Ulmer Sehenswürdigkeiten

Die Anzahl an Ulmer Sehenswürdigkeiten ist für eine Stadt dieser Größe recht groß. Besonders beeindruckte mich auch das Gesamtbild der unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten. Moderne Architektur und historische Bauwerke und Viertel gestalten ein harmonisches Ensemble in der Innenstadt. Die Stadtplaner haben hier meiner Meinung nach ein gutes Augenmaß bewiesen und das Gesamtbild immer im Auge gehabt. Mir hat es sehr gefallen und ich freue mich die vielen Ulmer Sehenswürdigkeiten hier vorstellen zu dürfen.

Ulmer Sehenswürdigkeiten – Altstadt

Spricht man von Ulm, dann fällt einem als allererstes das Ulmer Münster ein. Dieser Bau besitzt mit 161,53m den höchsten Kirchturm der Welt! Ich finde ihn extrem imposant! Auch im Inneren lohnt es mal reinzuschauen. Das Münster ist gotischer Bauart und die größte evangelische Kirche Deutschlands. Der Grundstein zum Bau wurde 1377 gelegt und eine weitere Bausphase fand im 19. Jahrhunder statt. Die Luftangriffe des 2. Weltkriegs überstand das Münster nur mit geringen Schäden.

Kaum zu übersehen ist das Ulmer Stadthaus. Oft ist mir in Ulm aufgefallen, wie moderne Architektur und ältere Bauten so gegensätzlich sind, aber doch irgendwie ein sehr harmonisches Bild abgeben. Das Ulmer Stadthaus – 1993 fertiggestellt – steht am Münsterplatz und ist ein faszinierender Kontrast zum Ulmer Münster. Dort sind unter Anderem Ausstellungsräume und die Touristeninformation untergebracht. (Architekt: Richard Meier)

Hinter diesem Gebäude steht der Neue Bau. Es war seit Ende des 16. Jahrhunderts ein Lagerhaus und ist nun Sitz des Polizeipräsidiums Ulm. 1924 und während des 2. Weltkriegs erlitt es erhebliche Beschädigungen.

Der Bau des Rathauses von Ulm wurde im 14. Jahrhudert als sogenanntes Gewand- bzw. Kaufhaus begonnen. Im 16. Jahrhundert fand ein Umbau statt inklusive aufwändiger Wandmalereien. Weitere Renovierungen und Umgestaltungen fanden um 1900 statt. Die Fassadengestaltung und eine astronomische Uhr sind Besonderheiten am Ulmer Rathaus.

Am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz befindet sich auch der moderne und mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Bau der Sparkasse Ulm von 2015. Besonders sind dabei die Zick-Zack-Fenster. (Architekten: Lederer Ragnarsdóttir Oei – LRO)

Das historische Kiechelhaus befindet sich in der Nähe. Es ist das einzige Kaufmannshaus, welches den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden hat. Es wurde um 1600 neu- bzw. umgebaut und diente als Wohn- und Geschäftshaus der reichen Kaufmannsfamilie Kiechel.

Am Rande des Viertels zur Donau hin befindet sich der Metzgerturm aus dem 14. Jahrhundert und die ehemalige Stadtmauer auf der ein Promenadenweg führt. Der Metzgerturm hat aufgrund des sumpfigen Untergrunds eine merkliche Neigung. Die Stadtmauer wurde gegen 1480 errichtet und ist mittlerweile ein sehr beliebter und schöner Spazierweg. Von dort hatte ich einen schönen Rundumblick über Ulm, Neu-Ulm und die Donau.

  • Ulmer Sehenswürdigkeiten, Metzgerturm
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  • Stadtmauer

Weitere Eindrücke sammelte ich aus der Altstadt mit den vielen kleinen Gassen und den schönen Bauwerken.

