Aachener Kultur ist äußerst vielfältig. Neben Museen und Institutionen spielen Brauchtum, Geschichte und die Darstellung des Aachener Wesens in Skulpturen eine wesentliche Rolle.
Aachener Kultur in Skulpturen und Denkmälern
Denkmäler und Skulpturen gibt es prinzipiell in jeder deutschen Stadt. In Aachen stellen sie in besonderem Maße die Historie und den Charakter der Stadt dar.
Seit 1975 steht in der Krämerstraße in der Innenstadt der Puppenbrunnen von Bonifatius Stirnberg . Er stellt verschiedene Dinge da, welche die Stadt Aachen ausmachen. Der Hahn stellt die Aachener Pfiffigkeit während der Napoleonischen Besatzung dar. Der Reiter und sein Pferd zeigen die enge Verbindung der Stadt mit dem Reitsport. Kirche und Wissenschaft werden durch den Professor und den Bischof vertreten. Aachens Tradition als Handelsstadt übernimmt die Marktfrau und für die historische Textilindustrie springt eine modische Dame ein. Schließlich ist da noch der Schelm für den Aachener Karneval.

Auf dem Münsterplatz fand ich den Brunnen Kreislauf des Geldes von Karl-Henning Seemann. Verschiedene Figuren stellen den Umgang mit Geld dar: Geiz, Gier, Gönnerhaftigkeit und Bettelei. Im Brunnen fließt im Übrigen warmes Thermalwasser, sodaß auch im Winter der Fluß des Geldes gesichert ist.

Von dort kommt man schnell zu einer furchteinflößenden Figur – dem Bahkauv (Bachkalb). Es ist eine Aachener Sagengestalt, die Nachts betrunkene Männer angefallen haben soll und sie zwang es auf ihren Schultern zu tragen. Je mehr diese geflucht haben, desto leichter war das Gewicht. Wenn es nur dass ist, dann ist das Untier ja harmloser als es aussieht.

Zur Aachener Kultur und Wirtschaft gehört auch die Tuchindustrie. Umweit steht das Klenkes Denkmal. Der Klenkes ist der emporgereckte kleine Finger der rechten Hand und diente als Erkennungszeichen von Aachenern und Gruß untereinander. Während der Zeit der Tuchindustrie wurden mit dem kleinen Finger defekte Nadeln aussortiert, was ihn natürlich ganz schön ramponierte und missbildete. Aber dafür konnte man überall auf der Welt immer genau erkennen, wer aus Aachen stammt.

Die Klappergasse erhielt ihren Namen auf besondere Weise. Der Sage nach lud Kaiser Karl der Große alle Bischöfe zur Eröffnung des Doms ein. Allerdings fehlten 2 Bischöfe. Das fand ein Engel nicht so gut und erweckte die toten ehemaligen Bischöfe Monulph und Gondulph im Leben zurück. Da die beiden nur noch aus Kleidung und Knochen bestanden, klapperten sie fröhlich in Richtung Dom. Ein Relief der zwei Totengerippe (Klappergassen-Sage) erinnert daran.
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Aachener Kultur – Thermalquellen, Thermen, usw.
Aachen wird auch Bad Aachen genannt. Die Stadt ist schon seit längerem Kurstadt. Aber auch die Römer nutzten vor 2000 Jahren die Thermalquellen für ihr körperliches Wohl.
Aachen als Kurstadt brauchte natürlich eine repräsentatives Gebäude mit Ballsaal für sein gesellschaftliches Kurleben. Jakob Couven ließ das Alte Kurhaus in den 1780ern errichten und es diente durchaus als Vorbild für viele weitere Kurhäuser des 19. Jahrhunderts.

In den 1910er Jahren entschieden sich die Aachener ein Neues Kurhaus zu bauen, da das Alte Kurhaus den neuen Ansprüchen der Kurgäste nicht mehr gerecht wurde. So entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Spitals ein großer klassizistischer Bau.
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Die Carolus-Thermen befindet sich am anderen Ende des Kurparks Neues Kurhaus und bieten seit der Jahrtausendwende ein gutes Angebot für wellnessorientierte Besucher ab.

In Burscheidt befindet sich direkt an den Kirchen am Burscheidter Markt ein Thermalbrunnen. Das bis zu 67° C warme Wasser stammt aus einer der heißesten Thermalquellen Europas. Das Wasser ist zwar nicht trinkbar, aber an kalten Tagen kann man sich durchaus gut aufwärmen.

Der Kurpark Burtscheid mit seinen Kurpark-Terrassen befindet sich nur einige Gehminuten entfernt und ist die älteste Gartenanlage Aachens.


Im Kurpark befindet sich ebenfalls die Rosenquelle. Ihr sehr warmes und ergiebiges Thermalwasser wird auch heute noch für Gesundheitszwecke genutzt.

Nicht unweit davon steht das Salvea Schwertbad. Diese spezielle Rehaklinik nutzt natürlich ebenfalls die heißen Quellen der Stadt und gilt als ältestes Badehaus Deutschlands. Bereits um 1380 fand es erstmals Erwähnung.

