Kultur und Sport

In Gelsenkirchen ist der Bergbau trotz seines Endes immernoch in Köpfen und Herzen der Einwohner. Was hinterlassen wurde, wird nun oft für kulturelle Zwecke genutzt. Beim Teilartikel Kultur und Sport stelle ich außerdem ein weiteres großes kulturelles Thema vor, welches bei den Gelsenkirchenern und in ihren Köpfen und Herzen das Thema Nr. 1 ist – der FC Schalke 04.

FC Schalke 04

Kultur und Sport sind in diesem Fall für Gelsenkirchen ein und das Selbe. Denke ich an diesen Verein, fallen mir spontan ein paar glorreiche und auch weniger glorreiche Dinge ein. Nicht immer weiß ich, wer diesen Verein führt. Negative Schlagzeilen aus, durch oder von der Führungsriege sind nicht selten. Gerne erinnere ich mich aber auch an die Dramen und Erfolge dieses Vereins! Die Eurofighter gewannen den UEFA-Pokal, Deutscher Meister für wenige Momente und die grandiose Aufholjagd vor wenigen Jahren beim ewigen Rivalen vom östlichen Ruhrgebiet, wo aus einem 4:0 Rückstand ein Unentschieden auf feindlichem Boden erkämpft wurde. Was für ein Spiel!

Gespielt wurde lange Zeit im kaum noch vorhandenen Parkstadion. Seit vielen Jahren spielt Schalke in der Veltins-Arena AufSchalke. Auf dem Gelände befindet sich auch das Vereinsheim, das Schalke-Museum und natürlich ein Shop.

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Im Übrigen ist Papst Johannes Paul II Ehrenmitglied des Vereins gewesen, was dem „Mythos Schalke“ sicher nicht schadet. „Die Knappen“ oder „Die Königsblauen“ werden sie genannt und gehören mit zu den erfolgreichsten Fußballern der Deutschen Fußballgeschichte. Die großen Erfolge und das Sammeln der vielen Titel begann in der Kampfbahn Glückauf und der wohl bekannteste Fußballspieler des Vereins war Ernst Kuzorra.

Freizeit in Gelsenkirchen

Neben der Veltins-Arena entdeckte ich einen der größten Sportparadiese seiner Art. Hier kann man Schwimmen, Eislaufen, Kegeln, Bowlen, die Schießanlage besuchen und vieles mehr! Ich glaube, hier findet jeder sein passendes Freizeitangebot.

Ein besonderes Freizeitangebot ist die ZOOM Erlebniswelt mit ihren 4 Themenpacks Alaska, Afrika, Asien und Grimberger Hof. Seit 2008 gibt es auch eine wöchentliche Doku-Soap über die Tiere aus der Z00M Erlebniswelt auf dem ZDF.

Kultur und Sport – Kultureinrichtungen

Kultur und Kohle scheinen in Gelsenkirchen eine fast gleichlange Tradition zu haben. Bereits in den 1870ern begann die Geschichte des Kulturraum „die flora“. Die Institution ist heute sicher nicht vergleichbar mit ihren Anfängen, aber Kultur organisieren, war schon immer ihre Aufgabe. Heutzutage ist der Kulturraum „die flora“ für einen Großteil des kulturellen Lebens in Gelsenkirchen verantwortlich.

Ganz in der Nähe habe ich das Musiktheater im Revier abgelichtet. Es gehört zu den wichtigsten Theaterhäusern der deutschen Nachkriegsgeschichte und bietet auf 2 Bühnen verschiedenste künstlerische Angebote.

Im Zentrum Gelsenkirchens entdeckte ich am Augustinushaus einige Skulpturen und Reliefs. Eines davon ist ein Relief eines Bergbauarbeiters mit vermutlich einem Papst. Auch die Statue des Papstes Augustinus von Hippo und Darstellungen der Heiligen Barara – die Schutzpatronin der Bergleute – sind dort zu sehen. Der Künstler hat all diese Darstellungen in Verbindung gesetzt, was ich erst jetzt, wo ich diesen Absatz schreibe und im Internet darüber recherchiere, erkenne. Es gibt noch weitere Skulpturen und Reliefs, die ich leider nicht photographiert habe. Das Ensemble soll – wenn ich es richtig verstanden habe – auf künstlerische Weise das Ende des Bergbaus in Gelsenkirchen darstellen.

