Leverkusen – Kleinstadtflair, Weltkonzert und renomierter Sport

Wenn ich schon mal in Köln bin, dachte ich mir dann kann ich mir auch die Zeit nehmen den kleineren Nachbar Leverkusen zu besichtigen. So konnte ich zum Start meines Jahresurlaubs bereits zwei Städte auf meiner Liste der 100 abhaken.

Ähnlich wie beim großen Nachbarn Köln konnte ich mit Leverkusen vor meinen Recherchen recht wenig anfangen. Wie ist die Stadt zu dem geworden, was sie ist? Kannte ich doch nur den Weltkonzern Bayer AG und den renomierten Verein, welcher in zahlreichen Sparten beachtliche Erfolge vorweisen kann.

Bei meinen Recherchen ist mir gewahr geworden, dass es Leverkusen in dieser Form noch keine 100 Jahr gibt. Wie bei vielen der 100 größten Städte Deutschlands haben sich einige Gemeinden zusammen geschlossen und die Stadt Leverkusen gegründet. Nicht unwesentlich war aber auch der Beitrag der Chemiefirmen Bayer und der darin aufgegangenen Chemiefirma Leverkus. Zu beiden Firmen berichte ich später mehr.

Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen in Leverkusen und ich bin abermals froh vor gut vier Jahren dieses Projekt gestartet zu haben, denn als Stadt ist Leverkusen bei mir kein blinder Fleck mehr. Sehr angenehm empfand ich es durch die verschiedenen Gemeinden zu fahren, welche die Stadt Leverkusen bilden und zu erkennen, welch schöne Kleinstadtidylle herrscht neben der allgegenwärtigen Präsenz eines Weltkonzerns.

Verschiedene Bauwerke

Der Stadtteil Wiesdorf liegt am nächsten zum Chemiepark, wo auch der Bayer-Konzern seinen Sitz hat. Wiesdorf ist mit ein Gründungsmitglied von Leverkusen und hat eine ziemlich zentrale Lage. Dort befindt sich auch im Grunde das Zentrum von Leverkusen mit einer großen Einkaufsstraße, den mittlerweile üblichen Einfkaufszentren und dem Rathaus.

Hinterm Rathaus/Einkaufszentrum konnte ich von einer Brücke aus den futuristischen Wasserturm fotografisch einfangen. Er ist ein Wahrzeichen der Stadt und sein höchstes Bauwerk. Dort gibt es auch eine Aussichtsplattform.

Nicht allzuweit von der Brücke befindet sich vor dem Stadtpark die Doktorsburg. Sie wird auch Haus Büchel oder Oberbüchel genannt und war mal eine Wasserburg und Gutshof und ist heute ein Herrenhaus. Sie wird heute als Haus der Begegnung für Senioren genutzt.

Am Rande des Zentrums von Wiesdorf befindet sich das Bayer Erholungshaus. Es dient als Kulturhaus der Bayer AG und bietet einen Saal mit 800 Plätzen für verschiedene Arten der Aufführung. Es ist eines der ältesten Spielstätten Leverkusens.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Koloniemuseum Leverkusen und drumherum Häuser einer Arbeiterkolonie. Es dokumentiert das Alltagsleben der Arbeiter in den Werkssiedlungen.

Der Stadtteil Schlebusch und der Stadtteil Alkenrath sind ebenfalls ein Ursprungsorte der Stadt Leverkusen und haben einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zuallerst ist dabei das Schloß Morsbroich mit Schloßpark zu nennen. Zur Geschichte des Schlosses konnte ich nur herausfinden, dass es früher ein Jagdschloss war und seit der Zeit nach den 2. Weltkrieg als Kunstmuseum genutzt wird. Es war das ersten Museum für moderne Kunst der jungen Republik.

Die denkmalgeschütze Villa Wuppermann wurde ursprünglich von Industriellen als Wohnort genutzt und ist mittlerweile im Besitz der Stadt Leverkusen. Sie wird als Bürgerhaus für verschiedene Veranstaltungen genutzt.

Der Stadtteil Opladen ist ebenfalls ein Ursprungsort von Leverkusen. In Opladen gibt es eine ansehnliche Fussgängerzone in der man alles für das tägliche Leben findet. Ich bin in einen Tchibo-Shop gegangen um mir einen Cappuchino und einen Snack zu gönnen und traf dort auf eine sehr freundliche Verkäuferin. Sie hat sich gerne dazu bereit erklärt mir meine fünf ausgeklügelten Fragen zu beantworten.

Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die Smog Glocke über der Stadt wenn man von Bergisch Gladbach aus nach Leverkusen schaut. Und das Bayer-Kreuz, welches man von weitem schon erkennen kann – besonders bei Nacht, wenn es leuchtet. Es weckt Heimatgefühle!
Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mein Heimatort Hitorf. Dort ist es sehr grün und ruhig und das Völkchen dort hat durchaus seine Eigenarten. Außerdem haben wir den größten Karnevalsumzug der Stadt.
Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Die Rheimpromenade ist schön und der Wasserturm. Und Hitorf natürlich!
Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Leverkusener sind zwar etwas hektisch, aber durchaus auch sehr unbekümmert. Wir liegen zwischen den Metropolen Köln und Düsseldorf und fühlen uns mit unserer Normalität und unserem Normalsein sehr wohl.
Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Ich wünsche mir, dass mehr Geld in das Schulsysem fließt. Ich bin damit nicht zufrieden.

Ich fand, dass das wieder ein sehr schönes Interview und ein tolles Gespräch war, so dass ich der Meinung war noch mal im Shop zu stöbern und meiner Freundin, welche leider nicht dabei war, ein schönes Mitbringsel zu kaufen. Sie ist Tchibo-Fan und hat sich sehr über die schönen Frühstücksschalen gefreut. 🙂

In Opladen gibt es eine Gedenktafel für eine Synagoge am Platz der Synagoge. Sie wurde während der Reichskristallnacht vollständig zerstört.

Eines der ältesten Gebäude der Stadt befindet sich auf dem NaturGut Ophoven. Es ist ein alter Gutshof bzw. eine alte Burg aus dem 13. Jahrhundert und wir mittlerweile als Umweltbildungszentrum für Kinder und Erwachsene genutzt.

Die Villa Römer ist ein historisches Gebäude in Opladen. Sie war eine Villa eines Fabrikanten und wird heute als Haus der Stadtgeschichte genutzt. Während ich diese Information schreibe, merke ich das ich das falsche Gebäude fotografiert habe; nämlich das Stadtarchiv Leverkusen. Sieht aber auch schön aus…

Ganz in der Nähe befindet sich der Friedenberger Hof. Er ist ebenfalls eines der ältesten Gebäude der Stadt und war mal ein Rittersitz.

Wirtschaft und Industrie

Die Bayer AG wurde bereits 1863 in Wuppertal gegründet und zog rund 40 Jahre später an den Rhein in die Ortschaft Wiesdorf. Dort befand sich bereits eine Chemiefabrik – die Alizarinfabrik von Carl Leverkus – welche die Grundlage für die heutige Bayer AG gewesen ist. Von dort ist das Unternehmen stetig gewachsen. Bekanntestes Produkt ist natürlich die Aspirin-Schmerztablette. Hauptprodukte aktuell sind Produkte der Pharmazie, Gesundheit, Pflanzenschutz und Tiergesundheit. Ursprünglich stellte Bayer auch chemische Produkte her. Allerdings wurde diese Sparte ausgegliedert und als Lanxess AG an die Börse gebracht. In Köln befindet sich zwar die Zentrale von Lanxess, aber im Leverkusener ChemPark steht der größte Produktionsstandort. Der ChemPark Leverkusen gehört zu den vielseitigsten Chemiestandorten weltweit mit seinen rund 200 verschiedenen Unternehmen.

Im ChemPark selber befindet sich der Carl-Duisberg-Park. Carl Duisberg hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg von Bayer. Nach ihm wurde dieser Park genannt, welcher öffentlich zugänglich ist. Ebenfalls befindet sich im Park ein Japanischer Garten, den Carl Duisberg hat anlegen lassen. Der Japanische Garten befindet sich bereits auf Kölner Stadtgebiet.

Nicht nur die Bayer AG ist eine Besonderheit in der Leverkusener Wirtschaft. Andere Unternehmen mit wichtigen Geschäftsfeldern prägen die Wirtschaft ebenfalls. So habe ich heraus gefunden, dass die Autofirma Mazda ihren Deutschlandsitz in Leverkusen hat!

Die Firma Momentive Performance Materials hat ihren Deutschlandsitz ebenfalls in Leverkusen und ist ein Spezialchemiehersteller. Das Unternehmen ist weltweit zweitgrößter Silikonhersteller und größter Quarz- und Spezialkeramikhersteller. Leider konnte ich kein richtig gutes Foto schießen.

Das Unternehmen TMD Friction kommt aus Leverkusen und ist weltweit führender Bremsbelaghersteller.

Kultur, Natur und Sport

Leverkusen ist eine Sportstadt. Dies hängt natürlich eindeutig mit der Bayer AG zusammen, welche seit jeher den Sport in dieser Stadt gefördert hat.

Besonders bekannt ist natürlich die Fußballmannschaft von Bayer 04 Leverkusen, welche seit Jahrzenten auf hohem Niveau in der Fussball-Bundesliga spielt und regelmäßig in internationalen Wettbewerben auftritt. Oft bestritten sie Finalspiele oder sind sehr weit gekommen, aber bisher reichte es lediglich für einen UEFA-Pokal und einen DFB-Pokal. Dennoch ist diese Fussballmannschaft nie zu unterschätzen. Ihre Spiele trägt die Mannschaft in der BayArena aus.

Eine sehr erfolgreiche Historie weist die Basketballsparte von Bayer 04 Leverkusen auf. Die Bayer Giants waren mehrmaliger Deutscher Meister und Pokalsieger.

Im Fechten und in der Leichtathletik holten Sportler von Bayer 04 Leverkusen etliche Medaillen bei Olympischen Spielen und Welt- und Europameisterschaften. Gleiches gilt für den international beachteten Behindertensport des Vereins.

Besonders ragen die Leistungen der Damenhandballabteilung heraus, welcher der einzige Verein in der Damenhandball-Liga ist, welcher nie abgestiegen ist. Die Handballdamen nennen sich Werkselfen und gehören mit Abstand zu den erfolgreichsten Handballerinnen Deutschlands. Gespielt und trainert wird in der Freiher-vom-Stein-Gymansium-Halle.