  • Altstadt
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Fischer- und Gerberviertel

Nun komme ich zu dem Teil, welcher mir am meisten gefallen hat in Ulm. Das Fischer- und Gerberviertel war einst das Viertel der Handwerker und ist nun ein sehr schönes Altstadtviertel mit vielen kleinen Läden und Gastronomie und jede Menge Fachwerk.

In Ulm und insbesondere auf den Donauwiesen und der Donau wird alljährlich der Schwörmontag gefeiert und die Schwörwoche beendet. Es ist ein traditionelles Volksfest aus dem späten Mittelalter und hatte seinen Ursprung in einer politischen Auseinandersetzung, wo es um Stimmrechte im Parlament ging. Mit dem Großen Schwörbrief wurde die Auseinandersetzung beendet. Der Treueschwur der Parteien wurde im Ulmer Schwörhaus jährlich bekräftigt. Auch heutzutage tritt Ulms Bürgermeister zur Schwörwoche auf den Balkon des zu Beginn des 17. Jahrhunderts Bauwerks und legt Rechenschaft ab.

Im Guinnesbuch der Rekorde steht Ulm auch! Denn im Fischer- und Gerberviertel steht das schiefste Hotel der Welt. Das Schiefe Haus stammt aus dem Mittelalter und neigt sich um ca. 10 Grad.

Das Zunfthaus der Schiffleute ist heute ein beliebtes Restaurant und war früher speziell für die Fischer auf der Donau gedacht.

Ein weiteres Baudenkmal im Viertel ist die ehemalige Garnsiede. Sie ist die letzte historische Garnsiede in Südwestdeutschland.

Die Lochmühle ist die älteste Mühle in Ulm und mittlerweile ein Restaurant mit lokalen Spezialitäten.

Innerhalb des Viertels befindet sich die Staufenmauer am Weinhofberg. Sie ist der älteste Teil einer Stadtmauer in Ulm und zugleich ältestes Bauwerk der Stadt.

Das Ulmer Münz war eine Münzstätte in Ulm und erinnert an die Geschichte des Münzwesens in der Stadt.

Beim längeren Spaziergang sammelte ich noch ein paar Impressionen des Gerber- und Fischerviertels.

  • Ulmer Sehenswürdigkeiten, Gerber- und Fischerviertel
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Ulmer Sehenswürdigkeiten in Donaunähe

Direkt am Donau-Ufer spazierte ich an der Adlerbastei entlang. Sie war eine Verteidigungsmauer aus dem 17. Jahrhundert. Von dort versuchte der Ulmer Flugpionier Albrecht Ludwig Berblinger mit einem selbst gebauten Fluggerät 1811 die Donau zu überqueren. Das hat nicht wirklich gut funktioniert, aber dennoch wurde ihm mit dem Berblingerturm ein Denkmal gesetzt.

Im Reichenauer Hof – einem der ältesten Patrizierhäuser Ulms – befindet sich der Minnesängersaal mit den ältesten Fresken Ulms. Das Bauwerk – auch Ehinger Hof genannt – wurde in etwa um 1370 gebaut und es gab natürlich immer mal wieder Umbaumaßnahmen.

Die Nikolauskapelle und das Steinhaus sind die ältesten Gebäude Ulms – um 1200 – und stehen unter Denkmalschutz. Das Steinhaus ist Teil des Ochsenhäuser Hofs, wo sich auch das Künstlerhaus Ulm befindet.

Das Haus der Begegnung ist die ehemalige Dominikaner-/Dreifaltigkeitskirche und seit 1984 ein Ort mit vielfältigen Aufgaben und Angeboten, wie Bildung, Familie und Begegnung von Menschen. Die Kirche wurde ursprünglich um 1620 errichtet und nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg nicht mehr kirchlich genutzt.

Der Gänsturm ist ein erhaltenes Stadttor aus dem Mittelalter. 1370 wurde mit dem Bau begonnen und seinen Namen erhielt dieses Stadttor, weil man von hier Gänse auf Wiesen getrieben hat.

