der ältesten Gasthäuser Deutschlands ist das „Haus zum roten Bären“. Eine Liste der Wirte/Eigentümer läßt sich bis ins frühe 14. Jahrhundert zurückverfolgen.

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Ein traditionsreicher Steinmetzbetrieb ist die Münsterbauhütte. Ebenfalls eines der älteren Gebäude der Stadt ist der Betrieb maßgeblich an der Instandhaltung des Freiburger Münsters beteiligt.

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Gleich nebenan befinden sich das Erzbischöfliche Archiv, in dem alles historische und schriftliche zu finden ist, was mit dem Erzbischöflichen Ordinariat zu tun hat.

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In der gleichen Straße befindet sich das Collegium Borronäum – das Priesterseminar.

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Freiburg hat neben dem Münstermarktplatz viele andere schöne Plätze. Einer der beliebtesten, weil etwas abseits des großen Troubles, ist der Adelhauserplatz.

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Ein weiterer beliebter Platz ist der Augustinerplatz. In lauen Sommernächsten genießen sehr sehr viele Menschen das mediterrane Flair dieses Platzes. Dieses wird oft mit dem Flair der spanischen Treppe in Rom verglichen.

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Natürlich umgab sich die Stadt früher mal mit einer Stadtmauer einige Stadttore sind heute noch gut zu besichtigen. Das Breisacher Tor wurde im barocken Stil von französischen Truppen gebaut und ist das einzig erhaltene seiner Art in Freiburg.

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Das Martinstor ist Teil der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer.

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Das Schwabentor ist etwas jünger und auch Teil der mittelalterlichen Stadtmauer.

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Der Basler Hof in der Innenstadt gehört ebenfalls zu den älteren Bauten der Stadt. Der Bau hat eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich. Im Laufe der Zeit hielten sich der französische König Ludwig XIV nach Eroberung der Stadt auf, die Kaiserin Maria Theresia von Österreich während der Neuordnung ihres Staates, die Badische Revolutionsregierung nach einer Flucht, die Gestapo bei Verfahren gegen Regimegegner, und heute ist er Sitz des Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Freiburg. Dummerweise habe ich etwas falsch recherchiert, so dass ich kein Foto parat habe. Ich habe einfach nicht sofort gemerkt, dass in Google falsche Informationen stehen, so dass wir in die Basler Str. gefahren sind, obwohl der Basler Hof in der Ka-Jo-Str. steht…

Naja… dumm gelaufen…

Eine sehr schöne Kirche ist, wie ich finde, die Herz-Jesu-Kirche mit seinen leuchtendgrünen Kirchturmspitzen.

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Eine weitere eigenwillige Schönheit unter den Kirchen Freiburgs ist die Maria-Magdalena-Kirche. Sie ist im Stil des Brutalismus gebaut und wird sowohl von den Katholiken als auch von den Protestanten genutzt. Meine Freundin und ich waren positiv beeindruckt!

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Einen recht schönen Blick über die Stadt und die umliegenden Hügel bekamen wir am Lorettoberg mit seiner Kapelle – einer von den Bürgern Freiburgs gestifteten Kapelle von 1657.

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Das Wasserschlössle in Freiburg macht seiner Bezeichnung eher im wahren Sinne des Wortes seine Ehre. Ich dachte, es wäre tatsächlich ein schnuckeliges Schlösschen umschlungen von einem Wassergraben. Es ist lediglich ein Wasserhochbehälter mit markanter Fassade… aber trotzdem schön und mit Ausblick auf die Stadt!

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Kurz vorm Ende dieses Teils gehe ich noch auf die Verbundenheit mit dem Französischen Nachbarn ein. Das Frankreich-Zentrum gehört zur Universität Freiburg und widmet sich der Frankreichforschung. Es fördert auch die beiderseitigen Beziehungen im kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich.

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In Freiburg steht auch eine Burg! Die Ruine der Zähringer Burg ist eng mit der Geschichte Freiburgs verbunden. Das Geschlecht der Zähringer gründete nämlich diese schöne Stadt. Sie starben früh aus, aber die Burg hat dennoch viele Besitzer nach ihnen gefunden.

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Zum Schluß Impressionen der Altstadt.

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Freiburger Kultur

Als ein Zentrum im Südwesten Deutschlands und Studentenstadt hat Freiburg natürlich eine sehr reiche kulturelle Szene, die für eine Stadt dieser Größe seines Gleichen sucht. Insbesondere im Film- und Kinobereiche bietet die Stadt einige Besonderheiten. Als erstes ist die Kool Filmdistribution zu nenne, welche ihren Sitz in Freiburg hat. Sie vertreibt hauptsächlich Arthouse und Independentfilme. Wo genau die Firma sitzt, konnte ich nicht heraus finden. Ich hatte eine Adresse in einer verkehrsberuhigten Straße, aber es sah mir aus, wie ein normales Wohnhaus. Vermutlich wird die Arbei in den privaten Büros der Inhaber gemacht.

In Freiburg gibt es den aka-Filmclub e.V., der seine Filme in Räumen der Universität zeigt. Er gehört zu den ältesten studentischen Filmclubs in Deutschland.

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Die Freiburger sind bei weitem die größten Kinogänger in ganz Deutschland! Sie besuchen unter Anderem das Kino Harmonie. Dort werden etliche Arthouse-Filme vorgeführt.

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Weitere Kinos, welche bereits für ihr anspruchsvolles Progamm ausgezeichnet wurden, sind der Friedrichsbau. Dort werden ebenfalls Arthousefilme vorgeführt.

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Dazu zählt auch das Kino Kandelhof.

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Zu den wichtigsten ethnographischen Filmfestivals zählt das Freiburger Film Forum. Es findet alle 2 Jahre in Freiburg statt. Soweit ich heraus finden konnte, findet es am Alten Wiehre Bahnhof statt.

