Zuerst einmal möchte ich mit einem möglichen Mythos aufräumen. Kasseler Wurst und Fleisch sind keine Spezialitäten aus Kassel! Der Berliner Metzger Cassel hat es erfunden.
Dennoch bietet Kassel rustikale und bodenständige Köstlichkeiten an. Die Kasselaner sprechen gerne von Schmeckewöhlerchen! Das ist kein Gericht an sich – es ist einfach etwas, was besonders gut schmeckt. Und Geschmack ist ja bekanntlich eine subjektive Angelegenheit.
Einige Schmeckewöhlerchen habe ich mir in der Touristeninformation gekauft – eine Konfitüre und ein Likörchen. Bekannt ist in Kassel die Ahle Wurscht – eine luftgetrocknete oder kaltgeräucherte Dauerwurst. Außerdem habe ich nordhessische Grüne Soße entdeckt! Ich dachte, dass das ausschließlich eine Frankfurter Spezialität wäre, aber es gibt einen entscheidenden Unterschied. Die nordhessische Grüne Soße ist wesentlich grober/stückiger. Weitere Spezialitäten aus Kassel habe ich vor Ort probiert.

Eine weitere Kasseler Spezialität ist der Speckkuchen. Eine vor Kalorien nur so strotzende Spezialität, welche wir auf dem Weihnachtsmarkt kosten durften. Sie wird mit Speck, Schmand und Lauch zubereitet. Ich muss zugeben, dass mir dieser Snack einfach zu fettig war! Hätte ich nicht so gut gefrühstückt und ein tolles Mittagessen gehabt, hätte ich den Speckkuchen komplett gegessen. Geschmeckt hat er trotzdem und ist auf Weihnachtsmärkten nicht weg zu denken.


In der ältesten Kneipe Kassels – dem Lohmanns – konnte ich die Spezialität Weckewerk probieren. Es wird aus verschiedenen Teilen vom Schwein, altem Brötchen (Wecken) und verschiedenen Gewürzen hergestellt und mit Gewürzgurken, Rote Beete, Kartoffeln und Schmandsoße serviert. Hat mir geschmeckt!


Duggefedd – oder auch Duckefett – mit Salzkartoffeln konnte ich im Restaurant Lichtenhainer probieren. Eine Kasseler Spezialität wo aus Speck, Zwiebeln und Schmand eine Soße kreiert wird.


