Kultur in Jena

Kultur in Jena ist äußerst vielfältig! Neu war für mich, dass Jena ein großer Universitätsstandort ist. Das ließ sich eindeutig an den vielen jungen Leuten in der Innenstadt bemerken. Außerdem hat Jena historische Bedeutung, da Napoleon Bonaparte hier einige erfolgreiche Schlachten gegen seine Gegner geführt hatte. Zuvor kreuzten sich hier die Wege von Goethe und Schiller.

Kultur in Jena – Bildung

Mitten auf dem Markt steht das Hanfried-Denkmal zu Ehren von Johann Friedrich I. von Sachsen. Er hat die Universität von Jena begründet. 1858 hat die Stadt Jena dein Bronzefigur anläßlich der 300-Jahr Feier der Universität aufgestellt.

Die Friedrich-Schiller-Universität von 1558 ist eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten Deutschlands und man kann an ihr interessanterweise Kaukasiologie, Rumänistik und Indogermanistik studieren.

Das Collegium Jenense ist der Gründungsort der Universität in Jena und war einst ein Kloster. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich das richtige Bauwerk photographiert habe.

Direkt an der Camsdorfer Brücke befindet sich das berühmte Gasthaus Grüne Tanne. Hier wurde die Urburschenschaft gegründet. Es folgten in ganz Deutschland weitere Gründungen von Burschenschaften. Nachfolgerin der Urburschenschaft ist die Arminia Burschenschaft auf dem Burgkeller. Das Gasthaus Grüne Tanne dient ihnen als Verbindungshaus.

Am großen Eichplatz an stand lange Zeit eine Eiche, welche von der Urburschenschaft gepflanzt wurde. Zwischenzeitlich wurde er Platz der Kosmonauten genannt und die Eiche während der DDR-Zeit beseitigt. Heute ist der Eichplatz ein Parkplatz und immer wieder wird diskutiert, wie er zukünftig genutzt werden soll.

Das Carl-Zeiss-Gymnasium ist ein Spezialgymnasium, welches sich auf die sogenannten MINT-Fächer spezialisiert hat. Diese Ausrichtung fand bereits 1963 durch die DDR-Führung statt, da entsprechender Fachkräftemangel herrschte.

Im Ernst-Haeckel-Haus befindet sich das Institut für Zoologie und Evolutionsforschung. Es gehört zu den ältesten wissenschaftshistorischen Insituten Deutschlands und wurde im Stil einer römischen Villa gebaut. Ernst Haeckel – der das Haus bewohnte – trug maßgeblich dazu bei, dass sich der Darwinismus in Deutschland verbreitete.

Museen

In der Nähe des Ernst-Haeckel-Hauses befindet sich das von ihm begründete Phyletische Museum. Es beherbergt etliche Ausstellungsstücke zur Phylogenese und der Evolutionstheorie.

Das Romantikerhaus ist das ehemalige Wohnhaus des Philosophen Johann Gottlieb Fichte. Es ist ein Literaturmuseum und befasst sich mit der kultur- und geistesgeschichtlichen Entwickung in Jena.

1806 besiegte Napoleon Preußische und Sächsische Armeen bei Jena und Auerstedt. Die Schlachtfelder fotografierte ich und genoß den schönen Ausblick über Jena. Dort konnte ich auch den Napoleonstein ablichten, der an diese Doppelschlacht erinnert und von der Stelle aus Jena beschoßen wurde. Außerdem befindet sich dort das Museum 1806, welches sich ausgiebig diesem historischen Ereignis widmet.

  • Kultur in Jena Schlachtfelder
  • Napoleonstein
  • Napoleonstein
  • Museum 1806
  • Schlachtfeld von Jena und Auerstedt

Die Herstellung von Glas und Optik kann man in verschiedenen Museen in Jena betrachten. Das Deutsche Optische Museum zeigt optische Erzeugnisse aus den letzten 500 Jahren.

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Auch Goethe hat in der weiter oben genannten Grünen Tanne residiert und es wird gemunkelt, dass er hier seinen Erlkönig verfasst hat. In Jena steht jedenfalls ein Erlkönigdenkmal.

Unweit der Grünen Tanne befindet sich die Schillerkirche. Die Trauung von ihm und Charlotte von Lengefeld fand dort 1790 statt. Die Bezeichnung Schillerkirche ist eher volkstümlich durch dieses Ereignis entstanden. Sie heißt eigentlich Kirche unserer Lieben Frauen.

Schiller lebte einige Zeit in Jena und hatte dort ein schnuckeliges Gartenhaus – Schillers Gartenhaus! Dort hat er einige seiner wichtigsten Werke geschrieben. Das Gartenhaus gehört heute zur Friedrich-Schiller-Universität.

Wo Schiller weilte, war auch Goethe nicht weit. In Jena befindet sich die Goethe Gedenkstätte. Auf meiner Liste habe ich diesen Punkt abgestrichen, aber leider habe ich kein Foto parat. Möglicherweise habe ich vergessen sie zu photographieren.

Natur um Jena

Im Süden befindet sich das Naturschutzgebiet Leutra-Tal. Dort soll eine seltene Orchideenart wachsen. Die konnte ich zwar nicht entdecken, aber die Natur dort machte auf mich einen idyllischen Eindruck.

Am östlichen Rand von Jena befinden sich die Teufelslöcher, stark gipshaltive Höhlensysteme, und die Studentenrutsche. Sie ist eine geologische Besonderheit. Vermutlich haben dort früher Studenten ihren Mut bewiesen beim herunterrutschen auf diesem Geröllstreifen. Beide Sehenswürdigkeiten befinden sich in den Kernbergen von Jena.

Kulinarisches und Mitbringsel

In Jena gibt es an sich keine traditionellen, lokalen Spezialitäten. Jedenfalls konnte ich bei meinen Recherchen keine finden. In Jena gibt es allerdings die Jenaer Senfmanufaktur und das Senfmuseum. Dort habe ich verschiedenste Senfe gesehen und natürlich mitgenommen. Ein Besuch dort ist absolut empfehlenswert! Der Inhaber macht alles noch selber und ich hatte den Eindruck, dass er der Godfather of Senf ist! Der hat so viel erzählt, das man kaum weg gekommen ist! 😀 Dazu habe ich mir leckere Thüringer Rostbratwürste mitgenommen.

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