Leverkusen ist eine besonders musikalische Stadt. Die Leverkusener Jazztage sind überregional bekannt und ziehen viele Jazzliebhaber an. Gespielt wird unter Anderem im Notenschlüssel, im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer e.V., im topos, im Scala Club, in der Stadthalle und im Witwe Kaiser.

Kabarett und Kunst findet regelmäßig im K1Kolonie 1 statt.

Natur kann man in Leverkusen durchaus sehr zentral erleben. Die Dhünn – ein Flüßchen, welches in die Wupper mündet, fließt an den Sportstätten und durch das Zentrum. Dort bin ich sogar über eine interessante Hängebrücke gegangen, um zu einem Ziel zu gelangen.

Die Wupper mündet bei Rheindorf – ebenfalls ein Ursprungsort von Leverkusen – in den Rhein. Auch dort kann man sehr schön spazieren.

Auf einer parkähnlichen Anlage an der Wupper in Opladen findet regelmäßig eine der ältesten und größten Bierbörsen Deutschlands statt. Meist startet die Veranstaltung im August.

Kulinarisch gibt es in Leverkusen nichts Traditionelles oder Spezielles. Selbstverständlich bekommt man aber viele rheinische Gerichte. In einer Arbeiterstadt wie Leverkusen gibt es dennoch Typisches für den Arbeiter, wie z.B. Curry-Wurst mit Pommes. Zum Ende meines Besuches in Leverkusen gönnte ich mir zur Krönung eine leckere Portion davon beim Wurstteufel. Grundsätzlich bin ich nicht so der Fan einer solchen Leckerei, aber beim Wurstteufel hat die Curry-Wurst Pommes richtig gut geschmeckt!

Nicht finden konnte ich Überreste einer alten Römersiedlung in Schlebusch. Die vorhandenen Informationen im Internet waren etwas dünn. Auch der neue Jüdische Kultusverein Davidstern war nicht so einfach zu finden. Er soll sich aber in Wiesdorf befinden.

Mein liebes Leverkusen,

ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und du bist dafür die richtige Stadt gewesen. Ich mochte deine Ruhe und Gelassenheit, das Normale was du ausstrahlst und die schönen kleinstädtischen Stadtteile, die dich ausmachen neben einem großen Weltkonzern und einem renomierten Sportverein. Ich finde, dass das eine angenehme Mischung zwischen groß und klein ist. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und freue mich irgendwann in der Zukunft wieder vor bei zu schauen und unter anderem eine Portion Curry-Wurst-Pommes zu futtern oder den freundlichen Tchibo-Laden mit meiner Partnerin zu besuchen!

Alles Gute für dich und bis bald!

Köln – noch’n Kölsch?

Eine kurze Überschrift für diese schöne überragende und doch auch ziemlich gechillte Metropole am Rhein! Ich hätte auch den Karneval oder den Dom oder was weiß ich noch in der Überschrift nennen können, aber Kölsch ist ein echtes Lebensgefühl in Köln. Dabei meine ich nicht nur das Bier, sondern auch die Sprache und die Art und Weise, wie die Kölner die Welt sehen; das Kölner Grundgesetz habe ich an meinem viertägigen Aufenthalt durchaus überall gespürt. Kölsch ist überall! Ob im Glas, in der Sprache oder im Herzen der Einwohner. Ich war von Kölsch umgeben!

Und das ist auch gut so. Ich war erst etwas skeptisch, ob es mir hier gefallen würde. Ich kannte bisher lediglich den Bahnhof und den Dom und bin auch mal über die Rheinbrücke auf dem Weg nach Aachen gefahren, aber ansonsten hatte ich mit dieser Stadt wenig am Hut und es hatte mich bis Dato auch nicht wirklich interessiert. Wenn man als Nordlich in eine Metropole will, dann düst man nach Hamburg oder vielleicht noch nach Berlin, aber Köln wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Ich kann in jedem Fall schon mal sagen, dass das nicht mein letzter Aufenthalt in Köln gewesen ist. Das Kölsch-Fieber hat mich angesteckt! Schließlich behaupte ich von mir selber, dass ich ein recht gechillter Mensch bin und so konnte ich mich mit der Kölsche Lebensart sehr gut identifizieren.

Köln ist tatsächlich eine riesige Stadt. Ich befuhr sie teilweise mit meinem Faltrad und sie nahm einfach kein Ende. Am Ende vieler Straßenzüge kam immernoch viel mehr Köln zum Vorschein! Beeindruckend! Beeindruckend fand ich auch seine Vielseitigkeit. Bekannt als Medienstadt bietet sie auch sehr viele kulturelle Sehenswürdigkeiten, sie ist ein Zentrum vieler namhafter Unternehmen und Behörden, ist kulturell Spitzenklasse und hat eine lange Geschichte als römische Gründung, Handelsstadt und Wallfahrtsort.

Ich freue mich einerseits, diesen Artikel zu schreiben und mich an all das schöne Erlebte zu erinnern. Weiß aber auch, dass das echt eine Menge Arbeit wird. Et kütt, wie et kütt… 🙂

Historische Sehenswürdigkeiten

Ganz neu ist für mich, dass Köln eine Festungsstadt gewesen ist und um Köln herum – meist in der Nähe des Militärrings – viele Überbleibsel anzufinden sind. Der Festungsring wurde ab 1815 von den Preussen erbaut und es gibt einen inneren sowie einen äußeren Festungsring. Wo genau welcher Ring langführt, habe ich nicht recherchiert, aber ich habe einige Forts besucht und fotografiert. In einem dieser Forts befindet sich das Festungsmuseum Köln. Dort kann man viel über die Geschichte der Festungen erfahren.

Innerhalb des Festungsrings gibt es noch einige Zeugnisse einer Stadtmauer und einigen Toren und Türmen aus der Zeit des Mittelalters. Diese zähle ich nun der Reihe nach auf und füge die Bilder ebenfalls der Reihe nach ein. Direkt am Rhein befindet sich der Kunibertsturm. Er wird auch Weckschnapp genannt. Im Weckschnapp soll der Sage nach besonders graumsam hingerichtet worden sein. An der Decke soll ein Stück Brot – Weck – gehängt worden sein und die dort Gefangenen, welche ohne Nahrung eingesperrt wurden, haben versucht diesen Weck zu schnappen. Beim Klettern sind sie meist gestürzt und durch eine Falltür gefallen, wo am Boden nach oben gerichtete Messer lagen… Die Eigelstein-Torburg liegt im Norden der Innenstadt. Durch sie ist damals Napoleon triumphierend in die Stadt geritten. Am Hansaring befindet sich im Klingelpützpark ein Stück mittelalterlicher Stadtmauer. Dort soll auch das berühmte Gefängnis Klingelpütz gestanden haben. Die Severinstorburg im südlichen Teil der Innenstadt wurde im Mittelalter repräsentativ für Empfange hoher Adeliger genutzt und ist mittlerweile Wahrzeichen des Severinviertels. Dort werden auch Trauungen vorgenommen. Nur wenige 100m weiter steht die Ulrepforte. Sie ist das kleinste von allen Stadttoren. Direkt gegenüber befindet sich der Sachsenturm. Er wird heutzutage auch Blaue-Funken-Turm genannt, weil sich dort die Zentrale des Karnevalsvereins Blaue Funkten befindet – eine der ältesten Karnevalsgesellschaften Kölns. Außerdem befindet sich am Komplex auch der Karnevalsverein Prinzen-Garde Köln. Es folgt am Ende noch die Hahnentorburg. Sie sicherte die Stadt nach Westen ab.

Der Gürzenich wurde im 15 Jahrhundert erbaut und war von Anfang an eine Festhalle, was sie auch heute noch ist.

Bald 100 Jahre als wird werden der unter Denkmalschutz stehende Alte Messeturm Kölns. Er ist ein Wahrzeichen der Stadt und Teil der Rheinhallen.

Weitere historische Sehenswürdigkeit zähle ich nun in der Reihe auf, wie ich die entsprechenden Fotos einfüge. Das Blau-Gold-Haus unmittelbar am Dom ist ein denkmalgeschütztes Geschäftshaus. Es wurde nach dem Krieg von der Firma 4711 repräsentativ genutzt – Nachts läuchtet das Gebäude in blau und gold. Aktuell wird dort viel saniert.

Der Fischmarkt ist ein Teil der historischen Altstadt von Köln. Dort wird seit dem Mittelalter mit Fisch gehandelt und man noch heute Muscheln Rheinischer Art im Restaurant Herings im Martinsviertel bekommen. Dort steht auf das Stapelhaus mit seinem Treppenturm. Das Stapelhaus steht für die große Handelsgeschichte der Stadt.

Ganz in der Nähe steht der Pegel Köln. Er misst natürlich die Höhe des Wassers im Rhein.

Das Overstolzenhaus fällt duch seinen markanten Treppengiebel auf und ist das älteste noch benutzt Gebäude, welches im Mittelalter gebaut wurde.

In Köln Ehrenfeld steht der Helios Leuchtturm. Helios war ein Elektrizitätsunternehmen in den Anfängen dieser Technik und hatte großen Einfluss auf die Elektrifizierung der damaligen Gesellschaft. Der Leuchtturm war nie ein Seezeichen und wurde eher für Versuche und Tests genutzt. Er ist ein Wahrzeichen des Stadtteils und leuchtet schwach in der Nacht über Ehrenfeld.

Neben mittelalterlicher Stadtmauer und neuzeitlichem Festungsring gab es in Köln natürlich auch eine antike, römische Stadtmauer. Tatsächlich ist von der antiken Befestigung noch einiges übrig geblieben. Auch hier beschreibe ich die einzelnen Sehenswürdigkeit hintereinander und füge entsprechend die Fotos ein.

Der Römerturm ist noch ziemlich gut erhalten und besticht durch Verwendung unterschiedlicher Gesteinsarten und schmucker Ornamente.

Der Lysolphturm steht etwa 100 Meter weiter Stadteinwärts und auch der Helenenturm befindet sich im gleichen Viertel. Und sogar ein Rest gut erhaltener Stadtmauer.

Südlich der Innenstadt – im Griechenviertel – befindet sich eine bronzene Bodenplatte, in der genau verzeichnet ist, welchen Umfang die römische Stadtmauer hatte. Ebenfalls gibt es dort noch Reste der Stadtmauer.