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Freiburg liegt übrigens in einer Gegend in der das Alemannische gesprochen wurde und teilweise noch gesprochen wird. Da liegt es doch nahe Theater in alemannischer Sprache zu haben! Die Alemannische Bühne.

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Ebenfalls ist Freiburg ein einzigartiges Musikzentrum. Das ensemble recherche ist ein Solistenensemble, welches zeitgenössische Musik interpretiert. Ihre Proberäume hat es zusammen mit dem Freiburger Barockorchester im Ensemblehaus.

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Direkt gegenüber befindet sich die Musikhochschule der Stadt, welche einen guten internationalen Ruf besitzt.

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Das wichtigste Tambouri-Festival der Welt findet übrigens im E-Werk statt.

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Nicht weit entfernt befindet sich die Jazz- und Rockschule.

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Das Experimentalstudio für akustische Kunst e.V. ist im SWR-Gebäude untergebracht und hat einscheidende Einflüsse auf die Entwicklung der Freiburger Musikszene.

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Ein schönes Gebäude ist übrigens das Freiburger Konzerthaus!

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Renomierte internationale Jazzgrößen spielen öfter mal im Jazzhaus.

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Die Wodanhalle nahe der Ganterbrauerei ist ein Zentrum für jegliche Art von Musik.

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Ebenfalls werden in der kultigen Kneipe Café Atlantik oft Konzerte gespielt. Man kann aber auch ein ein Bierchen und gutes Essen dort vorbeischauen.

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Ein paar Meter weiter befindet sich das Ruefetto mit Kellerdisco und kleiner Musikbühne.

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Eine Bar der ähnlichen Art ist das Great Räng Teng Teng.

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Ein gänzlich anderes kulturelles Highlight der Stadt ist der Kunstverein. Er gehört zu den ältesten in ganz Deutschland und zeigt zeitgenössische Kunst.

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Freiburger Einzigartigkeiten und Sonstiges

Nicht nur schöne alte Bauten und Kultur machen eine Stadt aus. Es gibt gewisse Dinge, die es nur in Freiburg gibt. Besonders bekannt ist die Stadt für ihre Bächle – ein Wahrzeichen der Stadt. Seit dem Mittelalter speisen die Bächle die Stadt mit Trinkwasser und wurden früher auch zum Bewässern der Felder genutzt. Hier eine Auswahl:

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Typisch freiburgerisch sind die Rheinkieselmosaike, welche man an manchen Ecken in der Stadt auf den Bürgersteigen/Fußwegen findet. Vor den Rathäusern befinden sich zum Beispiel Mosaike von den Partnerstädten Freiburgs.

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Die Jenischen sind eine lokale Minderheit in und um Freiburg und der Grenzregion von Frankreich und der Schweiz. Sie besitzen eine eigentümliche Sprache, welche eher dem deutschen verwandt ist und stärkere französische Einschläge hat. Sie werden oft als Fahrendes Volk bezeichnet und mit Sinti und Roma verglichen. Viele arbeiten in der Zirkus- und Schaustellerbranche und sind handwerklich geschickt. Hinweise oder Zentren von Jenischen konnte ich trotz intensiverer Recherche nicht finden.

Durch Freiburg verläuft der 48ste Breitengrad und auf den Wegen und Straßen wird dies auch entsprechend dargestellt. Dieser verläuft auch durch Paris, München, Wien und Ulan Bator (Hauptstadt der Mongolei). Warum die Freiburger dies auf die Straße geflastert haben, konnte ich nicht herausfinden.

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Vom Rande des Zentrum aus sind wir mit der Schlossbergbahn auf den Schlossberg gefahren – eine Ruine von der nicht mehr so viel übrig geblieben ist. Dafür haben wir den hervorragenden Ausblick über die Stadt genossen!

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Ganz unten befindet sich das Café Marcel, welches außerordentlich leckeren Cappuchino macht und viele schmackhafte Leckereien zum Frühstücken und zwischendurch anbietet. Dort trafen wir am Vormittag auf einen Studenten und ich habe mir vorgenommen ihn zu interviewen. Er scheint den Abend zuvor auf einer Party gewesen zu sein und wir schmunzelten im Nachhinein etwas, weil er anscheinend auf dieser Party nicht seinen ersten Joint geraucht hat… 😀 Jedenfalls war er ein netter, freundlicher Kerl und hat mir alle 5 ausgeklügelten Fragen beantwortet.

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Wo man auch hinschaut, sieht man viel grün! Freiburg hat sehr viele Wälder, die sich hervorragend für Ausflüge eignen.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Der Opfinger See! Er ist sehr sauber und eignet sich gut zum baden und entspannen. Außerdem mag ich es in meinem Wohnheim. Bin oft unterwegs und es ist mein Rückzugsort zum Übernachten und Chillen.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Der Osten von Freiburg ist schön. Die Dreisam führt dort lang und es ist auch das Tor zum Schwarzwald. Die Umgebung von Freiburg ist empfehlenswert und auch der Feldberg.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Fahrräder! Alle haben gut trainierte Beine!
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Man sollte die Sperrstunde von 5 Uhr bis 6 Uhr abschaffen.

Die Universität in Freiburg ist übrigens eine der ältesten in Deutschland. Am Platz vor dem Hauptgebaude steht ein Straßenschild nach Gurs. Gurs ist eine Stadt in Frankreich, in die viele Tausend Juden 1940 aus Freiburg und Umgebung deportiert wurden. Das Schild wurde zum Gedenken an diese Deportation erstellt.

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Der Caritas Verband Deutschland hat im Übrigen seinen Sitz in Freiburg.

