Koblenzer Sehenswürdigkeiten

Zu den Koblenzer Sehenswürdigkeiten zählen insbesondere die zahlreichen militärischen Anlagen der Zeit der Monarchie. Trotz immenser Zerstörungen im 2. Weltkrieg ist auch die Altstadt sehr sehenswert.

Koblenzer Sehenswürdigkeiten – Militärstadt Koblenz

Hoch oben auf einem Felsvorsprung thront seit dem 16. Jahrhundert gegenüber der Moselmündung die Festung Ehrenbreitstein. Eine Vorgängerburg ist sogar um das Jahr 1000 entstanden. Die Preußen haben die Festung nach den Napoleonischen Kriegen stark ausgebaut und sie als Teil eines Festungssystems – Festung Koblenz – am Mittelrhein genutzt. Die Festung Ehrenbreitstein war eine der größten und mächtigsten Festungen in Europa und diente als Kaserne und für Verteidigungszwecke. Heutzutage nutzt man das Bauwerk für Veranstaltungen, Kultur und als Ort für das Landesmuseum Koblenz und einer Jugendherberge.

  • Koblenzer Sehenswürdigkeiten Festung Ehrenbreitstein
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Ich photographierte das in der Nähe befindliche Fort Asterstein. Es ist ebenfalls Teil des Festungssystems und beherbergte seit 1828 preußische Soldaten. Heute wird es für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Kaum noch erhalten ist das der Festung Ehrenbreitstein vorgelagerte Fort Rheineck. Daher habe ich kein Photo gemacht. Es diente unter Anderem als Pulvermagazin.

Auf der östlichen Rheinseite photographierte ich noch die Rheinburg. Sie sieht nicht aus als ob sie Teil der Festung Koblenz gewesen ist, aber sie war es dennoch bis Ende des 19. Jahrhunderts. Der Käufer des Werkes hat sie umbauen lassen und es entstand eine burgartige Villa.

Nördlich der Mosel konnte ich noch Reste der Bubenheimer Flesche photographieren. Sie war Teil des nordwestlichen Festungssystems.

Ganz in der Nähe auf dem Petersberg befindet sich die Feste Kaiser Franz. Der Petersberg war von jeher von strategischer Bedeutung für die Verteidigung der Stadt, sodaß sämtliche Herrscher der Stadt Wert auf eine intakte Festung legten.

Hinter dem Hauptbahnhof steht seit 1828 das sehr gut erhaltene Fort Großfürst Konstantin. Von dort oben genossen wir erstmal den schönen Ausblick auf die Stadt. Bevor die Preußen das Fort bauten, war das Gelände lange Zeit von einem Kathäuserkloster belegt. Aktuell gibt es dort lediglich eine Dauerausstellung und den Standort des Rheinischen Fastnachtsmuseums.

Garnicht mal soweit entfernt gab es früher die Feste Kaiser Alexander. Lediglich das Löwentor ist noch erhalten.

Die Batterie Hübeling befindet sich auch in der Nähe und ist gut erhalten. Sie sicherte das moselseitige Koblenz ab und dient heute als Ehrenstätte für die Gefallenen des 2. Weltkriegs.

Koblenzer Sehenswürdigkeiten am Rheinufer

Seit 1749 steht am Fuße des Ehrenbreitstein das Dikasterialgebäude. Der damalige Herrscher wollte einen schönen zentralen Verwaltungsbau haben und hat ihn natürlich bekommen.

Wo die Mosel in den Rhein mündet befindet sich das berühmte Deutsche Eck. Als wir da waren, haben wir erstmal den Ausblick genossen, bevor das obligatorische Selfie geschossen wurde und ich meine Photos machte. Das Deutsche Eck ist in der Tat eine sehr schöne und bemerkenswerte Sehenswürdigkeit. Dort steht auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal seit 1897. Es ehrt Kaiser Wilhelm I als ersten Kaiser des neugeschaffenen und erstmals geeinigten Deutschen Reichs. Im Krieg wurde es zerstört und bis 3 Jahre nach der Wiedervereinigung stand auf dem Sockel ein Fahnenmast mit der Deutschen Flagge. Der Künstler Raimund Kittl rekonstruierte das Reiterstandbild und so steht es dort wieder seit 1993. Der erste Bundespräsident der BRD Theodor Heuss erklärte den leeren Sockel 1953 zum Mahnmal der Deutschen Einheit.

