Schwerin – Seen, eine schöne Altstadt und ein großes Schloss

Es ist Sommer und weiter geht es mit dem Sommerurlaub. Nachdem ich aus Köln und Leverkusen zurück gekehrt bin, hatte ich noch ein paar Tage zum Ausspannen und zum Vorbereiten für die weiteren Tage. Meine Freundin und ich sind an die Mecklenburgerische Seenplatte gefahren und haben ein paar schöne Tage bei Plau am See gehabt. Wir verbanden unseren Sommerurlaub mit meinem Projekt und da lag es Nahe Schwerin und Rostock zu besuchen.

Zwei Nächte verbrachten wir nun in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern – der kleinsten Landeshauptstadt Deutschlands und eine der kleinsten Städte der 100 größsten Städte in Deutschland. Seit etwas über 1000 Jahren wird die Gegend von Schwerin bereits besiedelt und man vermutet hauptsächlich slawische Ursprünge. Anstelle des heutigen Schlosses wurden zumindest Reste einer alten slawischen Burg entdeckt. Seit dem 14. Jahrhundert war Schwerin Hauptstadt des Herzogtums Mecklenburg.

Insgesamt fanden wir Schwerin sehr schön und sehr entspannend. Dazu trugen vor allem die vielen Seen um Schwerin herum und die vielen sehr gut erhaltenen Bauten in der Innenstadt und der Schelfstadt bei. Und natürlich das Schweriner Schloss und sein Schlossgarten…!

Ganz bemerkenswert fanden wir die offene und sehr interessierte Art der Schweriner an fremden Leuten! In unserer Unterkunft war unsere Gastfamilie sehr neugierig und hat uns viel über Schwerin erzählt. Auch beim Eis essen hatten wir die Gelegenheit einen langen Schwatz mit einem älteren Schweriner Bürger zu halten, um nur einige Beispiele zu nennen.

Das Schweriner Schloss und der Schlossgarten

Sehr bekannt war mir das Schweriner Schloss, da ich es oft auf Bildern gesehen habe und somit eine Vorstellung von dessen Pracht hatte. Dennoch hat mich der Live-Anblick total erschlagen! Wir spazierten am Marstall vorbei und als sich das Schloss plötzlich von rechts zeigte, war ich total beeindruckt und mein erster Gedanke war „Zu groß für so eine kleine Stadt.“ Man muss sich mal vorstellen, man geht durch eine Stadt durch kleine enge Gassen mit schönen und gut erhaltenen Häusern aus längst vergangenen Epochen, welche nicht ganz so hoch gebaut sind, und urplötzlich taucht dieses imposante Märchenschloss auf. Da erschlägt es einen sofort! Ich war sehr begeistert von diesem Anblick und finde, dass es eines der schönsten Schlösser überhaupt ist.

Das Schloss entstand in einem über 1000-jährigem Prozess und es gab immer mal wieder kleinere und größere Um- und Zubauten. Heute ist es Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern. Es wird als Neuschwanstein des Nordens bezeichnet und ist ein Kandidat für die UNESCO-Welterbe-Liste. Zum Schweriner Schloss gehört selbstverständlich auch ein Schlossgeist. Das Petermännchen ist ein gutmütiger Kobold, welcher Diebe und Räuber und andere böse Menschen gepiesakt und in die Flucht geschlagen hat aber ehrliche Menschen belohnte. Es gibt eine Skulptur vom Petermännchen im Schloss, welche wir aber nicht finden konnten. Dafür habe ich ein Foto von einem Bild gemacht.

Genauso beeindruckend wie das Schloss ist der Schlossgarten. Der Garten wurde im barocken Stil erbaut und besitzt viele Lauben und Alleen und einen kleinen Kanal als zentrales Element. Im südlicheren Teil befindet sich das Hippodrom – eine Flaniermeile für die feinen Damen der damaligen Zeit. Ein Reiterstandbild von Großherzog Friedrich Franz II steht ebenfals im Schlossgarten. Er regierte das Großherzogtum rund 40 Jahre lang und war wegen seiner vielen Reformen ein sehr beliebter Regent. Seiner Mutter Großherzogin Alexandrine von Mecklenburg wurde ebenfalls ein Denkmal erstellt. Sie war ebenfalls eine sehr beliebte Person und hatte einen ähnlichen Status wie Sissi für die Österreicher oder Prinzessin Diana für die Briten.

Die Schweriner Seen

Von den sieben Seen ist der Schweriner See der mit Abstand größte. Er ist unterteilt in den Innen- und den Außensee und man kann ihn vom östlichen Teil der Stadt in seiner ganzen Pracht sehen. Auf dem See gibt es natürlich viele Bootsverleihe, Wanderrouten und Feriendörfer drumherum. Ein wirklich schönes Idyll zum urlauben. Einige tolle Fotos konnte ich von der Reppiner Burg aus machen. Von dort kann man die Insel Kaninchenwerder sehen. Sie besticht durch ihre einzigartige Natur und den tollen Blick auf Schwerin. Aber auch von anderen Stellen konnte ich interessante Fotos machen.

Weitere Seen sind der Faule See, der Ziegelsee, der Medeweger See, der Lankower See, der Ostdorfer See und der Heidensee. Zusätzlich gibt es noch den stadtnahen Pfaffenteich. Er wurde bereits im Mittelalter durch einen Damm vom Ziegelsee getrennt. Dort finden zum Beispiel Drachenbootrennen statt und am Südufer befindet sich auch Gastronomie.

Bauwerke, Architektur und Sehenswertes

Nicht nur das Schweriner Schloß ist ein architektonisches Highlight. Obwohl Schwerin eine eher kleine Stadt ist, bietet sie überdurchschnittlich viele sehenswerte Bauwerke und historische Gebäude. Nahezu alle Bauwerke scheinen saniert bzw. wiederhergestellt zu sein. Ich fand, dass es für eine Stadt aus den jüngeren Bundesländern überdurchschnittlich viele sanierte Gebäude gibt. Wir waren jedenfalls sehr beeindruckt und es hat uns Spaß gemacht durch das Zentrum und die Schelfstadt zu schlendern.

Das Schloß Wiligrad ist das nächstgrößte Schloß nach dem Schweriner Schloß. Sicherlich nicht so prächtig wie das zweitgenannte, aber dennoch schön im nördlichen Teil des Schweriner Außensees gelegen mit einer weitläufigen Schloßpark- und Schloßanlage. Es wurde erst 1898 fertig gestellt und wurde von Herzog Johann Albrecht sehr oft genutzt, um den Hochadel zu hofieren und bedeutende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft einzuladen. Auch die kaiserliche Familie war oft zu Gast im Schloß.

Westlich der Stadt befindet sich das Jagdschloß Friedrichsthal. Der Fachwerkbau wurde vom Großherzog als Jagdresidenz genutzt und wurde um 1790 erbaut. Im Laufe der Zeit wurde es als Erholungsstätte für Soldaten des 1. Weltkriegs genutzt oder auch als Kriegswaisenheim und viele viele andere Zwecke. Mittlerweile werden die Gebäudeteile saniert und es soll Wohnraum entstehen.

Von hier aus ist es nicht weit bis zum Wasserturm der Stadt. Er befindet sich auf dem höchsten Punkt der Stadt und wird noch als Druckausgleichsbehälter genutzt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.

Am östlichen Rand Schwerins steht die bereits erwähnte Reppiner Burg. Sie ist eine künstliche Ruine und wurde 1907 erbaut. Sie diente nie zu Wehrzwecken. Wir sind auf den Burgfried gestiegen und haben die herrliche Aussicht auf den Schwerinner Innensee genossen.

In der Nähe des Schweriner Schlosses stehen weitere historische Gebäude, die oft als Ministerien des Landes dienen. So liegt auf der Marstallhalbinsel der Schweriner Marstall, welcher die Ministerien für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Bildung, Gleichstellung und Soziales beherbergen. Der Marstall umfasste seinerzeit die Reithalle und Reitställe des Herzogs und alles was damit zu tun hatte.

An der Schlossstraße befindet sich die Staatskanzlei. Sie ist der Sitz der Ministerpräsidentin des Landes Manuela Schwesig. 1834 erbaut war es früher das Kollegiengebäude I und wurde seitdem nahezu immer als Regierungssitz genutzt.

Zwischen Schweriner Schloß und Staatskanzlei befindet sich die Siegessäule. Sie ist dein Denkmal für die Gefallen der 1870er/71er-Kriege.

In unmittelbarer Nähe spazierten wir am Altstädtischen Palais lang. Einem ehemaligen herzöglichen Wohnsitz und heute Verwaltungssitz.

Der Spaziergang führte auch am heutigen Finanzministerium des Landes lang. 1911 erbaut, diente es erst einige Jahre als Hotel.

Gegenüber steht das Kollegiengebäude II, welches vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung genutzt wird.

Am zentralen Platz der Stadt ragt der mächtige Schweriner Dom St. Marien und St. Johannis dominant hervor. Er ist der einzige mittelalterliche Bau der Stadt und einzige echte Kathedrale des Bundeslandes. Der Westturm ist übrigens der höchste Kirchturm Ostdeutschlands! Wir haben die Gelegenheit genutzt für eine Turmbesteigung und hatten einen herrlichen Blick über die Stadt, ihre Seen und ihre Sehenswürdigkeiten.

Seit jeher ein zentraler Platz wurde früher am Altstädtischen Markt Fern- und Regionalhandel betrieben. Dort befindet sich auch das Altstädtische Rathaus, wo sich mittlerweile hauptsächlich die Tourismusinformation befindet.

Nördlich des Altstädter Marktes beginnt auch schon bald die Schelfstadt. Früher war sie eine eigenständige Stadt, bevor sie in Schwerin aufging. Der Stadtteil hat eine eigene Altstadt mit sehr viel Fachwerk und vielen anderen Gebäuden verschiedener Baustile. Beinaher wäre die Schelfstadt den Plattenbauten der damaligen DDR zum Opfer gefallen, aber Bürgerinitiativen konnten das verhindern. Nach der Wiedervereinigung wurde dieser Stadtteil grundlegend saniert.

Das Neustädtische Palais befindet sich in der Schelfstadt. Es steht unter Denkmalschutz und wird vom Justizministerium genutzt.

Die Schelfstadt grenzt im Osten an den Pfaffenteich. Am westlichen Teil des Teiches befindet sich das Innenministerium, welches im Arsenal am Pfaffenteich untergebracht ist. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde schon immer als Zeughaus oder für die exekutive Gewalt genutzt.