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In Freiburg steht das UWC Robert Bosch. Das United World College wurde von Robert Bosch gegründet und weltweit gibt es 17 UWCs. Das UWC sind dorfähnlich aufgebaut und es leben dort Menschen jeglicher Couleur im Streben nach Frieden in der Welt, Naturschutz und sozialer Gerechtigkeit. Die UWC sind akademisch ausgerichtet und Absolventen studieren nach ihrem Abschluss an weltweit führenden Universitäten. Wir waren gerade auf dem Weg nach Villingen-Schwenningen und eigentlich lag dieses Ziel auf der Route… ärgerlicherweise habe ich aber anscheined vergessen das UWC abzulichten.

Das vermutlich einzige Museum für Stuckarbeiten steht ebenfalls in Freiburg – das Kleine Stuckmuseum.

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Kulinarische Spezialitäten

 

Als eine der sonnigsten und wärmsten Städte Deutschland eignet sich die Stadt herrlich für den Weinbau. Aber auch andere Spezialitäten laden ein zum Schlemmen und Genießen! Gerade dieser Teil meines Städtetourprojektes hat mir besonders gut gefallen und ich erinnere mich sehr gerne zurück an die kulinarischen Spezialitäten der Stadt während ich hier schreibe.

Am ersten Abend gleich probierte ich das Bibiliskäs. Dies ist ein mit Kräutern verfeinerter Quark. Bibilis wurden früher die Küken genannt, welche mit Quark aufgepeppelt wurden. Hat mir sehr gut geschmeckt! Dazu gab es einen Weißwein aus Freiburg – den  Gutedel. Meine Freundin hat sich einen Flammkuchen gegönnt, welcher ebenfalls eine regionale Spezialität im Dreiländereck ist. Beides haben wir im Harmonie Flammkuchenhaus genossen.

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Auf dem täglichen Münstermarkt habe ich mich mit einer deftigeren Spezialität Freiburgs gestärkt. Die lange Rote. Sehr lecker!

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Auch leckere Süßigkeiten wie die Freiburger Bobbele (mit Nougat und Haselnusskrokant), die Freiburger Münsterspitzen (dem Freiburger Münster gewidmet) und die Dannezapfe gibt es in Freiburg. All dies gibt es im Café Schmidt.

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Zusätzlich erstanden habe ich ein Sixpack Rothaus Tannenzäpfle Alster, was mich bei den warmen Temperaturen sehr erfrischt hat. Witzig fand ich auch die Schwarzwälder Kirschtorte in der Dose, welche ich in der Touristinfo bekommen habe. Dort kann man auch das ganz große Paket Schwarzwälder Kirschtorte kaufen!

Als Freiburger Bobbele wird übrigens jeder bezeichnet, der in Freiburg geboren wurde und mit dem Wasser der Dreisam getauft wurde oder irgendwie in eine der Bächle getreten ist.

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Ebenfalls gehörten ein paar Weine zu meinen Mitbringseln.

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Wie bereits erwähnt spielt die Weinwirtschaft eine große Rolle in Freiburg. So befindet sich dort das Staatliche Weinbauinstitut und der Badische Weinbauverband e.V. Beide Gebäude befinden sich in direkter Nachbarschaft. Direkt dahinter befinden sich etliche Weinreben.

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Ganz hervorragende Einrichtungen sind übrigens die Straußenwirtschaften! Weinbauer schenken dort zu herzhaften Speisen ihre Weine aus und bieten sie ebenfalls im eigenen Laden zum Kauf an. Zum Abendessen haben wir die Hunne-Strauße besucht, wo wir gerade so noch einen Platz bekommen haben. Bei dem guten Wetter sind diese sehr gut besucht und es lassen sich dort schöne Abende verbringen.

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Zum Schluß noch ein paar Impressionen von Weinbergen und -reben.

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Mein liebes Freiburg,

das war nun unser Besuch bei dir und der Start eines sehr schönen Sommerurlaubs! Ganz besonders fanden wir die Entspanntheit und Gelassenheit deiner Einwohner und die Einzigartigkeit deiner Wahrzeichen. Uns ist auch besonders positiv aufgefallen, wie grün du bist! Und für meine Lieblingsdisziplin kulinarische Spezialtitäten würde ich dir in jedem Fall die volle Punktzahl geben!

Vielen Dank für den wunderschönen Aufenthalt und bis bald!

Jena – eine junge, moderne, saubere und aufstrebende Stadt

Auf Jena war ich sehr gespannt! Ist die Stadt doch weltweit bekannt für ihre Glas- und optischen Erzeugnisse. Neu war für mich, dass Jena ein großer Universitätsstandort ist. Das ließ sich eindeutig an den vielen jungen Leuten in der Innenstadt bemerken. Außerdem hat Jena historische Bedeutung, da Napoleon Bonaparte hier einige erfolgreiche Schlachten gegen seine Gegner geführt hatte.

 

Architekur in Jena

Eine sichtbare Marke der Stadt ist der Jentower. Mit fast 150 Metern ist es das höchste Gebäude der neuen Bundesländer. Zu DDR-Zeiten wurde es als Forschungszentrum des VEB Carl Zeiss Jena genutzt und nach der Wende zog die Universität ein. Zur Zeit wird der Jentower als Bürogebäude genutzt. Ich habe die Chance genutzt auf die Aussichtsplattform zu gehen um einige Fotos der schönen Umbegung und der Stadt zu machen. Dabei kam auch mein Zoom-Objektiv zum Einsatz.

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Tatsächlich ist der Jentower nicht das einzige Hochhaus in Jena. Direkt daneben am Ernst-Abbe-Platz befindet sich eine Ansammlung von historisch bedeutsamen Hochhäusern. Der Bau 15 ist das erste deutsche Hochhaus! 1915 erbaut wurde es von der Firma Carl Zeiss genutzt. Mittlerweile sind dort Büros untergebracht.

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Im gleichen Komplex befindet sich nebenan der Bau 36. Dort befindet sich die Hauptverwaltung der Jenoptik AG.