  • Koblenzer Sehenswürdigkeiten Deutsches Eck
  • Deutsches Eck
  • Koblenzer Sehenswürdigkeiten Deutsches Eck
  • Koblenzer Sehenswürdigkeiten Kaiser Wilhelm Denkmal
  • Koblenzer Sehenswürdigkeiten Mahnmal der Deutschen Einheit
  • Kaiser Wilhelm Denkmal

Teile der alten Stadtmauer stehen in der Nähe. Koblenz war bereits zu römischer Zeit befestigt und nutzte diese antike Stadtmauer bis ins hohe Mittelalter. Ab diesem Zeitpunkt gab es einen stärkeren Ausbau, der durch die Preußen im 19. Jahrhundert nochmals verstärkt wurde. Heutzutage gibt es nur wenige Teile der Stadtmauer zu besichtigen.

Die Basilika Sankt Kastor ist nicht weit entfernt. Im 9. Jahrhundert hat man sie errichtet und im Hochmittelalter erweitert, so daß sie die heutige Gestalt bekam. Da sie sehr gut erhalten ist, gilt sie als historisch sehr bedeutsam.

Wir schlenderten weiter am Rheinufer entlang und ich entdeckte ein großes historisches Gebäude, welches ich spontan auf die Liste der Koblenzer Sehenswürdigkeiten aufgenommen habe. Es ist ein ehemaliges Preußisches Regierungsgebäude wo Kaiser Wilhelm II persönlich Einfluß auf die Gestaltung des Bauwerks einnahm. Gegenwärtig wird das Gebäude ebenfalls von Behörden genutzt.

Prachtvoll ist das Kurfürstliche Schloss Koblenz von 1786 und da es eines der ältesten frühklassizistischen Schlösser Deutschlands ist, ist es gleichsam architektonisch und historisch bedeutsam. Längere Zeit lebte der letzte Deutsche Kaiser Wilhelm II hier als er noch Thronfolger war. Heute nutzen Ämter und Behörden das Schloss und es finden ebenfalls kulturelle Veranstaltungen dort statt.

Entlang des Rheins Richtung Süden photographierte ich das 1896 eingeweihte Kaiserin-Augusta-Denkmal. Die beliebte Gattin des ersten Deutschen Kaisers stiftete die parkähnlichen Anlagen am Rhein nördlich und südlich ihres Denkmals.

Koblenzer Sehenswürdigkeiten am Moselufer

Ein Gang über die steinerne Balduinbrücke über die Mosel lohnt sich immer! Aus dem 14. Jahrhundert stammend ist sie Koblenz‘ älteste Brücke und gewährt viele schöne Ausblicke auf die Stadt.

Am Ufer der Mosel befindet sich das noch sehr gut erhaltene Burghaus der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Alten Burg. Regionale Herrscher haben sie auf den Resten der alten römischen Stadtmauer errichten lassen. Seit 1980 untat das Stadtarchiv diese historische Sehenswürdigkeit.

Der spätmittelalterliche Wohnturm Deutscher Kaiser hieß ursprünglich Lengenfeldsches Haus, da die Familie Lengenfeld dort einzog. Im 19. Jahrhundert ist aus dem Wohnturm das Gasthaus Zum Deutschen Kaiser geworden und behielt seitdem diese Bezeichnung. Das Bauwerk gehört zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Am Florinsmarkt

Der Bürresheimer Hof ist ein alter Adelshof aus dem 17. Jahrhundert am FIorinsmarkt. Im Laufe der Zeit nutzte ihn die damalige jüdische Gemeinde als Synagoge. Nach dem Krieg nutzten das Bauwerk die Koblenzer Stadtbibliothek und das Koblenzer Stadttheater.

Direkt gegenüber steht das Alte Schöffenhaus aus dem 16. Jahrhundert, wo das kurtrierische Schöffengericht seinen Sitz hatte. Diese historische Sehenswürdigkeit hatte im Laufe der Zeit unterschiedliche Nutzer und bildet nun mit umliegenden Bauwerken ein schönes Ensemble voller Sehenswürdigkeiten.

Bereits seit dem 15. Jahrhundert steht das Alte Kauf- und Tanzhaus am FIorinsmarkt und diente vermutlich auch als ebenjenes. Man hat es im Laufe der Zeit unterschiedlich genutzt. Besonders am Bau ist der Augenroller! Ca. 100 Jahre nach Errichtung gab es einen großen Umbau und dabei hat man oben auf dem Mittelturm den Augenroller angebracht, welcher den Raubritter Johann Lutter von Kobern darstellt und an ihn erinnert. Kurz vor seiner Hinrichtung rollte er nämlich mit den Augen und streckte die Zunge raus. Mit den Augen rollt er immer noch!