In der Nähe des Rathauses befindet sich noch ein Rest einer römischen Wasserleitung.

Das Ubiermonument ist ein weiteres archäologisches Denkmal, welches sich anscheinend unter der Erde befindet. Es stand schon vor Ankunft der Römer und gilt als das älteste Steinmonument nördlich der Alpen.

Eine Stadt mit wirtschaftlicher und institutioneller Bedeutung

Seit jeher ist Köln einer der wichtigsten Standorte für Wirtschaft, Handel und Industrie gewesen und kann sich mit Stolz als Sitz vieler wichtiger Unternehmen und Institutionen bezeichnen.

Erst mit der Recherche zu Köln ist mir gewahr geworden, dass diese Stadt durchaus als Wiege des Automobilbaus in Deutschland bezeichnet werden kann. In Köln Ehrenfeld irgendwo an der Venloer Str. 295 wurde Horch & Cie gegründet. Auf dem Foto was ich gemacht habe deutet heute nichts mehr darauf hin. Kurz nach Gründung ist das Unternehmen auch nach Zwickau gezogen. Mehr zu Horch & Cie berichte ich dann, nachdem ich in Zwickau gewesen sein werde.

In einem Keller in Köln Mülheim entstand der erste Bugatti aller Zeiten. Ettore Bugatti lebte damals in Köln und arbeitete für die Deutz AG. Heute erinnert ein Staßenname an ihn.

Die Deutz AG gilt als erstes Motorenwerk der Welt. Außerdem arbeiteten dort Legenden wie Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach.

Wenn wir über den Autobomilbau sprechen, müssen wir natürlich auch die Ford Werke in Köln erwähnen. Nach dem ersten Weltkrieg gab es hohe Einfuhrzölle auf ausländische Automobile, so dass die amerikanische Ford Motor Company in Berlin einen europäische Tochterfirma gründete. Die ist dann Ende der 20er Jahre nach Köln-Niehl gezogen.

Köln ist auch Sitz der französischen Citroen! Seit über 90 Jahren befindet sich die Zentrale des Konzerns in Köln Porz. Gerade lese ich aber, dass Citroen Endes des Jahre (2019) seine Zentrale aufgeben wird. Die Marke ist Teil des PSA-Konzerns, welche vor wenigen Jahren Opel von General Motors übernahm und mittlerweile wieder in den Schlagzeilen steht wegen einer möglichen Fusion mit FiatChrysler.

Für Toyota sitzt die Vertriebsgesellschaft Toyota Deutschland GmbH in Köln; zufällig in der Toyotastraße.

Im Süden Kölns befindet sich die größte Raffinerie Deutschlands. Die Rheinland Raffinerie wird von der Shell Deutschland Oil GmbH betrieben.

Ebenfalls im Süden von Köln befindet sich das DUSS Terminal Eiffeltor. Das Terminal ist der größte Containerumschlagbahnhof Deutschlands für den kombinierten Frachtverkehr Schiene-Straße. Man muss aber auch schon genau hingucken auf dem Foto…

Einer der größten und bekanntesten TÜVs ist der TÜV Rheinland mit Sitz in Köln.

Die Finanzbranche ist mit vier namhaften Unternehmen sehr stark in Köln vertreten. Der Versicherer Gerling wurde allerdings vor einigen Jahren in den hannoverschen Talanx-Konzern integriert. Das Gerling-Quartier war die Zentrale von Gerling. Ich finde es sehr imposant und sehr schön gemacht! Anscheinend hat das Unternehmen seinerzeit recht gut verdient.

Die Gothaer Versicherung hat ihren Hauptsitz in Köln. Sie wurde urprünglich in Gotha gegründet, aber zog 1945 in den Westen Deutschlands. Sie war ursprünglich eine Feuer-Versicherungs-Bank und bietet mittlerweile auch Versicherungen in anderen Bereichen an.

Auch die DEVK hat ihren Sitz in Köln – direkt am Rheinufer übrigens! Man kennt sie als Eisenbahnerversicherung und das war sie auch die meiste Zeit seit ihrer Gründung. Sie ist zwar immernoch im Geschäft mit den Eisenbahnern, aber sichert auch viele andere Risiken für Privatkunden ab.

Das ehemals größte Bankhaus Europas ist die Sal. Oppenheim jr. & Cie. AG & Co. KGaA. Sie ist auch die drittälteste Privatbank Deutschlands und hat ihren Sitz in Köln. Nach finanziellen Krisen in den zweitausendnuller Jahren wurde die Bank von der Deutschen Bank 2009 übernommen.

Ein Unternehmen was eigentlich aus Leverkusen stammt, hat seine Zentrale in Köln – die Lanxess AG. Das Unternehmen stellt Produkte der Spezialchemie her.

Ein typisch Kölsches Unternehmen ist der Parfumhersteller von 4711. Das Stammhaus des Unternehmens habe ich zwar nicht fotografiert, aber ich habe das 4711-Areal entdeckt. Es ist Teil des Barthonia Forums und war eine ehemalige Fabrik für das Kölnisch Wasser. Ansonsten prangt der 4711-Schriftzug oft an Fassaden in Köln.

In diesem Zusammenhang sollte man das Farina-Duftmuseum erwähnen. Es beherbergt die älteste Parfumfabrik der Welt, ein Parfummuseum und ist der Geburtsort von Eau de Cologne.

Typisch Kölsch ist auch Klosterfrau Melissengeist! Eine Nonne aus dem Münsterland hat vor ca. 200 Jahren das Hauptprodukt der Firma, welchem eine positive Wirkung auf Körper und Geist zugeschrieben wird, erfunden.

Direkt am Rhein gelegen ist Köln seit jeher eine Handelsstadt. Viele bekannte Unternehmen des Handels kommen aus Köln. REWE ist der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler Deutschlands und existiert seit 1927. REWE fing als Genossenschaft an und vereinte viele Lebensmitteleinzelhandelsmarken unter sich. Vor einigen Jahren wurden sie alle umfirmiert und laufen nun unter den Namen REWE.

Galeria Kaufhof ist ebenfalls ein Unternehmen mit Sitz in Köln. Es wurde von Leonhard Tietz in Stralsund gegründet und hatte zeitweise seinen Sitz in Wuppertal. Seit kurzem ist Galeria Kaufhof eine Fusion mit Karstadt eingegangen.

Der erste Saturn-Hansa Markt Deutschlands wurde in Köln im Hansahochhaus eröffnet und bot seine Produkte erst mal nur einem auserwählten Publikum an. Mit der Zeit konnten auch Otto-normal-Bürger technische Geräte bei Saturn-Hansa erwerben. Das Hansahochhaus ist ein denkmalgeschützter Bau und eines der ersten Hochhäuser Deutschlands.

Die Stollwerck GmbH war ein großer Schokoladenhersteller mit ehemaligem Sitz in Köln. Mittlerweile sitzt das Unternehmen in Norderstedt. Das ehemalige Werk steht unter Denkmalschutz. Dort stehen auch alte Kompressoren, welche an das Werk erinnern. Die meisten Gebäude des Werks wurden abgerissen zu Gunsten von Wohnraum.

Eine der größten, ältesten und wichtigsten Messen Deutschlands ist die KölnMesse. Sie spielt eine wichtige Rolle für die Wirtschaft der Stadt. Auf dem Gelände der KölnMesse findet jedes Jahr die Art Cologne statt. Sie gehört zu den ältesten Kunstmessen der Welt. 1914 fand dort die erste Deutsche Werkbundausstellung statt. Wenn ich das richtig verstanden habe, war das Ziel des Deutschen Werkbundes das Bauen von Gebäuden und/oder herstellen von Produkten von höchster Qualität vereint mit künstlerischen und handwerklichen Werten oder so ähnlich. Im Internet ist es etwas besser beschrieben, als in meinen eigenen Worten; ich wollte kein Copy & Paste machen… 🙂 Seit einigen Jahren findet auf der KölnMesse auch die GamesCon statt, die weltgröße Messe für Computer- und Videospiele. Dort habe ich einen Hauptzugang fotografiert. Ebenfalls findet dort alle zwei Jahre die wichtigste Messe für Film, Foto und Video statt – die photokina.

Auf dem ehemaligen Gelände der Vulkan AG – einer Leuchtenfabrik für Gaslaternen – befindet sich nun ein Zentrum für Kreative in den Bereichen Werbung, IT, Medien und Werbung.

Zentrum der Medien und Funk und Fernsehen

Die Medien als Wirtschaftszweig muss man in Köln sicher immer separat betrachten. Mehrere Fernsehsender, Verlage und Nachrichtendienste haben hier ihren Sitz und scheinen auch immer bestens informiert zu sein. Zu aller erst möchte ich den WDR nennen. Der WDR ist Mitglied des ARD und dessen größe Sendeanstalt. Außerdem ist der WDR nach Mitarbeiterzahl nach der BBC in London der größte Sender Europas. Wenn ich im Westen der Republik unterwegs bin höre ich sehr gerne WDR 5 oder WDR Cosmo. Dort finde ich für mich die richtige Mischung an Musik und Informativem. WDR 5 erreiche ich sogar hier in Hannover/Hildesheim!

Sehr gerne höre ich auch den Deutschlandfunk! Er ist ein äußerst informativer Sender und hat seinen Sitz ebenfalls in Köln.

Wenn man von Köln spricht, dann darf man natürlich nicht den ersten privat ausgestrahlten Sender Deutschlands nicht vergessen! Die RTL Mediengruppe hat seinen Sitz in Köln strahlt vielfältige Programme über viele verschiedene Sender wie n-tv, VOX, nitro, SuperRTL usw. aus.

Der erste deutsche Musiksender VIVA strahlte ebenfalls sein Programm aus Köln in die Republik und war ein ernstzunehmender Konkurrent zum Sender MTV. Mittlerweile gibt den Musiksender nicht mehr. Die Firma Brainpool TV GmbH, welche maßgeblich am Start von VIVA beteiligt war sitzt im Nordosten von Köln.

Nicht ganz bewußt war mir, dass die Lindenstraße hauptsächlich in Köln gedreht wird. Die Sendung wird im Coloneum von der MMC Studios Köln GmbH produziert. Die Produktionsstudios gehören zu den größten und modernsten Europas.

Eine nicht ganz so beliebte und sehr umstrittene Institution im Medienbereich ist der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice – auch GEZ genannt. Befindet sich im Westen der Stadt und war etwas schwierig zu fotografieren.