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Der Bau 59 befindet sich ebenfalls im gleichen Komplex. Es wurde lange Zeit von der VEB Carl Zeiss Jena genutzt.

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Alle drei Bauten befinden sich auf dem ehemaligen Fabrikgeländes des Kombinates Carl Zeiss Jena. In diesem Komplex befindet sich mittlerweile die Goethe-Galerie.

Dort habe ich auch einen Jenaer Einheimischen interviewt, der mir seine Sicht auf seine Stadt verraten hat.

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die Universität ist allgegenwärtig. Man sieht ja auch überall viele junge Leute.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mein liebster Ort ist der Norden von Jena. Dort ist es besonders grün und im Grünen halte ich mich gerne auf.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Das Optische Museum, das Planetarium, der Fuchsturm, der Jentower natürlich, der botanische Garten und das Restaurant Landgrafen, von wo man eine atemberaubende Aussicht auf Jena hat.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Universität. Und sie wird die Lichtstadt genannt.
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Jena ist auf einem guten Weg. Vielen Menschen geht es hier gut und ich wünsche mir, dass es so weiter geht.

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Zeugnisse von Bauhaus-Architektur findet man ebenfalls in Jena. Die Zuckerkandl-Villa wurde von Walter Gropius im Auftrag von Therese Zuckerkandl entworfen. Das Haus besitz im Übrigen eine original Bauhausküche.

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Für den Physiker Dr. Felix Auerbach entwarf Walter Gropius das Haus Auerbach.

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Im Ernst-Haeckel-Haus befindet sich das Institut für Zoologie und Evolutionsforschung. Es gehört zu den ältesten wissenschaftshistorischen Insituten Deutschlands und wurde im Stil einer römischen Villa gebaut. Aktuell wird es saniert. Ernst Haeckel – der das Haus bewohnte – trug maßgeblich dazu bei, dass sich der Darwinismus in Deutschland verbreitete.

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Auch in Jena gibt es eine Plattenbausiedlung, wie in vielen Städten in den neuen Bundesländern. Sie liegt im südlichen Stadtteil Lobeda-West. Auf einem Hügel, wo sich die Lobdeburg befindet, hat man eine besonders bemerkenswerte Aussicht auf die Siedlung.

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Historische Architektur in Jena und weiteres aus der Geschichte

Gerade erwähnte ich noch die Lobdeburg. Sie ist mittlerweile eine Ruine und gehörte früher der Familie von Lobdeburg. Es wird vermutet, dass diese Familie einen großen Anteil am Ausbau der Stadt Jena hatte.

Geschichte

In Jena wird von den 7 Wundern gesprochen. Im 16. Jahrhundert war Jena ein sehr bedeutender Universitätsstandort in Europa. Aus allen Städten des Kontinents kamen Menschen, um hier zu studieren. Es gab allerdings auch Menschen, die lediglich behauptetet, sie hätten in Jena studiert, um ihren Lebenslauf ein wenig aufzuwerten. Die Uni wollte sich vor solchen Betrügern schützen. Vor der Öffentlichkeit wurden die 7 Wunder geheim gehalten, so dass nur Insider folgenden Spruch kannten: „Ara, caput, draco, mons, pons, vulpecula turris, Weigeliana domus, septem miracula Jenae.“ Das sind die 7 Wunder in Latein. Im einzelnen Stelle ich die 7 Wunder mit Bildern vor.

Ara ist die Altarunterführung der Stadtkirche an ihrer Außenmauer – eine architektonische Seltenheit im Kirchenbau. Leider habe ich nicht genau genug recherchiert, so dass ich lediglich die Stadtkirche fotografiert habe.

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Im Übrigen befindet sich in der Stadtkirche St. Michael die original bronzene Grabplatte Martin Luthers!

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Caput ist die Schnapphansfigur an der Rathausuhr. Der Schnapphans schnappt zur jeden vollen Stunde nach der goldenen Kugel, die ein Pilger hält. Sie stellt die berühmten Thüringer Klöse dar. Der Legende nach soll Jena untergehen, wenn der Schnapphans jemals die goldene Kugel zu fassen bekommt. Der Caput an der Rathausuhr ist übrigens eine Kopie. Das Original befindet sich im Stadtmuseum.

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Draco ist eine Drachenstatue mit 7 Köpfen und mehreren Gliedmaßen. Er steht ebenfalls im Stadtmuseum – auch Göhre genannt -, welches leider geschlossen war. Daher habe ich kein Foto.

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Mons ist ein markanter Stadtberg von Jena – der Berg Jenzig. Rund 385 Meter hoch besitzt er eine kahle Stelle – die Nase.

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Als die Camsdorfer Brücke erbaut wurde, gehörte sie zum Ende des Mittelalters zu den größten Brücken Deutschlands. Sie führt über die Saale, existiert aber nicht mehr in ihrem Originalzustand. Seinerzeit stand auf ihr auch eine Kapelle und die Jenaer überlegen, ob diese nicht wieder aufgebaut werden soll.

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Der Fuchsturm (Vulpecula Turris) ist 30 Meter hoch und ist ein Bergfried. Er befindet sich auf dem Hausberg. Ich wundere mich nur gerade, warum ich ihn nicht fotografiert habe!

Das Weigelsche Haus war eine sehr bekannte Sehenswürdigkeit. Der Mathematiker Erhard Weigel baute allerlei Spielereien in das Haus ein, was es so bemerkenswert machte. Beispielsweise verlegte er eine Weinleitung aus dem Keller, einen Aufzug mit Flaschzugprinzip usw. Leider wurde diese Sehenswürdigkeit abgerissen.

