Duisburger Sehenswürdigkeiten

Viele Duisburger Sehenswürdigkeiten sind im Krieg verloren gegangen – ca. 80% der Stadt wurde bei Luftangriffen zerstört. Dennoch konnte ich einige historische und industrielle Duisburger Sehenswürdigkeiten ablichten

Am Innenhafen

Der Innenhafen Duisburg gehört zu den ältesten Teilen des Hafens und der Stadt Duisburg. Mittlerweile ist der Innenhafen ein Ort voller Kultur und Gastronomie und Nightlife. Das war nicht immer so! Im Mittelalter verlief hier eine Zeit lang ein Rheinarm, so dass die Stadt direkt am fließenden Gewässer lag – Städte waren damals deutlich kleiner. Der Rhein verlagerte sein Flussbett nach Westen und somit war Duisburg auch keine Hafenstadt mehr. Erst im 19. Jahrhundet sind einige Duisburger auf die Idee gekommen einen künstlichen Zugang zum Rhein herzustellen, so dass der Innenhafen wieder vorhanden war.

  • Duisburger Sehenswürdigkeiten Innenhafen
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  • Duisburg Innenhafen
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Im Innenhafen steht die Küppersmühle. Früher wurde dort ab 1860 natürlich gemahlen und die Mühle erlebte einige bauliche Veränderungen. Seit 1999 ist sie ein Museum für moderne Kunst und beherbergt ein Restaurant.

Das ehemalige Logistikgebäude Faktorei 21 von 1900 ist seit 2000 ein Büro- und Gastronomiegebäude.

Duisburger Sehenswürdigkeiten im Zentrum

Das Archiv steht direkt an der Schwanentorbrücke. Sie ist eine Hubbrücke, welche die Brückenplattform bis zu 10m hochhieven kann. Sie ist eine von 3 Hubbrücken und wurde 1950 eröffnet.

Das weiße Gebäude im Hintergrund ist das Kontorhaus und wurde früher als Kornspeicher genutzt. Mittlerweile residieren dort viele verschiedene Mieter hauptsächlich aus der Wirtschaft. Gebaut 1886 war das Kontorhaus ursprünglich aus Holz. Nach einem verheerenden Brand entschied man sich 1913 für den Wiederaufbau mit Stahl und Beton.

In der Duisburger Innenstadt gibt es einige weitere Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Stadt. Das älteste Wohnhaus der Stadt ist das Dreigiebelhaus, welches im Laufe seiner Geschichte unterschiedliche Funktionen hatte. Es wurde mal von Nonnen übernommen, dann gab es dort eine Textilfabrik und längere Zeit ein Restaurant und mittlerweile ist es unter Anderem ein Wohnhaus. Erstmals 1536 erwähnt, ist es das älteste Wohnhaus der Stadt.

In der Nähe befindet sich das schöne Rathaus von Duisburg am Burgplatz. Der Ort gilt als Keimzelle von Duisburg und ein Rathaus stand dort seit mindestens dem 16. Jahrhundert. Seine heutige Form erhielt es nach dem Krieg, war aber davor noch etwas prächtiger gestaltet. Im Mittelalter befand sich auf diesem Platz eine Königspfalz.

Vor dem Rathaus steht auch der Mercartorbrunnen. Gerhard Mercator war zu Anfang der Neuzeit einer der wichtigsten Kartographen und Geographen und gilt in der Menschheitsgeschichte als einer der wichtigsten Personen seiner Zunft. Sein Wirken war richtungsweisend für die Seefahrt und er leistete wichtige Vorarbeit für die zukünftige Herstellung von Atlanten, die im Prinzip auf sein Wirken hin zurück gehen – ohne Mercartor, kein Atlas! Geboren wurde er bei Antwerpen, Belgien und verbrachte seine zweite Lebenshälfte bis zu seinem Tod in Duisburg.

