Das Trierer Umland umfasst in diesem Artikel die Sehenswürdigkeiten außerhalb des historischen Zentrums im heutigen Stadtgebiet. Aber auch Orte außerhalb von Trier! Wir gönnten uns einen kurzen Abstecher ins Saarland aber auch einen Tagesbesuch ins nahe Luxemburg.
Trierer Umland – Nachbarregionen
Luxemburg ist ein recht junger Staat, welcher im Laufe des 19. Jahrhundert seine Unabhängigkeit erlangte. Wir fuhren mit dem öffentlichen Nahverkehr eine gute Stunde von Trier in die Stadt Luxemburg und hatten bei schönem Wetter eine entspannte Zeit. Sehenswert ist die Altstadt, der Palast des Großherzogs und natürlich die Festungsanlagen Kasematten.
An einem Tag traten wir den Weg in Richtung Süden an, da es dort noch eine alte Römische Villa zu besichtigen gab. Bei dieser Gelegenheit besuchten wir auch im erweiterten Trierer Umland die schöne Saarschleife. Vom Aussichtspunkt Cloef genossen wir den malerischen An- und Ausblick. Hinter dem Aussichtspunkt befindet sich ein großer Baumwipfelpfad, den wir nicht gegangen sind, aber ich kann mir vorstellen, wie spektakulär die Aussichten gewesen sein können.
Ganz in der Nähe befindet sich Villeroy & Boch. Das Unternehmen ist eines der bekanntesten Hersteller für diverse Keramikwaren und Porzellan. Wir besuchten das Museum und kauften uns im Shop ein paar Andenken.


Trierer Umland außerhalb des historischen Zentrums
Links der Mosel
Rechts der Mosel konnte ich die Mariensäule recht gut sehen und ablichten. Sie ist fast 41 Meter hoch und wurde zu Ehren von Maria der Mutter Jesu im 19. Jahrhundert errichtet.

In der Nähe steht das Drachenhaus, wo sich tatsächlich 2 kleine Drachenskulpturen an den Hausecken befinden. 1829 baute ein Trierer Oberbürgermeister das Haus. Zwischenzeitlich gehörte es einem niederländischen Prinzen, bis das Bauwerk an die Stadt Trier geht. Inzwischen soll es ein Wohnhaus sein.



In der Nähe steht die Villa Weißhaus. Sie ist am besten von der gegenüberliegenden Seite der Mosel zu sehen. Der selbe Oberbürgermeister ließ 1823 die Villa bauen und wohnte dort auch. Stand 2025 wird dort Gastronomie und ein Hotel betrieben.

Südwestlich von Trier fuhr ich zum Schloss Monaise. Seit ca. 1780 steht das Lustschloß dort und hatte diverse Eigentümer. Aktuell gehört es der Stadt Trier und wird für gastronomische Zwecke genutzt.

Ein Stück weiter südlich photographierte ich den Zewener Turm aus dem 13. Jahrhundert. Er war ein Wehrturm an der damaligen Grenze zu Luxemburg und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Wohnturm, was er heute noch ist.

Nördlich des Trierer Zentrums photographierte ich die ehemalige Kapelle St. Jost und Leprosenfriedhof. Erste Erwähnung fand im 13. Jahrhundert statt und man vermutet, dass das Bauwerk noch ein Stück weit älter ist. Es ist ein gut erhaltenes Zeugnis für den Umgang mit der damals unheilbaren Krankheit Lepra. Betroffene wurden von den Gesunden getrennt und verbrachten ihr restliches, vermutlich nur noch kurzes Leben an diesem isolierten Ort.

Noch ein ganzes Stück weit im Norden befindet sich das Quinter Schloss. Eine Familie aus Lothringen, welche später in den Adelsstand gehoben wurde, hat es bauen lassen. Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Besitzer. Wie die weitere Nutzung sein wird, war zum Zeitpunkt meines Trierbesuchs nicht bekannt.


Pfalzel
In Trier Nord befindet sich der Stadtteil Pfalzel mit seinen engen Straßen und Gassen. Ich empfand es dort als sehr urig und gemütlich mit seinem kleinen historischen Kern und den Sehenswürdigkeiten.



Sehenswert ist unter Anderem das kurfürstliche bzw. kurtriererische Amtshaus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Wie der Name schon sagt, diente es einem Amtmann des Kurfürsten.

Direkt an der Mosel kann man entspannt An der Bastion spazieren gehen. Sie ist Teil der Stadtmauer Pfalzels gewesen.



An der einen Ecke der Wallmauer steht die Bastion Pfalzel. Die ganze Anlage stammt ebenfalls aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.
Aus in etwa der selben Zeit stammt das Rotsportsche Haus. Es gehört zu den ältesten und besterhaltenen Wohnhäusern von Pfalzel.

Rechts der Mosel
Neben den vielen historischen Kirchenbauwerken gibt es in Trier auch diese moderne Interpretation eines Kirchenbauwerks (1968/69 – Architekt Konny Schmitz). Es ist das Katholische Pfarramt St. Michael mit seiner pyramidenartigen Bauweise. Leider war es zum Zeitpunkt unseres Besuchs geschlossen und es hätte mich sehr interessiert, wie es innen aussieht.

An einem Weinberg steht die Thiels-Burg, welche nach Hugo Thiel benannt ist – einem preußischen Beamten im preußischem Landwirtschaftsministerium. Demnach ist die Thiels-Burg auch noch nicht so alt und stammt von 1910. Sie steht dort als Denkmal für das preußische Engagement zur Förderung des Weinbaus.

Im östlichen Stadtteil Petrisberg gibt es seit der Landesgartenschau 2004 eine begehbare geologische Karte von Rheinland-Pfalz. Seit zeigt, wo welche Gesteinsarten in diesem Bundesland vorkommen.

Direkt daneben bestieg ich den modernen Turm Luxemburg. Er entstand ebenfalls im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2004 und war ein Geschenk der Stadt Luxemburg an Trier. (Architekt: François Valentiny)
Auf dem Boden der Benediktinerabtei St. Matthias stand bereits im 5. Jahrhundert ein Kirchengebäude. Erst im 12. Jahrhundert bekam es seinen Namen, da hier das Grab des Apostels Matthias liegt Es ist das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen. Ebenfalls befinden sich hier die Gebeine der Begründer des Erzbistums Trier der Bischöfe Eucharius und Valerius. Auf dem Gelände befindet sich auch die Albanagruft mit mit einem spätantiken Gräberfeld, wo es noch gut erhaltetene unterirdische Grabkammern gibt.



In relativer Nähe steht die Katholische Kapelle Heiligkreuz. Von ihr wird gesagt, sie sei von der Mutter Konstantins des Großen – der Heiligen Helena – im 4. Jahrhundert gebaut worden sein. In ihrer Architektur wurde sie in Kreuzform errichtet und gehört somit zu den ältesten kreuzförmigen Kirchen in Deutschland.

Seit 1753 steht die barocke Kirche St. Paulin an dieser Stelle und das farbenfrohe Äußere wird noch getoppt von kunstvollen Deckengemälden im Inneren. Die barocke Kunst ist hier sehr ausgeprägt und beeindruckend.



Eines Nachmittags spazierte ich durch den Schlosspark Kürenz und betrachtete das Kürenzer Schlösschen mit seiner Orangerie im Kürenzer Schloßpark. Tagsüber kann man offenbar durch das private Gelände spazieren. Ein schönes und idyllisches Fleckchen Erde!
























