Direkt an der Camsdorfer Brücke befindet sich das berühmte Gasthaus Grüne Tanne. Hier wurde die Urburschenschaft gegründet. Es folgten in ganz Deutschland weitere Gründungen von Burschenschaften. Nachfolgerin der Urburschenschaft ist die Arminia Burschenschaft auf dem Burgkeller. Das Gasthaus Grüne Tanne dient ihnen als Verbindungshaus.

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Auch Goethe hat in der Grünen Tanne residiert und es wird gemunkelt, dass er hier seinen Erlkönig verfasst hat. In Jena steht jedenfalls ein Erlkönigdenkmal.

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Unweit der Grünen Tanne befindet sich die Schillerkirche. Die Trauung von ihm und Charlotte von Lengefeld fand dort statt.

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Weitere historische Gebäude sind unter Anderem das Karmeliterkloster am Engelplatz.

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Auch einen Bismarckturm kann man in Jena besichtigen!

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In der Nähe des Ernst-Haeckel-Hauses befindet sich das von ihm begründete Phyletische Museum. Es beherbergt etliche Ausstellungsstücke zur Phylogenese und Evolutionstheorie.

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Im Art-Déco Stil erbaut befindet sich das ehemalige Capitol Kino am Rand des Zentrums. Es steht unter Denkmalschutz. Filme laufen dort nicht mehr; es befinden sich Wohn- und Geschäftsräume im Capitol.

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Gegenüber befindet sich das Romantikerhaus. Es ist das ehemalige Wohnhaus des Philosophen Johann Gottlieb Fichte. Es ist ein Literaturmuseum und befasst sich mit der kultur- und geistesgeschichtlichen Entwickung in Jena.

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Und gleich nebenan befindet sich auch noch der Rote Turm. Er ist ein Teil der ehemaligen Stadtmauer der Stadt.Geschichte_33

Schiller lebte einige Zeit in Jena und hatte dort ein schnuckeliges Gartenhaus – Schillers Gartenhaus! Dort hat er einige seiner wichtigsten Werke geschrieben. Das Gartenhaus gehört heute zur Friedrich-Schiller-Universität.

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Wo Schiller weilte, war auch Goethe nicht weit. In Jena befindet sich die Goethe Gedenkstätte. Auf meiner Liste habe ich diesen Punkt abgestrichen, aber leider habe ich kein Foto parat. Möglicherweise habe ich vergessen sie zu fotografieren.

Gleich nebenan befindet sich das Griesbachsche Gartenhaus – auch Prinzessinnenschlößchen genannt. Einst lebte dort der Jenaer Theologieprofessor Jakob Griesbach dort. Es besticht durch seinen Englischen Garten.

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Im alten Zentrum Jenas befindet sich das älteste Gebäude Jenas – der Stadtspeicher. Er ist allerdings nur innerlich als altes Gebäude zu erkennen. Äußerlich besitzt es eine Hologrammfassade. Im Stadtspeicher befindet sich der Jenaer Kunstverein und die Touristinfo.

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Gegenüber steht das Hanfried-Denkmal zu Ehren von Johann Friedrich I. von Sachsen. Er hat die Universität von Jena begründet.

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Geht man 2-3 Minuten weiter kommt man am großen Eichplatz an, wo auch der Jentower steht. Lange Zeit stand dort eine Eiche, welche von der Urburschenschaft gepflanzt wurde. Zwischenzeitlich wurde er Platz der Kosmonauten genannt und zum Ende der DDR-Zeit wurden dort Demonstrationen gegen die damalige Regierung abgehalten. Heute ist der Eichplatz ein Parkplatz und immer wieder wird diskutiert, wie er zukünftig genutzt werden soll.

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In Jena konnte ich noch viele gut erhaltene Teile der Stadtmauer entdecken. Das Johannistor ragt dabei besonders heraus. Es ist das einzige noch erhaltene Stadttor Jenas.

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In der Nähe steht noch der Pulverturm, welcher zur Zeit meines Besuchs saniert wurde, und weitere Reste der Stadtmauer wie zum Beispiel der Anatomieturm.

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An der alten Stadtmauer befindet sich das Accouchierhaus von Jena. In diesem Entbindungshaus wurden früher Kinder von unverheirateten Müttern geboren. Man war damals auch der Auffassung, dass werdende Mütter bei ausgebildeten Ärzten besser aufgehoben wären, als bei Hebammen.

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1806 besiegte Napoleon Preußische und Sächsische Armeen bei Jena und Auerstedt. Die Schlachtfelder fotografierte ich und genoß den schönen Ausblick über Jena. Dort konnte ich auch den Napoleonstein ablichten. Außerdem befindet sich dort das Museum 1806.

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Traditionsunternehmen von Weltrang und besondere Lehranstalten

Glas und optische Erzeugnisse sind das große traditionelle, wirtschaftliche Standbein in Jena. Wer kennt nicht die Carl Zeiss AG, welche zum Beispiel einzigartige Mikroskope und hochwerte Kameras und Objektive herstellt. Auch in der Medizintechnik ist das Unternehmen tätig. Die Zentrale der Carl Zeiss AG befindet sich mittlerweile in Oberkochen.

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Gemeinsam mit der Carl Zeiss AG ist die Schott Jeaner Glas GmbH entstanden. Otto Schott arbeitete seiner Zeit eng mit Carl Zeiss zusammen. Beide Unternehmen profitierten voneinander. Auch heute noch stellt das Unternehmen hochwertige Glaserzeugnisse her. Wer Jena besucht, sollte auch beim Werksverkauf vorbeischauen.

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Aus eben genannten Unternehmen ging in den 50er Jahren die Jenoptik AG hervor. Sie stellt grob gesagt Produkte der Mess-, Laser- Optiktechnik her. Das Unternehmen ist global aufgestellt.

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Die Jenapharm GmbH und Co. KG ist Marktführer bei der Herstellung von Empfängnisverhüttungsmitteln und befasst sich außerdem mit vielen anderen verwandten Bereichen.