Militärisch genutzt Gebäude gab es auch südlich des Schloßparks. Das Finanzamt nutzt mittlerweile das Gebäude der ehemaligen Artilleriekaserne. Dort befand sich damals der Hauptstandort des Mecklenburgerischen Heeres. Wenige Meter entfernt befindet sich das ehemalige Offizierskasino, welches heute als Unternehmenssitz einer Firma genutzt wird. Schwerin war mal Garnisonsstadt!

Die Werderkarserne stammt auch aus der Zeit der Monarchie und wird mitterweile von der Bundeswehr genutzt.

Ein Jahrhunderte altes Bauernhaus ist Dat oll Hus. Seit wenigen Jahren wird es als privates Museum geführt und stellt das Leben von Menschen und Tieren in einem typischen niederdeutschen Hallenhaus dar.

Die etwas über 300 Jahre alte Schleifmühle befindet sich nahe dem Schloßpark und hatte viele verschiedene Mühlenfunktionen über die Jahrhunderte. Seit einigen Jahrzenten ist sie ein Museum.

Eine historische Sehenswürdigkeit ist das ehemalige Warmhaus bzw. Orangenhaus. Zu Großherzogs Zeiten wurden hier exotische, kälteempfindliche Pflanzen gehalten.

Ein Aushängeschild einer jeden Stadt ist das Bahnhofsgebäude. So besitzt auch Schwerin einen kleinen aber feinen Bahnhof!

Direkt dahinter befindet sich die mächtige ehemalige Reichsbahndirektion. Aktuell wird sie nicht genutzt so weit ich recherchieren konnte.

Am Rande des Schloßparks entdeckten wir auch noch das Alte Stadttor von Schwerin. Ich konnte nur leider keine Informationen darüber finden.

Ein denkmalgeschützter historischer Getreidespeicher am Ziegelsee wird heute von einer Hotelkette genutzt.

Im Süden der Stadt sind noch zwei recht hohe Bauwerke zu sehen. Der Schweriner Fernsehturm, wo es bis vor wenigen Jahren noch ein Restaurant gab und nebenan ein fast 300 Meter hoher Sendemast.

Spezialitäten aus Schwerin

Richtig traditionelle Spezialitäten hat Schwerin eigentlich nicht. Dennoch gibt es die eine oder andere Kulinarität, die es nur in Schwerin gibt. Und selbstverständlich waren wir auch mal Auswärts essen.

Ein wenig versteckt entdeckten wir eine ziemlich coole Softeisdiele – ILKA Eis & Heiss. Seit wenigen Jahren stellen die Inhaber ziemlich abgefahrene Kombinationen von Softeis her wie zum Beispiel: Stachebeer-Baiser, Himbeere-Quark, Heidelbeer-weiße Schokolade, Aprikose-Mandel, Brombeer-Honigquark, Granatapfel-Mascarpone, Mango-Kokos oder Mocca-Banane; Vanille und Schokolade gibt es immer. Es war viel los vor dem Eisgeschäft!

An einem Tag sind wir zum Abendessen ins Altstadtbrauhaus gegangen. Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht in Brauhäusern lokale Spezialitäten zu finden. Was Schwerinerisches gab es zwar nicht, aber immerhin Mecklenburgerische Küche.

Ein spannendes Lädchen haben wir noch in der Schelfstadt entdeckt – das BierPostAmt. Dort entdeckte ich interessante Biere aus aller Welt und habe mir aus Peru, Argentinien und eine Buddhaflasche aus Südostasien mit genommen. Die Inhaberin des Lädchens – eine sehr freundliche Frau – hat sie mir für den nächsten Tag reserviert, weil ich die Produkte nicht die ganze Zeit durch die Gegend tragen wollte. Außerdem konnte ich dort einen Schweriner antreffen, der sich bereit erklärt hat meine fünf ausgeklügelten Fragen zu beantworten!

  • Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die Nähe zum Wasser und zu den Wäldern fällt mir als erstes ein. Wir haben übrigens keine Hektik in Schwerin und unsere Stadt ist recht überschaubar. Wir haben auch eine leicht hinterwäldlerische Art.
  • Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Der Schlossgarten! Ich mag seine lauschigen Ecken, die Kanäle und die Bäume und den Schatten, den sie spenden.
  • Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Ich finde, jeder Besucher Schwerins sollte den Dom sehen und den Turm hochklettern. Die Sicht ist einfach hervorragend! Natürlich sollte jeder Besucher auch das Schloss sehen.
  • Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Petermännchenbusse und -bummelbahnen kann man für Stadtrundfahrten nutzen. Das Petermännchen ist sozusagen der gute Schloßgeist des Schweriner Schlosses.
  • Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Der Leerstand mancher Läden in manchen Geschäftsstraßen muss weg! Ich finde, dass Geschäftsinhaber viel zu viel Miete zahlen. Da muss ein Umdenken stattfinden.

Im traditionsreichen Café Restaurant Café Prag gönnten wir uns ein kleines Päuschen bei gemütlicher Atmosphere.

Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß

In einem seit Jahrhunderten kaum veränderten Dorfkern ist ein Freilichtmuseum entstanden, welches die Lebensweise der Mecklenburgischen Landbevölkerung darstellt. Das Museum befindet sich im Stadtteil Mueß und war lange Zeit der Dorfkern des Ortes. Dargestellt werden viele Handwerksberufe und landwirtschaftliche Arbeit.

Kultur, Sport und Typisches aus Schwerin

Kulturell hervorragen das Staatliche Museum Schwerin – Kunstsammlungen, Schlösser und Gärten. Es umfasst mehr als 100.000 Kunstwerke und reiht sich mit seiner klassischen Architektur ein in ein Ensemble vieler Sehenswürdigkeiten rund um das Schweriner Schloß.

Direkt daneben befindet sich das Mecklenburgerische Staatstheater. Dort finden unter anderem die Schlossfestspiele statt. Außerdem spielt dort die Mecklenburgerische Staatskapelle, welches das drittälteste Orchester Deutschlands ist.

Das Mecklenburgerische Staatstheater betreibt auch im ehemaligen E-Werk eine Spielstätte. Das Gebäude des ehemaligen Stromversorgers der Stadt steht unter Denkmalschutz.

Die Stadtbibliothek Schwerin hat die Besonderheit, dass sie mit der Stadtbibliothek in Wismar eine gemeinsame Digitale Bibliothek betreibt – die erste interkommunale Kooperation dieser Art in Deutschland.

In einem schönen Backsteinhaus befindet sich das Schleswig Holstein Haus. Es liegt in der Schelfstadt und ist ein bekannter Veranstaltungsort für viele kulturelle Veranstaltungen.

Ganz in der Nähe befindet sich eine Stele zur Erinnerung an die Hexenverfolgung vom 16. bis zum 18 Jahrhundert. Damit sollen die verfolgten Menschen zumindest moralisch rehabilitiert werden.

In Schwerin steht das am westlichsten gelegene Lenin-Denkmal der Welt. Es ist heiß umstritten in Politik und Gesellschaft. Soll es bleiben oder soll es weg?

Einem ganz anderen Typus Menschen wurde am Bertha-Klingberg-Platz ein Denkmal gesetzt. Bertha Klingberg war ein Schweriner Original. Sie hatte eine Liebe zur Natur und war Zeit ihres Lebens Blumenbinderin. Oft zeigte sie sich in Trachtenkleidung und hatte nicht unerheblichen Anteil daran, dass Schwerin Anfang der 1990er Jahre Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern wurde. Sie verstarb mit 107 Jahren!

Ebenfalls wurde Heinrich von Stephan ein Denkmal gesetzt. Er war Organisator des Deutschen Postwesens und Gründer des Weltpostvereins. Das Denkmal steht vor dem ehemaligen historischen Hauptpostamt. Das Gebäude ist aktuell ungenutzt.

Kaum bekannt ist, dass der Begründer von Karstadt in Schwerin aufgewachsen und am Ende auch gestorben ist. Er lebte in der Rudolph Karstadt Villa.

Direkt hinter dem Bahnhof befindet sich übrigens der Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin e.V. Es ist ein Technik- und Eisenbahnmuseum mit vielen Ausstellungsstücken.

Auch zur Fliegerei konnten in Schwerin maßgebliche Impulse gesetzt werden. Am Alten Flugplatz Görries und direkt am Schweriner See befanden sich damals die Fokkerwerke, wo die berühmten Fokkerflugzeuge gebaut wurden. Nach dem 1. Weltkrieg war allerdings schon Schluß mit der Flugzeugproduktion. Die Werkshalle am Schweriner See ist mittlerweile saniert und steht unter Denkmalschutz. Der Alte Fluplatz Görries ist ein Lost Place.

Im Bildungswesen sticht das Goethe Gymnasium als Musikgymnasium hervor und das Gymnasium Fridericianum, welches die einzige Schule in Mecklenburg-Vorpommern ist, wo man das Graecum schulisch erwerben kann.

Schwerin ist ebenfalls eine Sportstadt! Im Damenvolleyball ist der Schweriner SC das Maß aller Dinge in der Bundesliga. Das Team spielt in der Palmberg Arena und hat sowohl in der DDR als auch nach der Vereinigung beider deutschen Staaten zahlreiche Meisterschaften errungen und starke Spielerinnen hervorgebracht.

In der gleichen Sportstätte feierte und feiert der BC Traktor Schwerin etliche nationale wie internationale Titel im Boxsport.

Mein liebes Schwerin,

das war nun unser Besuch bei dir. Wir waren begeistert von deinen offenherzigen und sehr interessierten Menschen und den tollen Ausblicken vom Schloss aus und zum Schloss und die Umgebung drumherum. Die Sparziergänge durch deine gut erhaltene Altstadt haben uns ebenfalls sehr entspannt und wir fanden deine spezielle Eisdiele wirklich hervorragend! Ich hoffe, dass wir irgendwann mal wieder bei dir vorbeischauen können auf einen kleinen Plausch und wünschen dir alles Gute und dass du deine freundliche Ausstrahlung immer beigehälst.

Leverkusen – Kleinstadtflair, Weltkonzern und renomierter Sport

Wenn ich schon mal in Köln bin, dachte ich mir dann kann ich mir auch die Zeit nehmen den kleineren Nachbar Leverkusen zu besichtigen. So konnte ich zum Start meines Jahresurlaubs bereits zwei Städte auf meiner Liste der 100 abhaken.

Ähnlich wie beim großen Nachbarn Köln konnte ich mit Leverkusen vor meinen Recherchen recht wenig anfangen. Wie ist die Stadt zu dem geworden, was sie ist? Kannte ich doch nur den Weltkonzern Bayer AG und den renomierten Verein, welcher in zahlreichen Sparten beachtliche Erfolge vorweisen kann.