Die nobeo GmbH ist ebenfalls eine Produktionsfirma für Medien aller Art. Sie bietet Services für traditionelle und moderne Medien an. In ihren Studios werden Gameshows abgehalten, sie supporten Außenproduktionen, und bieten auch viele Web-Angebote an.

Die action concept Film- und Stuntproduktion GmbH muss sich irgendwo am Rheinufer befinden, aber ich konnte leider kein Firmenschild finden. Die Firma produziert unter Anderem Alarm für Cobra 11.

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG befindet sich direkt am Dom und gehört zu den größten Verlagen in Deutschland. Er publiziert viele populäre und kritische Sachbücher.

Köln ist auch für seine Dichte an Zeitungen bekannt. Die Kölnische Rundschau war schon immer eine unabhängige Zeitung, auch obwohl sie vom konkurrierenden Verlag DuMont vor längerer Zeit geschluckt wurde. DuMont vertreibt bundesweit Zeitungen. In Köln vertreibt sie den Kölner Stadtanzeiger, den Express und den Kölner Wochenspiegel.

Zu guter Letzt schließe ich diesen Teilartikel mit dem Media Park ab. Der wachsenden Bedeutung als europäische Medienstadt trug die Stadt Köln Rechnung, indem sie den Media Park erbauen ließ. Dort befinden sich etliche Firmen und Unternehmen aus dem gesamten Spektrum des Medienbereiches. Das markanteste Gebäude ist dabei der KölnTurm. Ich habe versucht ein Panorama vom Mediapark zu schießen, daher sieht der Turm etwas mickriger aus, als er wirklich ist…

Köln als Wallfahrtsort

Relativ neu und garnicht so bewußt war mir, dass Köln ein Wallfahrtsort ist und es viele Kirchen gibt, wo Heilige und andere Menschen, die sich um das Wohl von Leib und Seele ihrer Mitmenschen kümmerten, vereehrt werden. Natürlich ist zuallerst der Kölner Dom zu nennen. Er ist UNESCO-Weltkulturerbe und eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Er ist einer der größten gotischen Kirchen und hat den Bombenhagel des 2. Weltkriegs fast unbeschadet überstanden. In ihm befindet sich die Gebeide der heiligen drei Könige. Die Dombauhütte befasst sich mit dem Erhalt des Doms, an dem eigentlich ständig rumgewerkelt wird. Die Domplatte umgibt den Kölner Dom und ist eine Fussgängerzone.

Die Basilika Str. Ursula ist der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Ursula und ihren Gefährtinnen geweiht. Sie ist über 1000 Jahre alt.

Die Kirche St. Albertus Magnus mit dem Krieler Dom ist übrigens das zweitälteste sakrale Gebäude Kölns und es werden dort auch Messen auf Kölsch abgehalten.

Die Basilika St. Andreas ist in etwa 1000 Jahre alt und in ihr sind die Gebeinde des Hl. Albertus Magnus gelegen. Weitere Sehenswürdigenkeiten sind der Makabäerschrein, die Altartafel und der Blutbrunnen.

In der Kirche St. Maria in der Kupfergasse wird das Gnadenbild der Schwarzen Mutter Gottes verehrt.

Die heilige Maria ist die Schutzpatrotin von Köln. Das Gnadenbild zur Freudenreichen Mutter wird in der Kirche St. Mariä Geburt verehrt.

Die Kirche St. Servatius ist dem Hl. Servatius von Tongern gewidmet. Er ist einer der drei Eisheiligen.

St. Vitalis ist ein noch junger Kirchenbau und ist einem Märtyrer einer Thebäischen Legion gewidmet.

Dem Hl. St. Martin ist die Basilika Groß St. Martin gewidmet. Sie befindet sich zwischen Kölner Dom und dem Rhein.

Die Basilika St. Severin ist dem Hl. Severin gewidmet, welcher der dritte Bischof von Köln war.

Die Basilika Str. Maria in Lyskirchen ist der Schiffermadonna gewidmet und ist die kleineste der 12 Basiliken in Köln.

Die Kirche St. Aposteln ist natürlich den 12 Aposteln gewidmet. Wie ich herausfand steht die Kirche auch auf 12 Pfeilern, welche die 12 Apostel symbolisieren.

Die Basilika Str. Gereon verehrt den Hl. Gereon, welcher sich als Legionär der Thebäischen Legion weigerte Christen zu verfolgen als Märtyrer starb.

Die Kirche St. Pantalon ist den Heiligen Pantalon, Cosmas und Damian geweiht. Schon zu Römerzeiten stand die Kirche hier, war aber anfangs ein Holzbau.

St. Maria im Kapitol ist die größte der 12 romanischen Kirchen im Stadtgebiet. Auch sie existiert in etwa seit der Römerzeit (sicher nicht immer in dieser Bauform). Vor der Marienstatue befindet sich immer ein voller Korb Äpfel! Der Legende nach hat ein Junge täglich vor der Statue gebetet und ihr einen Apfel angeboten. Darauf hin soll die Statue gelächelt haben. bzw. wird gesagt, dass ihm die Statue ein Versteck verriet, wo ein Beutel mit etwas Schulgeld versteckt sei.

Die Kirche St. Georg befand sich seinerzeit an einer römischen Stadtmauer von der aus die südliche Gegend bis Bonn von den Römern bewacht wurde.

Die Kirche St. Cäcilien war die Kirche des Damenstiftes St. Cäcilien. Mittlerweile befindet sich dort auch ein städtisches Museum.

Die Kirche St. Stephan in Köln-Lindenthal hat eine besondere Geschichte. Sie wurde als einer der ersten Kirchen im Krieg durch die Alliierten zerstört. Lediglich der Kirchturm blieb bestehen. Außerdem hat hier Konrad Adenauer seine erste Frau Emma geheiratet!

Die Kirche Alt-St. Heribert ist dem Erzbischof Heribert geweiht, welcher vor fast 1000 Jahren hier begraben wurde. Sie liegt direkt an der Ostseite des Rheins von wo man aus den Kölner Dom sehen kann.

Im Minoritenkloster in Köln, welches von den Franziskaner-Minoriten und dem Kolpingwerk genutzt wird, sind Johannes Duns Scotus, schottischer Theologe und Franziskaner, und Adolph Kolping begragen.

Nicht nur christliche Gotteshäuser bilden Attraktionen in Köln! Auch andere Glaubensrichtungen huldigen ihrem Glauben in ihren besonderen Gotteshäusern. Hier gibt es eine große, schöne Synagoge mit Restaurant, Bibliothek, Festsaal und Jugendzentrum. Außerdem war Papst Benedikt in der Synagoge zu Besuch! Er war der erste Papst, der in Deutschland eine Synagoge besucht hat.

Türkische Muslime besuchen die Zentralmoschee in Köln, welche 2018 eröffnet wurde. Ich finde, das Gotteshaus ist ein außergewöhnlich schöner und beeindruckender Bau!

Kultur, Sport und Unterhaltung

Köln ist eine der ältesten und größten Städte Deutschlands und hat somit kulturell extrem viel zu bieten. Etliche Museen, Sportvereine und Veranstaltungsorte bieten den Einheimischen und Touristen einen spannenden und unterhaltsamen Mix an kulturellen Angeboten.

Der Kölner Karneval gehört zu den größten und bekanntesten Karnevalsfesten auf der ganzen Welt und wird bereits seit dem Mittelalter gefeiert. Im Kölner Karnevalsmuseum kann viel über die Geschichte des Karnevals an sich und speziell in Köln erfahren. Das Museum existiert seit 2005. Im Museum befindet sich auch das Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.

Ein weiteres Karnevalsmuseum befindet sich im äußersten Nordosten von Köln und wird betrieben von der Großen Dünnwalder Karnevalsgesellschaft 1927 e.V.

Die Roten Funken sind das älteste Traditionskorp des Kölner Karneval und haben ihren Sitz in der Uhlpforte; ein Foto befindet sich in der Rubrik „historische Sehenswürdigkeiten“. Ein Platz in der Altstadt wird Rote Funken Plätzchen genannt.

Viva Colonia von den Höhner ist einer der bekanntesten Hits aus Köln und auf dem Kölner Karneval. Andere Interpreten sind zum Beispiel: Brings, Kasalla, Bläck Fööss uvm. Ich konnte lediglich einen fotografischen Hinweis dazu finden.

Musik spielt in Köln generell eine große Rolle und das nicht etwa seit VIVA. Die Kölner Philharmonie ist innen einem Amphitheater nachempfunden liegt zwischen Dom und Rhein. Sie bietet eine ziemlich perfekte Akkustik.

Das Palladium ist eine ehemalige Industriehalle und ist mittlerweile eine wichtige Bühne für Pop- und Rockkonzerte. Direkt Gegenüber liegt das E-Werk. Ebenfalls heute für gerade genannte Veranstaltungen genutzt, war es mal ein Elektrizitätswerk.

Auch die Live Music Hall war mal ein Industriegebäude in dem Mittlerweile Konzerte aller Art statt finden. Außerdem ist dort eine Diskothek integriert inklusive Imbiss.

Der Tanzbrunnen am östlichen Rheinufer ist eine Open Air Veranstaltungsstätte aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ein Teil der Werkbundausstellung wurde dort abgehalten und anfang der 70er die Bundesgartenschau. Als ich da war, fand gerade ein Rap-Konzert statt.

Eine besondere Einrichtung ist die Akademie der Künste der Welt. Sie hat sich den interkulturellen Austausch von Künstlern und Kulturschaffenden vor allen aus außereuropaischen Staaten zum Ziel gesetzt. Im gleichen Gebäude im Medienpark befindet sich auch das Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs in Köln. Es ist ein Informationszentrum für die Tanzkunst und bietet dem Besucher umfangreiche Beispiele zur Geschichte des Tanzes.

Die Hochschule für Musik und Tanz in Köln ist die zweitälteste ihrer Art in Deutschland und eine der größten Europas.

Die Offene Jazzhaus Schule befindet sich in der bereits erwähnten Eigelsteintorburg. Es ist ein freies Zentrum für improvisierte und populäre Musik und legt seinen Schwerpunkt insbesondere in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Ein ganz großer in Kunst und Kultur in Köln war Willy Millowitsch. Er war Leiter des Millowitsch-Theaters im Belgischen Viertel und bekanntester Volksschauspieler Kölns. Am Willy-Millowitsch-Platz wurde ihm ein Denkmal gesetzt.