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Den ersten Web-Shop der Geschichte hat die Intershop AG „gebaut“! Auch heute noch bietet das Unternehmen E-commerce-Lösungen an. Es sitzt im Jentower.

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Die Herstellung von Glas und Optik kann man in verschiedenen Museen in Jena betrachten. Das Deutsche Optische Museum zeigt optische Erzeugnisse aus den letzten 500 Jahren.

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Das SchottGlas Museum befindet sich in der Unternehmenszentrale und zeigt das Leben und Wirken des Unternehmers Otto Schott.

Ohne Ernst Abbe, einem Physiker, Statistiker und Optiker, wären Carl Zeiss und Otto Schott wohl nur halb erfolgreich. Maßgeblich war er am Erfolg der Firmen Carl Zeiss AG und SchottGlas – auch als Unternehmer – beteiligt. Neben den Hochhäusern steht ein Denkmal für ihn.

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Bei einer Stadt, die so viel mit Optik und Glas zu tun hat, ist es nicht verwunderlich, das es ein Planetarium unterhält. Das Carl-Zeis-Planetarium ist das betriebsälteste Planetarium der Welt!

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Das Collegium Jenense ist der Gründungsort der Universität in Jena und war einst ein Kloster.

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Die Friedrich-Schiller-Universität ist eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten Deutschlands und man kann an ihr interessanterweise Kaukasiologie, Rumänistik und Indogermanistik studieren.

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Das Carl-Zeiss-Gymnasium ist ein Spezialgymnasium, welches sich auf die sogenannten MINT-Fächer spezialisiert hat.

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Natur um Jena

Im Süden befindet sich das Naturschutzgebiet Leutra-Tal. Dort soll eine seltene Orchideenart wachsen. Die konnte ich zwar nicht entdecken, aber die Natur dort machte auf mich einen idyllischen Eindruck.

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Am östlichen Rand von Jena befinden sich die Teufelslöcher, stark gipshaltive Höhlensysteme, und die Studentenrutsche. Sie ist eine geologische Besonderheit. Vermutlich haben dort früher Studenten ihren Mut bewiesen beim herunterrutschen auf diesem Geröllstreifen. Beide Sehenswürdigkeiten befinden sich in den Kernbergen von Jena.

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Kulinarisches und Mitbringsel

In Jena gibt es an sich keine traditionellen, lokalen Spezialitäten. Jedenfalls konnte ich bei meinen Recherchen keine finden. In Jena gibt es allerdings die Jenaer Senfmanufaktur und das Senfmuseum. Dort habe ich verschiedenste Senfe gesehen und natürlich mit genommen. Ein Besuch dort ist absolut empfehlenswert! Der Inhaber macht alles noch selber und ich hatte den Eindruck, dass er der Godfather of Senf ist! Der hat so viel erzählt, das man kaum weg gekommen ist! 😀 Dazu habe ich mir leckere Thüringer Rostbratwürste mitgenommen.

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Mein liebes Jena,

das waren nun zwei Tage bei dir, welche ich mit meiner Freundin sehr genossen habe. Ganz beeindruckt waren wir davon wie sauber und ordentlich es bei dir gewesen ist. Außerdem fanden wir es sehr positiv, dass du eine junggebliebene, vitale Stadt bist. Ganz besonders schön fanden wir die Aussichten von den ehemaligen Schlachtfeldern auf dich – ein schönes Panorama!

Vielen Dank für 2 schöne Tage. Wir wünschen dir alles Gute und bis bald mal wieder!

Gera – eine Geschichte unter Tage

Diesmal zog es mich wieder in den Osten der Republik. Wie in vielen anderen Städten vorher, wußte ich nicht, was mich in Gera erwartet und wofür diese Stadt steht. Erst in meiner vorhergehenden Recherche fand ich heraus, dass Geras Aufstieg unter Anderem seiner Arbeit unter Tage zu verdanken ist – sowohl in der jüngeren als auch in der früheren Vergangenheit.

Bei Gera in Ronneburg wurde nach dem Weltkrieg Uranerzbergbau getrieben und gegen Ende des Mittelalters haben die Geraer unter fast jeden Haus in der Altstadt unterirdische Tunnelsysteme angelegt um ihr berühmtes Schwarzbier zu lagern – diese Lagerstätten nannte man Geraer Höhler.

Geras Geschichte fand allerdings nicht nur unter Tage statt. Davon berichte ich jetzt.

 

Architektur und Historie

Einst war Gera für viele Jahrhunderte ein Zentrum der Textilindustrie, wobei sie eine der reichsten Städte Deutschlands war. Etliche Stadtvillen zeugen vom Reichtum dieser Zeit; so zum Beispiel das Haus Schulenburg, welches einem Textilfabrikanten gehörte und heute für kulturelle Veranstaltung genutzt wird:

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Die Villa Jahr gehörte dem Industriellen Moritz Rudolf Jahr und ist jetzt eine Schule.

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Viele weitere Villen und Stadthäuser befinden sich insbesondere im Stadtteil Heinrichsgrün

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… oder im Stadtteil Untermhaus

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… aber auch überall sonst in der Stadt verteilt.

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Im Stadtteil Untermhaus steht im übrigen das Otto-Dix-Haus. Es ist das Geburtshaus des Malers und heute ein Museum.

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Außerdem steht in Untermhaus das Schloß Osterstein. Gera wurde vom Fürstenhaus Reuß der jüngeren Linie bis zum Ende des 1. Weltkriegs regiert. Das Schloß war ihre Residenz und wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört.

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Im 19. Jahrhundert begann auch in Gera die Industriealisierung. Den meisten Deutschen wird die Kaufhauskette Hertie bekannt sein. Sie war, bis sie von der Karstadt AG übernommen wurde, eine der führenden Warenhausketten in Deutschland. Gegründet wurde sie 1882 in Gera von Oscar Tietz. Das Haupthaus steht noch in der Innenstadt, wird aber nicht von Hertie oder Karstadt betrieben.