Sehenswürdigkeiten in der westlichen Altstadt

Das Haus Metternich gibt es bereits seit ca. 1230 und man baute es damals auf Resten alter römischer Gebäude. Es gab diverse Besitzerwechsel und Umbauten im Laufe der Zeit. Es ist auch das Geburtshaus vom berühmten österreichischen Außenminister und Staatsmannes Klemenz Wenzel Lothar von Metternich.

Das Haus Metternich befindet sich am Münzplatz, wo früher die Alte Münze war. Auf dem Platz standen viele Gebäude, die mit der Münzenherstellung und -prägung zu tun hatten. Erst als diese abgerissen wurden, entstand der Münzplatz. Lediglich das Münzmeisterhaus ist erhalten geblieben.

In der Nähe photographierte ich die Denkmalzone „Vier Türme“, welche ebenfalls zum UNESCO-Welterbe oberes Mittelrheintal gehören. Ursprünglich 1608 erbaut, wurden sie im Laufe der Zeit 2 mal teilweise zerstört und wieder aufgebaut. Die Bezeichnung Vier Türme kommt aufgrund der 4 Erker an den Ecken der Kreuzung.

  • Koblenzer Sehenswürdigkeiten Vier Türme
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Der sich wenige Meter weiter befindliche Brunnen Am Plan gehört auch zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal. 1806 ließ der damalige Maire Johann Nikolaus Nebel den Brunnen aus Steinblöcken eines zerstörten Schlosses bauen. Der Brunnen war aber zum Zeitpunkt meines Besuchs wegen des Aufbaus des Weihnachtsmarkts verdeckt.

Nach den Heiligen Drei Königen ist das 1701 erbaute Dreikönigenhaus benannt. In diesem Adelshof lebten verschiedene weltliche und kirchliche Würdenträger. Im Bauwerk ist mittlerweile die Stadtbibiliothek untergebracht.

Direkt dahinter steht der Stadtturm „Auf der Danne“. Er war in seinem Kern Teil der spätrömischen Stadtmauer und hat im Laufe der Zeit eine barocke Haube bekommen.

Sprichwörtlich gleich um die Ecke steht das Krämerzunfthaus. Es diente ebenfalls als städtische Mehlwaage. 1582 wurde ein Vorgängerbau errichtet und nach Kriegszerstörungen 1709 neu gebaut. Manchmal kommt es wie es kommen muss. Ich bin einfach dran vorbei gegangen und habe offensichtlich versäumt das Bauwerk zu photographieren. Nun denn liebes Krämerzunfthaus, wir sehen uns wieder!

Östliche Altstadt

Ein schönes Bauwerk mit vielen Innenhöfen und unterschiedlichen Architekturstilen ist das Rathaus Koblenz. Es ist im ehemaligen Jesuitenkolleg und -gymnasium am Jesuitenplatz untergebracht. Das Bauwerk ist im Laufe der Jahrhunderte erweitert worden nachdem das erste Teilstück 1589 entstand.

Am Jesuitenplatz gibt es über dem Eingang zur Citykirche ein Glockenspiel, welches die Stadt 1992 zu ihrem 2000jährigen Geburtstag vom Katholischen Leserverein geschenkt bekommen hat.

Eher zufällig bin ich auf die Schanzenpforte & Stadtmauer gestoßen. Es ist ein kleiner Teil der alten mittelalterlichen Stadtmauer.

Ich benötigte nur wenige Minuten Fußweg bis zum Görresplatz, wo ich die Historiensäule photographierte. Den Görresplatz nutzten bereits die Alten Römer und im Laufe der Zeit hatte er unterschiedliche Bezeichnungen und Bedeutungen für die Bevölkerung und die Stadt. Seit 1946 wird er nach dem Koblenzer Publizisten und Historiker Joseph Görres benannt. Die Historiensäule war ein Geschenk des Landes Rheinland-Pfalz zur 2.000-Jahr-Feier der Stadt und zeigt die lange Geschichte der Stadt.

Die ehemalige Kaiserliche Postdirektion ist mit seiner Architektur und Größe ein Zeugnis preußischen Selbstverständnisses. Von 1905 bis 1995 diente es der Reichspost und der Deutschen Bundespost. Ich hatte das Bauwerk erst gar nicht auf dem Schirm und habe es nachträglich in die Liste der Koblenzer Sehenswürdigkeiten aufgenommen.

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