Bei meinen Recherchen ist mir gewahr geworden, dass es Leverkusen in dieser Form noch keine 100 Jahr gibt. Wie bei vielen der 100 größten Städte Deutschlands haben sich einige Gemeinden zusammen geschlossen und die Stadt Leverkusen gegründet. Nicht unwesentlich war aber auch der Beitrag der Chemiefirmen Bayer und der darin aufgegangenen Chemiefirma Leverkus. Zu beiden Firmen berichte ich später mehr.

Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen in Leverkusen und ich bin abermals froh vor gut vier Jahren dieses Projekt gestartet zu haben, denn als Stadt ist Leverkusen bei mir kein blinder Fleck mehr. Sehr angenehm empfand ich es durch die verschiedenen Gemeinden zu fahren, welche die Stadt Leverkusen bilden und zu erkennen, welch schöne Kleinstadtidylle herrscht neben der allgegenwärtigen Präsenz eines Weltkonzerns.

Verschiedene Bauwerke

Der Stadtteil Wiesdorf liegt am nächsten zum Chemiepark, wo auch der Bayer-Konzern seinen Sitz hat. Wiesdorf ist mit ein Gründungsmitglied von Leverkusen und hat eine ziemlich zentrale Lage. Dort befindt sich auch im Grunde das Zentrum von Leverkusen mit einer großen Einkaufsstraße, den mittlerweile üblichen Einfkaufszentren und dem Rathaus.

Hinterm Rathaus/Einkaufszentrum konnte ich von einer Brücke aus den futuristischen Wasserturm fotografisch einfangen. Er ist ein Wahrzeichen der Stadt und sein höchstes Bauwerk. Dort gibt es auch eine Aussichtsplattform.

Nicht allzuweit von der Brücke befindet sich vor dem Stadtpark die Doktorsburg. Sie wird auch Haus Büchel oder Oberbüchel genannt und war mal eine Wasserburg und Gutshof und ist heute ein Herrenhaus. Sie wird heute als Haus der Begegnung für Senioren genutzt.

Am Rande des Zentrums von Wiesdorf befindet sich das Bayer Erholungshaus. Es dient als Kulturhaus der Bayer AG und bietet einen Saal mit 800 Plätzen für verschiedene Arten der Aufführung. Es ist eines der ältesten Spielstätten Leverkusens.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Koloniemuseum Leverkusen und drumherum Häuser einer Arbeiterkolonie. Es dokumentiert das Alltagsleben der Arbeiter in den Werkssiedlungen.

Der Stadtteil Schlebusch und der Stadtteil Alkenrath sind ebenfalls ein Ursprungsorte der Stadt Leverkusen und haben einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zuallerst ist dabei das Schloß Morsbroich mit Schloßpark zu nennen. Zur Geschichte des Schlosses konnte ich nur herausfinden, dass es früher ein Jagdschloss war und seit der Zeit nach den 2. Weltkrieg als Kunstmuseum genutzt wird. Es war das ersten Museum für moderne Kunst der jungen Republik.

Die denkmalgeschütze Villa Wuppermann wurde ursprünglich von Industriellen als Wohnort genutzt und ist mittlerweile im Besitz der Stadt Leverkusen. Sie wird als Bürgerhaus für verschiedene Veranstaltungen genutzt.

Der Stadtteil Opladen ist ebenfalls ein Ursprungsort von Leverkusen. In Opladen gibt es eine ansehnliche Fussgängerzone in der man alles für das tägliche Leben findet. Ich bin in einen Tchibo-Shop gegangen um mir einen Cappuchino und einen Snack zu gönnen und traf dort auf eine sehr freundliche Verkäuferin. Sie hat sich gerne dazu bereit erklärt mir meine fünf ausgeklügelten Fragen zu beantworten.

Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die Smog Glocke über der Stadt wenn man von Bergisch Gladbach aus nach Leverkusen schaut. Und das Bayer-Kreuz, welches man von weitem schon erkennen kann – besonders bei Nacht, wenn es leuchtet. Es weckt Heimatgefühle!
Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mein Heimatort Hitorf. Dort ist es sehr grün und ruhig und das Völkchen dort hat durchaus seine Eigenarten. Außerdem haben wir den größten Karnevalsumzug der Stadt.
Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Die Rheimpromenade ist schön und der Wasserturm. Und Hitorf natürlich!
Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Leverkusener sind zwar etwas hektisch, aber durchaus auch sehr unbekümmert. Wir liegen zwischen den Metropolen Köln und Düsseldorf und fühlen uns mit unserer Normalität und unserem Normalsein sehr wohl.
Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Ich wünsche mir, dass mehr Geld in das Schulsysem fließt. Ich bin damit nicht zufrieden.

Ich fand, dass das wieder ein sehr schönes Interview und ein tolles Gespräch war, so dass ich der Meinung war noch mal im Shop zu stöbern und meiner Freundin, welche leider nicht dabei war, ein schönes Mitbringsel zu kaufen. Sie ist Tchibo-Fan und hat sich sehr über die schönen Frühstücksschalen gefreut. 🙂

In Opladen gibt es eine Gedenktafel für eine Synagoge am Platz der Synagoge. Sie wurde während der Reichskristallnacht vollständig zerstört.

Eines der ältesten Gebäude der Stadt befindet sich auf dem NaturGut Ophoven. Es ist ein alter Gutshof bzw. eine alte Burg aus dem 13. Jahrhundert und wir mittlerweile als Umweltbildungszentrum für Kinder und Erwachsene genutzt.

Die Villa Römer ist ein historisches Gebäude in Opladen. Sie war eine Villa eines Fabrikanten und wird heute als Haus der Stadtgeschichte genutzt. Während ich diese Information schreibe, merke ich das ich das falsche Gebäude fotografiert habe; nämlich das Stadtarchiv Leverkusen. Sieht aber auch schön aus…

Ganz in der Nähe befindet sich der Friedenberger Hof. Er ist ebenfalls eines der ältesten Gebäude der Stadt und war mal ein Rittersitz.

Wirtschaft und Industrie

Die Bayer AG wurde bereits 1863 in Wuppertal gegründet und zog rund 40 Jahre später an den Rhein in die Ortschaft Wiesdorf. Dort befand sich bereits eine Chemiefabrik – die Alizarinfabrik von Carl Leverkus – welche die Grundlage für die heutige Bayer AG gewesen ist. Von dort ist das Unternehmen stetig gewachsen. Bekanntestes Produkt ist natürlich die Aspirin-Schmerztablette. Hauptprodukte aktuell sind Produkte der Pharmazie, Gesundheit, Pflanzenschutz und Tiergesundheit. Ursprünglich stellte Bayer auch chemische Produkte her. Allerdings wurde diese Sparte ausgegliedert und als Lanxess AG an die Börse gebracht. In Köln befindet sich zwar die Zentrale von Lanxess, aber im Leverkusener ChemPark steht der größte Produktionsstandort. Der ChemPark Leverkusen gehört zu den vielseitigsten Chemiestandorten weltweit mit seinen rund 200 verschiedenen Unternehmen.

Im ChemPark selber befindet sich der Carl-Duisberg-Park. Carl Duisberg hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg von Bayer. Nach ihm wurde dieser Park genannt, welcher öffentlich zugänglich ist. Ebenfalls befindet sich im Park ein Japanischer Garten, den Carl Duisberg hat anlegen lassen. Der Japanische Garten befindet sich bereits auf Kölner Stadtgebiet.

Nicht nur die Bayer AG ist eine Besonderheit in der Leverkusener Wirtschaft. Andere Unternehmen mit wichtigen Geschäftsfeldern prägen die Wirtschaft ebenfalls. So habe ich heraus gefunden, dass die Autofirma Mazda ihren Deutschlandsitz in Leverkusen hat!

Die Firma Momentive Performance Materials hat ihren Deutschlandsitz ebenfalls in Leverkusen und ist ein Spezialchemiehersteller. Das Unternehmen ist weltweit zweitgrößter Silikonhersteller und größter Quarz- und Spezialkeramikhersteller. Leider konnte ich kein richtig gutes Foto schießen.

Das Unternehmen TMD Friction kommt aus Leverkusen und ist weltweit führender Bremsbelaghersteller.

Kultur, Natur und Sport

Leverkusen ist eine Sportstadt. Dies hängt natürlich eindeutig mit der Bayer AG zusammen, welche seit jeher den Sport in dieser Stadt gefördert hat.

Besonders bekannt ist natürlich die Fußballmannschaft von Bayer 04 Leverkusen, welche seit Jahrzenten auf hohem Niveau in der Fussball-Bundesliga spielt und regelmäßig in internationalen Wettbewerben auftritt. Oft bestritten sie Finalspiele oder sind sehr weit gekommen, aber bisher reichte es lediglich für einen UEFA-Pokal und einen DFB-Pokal. Dennoch ist diese Fussballmannschaft nie zu unterschätzen. Ihre Spiele trägt die Mannschaft in der BayArena aus.

Eine sehr erfolgreiche Historie weist die Basketballsparte von Bayer 04 Leverkusen auf. Die Bayer Giants waren mehrmaliger Deutscher Meister und Pokalsieger.

Im Fechten und in der Leichtathletik holten Sportler von Bayer 04 Leverkusen etliche Medaillen bei Olympischen Spielen und Welt- und Europameisterschaften. Gleiches gilt für den international beachteten Behindertensport des Vereins.

Besonders ragen die Leistungen der Damenhandballabteilung heraus, welcher der einzige Verein in der Damenhandball-Liga ist, welcher nie abgestiegen ist. Die Handballdamen nennen sich Werkselfen und gehören mit Abstand zu den erfolgreichsten Handballerinnen Deutschlands. Gespielt und trainert wird in der Freiher-vom-Stein-Gymansium-Halle.

Leverkusen ist eine besonders musikalische Stadt. Die Leverkusener Jazztage sind überregional bekannt und ziehen viele Jazzliebhaber an. Gespielt wird unter Anderem im Notenschlüssel, im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer e.V., im topos, im Scala Club, in der Stadthalle und im Witwe Kaiser.

Kabarett und Kunst findet regelmäßig im K1Kolonie 1 statt.

Natur kann man in Leverkusen durchaus sehr zentral erleben. Die Dhünn – ein Flüßchen, welches in die Wupper mündet, fließt an den Sportstätten und durch das Zentrum. Dort bin ich sogar über eine interessante Hängebrücke gegangen, um zu einem Ziel zu gelangen.

Die Wupper mündet bei Rheindorf – ebenfalls ein Ursprungsort von Leverkusen – in den Rhein. Auch dort kann man sehr schön spazieren.