Das Hänneschen-Theater ist ein Stockpuppentheater und gehört zu den größten Deutschlands.

In der Bildung ist die Kunsthochschule für Medien zu erwähnen. Sie hat den Schwerpunkt bei den Medialen Künsten und genießt eine hohe Reputation.

Die Stadt Köln ist natürlich eine Hochburg des Sports! Nicht nur der 1. FC Köln ist bekannt und berüchtigt. Aber er ist zumindest der bekannteste Verein der Stadt und dürfte wohl der einzige Verein sein mit einem Gaisbock als Maskottchen – in mehreren Generationen! Der Verein ist mehrmaliger Deutscher Meister und Pokalsieger und hat eine ansehnliche internationale Historie. Die Mannschaft des derzeitigen Bundesligisten spielt im RheinEnergieStadion.

Der zweite große Verein in Köln sind die Kölner Haie. Der Eishockeyverein ist Gründungsmitglied der DEL und mehrmaliger Deutscher Meister. Oft spielen sie in der Lanxess Arena, in der auch andere Sportveranstaltungen und Konzerte statt finden.

Am Sportpark Müngersdorf befindet sich auch die Sportstätte des SC Colonia 06 Köln e.V. Der Verein ist der älteste deutsche Amateurboxverein.

Auf dem Gelände befindet sich auch das Vereinsheim der Basketballer der RheinStars Köln. Aktuell spielt der mitgliederstärkste Basketballverein zwar eher niederklassig, hatte aber in den 80er Jahren – damals noch als BCS Saturn Köln – eine extrem erfolgreiche Zeit und dominierte den deutschen Basketball. So richtig finden konnte ich die Zentrale der Rheinstars nicht, aber ich konnte ein modernes Gebäude ablichten, was sicherlich zur Deutschen Sporthochschule gehört.

Die Deutsche Sporthochschule ist die einzige deutsche Sportuniversität.

In Köln gibt es sogar den ältesten noch existierenden Gewichtheberverein der Welt! – der Kölner Athleten Club 1882 e.V.!

Eine Stadt wie Köln hat natürlich auch viele Highlights im Bereich Museen anzubieten. Dabei möchte ich als erstes das Römisch-Germanische Museum nennen. Es zeigt etliche Exponate aus römischer und fränkischer Zeit.

In direkter Nachbarschaft befindet sich das Museum Ludwig. Es gehört zu den bedeutensden Kunstmuseen der Welt und beherbergt etliche Werke verschiedener Kunstrichtungen. Ganz Besonders ist dabei die Agfa-Foto-Historama – eine fotografische Sammlung mit zigtausend Kameras und Fotomaterial. Außerdem wird im Museum Ludwig die alternative Kölner Ehrenbürgerschaft verliehen.

Das Kölnische Stadtmuseum ist nach Aussage eines ehemaligen Direktors zwar nicht das wichtigste Museum in Köln aber für Köln das wichtigste. Es beherbergt zigtausende Exponate zur Geschichte der Stadt. Dort befindet sich auch ein wichtiges Kölner Kriegswahrzeichen (ein Nagelbild), welches heißt: Dä Kölsche Boor en Iser (kölsch für: Der Kölnische Bauer in Eisen).

Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud ist das älteste Museum in Köln. Dort kann man die weltweit größte Sammlung mittelalterlicher Malerei bestaunen und viele andere große Sammlungen verschiedener Kunstrichtungen.

Im Haus Saaleck – einem ehemaligen Kölner Bürgerhaus – befindet sich die Artothek, welche im Grunde ebenfalls ein Museum ist. Hier können Kunstgegenstände, Gemälde und Skulpturen für eine gewisse Gebühr geliehen werden.

Das Odysseum in Köln Kalk ist ein sogenanntes Science Center. Wissenschaft als Fortschritt und als eine Reise ist sein Motto. Seit 2013 befindet sich dort auch das Museum mit der Maus.

Im Kölner Rheinauhafen befindet sich das Deutsche Sport & Olympia Museum. Es zeigt die Sportgeschichte von der Antike bis zur Moderne.

Das Geldgeschichtliche Museum befindet sich in einem Sparkassengebäude und soll eines der größten Museen seiner Art sein mit vielen teils gut 100 Jahre alten Exponaten.

Das Stadtarchiv Köln ist eines der größten kommunalen Archive Deutschlands mit Dokumenten, die bis ins früheste Mittelalter reichen und somit als besonders wertvoll gelten. 2009 sind Teile des Archivs eingestürzt und es gab sogar 2 Tote. Das Archiv wird sich noch lange mit der Restaurierung seiner Bestände befassen müssen.

Die Stadt Köln arbeitete schon seit den Anfängen des 20 Jahrhunderts mit verschiedenen Regierung vieler Länder auf kultureller Ebene zusammen. Das Italienische Kulturinstitut besitzt eine große Bibliothek und viele andere Dokumente über Italien. Mit dem Kulturinstitut wird die Zusammenarbeit der Menschen beider Länder gefördert.

Das Japanische Kulturinstitut steht unmittelbar gegenüber auf der anderen Straßenseite. Dort finden verschiedenste Veranstaltungen kultureller Art statt, um die japanische Kultur den Europäern zu präsentieren.

Das erste Kulturinstitut in Köln war und ist das Institute Francaise. Auch hier finden etliche kulturelle Veranstaltungen statt.

Eines der bekanntesten und führenden Kulturhäuser ist das Belgische Haus. Seit Jahrzenten fördert es den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Belgien in Köln. Derzeit ist es geschlossen.

Bis zur Jahrtausendwende gab es in Köln das British Council als britisches Kulturinstitut. Auch hier stand die Förderung von Kultur und Sprache im Vordergrund.

Auch die USA hatte in Köln bis 2007 eine Kultureinrichtung – das Amerika-Haus. Darauf weist heute nichts mehr darauf hin.

Im Haus Bachem befindet sich das Literaturhaus Köln. Es gehört zu den mitgliederstärksten Literaturhäusern Deutschlands und widmet sich der Förderung deutscher und internationaler Gegenwartsliteratur.

Europas größtes Literaturfestival ist die lit.COLOGNE. Bei Besuchern und Künstlern soll sie sehr beliebt sein. In einem Hinterhof entdeckte ich die Geschäftsräume der Veranstalter.

Köln ist bekannt für seine Offenheit und ist allgemein bekannt, dass hier viele Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender leben. Cologne Pride ist eine zweiwöchige Veranstaltung mit dem Christopher Street Day als Höhepunkt. Die Geschäftsstelle befindet sich in Köln.

Die kulinarischen Spezialitäten der Stadt

Endlich! Nach so vielen Sehenswürdigkeiten und Informationen komme ich nun zu meiner Lieblingsrubrik – dem Kulinarischen! Logisch, dass Kölsch, das spezielle, einzigartige, helle, obergärige Vollbier, nun eine Hauptrolle spielt. Ich weiß garnicht, ob es in Köln noch anderes Bier gibt. Jedenfalls ist mir nichts aufgefallen. Neben dem Kölsch gibt es einige deftige und rustikale lokale Spezialitäten, die man in jeder Gaststätte im Veedel bekommen kann. Veedel ist überhaupt wieder so eine kölnische Eigenart. Es gibt natürlich die 88 offiziellen Viertel der Stadt, aber auch die inoffiziellen Stadtteile, mit denen sich manch Kölner gerne und emotional identifiziert. In jedem Veedel gibt es dann auch mindestens eine Gaststätte, in der man sich trifft und ein bis mehrere Kölsch trinkt.

Meine erste Kölsch-Erfahrung fand im Brauhaus em Kölsche Boor statt. Da kam ich nun also rein und wollte mich gemütlich an einem freien Platz hinsetzen. Ich hatte noch garnicht abgelegt, da kam der Köbes – so nennen sich die Kölner Kellner in den Gaststätten – und fragte: „Kölsch?“ Ich schaute verduzt und sagte: „Wie?“. Und er darauf: „N‘ Kölsch!?“ Und ich: „Ehm, wie?“ Und er so: „Ob du ’n Biieer willst…!?“ Und ich wiederum einigermaßen wieder klar denkend: „Achso, ja klar doch!“ … Ich war total verduzt in dem Moment, dass ich so schnell ein Kölsch angeboten bekommen habe. Nach einem ereignisreichen Tag und mit einem hungrigen Magen, fehlte mir die geistige Schnelligkeit, um flott zu reagieren. Aber der Köbes war entspannt und äußerst freundlich. So trank ich mein Gaffel-Kölsch und probierte das spezielle Gericht: Saure Nierchen. Es ist ein traditionelles rheinisches Gericht.

An einem anderen Tag habe ich ein ähnliches Kölsch-Erlebnis gehabt… Im Reissdorf-Brauhaus habe ich Mittags verweilt um mir einen kleinen Snack zu gönnen. Natürlich kam der Köbes vorbei und fragte: „Kölsch?“ Und ich sagte: „Gerne, aber kleines bitte…“ Total irritiert meinte er: „Äh… das ist ein Kölsch! Das ist klein!“ Und so habe ich wieder mal zum Horst gemacht… Das Kölsch kam nun und mit dem zweiten Kölsch aß ich Halver Hahn. Ich wußte mittlerweile was mich erwartet bei Halver Hahn. Den berüchtigten Fehler habe ich allerdings vor Jahren in Hannover in der Ständigen Vertretung gemacht und hoffte tatsächlich auf ein halbes Hähnchen… Halver Hahn wird mit leckerem Röggelchen serviert – auch ein spezielles Kölner Roggenbrötchen – und altem Gouda. Es war genau der richtige Snack für Zwischendurch!

Am letzten Abend meiner Köln-Reise saß ich im Brauhauskeller Früh am Dom. Dort klappte das Kölsch-Bestellen schon wesentlich reibungsloser. Der Köbes nickte mir zu und ich ihm zurück und schon war mein Kölsch bestellt! Noch mal Glück gehabt… Dazu bestellte ich eine weitere kölnische Spezialität: Himmel un Äd. Als ich mein ersten Kölsch halb leer hatte, kam der Köbes und meinte er hätte ein Kölsch zu viel auf seinem Tablet und fragte kurz, ob ich noch eins haben wolle. Das habe ich positiv erwiedert. Neben mir saß ein wirklich nettes und fröhliches Päärchen, Rentner – ich glaube die beiden waren Geschwister. Sie unterhielten sich über alte Zeiten und Freunde die kamen und gingen und waren einfach fröhlich drauf. Ich wollte von Ihnen wissen, ob sie wüßten, wo ich die berühmten Kölner Mutzemandeln (oder Muzemandeln) her bekäme. Mutzemandeln sind ein Gebäck, welches an Karneval und/oder Sylvester eigentlich in jeder Konditorei und Bäckerei zu haben ist. Die beiden mussten leider enttäuscht zugeben, dass es dieses Gebäck tatsächlich nur zu diesen Zeiten gibt und kein Bäcker/Konditor sie ganzjährig anbietet. Ich denke, ich muss mal zu gegebener Zeit das schöne Köln noch mal besuchen!