Weitere Ulmer Sehenswürdigkeiten

In der Ulmer Innenstadt befinden sich weitere historische Gebäude. Das Kornhaus zum Beispiel ist über 500 Jahre alt und wurde als Lagerstätte genutzt. Heute finden dort kulturelle Veranstaltung statt.

Nicht weit davon entfernt befindet sich der Büchsenstadel aus dem 15. Jahrhundert. Wo früher Waffen gelagert wurden, befindet sich nun ein Jugendhaus, wo Jugendliche ihre Freizeit gestalten können.

Eine schöne unter Denkmalschutz stehende Sehenswürdigkeit ist die Neutorbrücke von 1906/07. Von ihr hatte ich einen schönen Blick auf das Ulmer Münster.

Nun stelle ich das aufwendig sanierte Viertel „Auf dem Kreuz“ vor, welches fast abgerissen wurde. An einem Teil der alten Stadtmauer Ulms befinden sich die Grabenhäusle. Sie wurden ursprünglich erbaut um Truppen unterzubringen. Im Laufe der Zeit wurde aus ihnen Wohnhäuser. Die Grabenhäusle haben mir sehr gefallen; irgendwie haben sie was Uriges und Gemütliches! Sie wurden im Laufe des 17. Jahrhunderts auf die Stadtmauer gebaut und als die Zeit der Reichsstadt vorbei war, waren die Grabenhäusle eher von Armut geprägt. Erst in den 1980ern fand eine Modernisierung statt und mittlerweile sind die Grabenhäusle eine beliebte Wohngegend.

  • Grabenhäusle
  • Ulmer Sehenswürdigkeiten, Grabenhäusle
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  • Grabenhäusle
  • Ulmer Sehenswürdigkeiten, Grabenhäusle
  • Grabenhäusle

An den Grabenhäusle schließen sich der Seelturm bzw. das Zundeltor an. Hier wurde früher Schießpulver und Munition gelagert. Ein Tor wurde erst ab 1870 in die Stadtmauer geschlagen.

Die Sebastiankapelle steht ebenfalls in diesem besonderen Viertel. Als Kapelle wird sie lange nicht mehr genutzt. Sie war mal ein Wohnhaus und seit 1992 eine Galerie.

In der Nähe steht das historische Zeughaus. Früher wurde es als Waffenlager genutzt und heute als Ausstellungsräume. Bereits im 14. Jahrhundert stand hier ein Zeughaus und wurde im Laufe der Zeit stetig erweitert.

Weitere Impressionen dieses Viertels sammelte ich während eines Spaziergangs. Besonders die vielen Satteldächer sind mir hier aufgefallen. Diese gibt es überall in Ulm.

  • Ulmer Sehenswürdigkeiten, Auf dem Kreuz
  • Auf dem Kreuz
  • Auf dem Kreuz
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  • Auf dem Kreuz
  • Auf dem Kreuz
  • Auf dem Kreuz

In Ulm, um Ulm und um Ulm herum…

Es gibt Dinge, die gibt es nur in Ulm. Die Architektur hat mich ja besonders beeindruckt. Sehr witzig sind die Ulmer Guckehürle. Sie befinden sich noch auf vielen Dächern in Ulm und dienten als Ausgucktürmchen.

Der Ulmer Spatz ist ein Wahrzeichen Ulms. Auf dem Ulmer Münster befindet sich so ein Spatz und viele Ulmer Unternehmen und Geschäfte nutzen dieses Wahrzeichen für sich. Nach einer Sage flog ein Spatz mit einem Zweig längs im Schnabel durch ein Stadttor. Die Ulmer nahmen sich dies zum Vorbild als sie einen besonders langen und schweren Balken für den Bau des Münsters erfolglos quer durch das Stadttor bringen wollten. Bevor sie nun das Stadttor einreissen wollten, stellten sie den schweren, langen Balken einfach längs …

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