Auf einer parkähnlichen Anlage an der Wupper in Opladen findet regelmäßig eine der ältesten und größten Bierbörsen Deutschlands statt. Meist startet die Veranstaltung im August.

Kulinarisch gibt es in Leverkusen nichts Traditionelles oder Spezielles. Selbstverständlich bekommt man aber viele rheinische Gerichte. In einer Arbeiterstadt wie Leverkusen gibt es dennoch Typisches für den Arbeiter, wie z.B. Curry-Wurst mit Pommes. Zum Ende meines Besuches in Leverkusen gönnte ich mir zur Krönung eine leckere Portion davon beim Wurstteufel. Grundsätzlich bin ich nicht so der Fan einer solchen Leckerei, aber beim Wurstteufel hat die Curry-Wurst Pommes richtig gut geschmeckt!

Nicht finden konnte ich Überreste einer alten Römersiedlung in Schlebusch. Die vorhandenen Informationen im Internet waren etwas dünn. Auch der neue Jüdische Kultusverein Davidstern war nicht so einfach zu finden. Er soll sich aber in Wiesdorf befinden.

Mein liebes Leverkusen,

ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und du bist dafür die richtige Stadt gewesen. Ich mochte deine Ruhe und Gelassenheit, das Normale was du ausstrahlst und die schönen kleinstädtischen Stadtteile, die dich ausmachen neben einem großen Weltkonzern und einem renomierten Sportverein. Ich finde, dass das eine angenehme Mischung zwischen groß und klein ist. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und freue mich irgendwann in der Zukunft wieder vor bei zu schauen und unter anderem eine Portion Curry-Wurst-Pommes zu futtern oder den freundlichen Tchibo-Laden mit meiner Partnerin zu besuchen!

Alles Gute für dich und bis bald!

Köln – noch’n Kölsch?

Eine kurze Überschrift für diese schöne überragende und doch auch ziemlich gechillte Metropole am Rhein! Ich hätte auch den Karneval oder den Dom oder was weiß ich noch in der Überschrift nennen können, aber Kölsch ist ein echtes Lebensgefühl in Köln. Dabei meine ich nicht nur das Bier, sondern auch die Sprache und die Art und Weise, wie die Kölner die Welt sehen; das Kölner Grundgesetz habe ich an meinem viertägigen Aufenthalt durchaus überall gespürt. Kölsch ist überall! Ob im Glas, in der Sprache oder im Herzen der Einwohner. Ich war von Kölsch umgeben!

Und das ist auch gut so. Ich war erst etwas skeptisch, ob es mir hier gefallen würde. Ich kannte bisher lediglich den Bahnhof und den Dom und bin auch mal über die Rheinbrücke auf dem Weg nach Aachen gefahren, aber ansonsten hatte ich mit dieser Stadt wenig am Hut und es hatte mich bis Dato auch nicht wirklich interessiert. Wenn man als Nordlich in eine Metropole will, dann düst man nach Hamburg oder vielleicht noch nach Berlin, aber Köln wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Ich kann in jedem Fall schon mal sagen, dass das nicht mein letzter Aufenthalt in Köln gewesen ist. Das Kölsch-Fieber hat mich angesteckt! Schließlich behaupte ich von mir selber, dass ich ein recht gechillter Mensch bin und so konnte ich mich mit der Kölsche Lebensart sehr gut identifizieren.

Köln ist tatsächlich eine riesige Stadt. Ich befuhr sie teilweise mit meinem Faltrad und sie nahm einfach kein Ende. Am Ende vieler Straßenzüge kam immernoch viel mehr Köln zum Vorschein! Beeindruckend! Beeindruckend fand ich auch seine Vielseitigkeit. Bekannt als Medienstadt bietet sie auch sehr viele kulturelle Sehenswürdigkeiten, sie ist ein Zentrum vieler namhafter Unternehmen und Behörden, ist kulturell Spitzenklasse und hat eine lange Geschichte als römische Gründung, Handelsstadt und Wallfahrtsort.

Ich freue mich einerseits, diesen Artikel zu schreiben und mich an all das schöne Erlebte zu erinnern. Weiß aber auch, dass das echt eine Menge Arbeit wird. Et kütt, wie et kütt… 🙂

Historische Sehenswürdigkeiten

Ganz neu ist für mich, dass Köln eine Festungsstadt gewesen ist und um Köln herum – meist in der Nähe des Militärrings – viele Überbleibsel anzufinden sind. Der Festungsring wurde ab 1815 von den Preussen erbaut und es gibt einen inneren sowie einen äußeren Festungsring. Wo genau welcher Ring langführt, habe ich nicht recherchiert, aber ich habe einige Forts besucht und fotografiert. In einem dieser Forts befindet sich das Festungsmuseum Köln. Dort kann man viel über die Geschichte der Festungen erfahren.

Innerhalb des Festungsrings gibt es noch einige Zeugnisse einer Stadtmauer und einigen Toren und Türmen aus der Zeit des Mittelalters. Diese zähle ich nun der Reihe nach auf und füge die Bilder ebenfalls der Reihe nach ein. Direkt am Rhein befindet sich der Kunibertsturm. Er wird auch Weckschnapp genannt. Im Weckschnapp soll der Sage nach besonders graumsam hingerichtet worden sein. An der Decke soll ein Stück Brot – Weck – gehängt worden sein und die dort Gefangenen, welche ohne Nahrung eingesperrt wurden, haben versucht diesen Weck zu schnappen. Beim Klettern sind sie meist gestürzt und durch eine Falltür gefallen, wo am Boden nach oben gerichtete Messer lagen… Die Eigelstein-Torburg liegt im Norden der Innenstadt. Durch sie ist damals Napoleon triumphierend in die Stadt geritten. Am Hansaring befindet sich im Klingelpützpark ein Stück mittelalterlicher Stadtmauer. Dort soll auch das berühmte Gefängnis Klingelpütz gestanden haben. Die Severinstorburg im südlichen Teil der Innenstadt wurde im Mittelalter repräsentativ für Empfange hoher Adeliger genutzt und ist mittlerweile Wahrzeichen des Severinviertels. Dort werden auch Trauungen vorgenommen. Nur wenige 100m weiter steht die Ulrepforte. Sie ist das kleinste von allen Stadttoren. Direkt gegenüber befindet sich der Sachsenturm. Er wird heutzutage auch Blaue-Funken-Turm genannt, weil sich dort die Zentrale des Karnevalsvereins Blaue Funkten befindet – eine der ältesten Karnevalsgesellschaften Kölns. Außerdem befindet sich am Komplex auch der Karnevalsverein Prinzen-Garde Köln. Es folgt am Ende noch die Hahnentorburg. Sie sicherte die Stadt nach Westen ab.

Der Gürzenich wurde im 15 Jahrhundert erbaut und war von Anfang an eine Festhalle, was sie auch heute noch ist.

Bald 100 Jahre als wird werden der unter Denkmalschutz stehende Alte Messeturm Kölns. Er ist ein Wahrzeichen der Stadt und Teil der Rheinhallen.

Weitere historische Sehenswürdigkeit zähle ich nun in der Reihe auf, wie ich die entsprechenden Fotos einfüge. Das Blau-Gold-Haus unmittelbar am Dom ist ein denkmalgeschütztes Geschäftshaus. Es wurde nach dem Krieg von der Firma 4711 repräsentativ genutzt – Nachts läuchtet das Gebäude in blau und gold. Aktuell wird dort viel saniert.

Der Fischmarkt ist ein Teil der historischen Altstadt von Köln. Dort wird seit dem Mittelalter mit Fisch gehandelt und man noch heute Muscheln Rheinischer Art im Restaurant Herings im Martinsviertel bekommen. Dort steht auf das Stapelhaus mit seinem Treppenturm. Das Stapelhaus steht für die große Handelsgeschichte der Stadt.

Ganz in der Nähe steht der Pegel Köln. Er misst natürlich die Höhe des Wassers im Rhein.

Das Overstolzenhaus fällt duch seinen markanten Treppengiebel auf und ist das älteste noch benutzt Gebäude, welches im Mittelalter gebaut wurde.

In Köln Ehrenfeld steht der Helios Leuchtturm. Helios war ein Elektrizitätsunternehmen in den Anfängen dieser Technik und hatte großen Einfluss auf die Elektrifizierung der damaligen Gesellschaft. Der Leuchtturm war nie ein Seezeichen und wurde eher für Versuche und Tests genutzt. Er ist ein Wahrzeichen des Stadtteils und leuchtet schwach in der Nacht über Ehrenfeld.

Neben mittelalterlicher Stadtmauer und neuzeitlichem Festungsring gab es in Köln natürlich auch eine antike, römische Stadtmauer. Tatsächlich ist von der antiken Befestigung noch einiges übrig geblieben. Auch hier beschreibe ich die einzelnen Sehenswürdigkeit hintereinander und füge entsprechend die Fotos ein.

Der Römerturm ist noch ziemlich gut erhalten und besticht durch Verwendung unterschiedlicher Gesteinsarten und schmucker Ornamente.

Der Lysolphturm steht etwa 100 Meter weiter Stadteinwärts und auch der Helenenturm befindet sich im gleichen Viertel. Und sogar ein Rest gut erhaltener Stadtmauer.

Südlich der Innenstadt – im Griechenviertel – befindet sich eine bronzene Bodenplatte, in der genau verzeichnet ist, welchen Umfang die römische Stadtmauer hatte. Ebenfalls gibt es dort noch Reste der Stadtmauer.

In der Nähe des Rathauses befindet sich noch ein Rest einer römischen Wasserleitung.

Das Ubiermonument ist ein weiteres archäologisches Denkmal, welches sich anscheinend unter der Erde befindet. Es stand schon vor Ankunft der Römer und gilt als das älteste Steinmonument nördlich der Alpen.

Eine Stadt mit wirtschaftlicher und institutioneller Bedeutung

Seit jeher ist Köln einer der wichtigsten Standorte für Wirtschaft, Handel und Industrie gewesen und kann sich mit Stolz als Sitz vieler wichtiger Unternehmen und Institutionen bezeichnen.

Erst mit der Recherche zu Köln ist mir gewahr geworden, dass diese Stadt durchaus als Wiege des Automobilbaus in Deutschland bezeichnet werden kann. In Köln Ehrenfeld irgendwo an der Venloer Str. 295 wurde Horch & Cie gegründet. Auf dem Foto was ich gemacht habe deutet heute nichts mehr darauf hin. Kurz nach Gründung ist das Unternehmen auch nach Zwickau gezogen. Mehr zu Horch & Cie berichte ich dann, nachdem ich in Zwickau gewesen sein werde.