Im ältesten Muschelhaus Kölns, dem Bieresel, – ca. 700 Jahre alt – werden viele Muschelgerichte serviert. Insbesondere gibt es dort die Spezialität Muscheln Rheinische Art. Bei der Kölschbestellung gab es keine besonderen Vorkommnisse…

Mehr Kölsch und kölnische Gastlichkeit bekommt man in folgenden Gastwirtschaften: Sünner Keller, Früh im Veedel, Brauhaus Pütz, Brauhaus Sion, Sünner im Walfisch, Brauhaus Fischenich, uvm. (Fotos folgend in der entsprechenden Reihenfolge).

Eine weitere Spezialität in Köln ist Flönz. Flönz ist eine einfache Blutwurst, welche ich mir eines Morgens mit einen Röggelchen gegönnt habe.

Konrad Adenauer – ein Sohn der Stadt und seinerzeit Oberbürgermeister in Köln – war auch ein passionierter Erfinder. Aus der Not des ersten Weltkrieges heraus erfand er ein Brot, welches aus Maismehl gemacht wurde. Das Konrad-Adenauer-Brot bekommt man bei der Bäckerei Balkhausen. Es wird heutezutage in leicht abgewandelter Art gebacken (fotografiert habe ich es bei der Zusammenstellung meiner Mitbringsel) und ich habe gerade so noch das letzte Exemplar bekommen.

Das Schokoladenmuseum in Köln zeigt die Geschichte von Schokolade und insbesondere Exponate eines der ehemals wichtigsten Schokoladenhersteller weltweit – die Stollwerck AG. Die Idee eines Schokoladenmuseum kam vom damaligen Inhaber der Stollwerck AG Hans Imhoff. In der Stollwerckstraße steht das ehemalige Verwaltungsgebäude der Stollwerck AG, welches als solches nicht mehr zu erkennen ist.

Der interessiert Leser wird sicher schon gemerkt haben, dass ich ein Genussmensch bin. Vor Jahren bin ich an eine Packung gerösteter Kaffeebohnen der Rösterei van Dyck gekommen und fand sie sehr gut. Die Rösterei befindet sich im Kölner Nordosten und selbstverständlich habe ich mir eine Packung leckerer Bohnen mit schokoladigem und nussigem Aroma besorgt. Eigentlich hatte die Rösterei geschlossen und zu diesem Zeitpunkt eine Führung mit Röstkurs oder so mit einer kleinen Gruppe veranstaltet, aber die Dame hinter der Theke hat mir trotzdem eine Packung verkauft. 🙂

Und hier nun meine Mitbringsel:

Behörden, Ämter und Institutionen

Die Größe der Stadt und die Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn haben dazu geführt, dass es in Köln viele Behörden, Ämter und Ministerien auf Bundesebene immer noch gibt. Auch einige gemeinnützige Organisationen haben ihren Sitz in Köln.

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben befindet sich auf der östlichen Rheinseite und hat seine Aufgaben in den Bereichen Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Das Bundesamt für Güterverkehr ist natürlich für das Güter-Verkehrswesen zuständig.

Das Bundesverwaltungsamt ist eine deutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Ebenfalls hat die Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung ihren Sitz in Köln und hat zur Aufgabe die Bürger zu gesundheitsgerechtem und verantwortungsbewußtem Verhalten mit der Gesundheit und den Gesundheitseinrichtungen zu fördern.

Eine weitere äußerst wichtige Behörde ist das Bundesamt für Verfassungsschutz. An den hohen, gut gesicherten Zäunen sind gut sichtbar Schilder angebracht, die besagen, dass Film- und Fotoaufnahmen verboten sind. Daher habe ich beschlossen kein Foto zu machen.

Genauso beschloss ich zu verfahren beim Militärischen Abschirmdienst, welcher seinen Sitz in der Kölner Konrad-Adenauer-Kaserne hat. Allerdings habe ich keine Verbotsschilder entdecken können.

Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) hat ihren Sitz auch in Köln und zwar direkt am westlichen Rheinufer nahe des Hauptbahnhofs. Sie ist die Flugsicherheitsbehörde der EU der zivilen Luftfahrt.

In Köln gibt es noch einige Institutionen gemeinnütziger bzw. sozialer Art. Seinen Deutschlandsitz hat die Heilsarmee in Köln. Sie sieht ihre Aufgabe in vielen sozialen Bereichen und in der christlichen Verkündung.

Die Kolping Werke sind international aufgestellt und ein katholischer Sozialverband. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Familie.

Der Malteser Hilfsdienst e.V. ist ebenfalls ein katholischer Verband mit Sitz in Köln.

Weitere verschiedenste Sehenswürdigkeiten

Ich komme nun zur letzten Rubrik meines Kölnabenteuers. Natürlich habe ich bereits etliche Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten Kölns vorgestellt. Dennoch bietet diese außergewöhnliche Stadt noch viel mehr und ich bin mir sicher, dass ich in den 3 1/2 Tagen nicht alles gesehen und recherchiert habe.

Viele sprechen immer vom beeindruckenden und schönen Belgischen Viertel, welches ein wenig eine Welt für sich ist. Und tatsächlich scheint das auch der Fall zu sein! Es gilt als eines der schönsten und lebenswertesten Stadtviertel Kölns mit seinen vielen Boutiquen, Bars, Cafés und seinen Jugenstilbauten. Ganz besonders merkte ich das bei meinem Interviewpartner, welcher mir trotz Zeitmangels Rede und Antwort bei meinen fünf ausgeklügelten Fragen stand. Ich machte ein Päuschen im Café Belgique und befragte einfach den Inhaber des Geschäftes.

Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die gute Stimmung in der Stadt. Die Menschen sind entspannt und einfach gut drauf.
Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mein Belgisches Viertel natürlich. Es ist wie eine kleine Insel im Großstadtozean. Mir gefallen die vielen kleinen Läden hier.
Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Das Belgische Viertel natürlich. Sehr gemütlich und schön ist es auch am Aachener Weiher und im Stadtgarten. Dort kann man es sich sehr gemütlich machen. Auch zur Weihnachtszeit ist Köln immer ein Besuch wert.
Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Das Kölsch! In jeder Hinsicht!
Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Köln soll so friedlich und entspannt bleiben, wie ich es kennen gelernt habe.

Ganz faszinierend und schön fand ich den Rheinpark direkt zwischen Rhein und KölnMesse. Ein riesiger Park wo ich Geräusche von Vögeln hörte, die ich in diesen Breiten nicht vermutete. Das besondere an Köln und seinem milden Klima ist, dass sich hier exotische Vögel wie Sittiche und Papageien vermehrt haben und sich im Rheinpark oder im Melatenfriedhof (ohne Foto) sichtlich wohl fühlen. Leider hat kein Vogel für die Kamera posiert.

Auf einem der Bilder ist bereits die Kölner Seilbahn zu sehen, welche die beiden Kölnischen Seiten beideits des Rheins verbindet. Sie existiert bereits seit der Bundesgartenschau 1957. Direkt daneben befindet sich die Claudius Therme. Ein Thermalbad mit Heilwasser.

Mit am schönsten und am beeindruckenstend fand ich es am Rheinauhafen und die Rheinpromenade runter nach Süden an den Kranhäusern vorbei. Der Rheinauhafen war seit dem Mittelalter ein wichtiger Hafen und Warenumschlagplatz und ist erst in den letzten Jahrzehnten zu einem Wohn- und Dienstleistungszentrum geworden. Die Kranhäuser sind ein absoluter Blickfang und in ihrer Art einzigartig auf der Welt. Es war warm und sonnig und ich habe es genossen langsam und entspannt auf meinem Klapprad an der Promenade entlang zu fahren.

Auch von der anderen Seite des Rheins konnte ich schön flanieren und die berühmte Silhuette Kölns betrachten inklusiver der Hohenzollernbrücke, wo die Züge in den Hauptbahnhof einfahren. Sie ist die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Deutschlands.

Im Zentrum von Köln steht das Rathaus. Es ist das älteste Rathaus Deutschlands und hat in seiner 800jährigen Geschichte so manchen Anbau erlebt. Es befindet sich am traditionsreichen Alten Markt und von dort startet Köln in die Karnevalssaison. Hinter dem Rathaus befindet sich die Archäologische Zone, wo nach dem 2. Weltkrieg ein römisches Prätorium entdeckt wurde. Außerdem entdeckte man bauliche Reste einer jüdischen Mikwe. In Köln befindet sich die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen.

Eine alte Handelsstadt war Köln schon zu Römerzeiten. Der Cardo Maximus (Hohe Str.) kreuzt den Decumanus Maximus (Schildergasse) und auch heutzutage gehören diese beiden Straßen zu den meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands. An der Schildergasse steht übrigens das imposante Weltstadthaus mit seiner eiförmigen Glas- und Holzfassade. Die Kölner nennen es liebevoll Walfisch.

Eine der größten Universitäten Deutschlands ist die Universität in Köln. Sie zählt auch zu den ältesten Universitäten Europas und steht in den Rankings in vielen Disziplinen meist unter den ersten fünf.

Das Husserl-Archiv gehört ebenfalls zur Universität Köln und beherbergt vermutlich sämtliche Manuskripte von Edmund Husserl, einem der einflussreichsten Denker der Neuzeit, welcher sich mit der Phänomenologie beschäftigte.

Die Deutsche Zentralbibliothek Medizin ist die zentrale Fachbibliothek für Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften in Deutschland.

Das Köln Triangle ist eine markante Landmarke im rechtsrheinischen Köln und kann durchaus als eine Art Wahrzeichen benannt werden.

Zu guter Letzt stelle ich noch zwei wichtige Personen aus der neueren Kölner Zeit vor; die eine Person ist vermutlich etwas weniger bekannt und die andere Person sollte jeder deutsche Staatsbürger kennen.

