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Kulinarische Spezialitäten

Heidelberg liegt im Ländle und im Ländle gibt es überall die ganz bekannten und äußerst leckeren Spezialitäten dieses Bundeslandes. Ganz besonders in Heidelberg sind aber die süßen Spezialitäten! Dabei hat der Heidelberger Studentenkuss eine ganz besonders schöne Geschichte. 1863 von der Chocolaterie Knösel erfunden, ermöglichte es der Heidelberger Studentenkuss den männlichen Studenten ganz ohne Aufsehen und auf eine sehr charmante Art und Weise einer verehrten jungen Dame einen Gruß oder eine Nachricht zu hinterlassen. Der Heidelberger Studentenkuss wird in Talerform gegossen und in ein Schächtelchen gesteckt. Wer weiß, welche Nachrichten und Grüße in diesem Schächtelchen zusätzlich Platz gefunden haben für die Verehrte! Selbstverständlich kaufte ich mir in der Chocolaterie ein Päckchen Studentenküsse und weitere Süßigkeiten. Meine Partnerin und Verehrte muss ich allerdings mit anderen Arten von Liebesbekundungen beeindrucken, da sie auf Zucker verzichtet… 🙂

Weitere Süßigkeiten gönnte ich mir im Café Gundel, welches auch eine hervorragende Bäckerei ist. Im Café Gundel gibt es Heidelberger Pflastersteine, Heidelberger Neckarkiesel und die Kurfürstenkugeln, welche ich bereits während unseres Aufenthaltes genossen habe.

Eine Institution in Heidelberg ist der Heidelberger Zuckerladen! Dabei hatte ich diesen garnicht auf dem Schirm. Meine Partnerin machte mich bei ihren Recherchen darauf Aufmerksam! Der Inhaber verkauft Süßigkeiten aus aller Welt und ist immer bereit für ein Schwätzchen und ein Würfelspielchen. Kauft man was, dann darf man auch würfeln und bekommt eine Bonussüßigkeit. Das Würfeln hat sich ewig in die Länge gezogen, da der Inhaber mit jedem neuen eintretenden Kunden erstmal geschwatzt hat… Es war auf jeden Fall ein aufregendes Erlebnis für einen ordnungsliebenden und introvertierten Menschen wie mich… 😀 Am Ende ging ich mit isländischer Schokolade und italienischen Cacao-Nudeln heim. Im Laden sollten wir keine Photos machen, aber ich denke, dass es durchaus nicht verkehrt ist, wenn ich meine Mitbringsel fotografiere.

Auch deftige Speisen genossen wir Heidelberg. Unerwarteterweise ging es an unserem ersten Abend in das Restaurant Red – die Küche. Dort werden hervorragende vegetarische und vegane Speisen angeboten. Auch dieses kulinarische Ziel wurde von meiner Partnerin recherchiert.

Ein sehr lustiges Erlebnis hatten wir in der urigen Weinstube Schnitzelbank, in der noch alte Gästebücher zu bestaunen sind. Der Kellner – und sicherlich Mitinhaber – war ein total witziger, sprücheklopfender Zeitgenosse mit Entertainerqualitäten, der uns und all die anderen Gäste hervorragend unterhalten hat. Ich gönnte mir somit ein Schnitzel mit Spätzle und ein Glas Wein aus Heidelberg und meine Partnerin was Vegetarisches.

Heidelberg ist ebenfalls Weinanbaugebiet und so besuchte ich das traditionielle, familienbetriebene Weinhaus Fehser. Dort kaufte ich mir einen Rotwein und einen Weißwein. Das besondere am Weißwein ist die Rebe. Die Rebe Auxerrois wird äußerst selten angebaut; in Deutschland wohl nur noch bei Heidelberg. Probiert habe ich den Wein bisher noch nicht, aber es eilt ja auch nicht.