In einem Keller in Köln Mülheim entstand der erste Bugatti aller Zeiten. Ettore Bugatti lebte damals in Köln und arbeitete für die Deutz AG. Heute erinnert ein Staßenname an ihn.

Die Deutz AG gilt als erstes Motorenwerk der Welt. Außerdem arbeiteten dort Legenden wie Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach.

Wenn wir über den Autobomilbau sprechen, müssen wir natürlich auch die Ford Werke in Köln erwähnen. Nach dem ersten Weltkrieg gab es hohe Einfuhrzölle auf ausländische Automobile, so dass die amerikanische Ford Motor Company in Berlin einen europäische Tochterfirma gründete. Die ist dann Ende der 20er Jahre nach Köln-Niehl gezogen.

Köln ist auch Sitz der französischen Citroen! Seit über 90 Jahren befindet sich die Zentrale des Konzerns in Köln Porz. Gerade lese ich aber, dass Citroen Endes des Jahre (2019) seine Zentrale aufgeben wird. Die Marke ist Teil des PSA-Konzerns, welche vor wenigen Jahren Opel von General Motors übernahm und mittlerweile wieder in den Schlagzeilen steht wegen einer möglichen Fusion mit FiatChrysler.

Für Toyota sitzt die Vertriebsgesellschaft Toyota Deutschland GmbH in Köln; zufällig in der Toyotastraße.

Im Süden Kölns befindet sich die größte Raffinerie Deutschlands. Die Rheinland Raffinerie wird von der Shell Deutschland Oil GmbH betrieben.

Ebenfalls im Süden von Köln befindet sich das DUSS Terminal Eiffeltor. Das Terminal ist der größte Containerumschlagbahnhof Deutschlands für den kombinierten Frachtverkehr Schiene-Straße. Man muss aber auch schon genau hingucken auf dem Foto…

Einer der größten und bekanntesten TÜVs ist der TÜV Rheinland mit Sitz in Köln.

Die Finanzbranche ist mit vier namhaften Unternehmen sehr stark in Köln vertreten. Der Versicherer Gerling wurde allerdings vor einigen Jahren in den hannoverschen Talanx-Konzern integriert. Das Gerling-Quartier war die Zentrale von Gerling. Ich finde es sehr imposant und sehr schön gemacht! Anscheinend hat das Unternehmen seinerzeit recht gut verdient.

Die Gothaer Versicherung hat ihren Hauptsitz in Köln. Sie wurde urprünglich in Gotha gegründet, aber zog 1945 in den Westen Deutschlands. Sie war ursprünglich eine Feuer-Versicherungs-Bank und bietet mittlerweile auch Versicherungen in anderen Bereichen an.

Auch die DEVK hat ihren Sitz in Köln – direkt am Rheinufer übrigens! Man kennt sie als Eisenbahnerversicherung und das war sie auch die meiste Zeit seit ihrer Gründung. Sie ist zwar immernoch im Geschäft mit den Eisenbahnern, aber sichert auch viele andere Risiken für Privatkunden ab.

Das ehemals größte Bankhaus Europas ist die Sal. Oppenheim jr. & Cie. AG & Co. KGaA. Sie ist auch die drittälteste Privatbank Deutschlands und hat ihren Sitz in Köln. Nach finanziellen Krisen in den zweitausendnuller Jahren wurde die Bank von der Deutschen Bank 2009 übernommen.

Ein Unternehmen was eigentlich aus Leverkusen stammt, hat seine Zentrale in Köln – die Lanxess AG. Das Unternehmen stellt Produkte der Spezialchemie her.

Ein typisch Kölsches Unternehmen ist der Parfumhersteller von 4711. Das Stammhaus des Unternehmens habe ich zwar nicht fotografiert, aber ich habe das 4711-Areal entdeckt. Es ist Teil des Barthonia Forums und war eine ehemalige Fabrik für das Kölnisch Wasser. Ansonsten prangt der 4711-Schriftzug oft an Fassaden in Köln.

In diesem Zusammenhang sollte man das Farina-Duftmuseum erwähnen. Es beherbergt die älteste Parfumfabrik der Welt, ein Parfummuseum und ist der Geburtsort von Eau de Cologne.

Typisch Kölsch ist auch Klosterfrau Melissengeist! Eine Nonne aus dem Münsterland hat vor ca. 200 Jahren das Hauptprodukt der Firma, welchem eine positive Wirkung auf Körper und Geist zugeschrieben wird, erfunden.

Direkt am Rhein gelegen ist Köln seit jeher eine Handelsstadt. Viele bekannte Unternehmen des Handels kommen aus Köln. REWE ist der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler Deutschlands und existiert seit 1927. REWE fing als Genossenschaft an und vereinte viele Lebensmitteleinzelhandelsmarken unter sich. Vor einigen Jahren wurden sie alle umfirmiert und laufen nun unter den Namen REWE.

Galeria Kaufhof ist ebenfalls ein Unternehmen mit Sitz in Köln. Es wurde von Leonhard Tietz in Stralsund gegründet und hatte zeitweise seinen Sitz in Wuppertal. Seit kurzem ist Galeria Kaufhof eine Fusion mit Karstadt eingegangen.

Der erste Saturn-Hansa Markt Deutschlands wurde in Köln im Hansahochhaus eröffnet und bot seine Produkte erst mal nur einem auserwählten Publikum an. Mit der Zeit konnten auch Otto-normal-Bürger technische Geräte bei Saturn-Hansa erwerben. Das Hansahochhaus ist ein denkmalgeschützter Bau und eines der ersten Hochhäuser Deutschlands.

Die Stollwerck GmbH war ein großer Schokoladenhersteller mit ehemaligem Sitz in Köln. Mittlerweile sitzt das Unternehmen in Norderstedt. Das ehemalige Werk steht unter Denkmalschutz. Dort stehen auch alte Kompressoren, welche an das Werk erinnern. Die meisten Gebäude des Werks wurden abgerissen zu Gunsten von Wohnraum.

Eine der größten, ältesten und wichtigsten Messen Deutschlands ist die KölnMesse. Sie spielt eine wichtige Rolle für die Wirtschaft der Stadt. Auf dem Gelände der KölnMesse findet jedes Jahr die Art Cologne statt. Sie gehört zu den ältesten Kunstmessen der Welt. 1914 fand dort die erste Deutsche Werkbundausstellung statt. Wenn ich das richtig verstanden habe, war das Ziel des Deutschen Werkbundes das Bauen von Gebäuden und/oder herstellen von Produkten von höchster Qualität vereint mit künstlerischen und handwerklichen Werten oder so ähnlich. Im Internet ist es etwas besser beschrieben, als in meinen eigenen Worten; ich wollte kein Copy & Paste machen… 🙂 Seit einigen Jahren findet auf der KölnMesse auch die GamesCon statt, die weltgröße Messe für Computer- und Videospiele. Dort habe ich einen Hauptzugang fotografiert. Ebenfalls findet dort alle zwei Jahre die wichtigste Messe für Film, Foto und Video statt – die photokina.

Auf dem ehemaligen Gelände der Vulkan AG – einer Leuchtenfabrik für Gaslaternen – befindet sich nun ein Zentrum für Kreative in den Bereichen Werbung, IT, Medien und Werbung.

Zentrum der Medien und Funk und Fernsehen

Die Medien als Wirtschaftszweig muss man in Köln sicher immer separat betrachten. Mehrere Fernsehsender, Verlage und Nachrichtendienste haben hier ihren Sitz und scheinen auch immer bestens informiert zu sein. Zu aller erst möchte ich den WDR nennen. Der WDR ist Mitglied des ARD und dessen größe Sendeanstalt. Außerdem ist der WDR nach Mitarbeiterzahl nach der BBC in London der größte Sender Europas. Wenn ich im Westen der Republik unterwegs bin höre ich sehr gerne WDR 5 oder WDR Cosmo. Dort finde ich für mich die richtige Mischung an Musik und Informativem. WDR 5 erreiche ich sogar hier in Hannover/Hildesheim!

Sehr gerne höre ich auch den Deutschlandfunk! Er ist ein äußerst informativer Sender und hat seinen Sitz ebenfalls in Köln.

Wenn man von Köln spricht, dann darf man natürlich nicht den ersten privat ausgestrahlten Sender Deutschlands nicht vergessen! Die RTL Mediengruppe hat seinen Sitz in Köln strahlt vielfältige Programme über viele verschiedene Sender wie n-tv, VOX, nitro, SuperRTL usw. aus.

Der erste deutsche Musiksender VIVA strahlte ebenfalls sein Programm aus Köln in die Republik und war ein ernstzunehmender Konkurrent zum Sender MTV. Mittlerweile gibt den Musiksender nicht mehr. Die Firma Brainpool TV GmbH, welche maßgeblich am Start von VIVA beteiligt war sitzt im Nordosten von Köln.

Nicht ganz bewußt war mir, dass die Lindenstraße hauptsächlich in Köln gedreht wird. Die Sendung wird im Coloneum von der MMC Studios Köln GmbH produziert. Die Produktionsstudios gehören zu den größten und modernsten Europas.

Eine nicht ganz so beliebte und sehr umstrittene Institution im Medienbereich ist der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice – auch GEZ genannt. Befindet sich im Westen der Stadt und war etwas schwierig zu fotografieren.

Die nobeo GmbH ist ebenfalls eine Produktionsfirma für Medien aller Art. Sie bietet Services für traditionelle und moderne Medien an. In ihren Studios werden Gameshows abgehalten, sie supporten Außenproduktionen, und bieten auch viele Web-Angebote an.

Die action concept Film- und Stuntproduktion GmbH muss sich irgendwo am Rheinufer befinden, aber ich konnte leider kein Firmenschild finden. Die Firma produziert unter Anderem Alarm für Cobra 11.

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG befindet sich direkt am Dom und gehört zu den größten Verlagen in Deutschland. Er publiziert viele populäre und kritische Sachbücher.

Köln ist auch für seine Dichte an Zeitungen bekannt. Die Kölnische Rundschau war schon immer eine unabhängige Zeitung, auch obwohl sie vom konkurrierenden Verlag DuMont vor längerer Zeit geschluckt wurde. DuMont vertreibt bundesweit Zeitungen. In Köln vertreibt sie den Kölner Stadtanzeiger, den Express und den Kölner Wochenspiegel.