Hinter dem Rathaus befindet sich die Archeologische Zone – Alter Markt. Dort befindet sich eine Ausgrabungsstätte einer mittelalterlichen Markthalle. Weitere Funde bezeugen Römische Besiedlung an dieser Stelle. Die erste Erwähnung Duisburg war aber erst im 9. Jahrhundert, so dass fraglich ist, ob Duisburg eine Römische Gründung ist.

Weitere Zeugnisse aus dem Mittelalter sind der Schäferturm und Reste der alten Stadtmauer Duisburgs aus dem Mittelalter.

  • Duisburger Sehenswürdigkeiten Alte Stadtmauer
  • Duisburg Alte Stadtmauer
  • Duisburger Sehenswürdigkeiten Schäferturm
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Weitere Duisburger Sehenswürdigkeiten

Auf einer Halde einer ehemaligen Zinkhütte steht ein imposantes Bauwerk, welches teiweise aus Zink besteht – in Anlehnung an die ehemalige Zinkhütte – das Tiger and Turtle Magic Mountain. Das Bauwerk ist einem Looping nachempfunden und begehbar. Bei guter Sicht kann man bis nach Düsseldorf gucken! Der Entwurf stammt von den Künstlern Heike Mutter und Ulrich Genth und steht dort seit 2010.

Nahe der Uni befindet sich das Gerhard-Mercator-Haus. Es wird von der Universität genutzt, hat aber nichts mit Gerhard Mercator zu tun.

Im Landschaftspark Duisburg-Nord befindet sich ein stillgelegtes Hüttenwerk, welches früher zu Thyssen gehörte. Die alten Industiegebäude können besichtigt werden und es finden viele kulturelle Veranstaltungen in ihnen statt. Das Gasometer ist mit Wasser gefüllt, wo getaucht werden kann. Es existiert ein Kletterparcour und es gibt im Sommer viele Veranstaltungen. Der Landschaftspark ist auch Standort des Traumzeit Festivals. Dies ist ein Musikfestival für Weltmusik und Pop. Nachts wird der Landschaftspark mit verschiedenen Farben angestrahlt; für mich als Hobbyfotographen war das fantastisch!! Das ehemalige Stahlwerk beendete seinen Betrieb mitte der 1980er und im Laufe der 1990er entwickelte sich die Idee für einen Park Naherholung, Sport und viele andere kulturulle Veranstaltungen. Das Gelände ist frei begehbar und wirklich hochinteressant!

  • Duisburger Sehenswürdigkeiten Landschaftspark Nord
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  • Duisburg Landschaftspark Nord
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Bergbau wird in Duisburg schon lange nicht mehr betrieben. Aber es stehen natürlich immer noch Zeugnisse dieser Zeit in der Stadt. Beispielsweise die unter Denkmal stehende Siedlung Rheinpreußen, in der Zugezogene vor allem aus Polen uns Österreich-Ungarn untergebracht wurden. Eine beeindruckend schöne Siedlung, wie sie in vielen Städten mit Bergbaugeschichte im Ruhrgebiet steht.

  • Duisburger Sehenswürdigkeiten Siedlung Rheinpreußen
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  • Duisburg Siedlung Rheinpreußen
  • Duisburg Siedlung Rheinpreußen
  • Duisburg Siedlung Rheinpreußen
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In Ruhrort befindet sich auch das Haus Ruhrort von 1922, auch Tausendfensterhaus genannt. Es war das Verwaltungsgebäude der Rheinische Stahlwerke und hat tatsächlich nur 510 Fenster. Heute wird es von verschiedenen gewerblichen Mietern genutzt.

Weitere Ziele für einen nächsten Besuch

Erstmalig war ich in 2018 in Duisburg. Seitdem haben sich meine Kenntnisse und meine Vorgehensweise für mein Projekt deutlich weiterentwickelt. Bei meinem nächsten Besuch werde ich in diesem Teilartikel weitere Duisburger Sehenswürdigkeiten vorstellen.

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