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In der Innenstadt befindet sich der große Marktplatz Geras mit dem historischen Rathaus und seinem Turm. Außerdem befindet sich der Simsonbrunnen und die Stadtapotheke mit ihrem reich verzierten Erker am Marktplatz.

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Eine sehr schöne Kirche befindet sich ebenfalls im Zentrum der Stadt. Die Salvatorkirche auf dem Nicolaiberg besitzt eine der größten Orgeln des Orgelbauers Ernst Röver. Von der Kirche hat man auch einen schönen Blick auf die Stadt.

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Wie in vielen Städten im Osten der Republik gibt es ganze Stadtteile mit Plattenbauarchitektur. Im Süden der Stadt befindet sich der Stadtteil Lusan.

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Gera hat eine leichte Tallage und von den Hügeln drumherum hat man einen schönen Ausblick. Am Stadtrand befindet sich auf dem höchsten Punkt der Stadt der Ferberturm. Mitte des 19h Jahrhunderts erbaut, ist es heute ein beliebtes Ausflugsziel mit Gastronomie.

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Ein weiterer Aussichtsturm im Westen der Stadt ist der Fuchsturm (ehem. Kaiser-Wilhelm-Turm).

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Bis 2010 gab es in Gera Nord die 3 Essen. Es waren 3 Schornsteine eines Kraftwerks, welche bis dahin abgerissen wurden. Ein 30 Meter hohes Fassadenbild erinnert heute noch an diese imposante Landmarke.

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Am Rande der Innenstadt befindet sich der Stadtgraben mit Resten der alten Stadtmauer.

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Bergbau in Ronneburg

In der DDR-Zeit erlebte Gera seinen größten Bevölkerungswachstum und erreichte nahezu 135.000 Einwohner. Maßgeblich war der Uranerzbergbau dafür verantwortlich. Im nahen Ronneburg wurde das Erz lange Zeit abgebaut. Abnehmer des Erzes war ausschließlich die ehemalige Sowjetunion. Uranerz wird nicht mehr in Ronneburg abgebaut. Das Gelände wurde in einen großes Park umgewandelt und nennt sich Neue Landschaft. 2007 fand dort die Bundesgartenschau statt.

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Typisch Gera

Nicht ganz Bergbau, aber immerhin auch unter der Erde, hat sich seit dem Mittelalter ein Teil des Lebens der Geraer abgespielt. Bekannt ist die Stadt für die Geraer Höhler. Ab dem 15. Jahrhundert wurden innerhalb von 400 Jahren einige hundert Hohlräume unter den Häusern der Altstadt angelegt. Diese dienten den Einwohnern zum Einlagern von Bier. Die Höhler lagen bis zu 8 Meter unter der Erde. Einige Höhler sind als Museum ausgebaut und können besichtigt werden; leider war ich einen Tag zu früh in Gera und konnte keine öffentliche Führung mitmachen. Das ist schade! Hätte ich gerne mitgemacht. Der Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler organisiert Veranstaltungen und Termine rund um die Höhler.

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In einem der Höhler unter dem Rathaus befindet sich übrigens das Kabarett Fettnäpfchen. Über die Grenzen der Stadt hinaus, ist es für seinen speziellen Humor bekannt.

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Ein Puschkin-Denkmal lag auf meinem Weg!

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Im größten historischen bürgerlichen Haus in Gera – dem Ferberschen Haus – befindet sich das Museum für angewandte Kunst.

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Die Orangerie und der Küchengarten befinden sich nahe dem Zentrum Geras. Seit der Erbauung im 18. Jahrhundert wurde der Komplex auf viele Arten verwendet. Im Rahmen der Bundesgartenschau 2007 wurde er umfassend saniert.

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Gleich nebenan befindet sich das Mehrspartentheater die Bühnen der Stadt.

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Von hier ist die TheaterFABRIK nicht weit entfernt. Sie ist die theaterpädagogische Abteilung von Theater und Philharmonie der Stadt und erklärt bereits unseren jungen Menschen die Kniffe beim Theaterspiel.

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Nicht zu übersehen in der Innenstadt ist das Kultur- und Kongresszentrum. Zu DDR-Zeiten ein Mehrzwecksaal wird es heute für Konzerte und politische Veranstaltungen genutzt.

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Während ich meine Mittagspause machte traf ich in einem Bistro eine Kellnerin, welche mir meine ausgeklügelten 5 Fragen beantworten konnte!

 

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die Stadt ist mittlerweile eine Studentenstadt geworden und entwickelt sich entsprechend weiter. Ich gehe auf die Duale Hochschule.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Ich mag die Elster, welche durch Gera fließt. Dort kann ich herrlich entspannen und spazieren gehen. Außerdem gibt es einen Radweg an der Elster, den ich von Langenberg aus oft befahre.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Die Orangerie ist sehr schön und unser Stadtteil Untermhaus mit den vielen Villen.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Geraer scheinen immer schlechte Laune zu haben. 🙂
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Die Stadt entwickelt sich zwar, aber ich fände es schön, wenn mehr für die Jugend getan wird. Damit kann sicher gestellt werden, dass Gera weiterhin jung bleibt.

 

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Zucht- und Waisenhaus im Zentrum der Stadt erbaut. Heute ist es das Stadtmuseum, welches sich mit der Geschichte der Stadt befasst und ebenfalls einen Beitrag zum Erhalt der Geraer Höhler leistet.

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Ebenfalls im Zentrum befindet sich die Gedenkstätte Amthordurchgang, welche an die Opfer der deutschen Diktaturen zwischen 1933 und 1990 erinnert.