Zu guter Letzt schließe ich diesen Teilartikel mit dem Media Park ab. Der wachsenden Bedeutung als europäische Medienstadt trug die Stadt Köln Rechnung, indem sie den Media Park erbauen ließ. Dort befinden sich etliche Firmen und Unternehmen aus dem gesamten Spektrum des Medienbereiches. Das markanteste Gebäude ist dabei der KölnTurm. Ich habe versucht ein Panorama vom Mediapark zu schießen, daher sieht der Turm etwas mickriger aus, als er wirklich ist…

Köln als Wallfahrtsort

Relativ neu und garnicht so bewußt war mir, dass Köln ein Wallfahrtsort ist und es viele Kirchen gibt, wo Heilige und andere Menschen, die sich um das Wohl von Leib und Seele ihrer Mitmenschen kümmerten, vereehrt werden. Natürlich ist zuallerst der Kölner Dom zu nennen. Er ist UNESCO-Weltkulturerbe und eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Er ist einer der größten gotischen Kirchen und hat den Bombenhagel des 2. Weltkriegs fast unbeschadet überstanden. In ihm befindet sich die Gebeide der heiligen drei Könige. Die Dombauhütte befasst sich mit dem Erhalt des Doms, an dem eigentlich ständig rumgewerkelt wird. Die Domplatte umgibt den Kölner Dom und ist eine Fussgängerzone.

Die Basilika Str. Ursula ist der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Ursula und ihren Gefährtinnen geweiht. Sie ist über 1000 Jahre alt.

Die Kirche St. Albertus Magnus mit dem Krieler Dom ist übrigens das zweitälteste sakrale Gebäude Kölns und es werden dort auch Messen auf Kölsch abgehalten.

Die Basilika St. Andreas ist in etwa 1000 Jahre alt und in ihr sind die Gebeinde des Hl. Albertus Magnus gelegen. Weitere Sehenswürdigenkeiten sind der Makabäerschrein, die Altartafel und der Blutbrunnen.

In der Kirche St. Maria in der Kupfergasse wird das Gnadenbild der Schwarzen Mutter Gottes verehrt.

Die heilige Maria ist die Schutzpatrotin von Köln. Das Gnadenbild zur Freudenreichen Mutter wird in der Kirche St. Mariä Geburt verehrt.

Die Kirche St. Servatius ist dem Hl. Servatius von Tongern gewidmet. Er ist einer der drei Eisheiligen.

St. Vitalis ist ein noch junger Kirchenbau und ist einem Märtyrer einer Thebäischen Legion gewidmet.

Dem Hl. St. Martin ist die Basilika Groß St. Martin gewidmet. Sie befindet sich zwischen Kölner Dom und dem Rhein.

Die Basilika St. Severin ist dem Hl. Severin gewidmet, welcher der dritte Bischof von Köln war.

Die Basilika Str. Maria in Lyskirchen ist der Schiffermadonna gewidmet und ist die kleineste der 12 Basiliken in Köln.

Die Kirche St. Aposteln ist natürlich den 12 Aposteln gewidmet. Wie ich herausfand steht die Kirche auch auf 12 Pfeilern, welche die 12 Apostel symbolisieren.

Die Basilika Str. Gereon verehrt den Hl. Gereon, welcher sich als Legionär der Thebäischen Legion weigerte Christen zu verfolgen als Märtyrer starb.

Die Kirche St. Pantalon ist den Heiligen Pantalon, Cosmas und Damian geweiht. Schon zu Römerzeiten stand die Kirche hier, war aber anfangs ein Holzbau.

St. Maria im Kapitol ist die größte der 12 romanischen Kirchen im Stadtgebiet. Auch sie existiert in etwa seit der Römerzeit (sicher nicht immer in dieser Bauform). Vor der Marienstatue befindet sich immer ein voller Korb Äpfel! Der Legende nach hat ein Junge täglich vor der Statue gebetet und ihr einen Apfel angeboten. Darauf hin soll die Statue gelächelt haben. bzw. wird gesagt, dass ihm die Statue ein Versteck verriet, wo ein Beutel mit etwas Schulgeld versteckt sei.

Die Kirche St. Georg befand sich seinerzeit an einer römischen Stadtmauer von der aus die südliche Gegend bis Bonn von den Römern bewacht wurde.

Die Kirche St. Cäcilien war die Kirche des Damenstiftes St. Cäcilien. Mittlerweile befindet sich dort auch ein städtisches Museum.

Die Kirche St. Stephan in Köln-Lindenthal hat eine besondere Geschichte. Sie wurde als einer der ersten Kirchen im Krieg durch die Alliierten zerstört. Lediglich der Kirchturm blieb bestehen. Außerdem hat hier Konrad Adenauer seine erste Frau Emma geheiratet!

Die Kirche Alt-St. Heribert ist dem Erzbischof Heribert geweiht, welcher vor fast 1000 Jahren hier begraben wurde. Sie liegt direkt an der Ostseite des Rheins von wo man aus den Kölner Dom sehen kann.

Im Minoritenkloster in Köln, welches von den Franziskaner-Minoriten und dem Kolpingwerk genutzt wird, sind Johannes Duns Scotus, schottischer Theologe und Franziskaner, und Adolph Kolping begragen.

Nicht nur christliche Gotteshäuser bilden Attraktionen in Köln! Auch andere Glaubensrichtungen huldigen ihrem Glauben in ihren besonderen Gotteshäusern. Hier gibt es eine große, schöne Synagoge mit Restaurant, Bibliothek, Festsaal und Jugendzentrum. Außerdem war Papst Benedikt in der Synagoge zu Besuch! Er war der erste Papst, der in Deutschland eine Synagoge besucht hat.

Türkische Muslime besuchen die Zentralmoschee in Köln, welche 2018 eröffnet wurde. Ich finde, das Gotteshaus ist ein außergewöhnlich schöner und beeindruckender Bau!

Kultur, Sport und Unterhaltung

Köln ist eine der ältesten und größten Städte Deutschlands und hat somit kulturell extrem viel zu bieten. Etliche Museen, Sportvereine und Veranstaltungsorte bieten den Einheimischen und Touristen einen spannenden und unterhaltsamen Mix an kulturellen Angeboten.

Der Kölner Karneval gehört zu den größten und bekanntesten Karnevalsfesten auf der ganzen Welt und wird bereits seit dem Mittelalter gefeiert. Im Kölner Karnevalsmuseum kann viel über die Geschichte des Karnevals an sich und speziell in Köln erfahren. Das Museum existiert seit 2005. Im Museum befindet sich auch das Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.

Ein weiteres Karnevalsmuseum befindet sich im äußersten Nordosten von Köln und wird betrieben von der Großen Dünnwalder Karnevalsgesellschaft 1927 e.V.

Die Roten Funken sind das älteste Traditionskorp des Kölner Karneval und haben ihren Sitz in der Uhlpforte; ein Foto befindet sich in der Rubrik „historische Sehenswürdigkeiten“. Ein Platz in der Altstadt wird Rote Funken Plätzchen genannt.

Viva Colonia von den Höhner ist einer der bekanntesten Hits aus Köln und auf dem Kölner Karneval. Andere Interpreten sind zum Beispiel: Brings, Kasalla, Bläck Fööss uvm. Ich konnte lediglich einen fotografischen Hinweis dazu finden.

Musik spielt in Köln generell eine große Rolle und das nicht etwa seit VIVA. Die Kölner Philharmonie ist innen einem Amphitheater nachempfunden liegt zwischen Dom und Rhein. Sie bietet eine ziemlich perfekte Akkustik.

Das Palladium ist eine ehemalige Industriehalle und ist mittlerweile eine wichtige Bühne für Pop- und Rockkonzerte. Direkt Gegenüber liegt das E-Werk. Ebenfalls heute für gerade genannte Veranstaltungen genutzt, war es mal ein Elektrizitätswerk.

Auch die Live Music Hall war mal ein Industriegebäude in dem Mittlerweile Konzerte aller Art statt finden. Außerdem ist dort eine Diskothek integriert inklusive Imbiss.

Der Tanzbrunnen am östlichen Rheinufer ist eine Open Air Veranstaltungsstätte aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ein Teil der Werkbundausstellung wurde dort abgehalten und anfang der 70er die Bundesgartenschau. Als ich da war, fand gerade ein Rap-Konzert statt.

Eine besondere Einrichtung ist die Akademie der Künste der Welt. Sie hat sich den interkulturellen Austausch von Künstlern und Kulturschaffenden vor allen aus außereuropaischen Staaten zum Ziel gesetzt. Im gleichen Gebäude im Medienpark befindet sich auch das Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs in Köln. Es ist ein Informationszentrum für die Tanzkunst und bietet dem Besucher umfangreiche Beispiele zur Geschichte des Tanzes.

Die Hochschule für Musik und Tanz in Köln ist die zweitälteste ihrer Art in Deutschland und eine der größten Europas.

Die Offene Jazzhaus Schule befindet sich in der bereits erwähnten Eigelsteintorburg. Es ist ein freies Zentrum für improvisierte und populäre Musik und legt seinen Schwerpunkt insbesondere in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Ein ganz großer in Kunst und Kultur in Köln war Willy Millowitsch. Er war Leiter des Millowitsch-Theaters im Belgischen Viertel und bekanntester Volksschauspieler Kölns. Am Willy-Millowitsch-Platz wurde ihm ein Denkmal gesetzt.

Das Hänneschen-Theater ist ein Stockpuppentheater und gehört zu den größten Deutschlands.

In der Bildung ist die Kunsthochschule für Medien zu erwähnen. Sie hat den Schwerpunkt bei den Medialen Künsten und genießt eine hohe Reputation.

Die Stadt Köln ist natürlich eine Hochburg des Sports! Nicht nur der 1. FC Köln ist bekannt und berüchtigt. Aber er ist zumindest der bekannteste Verein der Stadt und dürfte wohl der einzige Verein sein mit einem Gaisbock als Maskottchen – in mehreren Generationen! Der Verein ist mehrmaliger Deutscher Meister und Pokalsieger und hat eine ansehnliche internationale Historie. Die Mannschaft des derzeitigen Bundesligisten spielt im RheinEnergieStadion.

Der zweite große Verein in Köln sind die Kölner Haie. Der Eishockeyverein ist Gründungsmitglied der DEL und mehrmaliger Deutscher Meister. Oft spielen sie in der Lanxess Arena, in der auch andere Sportveranstaltungen und Konzerte statt finden.

Am Sportpark Müngersdorf befindet sich auch die Sportstätte des SC Colonia 06 Köln e.V. Der Verein ist der älteste deutsche Amateurboxverein.