Die Ordensschwester Edith Stein war eine deutsche Philosophin und auch Frauenrechtlerin mit jüdischen Ursprung. Sie konvertierte zum Katholischen Glauben und wird dort als Heilige und Märtyrerin verehrt. Von Päpsten wurde sie selig und heilig gesprochen. Ihr wurde in Köln ein Denkmal gesetzt.

Ein Sohn Kölns ist Konrad Adenauer. Er war Oberbürgermeister der Stadt und später erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Auch ihm wurde ein Denkmal gesetzt.

Mein liebes, tolles Köln,

da haben wir beiden ja spannende 4 Tage erlebt! Du und deine Mensch seid so extrem gut gelaunt und entspannt und seid freundlich zu euren Gästen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen! Und ihr seid immer für einen kleinen Schwatz zu haben. Sogar die Inhaber meiner Unterkunft wollten mich wohl garnicht mehr los werden, als ich bezahlt habe und mein Gastgeschenk übergeben habe und dann anschließend abdüsen wollte. Die haben sich richtig gefreut, dass es da wen gibt, der ihre Stadt portraitiert und sich mit ihnen austauscht.

Ganz besonders ist mir aufgefallen, dass ist sogar im Straßenverkehr merklich entspannter zugeht als in anderen Städten – und das für eine Millionenstadt!

Wie bereits erwähnt hat es mir vor allem an der Rheinpromenade sehr gefallen. Ein schöner Ort zum spazieren und verweilen.

War ich vor dem Besuch noch skeptisch, weil ich so garnichts mit dir anfangen konnte, bin ich glücklich darüber eine so schöne Zeit bei dir gehabt zu haben und freue mich nun auf meinen nächsten Besuch bei dir.

Alles Gute wünsche ich dir und bleib wie du bist!

Iserlohn – pittoreske, entspannte Stadt mit viel Wald

Nachdem ich die letzten 1 1/2 Tage in Hagen verbracht habe, freute ich mich wieder eine weitere Stadt auf meiner Liste abhaken zu dürfen. Iserlohn liegt gleich nebenan und ist die größte Stadt im Märkischen Kreis. Bekannt ist sie unter Anderem durch die Eishockeymannschaft Iserlohn Roosters. Es erwarteten mich aber auch viele andere Sehenswürdigkeiten, von denen ich nicht wußte, dass sie für diese Stadt stehen. Leider konnte ich nicht alle Sehenswürdigkeiten und Ziele finden. Trotz recht intensiver Recherchen, war es recht schwierig und manchmal verwirrend die Ziele zu lokalisieren.

In jedem Fall scheint das Sauerland eine sehr schöne Gegend zu sein, denn wie in Hagen befinden sich in Iserlohn viele Waldgebiete, weswegen die Stadt auch Waldstadt genannt wird. Ich möchte nun somit auch mit den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten Iserlohns beginnen.

Wälder, Höhlen, Landschaft

Auf der Suche nach dem Ballotsbrunnen bin ich durch einen der etlichen Wälder Iserlohns südlich der Stadt geirrt. An Pfingsten findet jedes Jahr das Brunnentrinken durch den Iserlohner Schützenverein statt. Dem Wasser werden heilende und gesundheitsfördernde Kräfte zugeschrieben, was bereits bei den alten Germanen bekannt war. Ich war leider nicht an der richtigen Stelle, aber im Wald spazieren war dennoch entspannend.

Als ich den Wald verließ und endlich wieder mobilen Empfang hatte, habe ich noch mal recherchiert und den Ballotbrunnen im Stadtwald in der Nähe des Rupenteichs verortet. Dort bin ich nun hingefahren und habe immerhin den Rupenteich entdeckt, aber leider nicht den Ballotbrunnen. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr und bin zurück zum Auto. Dabei bin ich an einem Schild mit einer Kartes des Stadtwaldes vorbei gekommen, wo dann tatsächlich der Brunnen verzeichnet war! Aber nachdem ich mehr als eine Stunde verplämpert habe, bin ich einfach zum nächsten Ziel gefahren.

In Iserlohn und Umgebung befinden sich mehr als 80 Höhlen, welche teilweise begehbar sind. Eine der bedeutendsten Höhlen ist die Dechenhöhle, da sie auch eine wichtige archäologische Ausgrabungsstätte ist. Leider geschlossen zum Zeitpunkt meiner Ankunft.

Direkt daneben befindet sich das Deutsche Höhlenmuseum, welches sich mit der weltweiten Höhlenkunde befasst. Es ist das größte Höhlenmuseum Deutschlands.

Nicht weit entfernt befindet sich die Felsformation Pater und Nonne; ein Naturdenkmal. In der Felsformation befindet sich ebenfalls eine Höhle.

Eine schöne Aussicht über Stadt und Landschaft hätte ich auf dem Humfert-Turm genießen können. Er steht am Westrand von Iserlohn und ist über einen Trampelpfad erreichbar. Da es zuvor geregnet hat und ich nicht das richtige Schuhwerk dabei hatte, bin ich den 20minütigen Fussweg vom Parkplatz aus nicht gegangen.

Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet

Auf einer anderen Felsformation befindet sich ein Eisernes Kreuz. Ich habe leider den Weg nach oben auf Anhieb nicht finden können, so dass ich mit dem Tele ein Foto gemacht habe. Innerhalb der Felsformation befindet sich ebenfalls eine Höhle – die Kreuzhöhle. Das Eiserne Kreuz erinnert an die Gefallenen der napoleonischen Kriege.

Im Zentrum der Stadt befindet sich die alte Bauernkirche. Mit einem Alter von mehr als 1000 Jahren ist sie das älteste Gebäude der Stadt.

Drumherum befindet sich ein großer Platz, wo sich das Iserlohner Museum für Handwerk und Postgeschichte befindet. Dort kann man sich über die Handwerksgeschichte und das historische Postwesen in Iserlohn und dem Märkischen Kreis informieren.

Außerdem befindet sich dort auch das Stadtmuseum Iserlohns. Die Stadt ist im 18. Jahrhundert bekannt gewesen für die Herstellung von individuellen Tabakdosen – den Iserlohner Tabakdosen. Ebefalls war Iserlohn ein Zentrum der Draht- und Nadelproduktion. Beides kann im Stadtmuseum besichtigt werden.

Ich bin weiter in Richtung Fussgängerzone gegangen und bin an der Marienkirche vorbei. Sie ist ein Wahrzeichen der Stadt und besitzt mit dem flandrischen Schnitzaltar einen wertvollen Kunstschatz. An der Kirche befindet sich die Varnhagensche Bibliothek am Burgmannshaus. Sie ist eine historische Sammlung von Schriften der alten Adelsfamilien Varnhagen und Basse. Das Burgmannshaus konnte ich nicht fotografieren, da mir das zum Zeitpunkt meiner Recherchen und meines Besuches in der Stadt nicht bewußt war. Erst jetzt wo ich den Artikel schreibe, konnte ich herausfinden, wo genau sich das Burgmannshaus befindet. Das ist leider oft die Schwierigkeit, welche ich bei meinem Städtetourprojekt habe. Es ist ein Hobby und ich kann nicht so viel Zeit für Recherchen aufwenden, um wirklich konkrete Information für ein Ziel zu ergattern.

Die Innenstadt und Fußgängerzone lädt ein zum flanieren und Besichtigen von Fachwerk- und Gründerzeitbauten.

Am Rathausplatz befindet sich noch das schöne Alte Rathaus der Stadt. Ich habe gelesen, dass es das vierte Rathaus der Stadt gewesen sein soll und es nun ein Fünftes gibt, wo die Verwaltung der Stadt beheimatet ist. Im Alten Rathaus befindet sich die Stadtbibliothek.

Im Scheiblerschen Haus finden heute kulturelle Veranstaltungen statt. Früher war es das Haus des Iserlohner Unternehmers und Tuchfabrikanten Friedrich von Scheibler.

Nördlich der Innenstadt befindet sich das Villenviertel der Stadt. Die Villa Ebbinghaus-Möllmann ist denkmalgeschützt und wird als Musikschule genutzt.

In der Villa Wessel befindet sich der Kunstverein „Wilhelm Wessel / Irmgart Wessel-Zumloh e. V.“.

Weitere Villen sind zum Beispiel die Villa Heutelbeck des Unternehmers Otto Heutelbeck und die Villa Klute mit seiner markanten Architektur. Es befinden sich noch viel mehr Villen in dem Viertel, aber da sie alle augenscheinlich privat bewohnt werden und ich mich nicht zu sehr in privatrechtlichen Angelegenheiten verstricken möchte, habe ich keine weiteren Fotos gemacht.

Iserlohn hat eine lange Geschichte als Garnisonsstadt und beherbergte mindestens drei Kasernen. Fotografieren konnte ich nur die ehemalige Corunna-Kaserne, wo jetzt ein Gewerbezentrum steht. Bei der Winkelmann-Kaserne und der Bernhard-Hülsmann-Kaserne hatte ich das gleiche Problem bei den Recherchen, wie bereits vorhergehend erwähnt.

Sehenswürdigkeiten außerhalb der Innenstadt

Iserlohn ist die größte Stadt im Märkischen Kreis und es lohnt sich wirklich insbesondere im südlichen Teil einige Sehenswürdigkeiten und die Landschaft zu besuchen. In Altena zum Beispiel konnte ich zu beiden Seiten des Flusses Lenne schöne Bauten und insgesamt einen schönen Ort entdecken.

Im Ort befindet sich die Burg Altena. Anfangs eine gewöhnliche Burg mit vielen Besitzern und Herren wurde hier Anfang des 20. Jahrhunderts die erste ständige Jugendherberge der Welt eingerichtet. Mittlerweile gehören die Räumlichkeiten dem Museum Weltjugendherberge. Auch andere Museen befinden sich in der Burg, welche ein Wahrzeichen von Altena ist.

In der Fussgängerzone Altenas befindet sich die Burg Holtzbrinck. Das Gebäude ist zwar keine Burg, aber wird so genannt, weil sie auf den ersten Blick entsprechend aussieht. Sie ist das älteste Bürgerhaus der Stadt und wird als Begegnungsstätte genutzt.

In Altena gibt es eine kleine Koptisch-Christliche Gemeinde. Ihre Kirche ist die Erzengel-Michael-Kirche.

