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Historische Gebäude und Architektur

In meiner Einleitung erwähnte ich bereits wie großzügig viele Krefelder Wohnorte ausgelegt sind. Das reiche Erbe der Samt- und Seidenvergangenheit hat sich auf historische Gebäude und Architektur ausgewirkt. Neben der Architektur des Samt- und Seidenzeitalters gibt es noch Bauten aus dem Mittelalter und der Moderne, die zu Besichtigen lohnenswert sind.

Besondere Krefelder Architektur

Karl Buschhüter war ein besonderer krefelder Architekt, welcher ein Exzentriker und scheinbar auch ein Menschenhasser war. Nach ihm wurden die Buschhüterhäuser benannt, die er nach seiner Theorie eines biologischen Funktionalismus erbauen ließ. Einige dieser Häuser, welche unter Denkmalschutz stehen, habe ich photographiert.

Reich verzehrte Jugendstilarchitektur und Historismus habe ich an vielen Ecken Krefelds entdeckt. Besonders gut erhalten sind sie am Alexanderplatz und in der Brockerhofstraße.

Ein Beispiel für außergewöhnliche moderne Architektur ist das Behnischhaus, welches im Volksmund „die Krefelder Welle“ genannt wird. 2010 wurde es auf einer der letzten Freiflächen in der Innenstadt errichtet und hat Platz für Geschäfts- und Büroräume .

Historische Architektur

Überall auf dem Stadtgebiet konnte ich etliche historische Gebäude aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit finden. Oft sind diese gut erhalten und im Privatbesitz. Das Haus Traar ist ein ehemaliges Rittergut, was lange dem Deutschen Orden gehörte und anschließend als landwirtschaftlicher Gutshot geführt wurde. Seit den 1990ern ist es ein Wohnhaus.

Die mittelalterliche Burganlage Haus Rath gehörtzu den ältesten Gebäuden der Stadt, hatte verschiedene Besitzer und ist mittlerweile eine Wohnanlage.

Das Haus Neuenhofen war mal eine mittelalterliche Wasserburg bis es im Samt- und Seidenzeitalter von einem Seidenbaron in ein schmuckes Schlösschen umgebaut wurde. Heute wird das Gebäude gewerblich genutzt.

Ganz in der Nähe befindet sich das Haus Sollbrüggen mit seinem Park. Seine Geschichte ähnelt dem des Hauses Neuenhofen sehr. Derzeit wird das Gebäude von einer Musikschule genutzt.

Krefeld- Linn

Der Stadtteil Linn befindet sich einige Kilometer östlich des Krefelder Zentrums. Seine wunderschöne, urige Altstadt mit dem Ritterlehen Bakenhof steht steht unter Denkmalschutz. Einmal im Jahr findet in Linn der Flachsmarkt statt. Er gilt als der größte, mittelalterliche Handwerkermarkt Deutschlands.

Daran angrenzend befindet sich die Burg Linn. Sie ist eine sehr gut erhaltene Ritterburg mit Wassergraben aus dem 12. Jahrhundert. Direkt daneben bereichert das Jagdschlösschen das Ensemble, welches ursprünglich ein Back- und Brauhaus gewesen ist.

Etwas außerhalb der Altstadt besichtigte ich das schöne Haus Greiffenhorst inmitten eines weitläufigen Parks. Die Anlage und das Gebäude wurden im 19. Jahrhundert von einem Seidenfabrikanten in Auftrag gegeben.

Weitere historische Bauten

Ein Wahrzeichen der Stadt ist die Kirche St. Dionysius. Sie wurde zwischen 1752 und 1910 erbaut.

In Krefeld-Traar steht auf einem kleinen Hügel die Egelsbergmühle. Sie besteht seit ca. 200 Jahren und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Ich war am späten Nachmittag da und die Sonne stand schon relativ tief, so daß ich diese schöne Idylle genießen konnte.

Das Stadtbad von Krefeld im Zentrum der Stadt galt als das schönste und prächtigste Stadtbad bei seiner Erbauung um1900. Seit einem Erdbeben in 2000 ist es aber geschlossen und es ist weiterhin unklar wie seine Zukunft aussehen wird.

Im Nordwesten der Stadt befindet sich die Hülser Burg. 1455 erbaut wurde sie von ansässigen Rittern bewohnt und genutzt. Sie wurde aus Backsteinen gebaut, was ich auch noch nicht so oft gesehen habe. Sie wurde in den letzten Jahren restauriert und wird für verschiedenste Veranstaltungen genutzt.

Am anderen Ende der Stadt – im Süden Krefelds -steht eine weitere Mühle. Die Geismühle ist zum Ausgang des Mittelalters erbaut worden und gilt als ein Wahrzeichen der Stadt. Sie soll ungewöhnlicherweise zusätzlich als Wehrturm genutzt worden sein.

Die ausgeklügelten 5 Fragen

Die Geismühle steht unmittelbar an einer Autobahnraststätte, wo ich mir einen Snack besorgte und die Gelegenheit nutzte mein ausgeklügeltes Interview zu führen. Die dortigen Angestellten waren rheinische Frohnaturen und es schien mir, als hätten sie sich sehr gefreut über ihre Stadt befragt zu werden!

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Bekannt ist Krefeld natürlich für seine Samt- und Seidenvergangenheit. Außerdem finden auf der Galopprennbahn viele große Pferderennen statt. Krefeld-Linn mit seiner Altstadt und seiner Wehrburg fallen uns ebenfalls als erstes ein.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Die Krefelder Innenstadt wird von 4 Wällen umringt, die als schöne Alleen zum Spazieren und Verweilen einladen. Wir mögen unsere grüne Stadt und sind auch immer sehr gerne im Stadtwald.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Das Haus Lange und das Haus Esters sind typische Bauspiele für die Bauhausstadt Krefeld. Außerdem empfehlen wir die Altstädte der Stadtteile Linn und Uerdingen.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Auf jeden Fall Krawatten! Krefeld ist ein Zentrum der Krawattenherstellung. Typisch ist auch as Café Heinemann mit seiner Spezialität den Sie-Knöngels.
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Wenn wir uns die Krefelder Innenstadt anschauen, merken wir die zunehmende Verwaisung und den Leerstand. Wenn man sich dieses Problem annehmen könnte, würde die Innenstadt wesentlich attraktiver werden.