Auf dem Gelände befindet sich auch das Vereinsheim der Basketballer der RheinStars Köln. Aktuell spielt der mitgliederstärkste Basketballverein zwar eher niederklassig, hatte aber in den 80er Jahren – damals noch als BCS Saturn Köln – eine extrem erfolgreiche Zeit und dominierte den deutschen Basketball. So richtig finden konnte ich die Zentrale der Rheinstars nicht, aber ich konnte ein modernes Gebäude ablichten, was sicherlich zur Deutschen Sporthochschule gehört.

Die Deutsche Sporthochschule ist die einzige deutsche Sportuniversität.

In Köln gibt es sogar den ältesten noch existierenden Gewichtheberverein der Welt! – der Kölner Athleten Club 1882 e.V.!

Eine Stadt wie Köln hat natürlich auch viele Highlights im Bereich Museen anzubieten. Dabei möchte ich als erstes das Römisch-Germanische Museum nennen. Es zeigt etliche Exponate aus römischer und fränkischer Zeit.

In direkter Nachbarschaft befindet sich das Museum Ludwig. Es gehört zu den bedeutensden Kunstmuseen der Welt und beherbergt etliche Werke verschiedener Kunstrichtungen. Ganz Besonders ist dabei die Agfa-Foto-Historama – eine fotografische Sammlung mit zigtausend Kameras und Fotomaterial. Außerdem wird im Museum Ludwig die alternative Kölner Ehrenbürgerschaft verliehen.

Das Kölnische Stadtmuseum ist nach Aussage eines ehemaligen Direktors zwar nicht das wichtigste Museum in Köln aber für Köln das wichtigste. Es beherbergt zigtausende Exponate zur Geschichte der Stadt. Dort befindet sich auch ein wichtiges Kölner Kriegswahrzeichen (ein Nagelbild), welches heißt: Dä Kölsche Boor en Iser (kölsch für: Der Kölnische Bauer in Eisen).

Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud ist das älteste Museum in Köln. Dort kann man die weltweit größte Sammlung mittelalterlicher Malerei bestaunen und viele andere große Sammlungen verschiedener Kunstrichtungen.

Im Haus Saaleck – einem ehemaligen Kölner Bürgerhaus – befindet sich die Artothek, welche im Grunde ebenfalls ein Museum ist. Hier können Kunstgegenstände, Gemälde und Skulpturen für eine gewisse Gebühr geliehen werden.

Das Odysseum in Köln Kalk ist ein sogenanntes Science Center. Wissenschaft als Fortschritt und als eine Reise ist sein Motto. Seit 2013 befindet sich dort auch das Museum mit der Maus.

Im Kölner Rheinauhafen befindet sich das Deutsche Sport & Olympia Museum. Es zeigt die Sportgeschichte von der Antike bis zur Moderne.

Das Geldgeschichtliche Museum befindet sich in einem Sparkassengebäude und soll eines der größten Museen seiner Art sein mit vielen teils gut 100 Jahre alten Exponaten.

Das Stadtarchiv Köln ist eines der größten kommunalen Archive Deutschlands mit Dokumenten, die bis ins früheste Mittelalter reichen und somit als besonders wertvoll gelten. 2009 sind Teile des Archivs eingestürzt und es gab sogar 2 Tote. Das Archiv wird sich noch lange mit der Restaurierung seiner Bestände befassen müssen.

Die Stadt Köln arbeitete schon seit den Anfängen des 20 Jahrhunderts mit verschiedenen Regierung vieler Länder auf kultureller Ebene zusammen. Das Italienische Kulturinstitut besitzt eine große Bibliothek und viele andere Dokumente über Italien. Mit dem Kulturinstitut wird die Zusammenarbeit der Menschen beider Länder gefördert.

Das Japanische Kulturinstitut steht unmittelbar gegenüber auf der anderen Straßenseite. Dort finden verschiedenste Veranstaltungen kultureller Art statt, um die japanische Kultur den Europäern zu präsentieren.

Das erste Kulturinstitut in Köln war und ist das Institute Francaise. Auch hier finden etliche kulturelle Veranstaltungen statt.

Eines der bekanntesten und führenden Kulturhäuser ist das Belgische Haus. Seit Jahrzenten fördert es den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Belgien in Köln. Derzeit ist es geschlossen.

Bis zur Jahrtausendwende gab es in Köln das British Council als britisches Kulturinstitut. Auch hier stand die Förderung von Kultur und Sprache im Vordergrund.

Auch die USA hatte in Köln bis 2007 eine Kultureinrichtung – das Amerika-Haus. Darauf weist heute nichts mehr darauf hin.

Im Haus Bachem befindet sich das Literaturhaus Köln. Es gehört zu den mitgliederstärksten Literaturhäusern Deutschlands und widmet sich der Förderung deutscher und internationaler Gegenwartsliteratur.

Europas größtes Literaturfestival ist die lit.COLOGNE. Bei Besuchern und Künstlern soll sie sehr beliebt sein. In einem Hinterhof entdeckte ich die Geschäftsräume der Veranstalter.

Köln ist bekannt für seine Offenheit und ist allgemein bekannt, dass hier viele Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender leben. Cologne Pride ist eine zweiwöchige Veranstaltung mit dem Christopher Street Day als Höhepunkt. Die Geschäftsstelle befindet sich in Köln.

Die kulinarischen Spezialitäten der Stadt

Endlich! Nach so vielen Sehenswürdigkeiten und Informationen komme ich nun zu meiner Lieblingsrubrik – dem Kulinarischen! Logisch, dass Kölsch, das spezielle, einzigartige, helle, obergärige Vollbier, nun eine Hauptrolle spielt. Ich weiß garnicht, ob es in Köln noch anderes Bier gibt. Jedenfalls ist mir nichts aufgefallen. Neben dem Kölsch gibt es einige deftige und rustikale lokale Spezialitäten, die man in jeder Gaststätte im Veedel bekommen kann. Veedel ist überhaupt wieder so eine kölnische Eigenart. Es gibt natürlich die 88 offiziellen Viertel der Stadt, aber auch die inoffiziellen Stadtteile, mit denen sich manch Kölner gerne und emotional identifiziert. In jedem Veedel gibt es dann auch mindestens eine Gaststätte, in der man sich trifft und ein bis mehrere Kölsch trinkt.

Meine erste Kölsch-Erfahrung fand im Brauhaus em Kölsche Boor statt. Da kam ich nun also rein und wollte mich gemütlich an einem freien Platz hinsetzen. Ich hatte noch garnicht abgelegt, da kam der Köbes – so nennen sich die Kölner Kellner in den Gaststätten – und fragte: „Kölsch?“ Ich schaute verduzt und sagte: „Wie?“. Und er darauf: „N‘ Kölsch!?“ Und ich: „Ehm, wie?“ Und er so: „Ob du ’n Biieer willst…!?“ Und ich wiederum einigermaßen wieder klar denkend: „Achso, ja klar doch!“ … Ich war total verduzt in dem Moment, dass ich so schnell ein Kölsch angeboten bekommen habe. Nach einem ereignisreichen Tag und mit einem hungrigen Magen, fehlte mir die geistige Schnelligkeit, um flott zu reagieren. Aber der Köbes war entspannt und äußerst freundlich. So trank ich mein Gaffel-Kölsch und probierte das spezielle Gericht: Saure Nierchen. Es ist ein traditionelles rheinisches Gericht.

An einem anderen Tag habe ich ein ähnliches Kölsch-Erlebnis gehabt… Im Reissdorf-Brauhaus habe ich Mittags verweilt um mir einen kleinen Snack zu gönnen. Natürlich kam der Köbes vorbei und fragte: „Kölsch?“ Und ich sagte: „Gerne, aber kleines bitte…“ Total irritiert meinte er: „Äh… das ist ein Kölsch! Das ist klein!“ Und so habe ich wieder mal zum Horst gemacht… Das Kölsch kam nun und mit dem zweiten Kölsch aß ich Halver Hahn. Ich wußte mittlerweile was mich erwartet bei Halver Hahn. Den berüchtigten Fehler habe ich allerdings vor Jahren in Hannover in der Ständigen Vertretung gemacht und hoffte tatsächlich auf ein halbes Hähnchen… Halver Hahn wird mit leckerem Röggelchen serviert – auch ein spezielles Kölner Roggenbrötchen – und altem Gouda. Es war genau der richtige Snack für Zwischendurch!

Am letzten Abend meiner Köln-Reise saß ich im Brauhauskeller Früh am Dom. Dort klappte das Kölsch-Bestellen schon wesentlich reibungsloser. Der Köbes nickte mir zu und ich ihm zurück und schon war mein Kölsch bestellt! Noch mal Glück gehabt… Dazu bestellte ich eine weitere kölnische Spezialität: Himmel un Äd. Als ich mein ersten Kölsch halb leer hatte, kam der Köbes und meinte er hätte ein Kölsch zu viel auf seinem Tablet und fragte kurz, ob ich noch eins haben wolle. Das habe ich positiv erwiedert. Neben mir saß ein wirklich nettes und fröhliches Päärchen, Rentner – ich glaube die beiden waren Geschwister. Sie unterhielten sich über alte Zeiten und Freunde die kamen und gingen und waren einfach fröhlich drauf. Ich wollte von Ihnen wissen, ob sie wüßten, wo ich die berühmten Kölner Mutzemandeln (oder Muzemandeln) her bekäme. Mutzemandeln sind ein Gebäck, welches an Karneval und/oder Sylvester eigentlich in jeder Konditorei und Bäckerei zu haben ist. Die beiden mussten leider enttäuscht zugeben, dass es dieses Gebäck tatsächlich nur zu diesen Zeiten gibt und kein Bäcker/Konditor sie ganzjährig anbietet. Ich denke, ich muss mal zu gegebener Zeit das schöne Köln noch mal besuchen!

Im ältesten Muschelhaus Kölns, dem Bieresel, – ca. 700 Jahre alt – werden viele Muschelgerichte serviert. Insbesondere gibt es dort die Spezialität Muscheln Rheinische Art. Bei der Kölschbestellung gab es keine besonderen Vorkommnisse…

Mehr Kölsch und kölnische Gastlichkeit bekommt man in folgenden Gastwirtschaften: Sünner Keller, Früh im Veedel, Brauhaus Pütz, Brauhaus Sion, Sünner im Walfisch, Brauhaus Fischenich, uvm. (Fotos folgend in der entsprechenden Reihenfolge).

Eine weitere Spezialität in Köln ist Flönz. Flönz ist eine einfache Blutwurst, welche ich mir eines Morgens mit einen Röggelchen gegönnt habe.