Zu guter Letzt sei auch noch der schöne Elisenbrunnen zu erwähnen, wo schwefelhaltiges Wasser sprießt. Dieses repräsentative Bauwerk steht dort seit Ende der 1820er Jahre und ist der Ehefrau eines preußischen Königs gewidmet.

Im Elisenbrunnen sprießt die schwefelige Kaiserquelle. Das Ensemble wird durch einen schönen Park komplettiert.

Sport
Ein fester Bestandteil Aachener Kultur ist der Pferdesport. Im Sportpark Soers findet seit 1924 das CHIO Aachen statt. Es gehört zu den renomiertesten Pferdesport-Tournieren auf der ganzen Welt und findet einmal im Jahr statt.

Im Übrigen steht seit 1975 auf dem Vorplatz des Aachener Hauptbahnhofs die Skulptur „Fünf galoppierende Pferde“ des Künstlers Bonifatius Stirnberg. Es ist ein Denkmal, da Aachen für den Reitsport weltbekannt ist.
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Im Sportpark befindet sich mit dem Tivoli die Heimat des Fussballvereins Alemannia Aachen. Das erste Stadion der Alemannia hieß bereits Tivoli, weil es in der Nähe der heute nicht mehr existierenden Villa Tivoli stand. Um die Tradition zu wahren, blieb der Verein auch beim neuen Stadion bei diesen Namen. Die Alemannia ist im Fußball ein Traditionsverein und nahm sogar einmal am UEFA-Cup teil. 3 Finalteilnahmen im DFB-Pokal waren ebenfalls dabei. Die erfolgreichste Sparte war der Basketball mit 2 Deutschen Meisterschaften in den 1960er Jahren.

Landpartie im Grünen
Aachen ist eine Grenzstadt, welche sich am Dreiländereck Belgien-Deutschland-Niederlande befindet. Nur wenige Meter vom geografischen Dreiländereck entfernt befindet sich der höchste „Berg“ der Niederlande – der Vaalserberg. Die Niederlande betreibt am Dreiländereck einen kleinen Vergnügungspark mit den üblichen Fressbuden, kleinen Gärten und Vergnügungen. Es war übrigens für mich das einzige mal, dass ich mich gleichzeitig in drei Staaten befand! 🙂
Nordlich des Zentrums befindet sich der Lousberg – Aachens Hausberg. Von dort hatten wir einen für die Jahreszeit recht schönen und weiten Blick über die Stadt und das Umland. Vom Wasserturm Belvedere (Architekt: Wilhelm K. Fischer, 1958 vollendet) soll man einen hervorragenden Blick haben! Leider hat das Café in der obersten Etage nur Sonntags geöffnet.
Der Sage nach entstand der Lousberg, weil der Teufel, welcher zuvor von den Aachenern wegen des Baus des Doms hereingelegt worden war, dort einen schweren Sack Nordseesand hat liegen lassen. Dafür sorgte nämlich eine schlaue alte Frau. Schlau bedeutet im Aachener Dialekt „lous“. Mit dem Nordseesand wollte der Teufel Aachen samt Dom zuschütten. Natürlich erinnert eine Skulptur an dieses „Ereignis“.


Als Napoleon das Rheinland besetzte, schickte er seinen Landvermesser Jean Joseph Tranchot los, um ebenjenes zu kartieren. Der Tranchot-Obelisk erinnert daran.

Ein Kuriosum Europäischer Geschichte war das Gebiet Neutral-Moresnet. Die Gegend befindet sich im deutsch-belgisch-niederländischen Grenzgebiet und war nach den Napoleonischen Kriegen von 1816 bis 1919 ein unabhängiger Staat. Auf dem Wiener Kongreß beanspruchten sowohl das Königreich der Niederlande (Belgien entstand erst 1830) und die Preußen dieses Gebiet, da es dort Erze für die Zinkherstellung gab. Zeitweise stand in Neutral-Moresnet die weltweit größte Zinkmine. In diesem Staatsgebilde herrschte der Napoleonische Code Civil, niedrige Steuern und es gab wenig Zölle. Die Bevölkerung wuchs daher rasant und es gab viel Schmuggel und weitere nicht ganz so saubere Tätigkeiten. Gegen Ende seiner Existenz versuchten Anhänger der „Weltsprache“ Esperanto aus Neutral-Moresnet den ersten Esperantostaat weltweit zu gründen. Mehr zur Geschichte erfährt man im Museum Vielle Montagne.
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Aachener Kultur – Museen und Denkmäler
In der Pontstr. befindet sich das Internationale Zeitungsmuseum. In diesem einzigartigen Museum kann man sich über die über 400-jährige Geschichte von Zeitungen und der Presse erkundigen. Ein Großteil der ca. 200.000 Ausstellungsstücke sind Sammlungen von Oscar von Forckenbeck, einem ehem. Bürgermeister von Rheine. Er gründete 1886 das Museum.

Das Centre Charlemagne ist das Stadtmuseum Aachens und wurde nach seiner berühmtesten Persönlichkeit benannt. Dort kann man sich über die Stadtgeschichte informieren und wechselnde Ausstellungen besuchen. Die Geschichte Aachens mit Karl dem Großen ist auf jeden Fall eine Dauerausstellung. Es ist außerdem Ausgangspunkt der Route Charlemagne, welche an den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und Orten der Stadt langführt.