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Gelsenkirchener Barock ist durchaus ein bekannter Begriff, welcher einwenig ironisch gemeint ist. Gelsenkirchener Barock steht für einen bestimmten Stil an Schränken und Kommoden, welche meist bauchig und wuchtig waren und aus glänzendem, edelholzfurniertem Material hergestellt wurden. Oft standen diese Möbel in Arbeiterhaushalten. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen hat mal eine Ausstellung dazu gemacht.

Ein besonderer Ort der Kultur ist die Künstlersiedlung Halfmannshof. Bevor die Gründer bereits 1931 die Künstlersiedlung gründeten, war das Gelände ein Bauernhof. Die Gründer orientierten sich am Bauhaus dessen Ziel es ist Kunst und Handwerk zu verbinden.

  • Kultur und Sport, Künstlersiedlung Halfmannshof
  • Künstlersiedlung Halfmannshof Gelsenkirchen
  • Künstlersiedlung Halfmannshof Gelsenkirchen
  • Künstlersiedlung Halfmannshof Gelsenkirchen

Ich fuhr nicht weit mit meinem Klapprad um zum Landschaftspark Machtenbei zu kommen. Dort photographierte ich das Kunstwerk Basalt-Klang-Stelen, welche bei einem gewissen Luftdruck gewisse Geräusche machen.

Ein faszinierendes und unwirkliches Kunstwerk ist die Felsskulptur „Monument for a Forgotten Future“. Sie steht auf einer Emscherinsel und aus ihr kommt Musik! Der Fels ist natürlich künstlich und wofür er steht kann, ich garnicht wirklich in einen Satz zusammenfassen. Schaut es euch auf der entsprechenden Internetseite an. Ich war ziemlich fasziniert!

Kultur und Sport – Bildung, Wissen, Typisches

Die Gesamtschule Berger Feld ist ein Teil Fußball-Internat und arbeitet sehr eng mit dem sieh in unmittelbarer Nähe befindlichen FC Schalke 04. Etliche Fußballtalente gingen aus dieser Schmiede hervor!

Gelsenkirchen ist auch ein Wissenschaftsstandort. Auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks befindet sich der Wissenschaftspark Rheinelbe, welcher zu Solarenergie forscht und zum Thema Technologien und Techniken rund um die Arbeitswelt. Das ISG – Institut für Stadtgeschichte hat in der Vergangenheit eine besondere Ausstellung organisiert. Es geht um die Heinze-Frauen. Sie arbeiteten im Gelsenkirchener Photounternehmen Heinze, verrichteten die gleiche Arbeit wie ihre männlichen Kollegen aber verdienten weniger Geld! Die Auseinandersetzung endete zu Beginn der 1980er vor dem Bundesarbeitsgericht in Kassel mit einem Sieg der Heinze-Frauen, welche bundesweite Solidaritätsbegundungen ernteten und für entsprechendes Aufsehen sorgten.

Als gebürtiger Hannoveraner erkenne ich eine Gemeinsamkeit, die der Ruhrpott und speziell Gelsenkirchen mit meiner Heimatstadt gemeinsam hat. Wir lieben unsere Kioske bzw. Büdchen! Wir finden sie an jeder Ecke, es gibt „normale“ und es gibt spezielle Kioske und Büdchen und sie sind die kleine inoffiziellen Zentren eines Stadtteils, wo man Freunde trifft oder mit den Inhabern befreundet ist, wo man auch mal sein Bierchen trinken und quatscht und tratscht. Natürlich besorgt man in einem Kiosk und Büdchen auch mal den Kram des täglichen Gebrauchs. Ein Stück Lebensqualität und Lebendigkeit, die keiner missen möchte. Da fragt man sich, wie der Süden der Republik ohne Büdchen auskommt. Kürzlich habe ich da so eine Erfahrung gemacht, wo man mir und meiner Reisegruppe sagte: „Hier gibt es sowas nicht…!“ Kann ich nur den Kopf schütteln…. exemplarisch photographierte ich ein paar Büdchen; ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

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