Konrad Adenauer – ein Sohn der Stadt und seinerzeit Oberbürgermeister in Köln – war auch ein passionierter Erfinder. Aus der Not des ersten Weltkrieges heraus erfand er ein Brot, welches aus Maismehl gemacht wurde. Das Konrad-Adenauer-Brot bekommt man bei der Bäckerei Balkhausen. Es wird heutezutage in leicht abgewandelter Art gebacken (fotografiert habe ich es bei der Zusammenstellung meiner Mitbringsel) und ich habe gerade so noch das letzte Exemplar bekommen.

Das Schokoladenmuseum in Köln zeigt die Geschichte von Schokolade und insbesondere Exponate eines der ehemals wichtigsten Schokoladenhersteller weltweit – die Stollwerck AG. Die Idee eines Schokoladenmuseum kam vom damaligen Inhaber der Stollwerck AG Hans Imhoff. In der Stollwerckstraße steht das ehemalige Verwaltungsgebäude der Stollwerck AG, welches als solches nicht mehr zu erkennen ist.

Der interessiert Leser wird sicher schon gemerkt haben, dass ich ein Genussmensch bin. Vor Jahren bin ich an eine Packung gerösteter Kaffeebohnen der Rösterei van Dyck gekommen und fand sie sehr gut. Die Rösterei befindet sich im Kölner Nordosten und selbstverständlich habe ich mir eine Packung leckerer Bohnen mit schokoladigem und nussigem Aroma besorgt. Eigentlich hatte die Rösterei geschlossen und zu diesem Zeitpunkt eine Führung mit Röstkurs oder so mit einer kleinen Gruppe veranstaltet, aber die Dame hinter der Theke hat mir trotzdem eine Packung verkauft. 🙂

Und hier nun meine Mitbringsel:

Behörden, Ämter und Institutionen

Die Größe der Stadt und die Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn haben dazu geführt, dass es in Köln viele Behörden, Ämter und Ministerien auf Bundesebene immer noch gibt. Auch einige gemeinnützige Organisationen haben ihren Sitz in Köln.

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben befindet sich auf der östlichen Rheinseite und hat seine Aufgaben in den Bereichen Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Das Bundesamt für Güterverkehr ist natürlich für das Güter-Verkehrswesen zuständig.

Das Bundesverwaltungsamt ist eine deutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Ebenfalls hat die Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung ihren Sitz in Köln und hat zur Aufgabe die Bürger zu gesundheitsgerechtem und verantwortungsbewußtem Verhalten mit der Gesundheit und den Gesundheitseinrichtungen zu fördern.

Eine weitere äußerst wichtige Behörde ist das Bundesamt für Verfassungsschutz. An den hohen, gut gesicherten Zäunen sind gut sichtbar Schilder angebracht, die besagen, dass Film- und Fotoaufnahmen verboten sind. Daher habe ich beschlossen kein Foto zu machen.

Genauso beschloss ich zu verfahren beim Militärischen Abschirmdienst, welcher seinen Sitz in der Kölner Konrad-Adenauer-Kaserne hat. Allerdings habe ich keine Verbotsschilder entdecken können.

Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) hat ihren Sitz auch in Köln und zwar direkt am westlichen Rheinufer nahe des Hauptbahnhofs. Sie ist die Flugsicherheitsbehörde der EU der zivilen Luftfahrt.

In Köln gibt es noch einige Institutionen gemeinnütziger bzw. sozialer Art. Seinen Deutschlandsitz hat die Heilsarmee in Köln. Sie sieht ihre Aufgabe in vielen sozialen Bereichen und in der christlichen Verkündung.

Die Kolping Werke sind international aufgestellt und ein katholischer Sozialverband. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Familie.

Der Malteser Hilfsdienst e.V. ist ebenfalls ein katholischer Verband mit Sitz in Köln.

Weitere verschiedenste Sehenswürdigkeiten

Ich komme nun zur letzten Rubrik meines Kölnabenteuers. Natürlich habe ich bereits etliche Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten Kölns vorgestellt. Dennoch bietet diese außergewöhnliche Stadt noch viel mehr und ich bin mir sicher, dass ich in den 3 1/2 Tagen nicht alles gesehen und recherchiert habe.

Viele sprechen immer vom beeindruckenden und schönen Belgischen Viertel, welches ein wenig eine Welt für sich ist. Und tatsächlich scheint das auch der Fall zu sein! Es gilt als eines der schönsten und lebenswertesten Stadtviertel Kölns mit seinen vielen Boutiquen, Bars, Cafés und seinen Jugenstilbauten. Ganz besonders merkte ich das bei meinem Interviewpartner, welcher mir trotz Zeitmangels Rede und Antwort bei meinen fünf ausgeklügelten Fragen stand. Ich machte ein Päuschen im Café Belgique und befragte einfach den Inhaber des Geschäftes.

Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die gute Stimmung in der Stadt. Die Menschen sind entspannt und einfach gut drauf.
Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mein Belgisches Viertel natürlich. Es ist wie eine kleine Insel im Großstadtozean. Mir gefallen die vielen kleinen Läden hier.
Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Das Belgische Viertel natürlich. Sehr gemütlich und schön ist es auch am Aachener Weiher und im Stadtgarten. Dort kann man es sich sehr gemütlich machen. Auch zur Weihnachtszeit ist Köln immer ein Besuch wert.
Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Das Kölsch! In jeder Hinsicht!
Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Köln soll so friedlich und entspannt bleiben, wie ich es kennen gelernt habe.

Ganz faszinierend und schön fand ich den Rheinpark direkt zwischen Rhein und KölnMesse. Ein riesiger Park wo ich Geräusche von Vögeln hörte, die ich in diesen Breiten nicht vermutete. Das besondere an Köln und seinem milden Klima ist, dass sich hier exotische Vögel wie Sittiche und Papageien vermehrt haben und sich im Rheinpark oder im Melatenfriedhof (ohne Foto) sichtlich wohl fühlen. Leider hat kein Vogel für die Kamera posiert.

Auf einem der Bilder ist bereits die Kölner Seilbahn zu sehen, welche die beiden Kölnischen Seiten beideits des Rheins verbindet. Sie existiert bereits seit der Bundesgartenschau 1957. Direkt daneben befindet sich die Claudius Therme. Ein Thermalbad mit Heilwasser.

Mit am schönsten und am beeindruckenstend fand ich es am Rheinauhafen und die Rheinpromenade runter nach Süden an den Kranhäusern vorbei. Der Rheinauhafen war seit dem Mittelalter ein wichtiger Hafen und Warenumschlagplatz und ist erst in den letzten Jahrzehnten zu einem Wohn- und Dienstleistungszentrum geworden. Die Kranhäuser sind ein absoluter Blickfang und in ihrer Art einzigartig auf der Welt. Es war warm und sonnig und ich habe es genossen langsam und entspannt auf meinem Klapprad an der Promenade entlang zu fahren.

Auch von der anderen Seite des Rheins konnte ich schön flanieren und die berühmte Silhuette Kölns betrachten inklusiver der Hohenzollernbrücke, wo die Züge in den Hauptbahnhof einfahren. Sie ist die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Deutschlands.

Im Zentrum von Köln steht das Rathaus. Es ist das älteste Rathaus Deutschlands und hat in seiner 800jährigen Geschichte so manchen Anbau erlebt. Es befindet sich am traditionsreichen Alten Markt und von dort startet Köln in die Karnevalssaison. Hinter dem Rathaus befindet sich die Archäologische Zone, wo nach dem 2. Weltkrieg ein römisches Prätorium entdeckt wurde. Außerdem entdeckte man bauliche Reste einer jüdischen Mikwe. In Köln befindet sich die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen.

Eine alte Handelsstadt war Köln schon zu Römerzeiten. Der Cardo Maximus (Hohe Str.) kreuzt den Decumanus Maximus (Schildergasse) und auch heutzutage gehören diese beiden Straßen zu den meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands. An der Schildergasse steht übrigens das imposante Weltstadthaus mit seiner eiförmigen Glas- und Holzfassade. Die Kölner nennen es liebevoll Walfisch.

Eine der größten Universitäten Deutschlands ist die Universität in Köln. Sie zählt auch zu den ältesten Universitäten Europas und steht in den Rankings in vielen Disziplinen meist unter den ersten fünf.

Das Husserl-Archiv gehört ebenfalls zur Universität Köln und beherbergt vermutlich sämtliche Manuskripte von Edmund Husserl, einem der einflussreichsten Denker der Neuzeit, welcher sich mit der Phänomenologie beschäftigte.

Die Deutsche Zentralbibliothek Medizin ist die zentrale Fachbibliothek für Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften in Deutschland.

Das Köln Triangle ist eine markante Landmarke im rechtsrheinischen Köln und kann durchaus als eine Art Wahrzeichen benannt werden.

Zu guter Letzt stelle ich noch zwei wichtige Personen aus der neueren Kölner Zeit vor; die eine Person ist vermutlich etwas weniger bekannt und die andere Person sollte jeder deutsche Staatsbürger kennen.

Die Ordensschwester Edith Stein war eine deutsche Philosophin und auch Frauenrechtlerin mit jüdischen Ursprung. Sie konvertierte zum Katholischen Glauben und wird dort als Heilige und Märtyrerin verehrt. Von Päpsten wurde sie selig und heilig gesprochen. Ihr wurde in Köln ein Denkmal gesetzt.

Ein Sohn Kölns ist Konrad Adenauer. Er war Oberbürgermeister der Stadt und später erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Auch ihm wurde ein Denkmal gesetzt.

Mein liebes, tolles Köln,

da haben wir beiden ja spannende 4 Tage erlebt! Du und deine Mensch seid so extrem gut gelaunt und entspannt und seid freundlich zu euren Gästen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen! Und ihr seid immer für einen kleinen Schwatz zu haben. Sogar die Inhaber meiner Unterkunft wollten mich wohl garnicht mehr los werden, als ich bezahlt habe und mein Gastgeschenk übergeben habe und dann anschließend abdüsen wollte. Die haben sich richtig gefreut, dass es da wen gibt, der ihre Stadt portraitiert und sich mit ihnen austauscht.

Ganz besonders ist mir aufgefallen, dass ist sogar im Straßenverkehr merklich entspannter zugeht als in anderen Städten – und das für eine Millionenstadt!

Wie bereits erwähnt hat es mir vor allem an der Rheinpromenade sehr gefallen. Ein schöner Ort zum spazieren und verweilen.

War ich vor dem Besuch noch skeptisch, weil ich so garnichts mit dir anfangen konnte, bin ich glücklich darüber eine so schöne Zeit bei dir gehabt zu haben und freue mich nun auf meinen nächsten Besuch bei dir.

Alles Gute wünsche ich dir und bleib wie du bist!