Am Hühnermarkt im Zentrum befindet sich zudem das Couven-Museum im Haus Monheim. Es zeigt bürgerliche Wohnkultur des 18ten und 19ten Jahrhunderts und wurde nach seinem großen Aachener Baumeister benannt.
Ein weiterer berühmter Architekt und Sohn Aachens war Mies van der Rohe. Im Mies von der Rohe – Haus Aachen – Museum findet der interessierte Besucher viele Informationen über das Leben und Wirken van der Rohes.
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Aachen war die erste von den Alliierten eroberte Stadt im 2. Weltkrieg. Östlich und südlich von Aachen befinden sich aus dieser Zeit und der Zeit des kalten Krieges Folgende Relikte: Panzerwrack (M47 Patton Tank), Panzerwracks (M41 Walker Bulldog Panzer, M47 Patton Panzer), M41 Walker Bulldog, Panzerhöckerlinie Siegfried Linie (Westwall), Alter Schießstand der Bundeswehr, Flaggenmast der Bundeswehr, Siegfriedlinie Ardennen Westwall,
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Typisch Aachen
Zig mal bin ich dran vorbei gelaufen und habe es verpeilt die Aula Carolina abzulichten. Sie gehört zum Kaiser-Karl-Gymnasium und wird für Veranstaltungen aller Art genutzt. Insbesondere wird dort der Aachener Friedenspreis verliehen.
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In diesem Zusammenhang weise ich auf das Dokumentationszentrum Internationaler Karlspreis hinter dem Dom hin. Die Verleihung des Karlspreis ist ein alljährliches Highlight in der Aachener Kultur. Hier erfährt man viel über die Geschichte des Karlspreises und europabezogene Themen. Dieses Museum befindet sich im Grashaus, welches ich nur von einer Seite photographierte und die historische Bedeutung in der Kategorie Aachener Sehenswürdigkeiten beschrieb.
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Aachener Nachtleben und Brauchtum
Auf dem Weg zum Busbahnhof kam ich an dem Gebäude vorbei, wo die erste Diskothek Deutschlands ohne Livemusik eröffnete. Früher war es üblich, dass in Tanzlokalen Musik live gespielt wurde. Im Scotch-Club aber gab es erstmalig Schallplatten und ein DJ tat sein Werk. Hier begannen Karrieren von z.B. Udo Jürgens und Peter Maffay. Heute erinnert nichts mehr daran, dass hier mal die erste Nicht-Live-Diskothek Deutschlands stand.

Die Pontstr. in Aachen ist die Partymeile der Stadt mit etlichen Restaurants, Bistros, Kneipen und alles was das Partyherz begehrt. Am helligten Tage war natürlich noch nicht so viel los.
Die Karlsschützen-Gilde von 1198 Aachen e. V. ist der älteste Verein Aachens und der älteste Verein in ganz Deutschland. Er ist natürlich ein Schießsport-Verein.

Aachen ist auch eine rheinische Karnevalshochburg. Der Aachener Karnevalsverein gegr. 1859 e.V. ist der größte seiner Art in Aachen und verleiht den Orden wider den tierischen Ernst. Dieser Orden wird an Menschen verliehen, welche (Zitat) „die Individualität, Beliebtheit und Mutterwitz in sich vereinen, vor allem aber Humor und Menschlichkeit im Amt bewiesen haben.“ Erstmalig verliehen im Jahr der Verleihung des ersten Karlspreis.
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Die Oecher Penn sind der älteste Karnevalsverein Aachens und sitzen direkt am Marschiertor. Oecher steht für Aachen und Penn wurden damals spöttisch die Soldaten genannt, weil sie im Nebenerwerb Holzpinne für Schuhsohlen schnitzten. Am Marschiertor steht, bzw. sitzt in diesem Fall, eine Bronzefigur eines Penn Soldaten des Künstlers Klaus Gehlen.
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Weitere Karnevalsgesellschaften in und um Aachen sind beispielsweise die Karnevalsgesellschaft Grün-Weiss Lichtenbusch 1966 e.V. und die K.K. Oecher Storm 1881 e.V.
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Die AAK Wagenhalle (Festausschuß Aachener Karneval) ist nach der Kölner Wagenhalle die zweitgrößte Wagenbauhalle Deutschlands.
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Bei Deiters kann man sich im Übrigen mit diversen Kleidungsstücken für Karnevalsfeiern bedienen. Deiters findet man in so ziemlich jeder Karnevalshochburg Deutschlands.
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Diverses
Wie in Köln, Münster und Paderborn gibt es auch in Aachen einen Standort der Katholischen Hochschule NRW. Sie ist eine Hochschule für soziale Arbeit.
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Als Fan von Streetart entdeckte ich, daß auch Aachen einige Kunstwerke dieser Art Kunst besitzt. Streetart by MZ gibt es überall in der Stadt. Woher das MZ steht, konnte ich bisher nicht herausfinden.
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