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Im Norden der Stadt befindet sich das barocke Wasserschloss Tinz. Für die Fürsten von Reuß diente es als Sommer- und Witwenresidenz. Von Wasser ist das Schloss heutzutage nicht mehr umgeben. Es wird mittlerweile von einer Hochschule genutzt.

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Nicht weit entfernt befindet sich eine besondere Einrichtung für den Jugendschutz. Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugengerichtshilfe arbeiten in der Jugendstation zusammen, um Kriminalprävention zu fördern.

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Typisch für Gera sind auch seine kulinarischen Spezialtität! Bei Gera liegt Bad Köstritz und dort wird eines der leckersten Schwarzbiere hergestellt, welches ich jemals getrunken habe – das Köstritzer!

Kulinarisch

Natürlich habe ich mir 1-2 Flaschen mitgenommen. Ebenfalls habe ich mir ein Höhlerbier besorgt. Ob es auch mal im Höhler gelagert wurde? 😉 Absolut typisch ist die Gersche Fettbemme. Dies ist eine Brotscheibe, welche mit Schmalz bestrichen wird. Den entsprechenden Fettnapf habe ich mir ebenfalls besorgt. Alles bekommt man in der Touristinfo in Gera.

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Parks und Gärten

Im Rahmen der Bundesgartenschau wurden nicht nur die ehemaligen Bergbaugebiete aufgewertet. Auch innerhalb der Stadt gibt es einige Parks und Gärten, welche zum Verweilen und Entspannen einladen.

Der Dahliengarten war überhaupt der erste reine Dahliengarten weltweit und existiert seit 1928. Im Herbst findet ein Dahliengartenfest statt. Ich war im Frühling da…

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Der Botanische Garten ist unter Anderem spezialisiert auf die Flora Thüringens.

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Die Parkanlage Hofwiesenpark ist einer der Hauptausstellungsbereiche der Buga 2017 gewesen. Auf dem Park steht ein Stadion und ein Hallenbad und es befindet sich am Fusse von Schloß Osterstein.

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Sportstadt Gera

Lange Zeit bekannt war Gera durch die Firma Sportwetten Gera, welche im Internet Sportwetten angeboten hat. Mittlerweile scheint die Firma nicht mehr zu existieren.

Gera hat sich in einigen Randsportarten einen Namen gemacht! Der RSV Blau-Weiß Gera gehört beim Speedskating zur internationalen Weltspitze.

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Der traditionsreiche SSV Gera 1900 e.V. gehört zu den erfolgreichsten und renomiertesten Radsportvereinen Deutschlands und ist Ausrichter von bedeutenden Radrennen.

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Gera ist ein Zentrum des Reitsports. Gerade wird das Reitstadion komplett neu gebaut.

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Entscheidende Impulse bekommt der Bogensport in Deutschland aus Gera. Der durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselte Mario Oehme, nahm an 3 Paralympics teil und beeinflusst weiterhin die Entwicklung des Bogensports.

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2006 gab es die Weltmeisterschaft im Fallschirmspringen in Gera! Ein Zentrum des Fallschirmspringens ist der Flugplatz in Gera.

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Mein liebes Gera,

das war nun mein Tag bei dir. Du besitzt viel stolze Historie und konntest viel von der historischen Substanz bewahren und aufwerten. Es hat mir sehr gefallen einen Tag bei dir zu verbringen. Insbesondere die Parkanlagen auf dem ehemaligen Bergwerkgelände und dein Villenstadtteil haben mich sehr beeindruckt. Schade, dass ich nicht die Höhler sehen konnte. Aber das ist schon mal ein Grund dich wieder zu besuchen!

Vielen Dank und alles Gute für dich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ludwigshafen am Rhein – nicht nur BASF!

Gleich gegenüber von Mannheim liegt das kleinere und gemütliche Ludwigshafen. Die Stadt ist keine 200 Jahre alt und ich hatte während meiner Recherche den Eindruck, dass keineswegs klar war, dass aus dem Bereich um Ludwigshafen tatsächlich mal eine Stadt wird! Als erstes wurde vor rund 400 Jahren die Mannheimer Rheinschanze durch den Kurfürsten erbaut und diente als Brückenkopft zur Festung Mannheim. Nach den Napoleonischen Kriegen wurde das Gebiet dem Bayerischen Königreich zugeschlagen und nach einer gewissen Zeit wurde ein künstlicher Hafen und eine Handelsniederlassung erbaut. Diesen wurde zu Ehren König Ludwigs von Bayern der Name Ludwigshafen gegeben.

Da die Stadt noch relativ jung ist, gab es für mich und meine Freundin nicht so viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, wie wir es von anderen Städten gewohnt waren. Dennoch haben wir einen sehr angenehmen Aufenthalt in Ludwigshafen gehabt. Die Stadt wirkte auf uns bodenständig und entspannt und wir haben viele freundliche Menschen getroffen.

 

BASF – Weltkonzern und Dominanz in der Stadt

Spricht man von Ludwigshafen, wird man in einem Atemzug BASF nennen. Das Unternehmen ist der weltgrößte Chemiekonzern und betreibt den größten zusammenhängenden Chemiestandort der Welt. Die Badische Anilin- und Sodafabrik wurde ursprünglich im benachbarten Mannheim (Stadtteil Jungbusch) gegründet, ist aber eine Woche nach Gründung nach Ludwigshafen gezogen. BASF war lange Zeit teil der I.G. Farben, welche in den Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet wurde und ein Zusammenschluss von BASF, Bayer und Agfa war. Die I.G. Farben wurde gegründet um der weltweiten Konkurrenz Paroli bieten zu können. Sie löste sich 1952 auf. BASF engagiert sich in Ludwigshafen sehr für die Stadt und ist ein angesehenes Unternehmen mit hohen sozialen Standards.

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BASF – Gesellschaftshaus