Krefeld – die Samt- und Seidenstadt

Der Zeitgeist geht auch an meinem Projekt nicht Vorüber! Während der Pandemie habe ich nur wenige Städte besucht und nun nutzte ich die Gelegenheit bei guten Wetteraussichten eine neue Stadt zu erkunden. Meine erste Stadt in 2022 ist Krefeld! Von meiner Heimat Hildesheim ist sie nicht allzuweit entfernt und da ich bei meinem Besuchen in den 100 größten Städten des Landes ein gewisses Gleichgewicht anstrebe, war ich der Meinung, dass das Rheinland wieder dran sei. Krefeld wird übrigens die Samt- und Seidenstadt genannt.

Das erste Mal war ich mit 14 Jahren hier, um einen Onkel zu besuchen. Da war an Sightseeing noch nicht zu denken, aber immerhin haben wir ein paar Einkaufszentren gesehen. Meine Prioritäten liegen mittlerweile woanders und so recherchierte ich wofür Krefeld bekannt ist was diese Stadt groß gemacht hat. Zusätzlich war die Karnevalszeit und es erwartete mich rheinischer Frohsinn in Krefeld.

Im Krieg wurde die Stadt insbesondere im Zentrum sehr stark zerstört. Aber der Glanz und Reichtum einstiger Zeiten ist im Umland und den äußeren Bezirken der Stadt durchaus erkennbar! Ich hatte den Eindruck, daß es der Krefelder großzügig mag. Straßenzüge und Grundstücke sind großzügig ausgelegt und auch die Immobilien erschienen mir recht großzügig und imposant

Daran erkannte ich, daß Krefeld im 19. Jahrhundert zu den wohlhabendsten Städten des Reiches gehörte mit seiner Samt- und Seidenindustrie. Für die Produktion dieser Produkte war die Stadt weltweit benannt! Auch wenn dieser Wirtschaftszweig mittlerweile eine sehr geringe Rolle spielt, prägt das Erbe Krefeld – die Samt- und Seidenstadt noch allgegenwärtig. Besonders Hersteller von Krawatten haben sich hier etabliert. Tonangebend sind mittlerweile andere Wirtschaftszweige.

Natur und Kultur haben in Krefeld ebenfalls einen hohen Stellenwert. Die Stadt gehört zu den grünsten Städten des Landes und an ihr fließt der mächtige Rhein vorbei. Selbstverständlich konnte ich etliche kulinarische Spezialitäten probieren und mitbringen.

Ich wünsche meinen Lesern viel Vergnügen beim literarischen Erkunden von Krefeld!

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