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Die kulinarischen Spezialitäten Osnabrücks

Ob deftig oder süß, von allem ist was dabei bei den kulinarischen Spezialitäten Osnabrücks und seinem Umland. Bei meinem ersten Besuch in Osnabrück habe ich bereits etliche lokale Spezialitäten kaufen und sogar probieren können. Für meinen zweiten Besuch habe ich noch etwas intensiver recherchiert und entdeckte lokale Unternehmen, die mindestens deutschlandweit bekannt sind!

Überregional bekannte Unternehmen

Coppenrath & Wiese wurde 1974 vom Kaufmann Aloys Coppenrath und dem Conditor Josef Wiese gegründet. Sie führten das Schockfrosten von Backwaren ein, um sie überregional vertreiben zu können. Die Firma war auch die erste, welche fertige Tiefkühlbrötchen anbot. Im Werksverkauf konnte ich leider nichts für den längeren Transport erstehen – alles TK! Aber es war trotzdem sehr interessant.

Leysieffer sollte vielen Menschen ebenfalls ein Begriff sein. 1909 von Ulrich Leysieffer gegründet, stellt die Manufaktur seit jeher qualitativ hochwertige Pralinen, Schokolade und viele andere Genüsse her. Im Geschäft in der Krahnstraße konnte ich einige Erzeugnisse erstehen und mich im Café entspannen.

Die kulinarischen Spezialitäten Osnabrücks aus dem Umland

Im Osnabrücker Land gibt es etliche Kurorte mit Soleanlagen etc. Das Familienunternehmen King of Salt stellt das berühmte Urmeersalz her. Es wird aus einem viele Millionen Jahre alten Urmeer unter Bad Essen gewonnen. Ich habe mir in der Touristinfo eine Probe mitgenommen (siehe Photo unten).

In Bad Laer konnte ich in der Konditorei Dodt die berühmten Pralinen Bad Laer Piepsteine finden. Sie sehen aus wie echte Piepsteine. Piepsteine sind einzigartige Gesteine. Sie entstanden als Mineralien bzw Sole sich auf den Pflanzen ablagerten und sie somit versteinerten. Piepen heißt übersetzt Pfeifen. Die Piepsteine sind von Röhrchen durchsetzt, die fast aussehen wie Pfeifen. Die Pralinen fand ich ziemlich lecker! Sole-Cracker habe ich ebenfalls mitgenommen.

Ebenfalls in Bad Laer wird der Kolktee hergestellt. Er besteht aus verschiedenen lokal wachsenden Kräutern und ist eine traditionelle Spezialität der Region. Ich hoffte ihn in der Tourist Information zu bekommen, aber leider gab es keinen mehr. Dafür präsentierte mir die freundliche Mitarbeiterin einen kleinen Kolkschnaps (siehe Photo unten).

In der Fleischerei Lauhoff gibt es Erzeugnisse, die auch mit Sole als Zutat hergestellt werden. Die Bad Laer Mettwurst und der Sole-Schinken kamen in den Einkaufskorb.

Zu guter Letzt bin ich ins benachbarte Bad Rothenfelde gefahren. Ich fand heraus, dass der Handwerksbäcker Volkmann ein Solebrot herstellt. Es hat richtig gut geschmeckt!

Hier noch zusammenfassend Bilder von Mitbringseln ebengenannter Spezialitäten.

Leckereien für Zwischendurch

Während meines ersten Besuchs in Osnabrück habe mir mal eine kleine Stärkung bei der hiesigen Bäckerei gegönnt. Was für ein leckeres Monstercroissant von Coors!!

Osnabrück hat auch weitere kulinarische Spezialitäten anzubieten! Ich fand es lediglich schwierig diese zu finden. Die hiesige Gastronomie ist entweder nicht auf lokale Spezialitäten ausgelegt oder ich habe einfach „pechlicherweiser“ (ist das Wort das Gegenteil von „glücklicherweise“?? 😀 ) nicht das richtige Restaurant gefunden – trotz Recherche!

In jedem Fall habe ich das berühmte Springbrötchen bei einem Bäcker entdeckt! Das nennt sich deshalb so, weil die obere Kruste einfach aufspringt beim Backvorgang. Ein typisch osnabrückerisches Brötchen. Sogar pur hat es geschmeckt!

Deftig und historisch – Die kulinarischen Spezialtitäten Osnabrücks

Sehr bekannt in Osnabrück ist Stopsel! Da sind viele verschiedene tierische (Schwein, Rind, usw.) Produkte beinhaltet und er wird scheibenweise gebraten und mit Kartoffeln oder Graubrot und Rote Beete verzehrt. Gekauft habe ich mir Stopsel in der lokalen Fleischerei Mandel und dann zu Hause selber zubereitet. Ich mag deftige Küche und so hat mir Stopsel auch sehr gut geschmeckt. Gekauft habe ich mir auch schmackhaften Pumpernickel, welcher in Osnabrück und Umgebung quasi erfunden wurde! Am Rande der Altstadt befindet sich an einem Ende eines länglichen Parks ein weiterer besonderer Bucksturm: der Pernickelturm. Dort wurde früher für die ärmere Bevöllkerung das besondere Osnabrücker Schwarzbrot gebacken! Der Pumpernickel.

Unter den lokalen Spezialitäten fehlen noch der Ramanken-Eintopf (ein Steckrübeneintopf), Wurstebrot (auch ziemlich deftig) und Hedeweggen (eine Art süßes Brötchen, welches meist zu Karneval hergestellt wird). Leider habe ich diese Spezialitäten nicht finden können. Ich denke, ich werde zumindestens den Eintopf nachkochen.