Einige Meter weiter bin ich am Deutschen Drahtmuseum vorbeigekommen. Es ist weltweit das einzige seiner Art.

Im Süden Altenas befindet sich noch das Selvedenkmal. Gustav Selve war ein sozial eingestellter Großindustrieller und besaß unter anderem eine Drahtzieherei in Altena. Im zu Ehren wurde dieses Denkmal errichtet.

Einen schönen Blick über Stadt und Landschaft konnte ich am Danzturm erhaschen. Der Danzturm und die anliegenden Gebäude waren mal eine Telegrafenstation. Mittlerweile gibt es dort ein Restaurant. Glücklicherweise hatte ich mein Teleobjektiv dabei und konnte von hier recht gut den Bismarckturm fotografieren. So habe ich unnötige Fahrten und Spritverbrauch vermieden.

Im Norden Iserlohns habe ich die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf besucht. Hier wurden früher Metallerzeugnisse für den Alltag hergestellt und in alle Welt exportiert. Besonders berühmt waren Nadeln aus Iserlohn.

Kulturelles, Unternehmen und Kulinarik

In diesem Teil des Artikels vermische ich die restlichen Themen und Sehenswürdigkeiten Iserlohns, so dass er etwas heterogener ausfällt, als man es sonst von mir gewohnt ist.

Wie Eingangs schon erwähnt ist Stadt ein begeisterter Unterstützer des Eishockey Clubs Iserlohn Roosters. Maßgeblichen Einfluss auf die Gründung eines Eishockeyclubs hatten die damals in Iserlohn stationierten kanadischen Soldaten. Seit 2000 spielen die Roosters in der DEL mit und haben ab und an auch mal die KO-Runde erreicht.

Einer der erfolgreichsten Rollhockey-Vereine Deutschlands sowohl bei den Damen als auch bei den Herren ist der ERG Iserlohn mit etlichen gewonnenen deutschen Meisterschaften und Pokalsiegen.

Das Schützenwesen ist stark ausgeprägt und so finden in allen Stadtteilen Schützenfeste statt. Das Schützenfest des Iserlohner Bürgerschützenvereins (IBSV) gilt als das größte Volksfest Südwestfalens.

Das Haus Letmathe existert seit ca. 1000 Jahren und war der Herrensitz der Herren von Letmathe. Letmathe ist ein westlicher Stadtteil von Iserlohn. Es wird mittlerweile als Heimatmuseum des Stadtteils genutzt und zeigt seine wirtschaftliche Geschichte.

Die lange Tradition der Metallverabeitung wird heute durch die Thiele GmbH und Co. KG fortgeführt. Das Unternehmen ist das größte Kettenwerk Europas!

Wie in früheren Zeiten Ketten geschmiedet wurden, hätte ich in der Kettenschmiede Teves sehen können, aber das Gebäude – ein kleines Häuschen – steht augenscheinlich auf einem Privatgrundstück und wurde gerade von einem überaufmerksamen Hund überwacht… Daher kein Foto.

Seit etlichen Generationen werden von der Gerhard Weyland KG hochwertige Nadeln hergestellt. Ein Foto konnte ich auch hier nicht schießen, da nach meinen Recherchen die Firmenzentrale anscheinend in einem Privathaus gelegen zu sein scheint. Außerdem konnte ich kein Firmenschild erkennen.

In Iserlohn wird alle zwei Jahre die Campus Symposium durchgeführt. Die Veranstaltung wird von Studenten organisiert und findet in der ehemaligen Hüllsmann-Kaserne statt. Es befasst sich mit wissenschaftlichen Fragen aller Art und hatte in der Vergangenheit sehr prominente Redner – unter Anderem den ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Bill Clinton. In dem Gebäude, welches ich fotografierte, muss wohl ein zentrales Büro sein.

Zwischendurch habe ich mir einen Snack gegönnt und bin in das Bistro Fuchs & Hase gegangen. Als ich noch in Hagen war und dort mein Interview durchgeführt habe, hat mir meine Interviewpartnerin dieses Bistro empfohlen. Mir hat es sehr gefallen und ich habe dort das so ziemlich größte Lachsbaguette gegessen, wass ich je gesehen habe!

Das Bistro war ziemlich gut gefüllt; bis auf den letzten Platz! Insofern war es eine gute Empfehlung. Glücklicherweise saß neben mir ein entspanntes, nettes, junges Päärchen, welches sich interessiert erklärte an meinem Interview mit den fünf ausgeklügelten Fragen teilzunehmen:

Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Die Iserlohn Roosters. Der Verein ist unser Aushängeschild für unsere kleine Großstadt.
Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Wir gehen gerne am und um den Seilersee spazieren. Dort befindet sich auch das Hotel-Restaurant 4-Jahreszeiten, wo man in toller Atmosphäre essen kann.
Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Vom Danzturm hat man einen tollen Ausblick über Stadt und Landschaft.
Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Das Iserlohner Bier. Es wurde in Iserlohn quasi überall getrunken und war ein Stück Iserlohn. Irgendwann kamen die großen Konzerne, haben das Iserlohner verdrängt und leider ist die Brauerei pleite gegangen. Schützenfeste sind ebenfalls sehr typisch für unsere Stadt. Diese feiern wir gerne!
Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Wir hoffen, dass die Roosters weiterhin recht erfolgreich in der DEL spielen und dass es mit der Stadt auch wirtschaftlich noch mehr in die richtige Richtung geht.

Bier brauen ist nicht ganz verschwunden aus Iserlohn. Kaum 200 Meter von der alten Iserlohner Brauerei entfernt hat vor wenigen Jahren die Waldstadt Brauerei eröffnet und stellt handwerklich gutes Craft-Beer her. Ich habe mir von jeder Sorte ein Bier mitgenommen.

Auf dem obigen Bild sieht man auch Reibekuchen! Dieser ist generell fast überall in NRW zu haben. Auch in Iserlohn wird er regional von der Firma Kartoffelschälbetrieb Giesecke GmbH hergestellt und gehört zu den Spezialitäten der Stadt.

Weitere Spezialitäten werden von der Brennerei Bimberg auf Gut Lenninghausen hergestellt. Dort bekommt man Klare, Brände, Fruchtige, Kräuterschnäpse, Sahniges und vieles mehr. Gekauft habe ich mir allerdings nichts.

So mein liebes Iserlohn,

ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, dass ich mich oft darüber beschwert habe, dass ich einige deiner Sehenswürdigkeiten nicht oder nur sehr schwer finden konnte. Ich glaube jedenfalls, dass du dich nicht vor all den anderen Städten und Metropolen zu verstecken brauchst! Es hat mir gut getan etwas von deiner Entspanntheit und Unaufgeregtheit mit bekommen zu haben und ich war total begeistert von deiner landschaftlichen Schönheit im südlichen Teil des Märkischen Kreises. Im Übrigen war ich zwischenzeitlich noch mal bei dir und gönnte mir noch mal ein paar Flaschen Bier von deiner Waldstadt Brauerei und von dem leckeren Lachsbaguette nachdem ich auf dem Nach-Hause-Weg aus Köln und Leverkusen war.

Alles Gute wünsche ich dir und bis bald!

Hagen – eine Stadt zwischen Wäldern und Hügeln

Es ist Frühling aber noch nicht so frühlingshaft, dennoch wollte ich den 1. Mai diesen Jahres mit einem verlängerten Wochenende bekleiden und bin nach Hagen gefahren. Das „Tor zum Sauerland“ ist die größte Stadt in Südwestfalen und mir ist gleich aufgefallen, wie hügelig und bewaldet diese Stadt ist. Ich entschied mich somit mein Faltrad lediglich in der meist ebenen Innenstadt zu nutzen und bin alle anderen Ziele mit dem Auto abgefahren (wen es interessiert: der Opel Astra läuft immer noch). Bekannt ist Hagen übrigens als ein Zentrum der Neuen Deutschen Welle aus der Interpreten wie Extrabreit und Nena hervorgegangen sind!

Wie viele andere Städte im Ruhrgebiet und drumherum ist Hagen durch Ansiedlung von Schwerindustrie groß geworden. Ebenfalls spielte die Textilindustrie eine große Rolle. Es ereilte der Stadt aber ebenfalls das Schicksal vom Verschwinden dieser Industrien und daraus folgenden Bevölkerungsrückgang. Viele ehemalige Werke und Fabriken sind leider auch verschwunden, so dass ich die Relikte der Schwerindustrie nicht ablichten konnte. Den Wandel hat Hagen mittlerweile gut überstanden und freut sich über eine prosperierende mittelständische Wirtschaft.

Wirtschaft aktuell und historisch

Mit dem Thema Wirtschaft möchte ich diesen Artikel über Hagen auch beginnen. Das große Gelände der Elbershallen ist eine der wenigen Industrierelikte, welche noch erhalten sind. Dort befand sich die Textilfabrik der Gebrüder Elbers, wo sämtliche Arbeiten rund um die Textilherstellung gemacht wurden. Mittlerweile wird das Gelände und seine Gebäude kulturell genutzt. Es finden dort alle möglichen Veranstaltungen statt und es haben sich verschiedene gastronomische Betriebe angesiedelt.

Noch bevor die Industrialisierung begann, war Hagen ein Zentrum der Klingenschmiede. Davon zeugt heute noch die sehr sehenswerte Siedlung Lange Riege. Mit ihren über 300 Jahren ist sie die älteste Arbeitersiedlung Westfalens.

Weit weniger bekannt war mir, dass Hagen einen der größten Rangierbahnhöfe Deutschlands besitzt und ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt ist. Das Photo zeigt fälschlicherweise nicht den Rangierbereich.

Ein sehr bekanntes deutsches Unternehmen ist die Douglas Holding AG von der man die großen Parfümeriegeschäfte kennt. Das Unternehmen war ursprünglich ein Mischkonzern aus dem Unternehmen wie Thalia (Bücher), Hussel (Süßwaren) usw. hervor gegangen sind. Mittlerweile gibt es nur die Parfümerien.

In der Hochofenstr. stand früher die Hasper Hütte – ein Stahlwerk, welches mittlerweile komplett verschwunden ist. Somit konnte ich auch kein Foto machen und habe leider auf Anhieb keine Fotomotive gefunden, welche an das Werk erinnern.

Historische Sehenswürdigkeiten

In der Innenstadt selbst gibt es mittlerweile kaum historische Bauten. Kriegsbedingt wurden historische Gebäude einfach durch zweckmäßige Bauten ersetzt, da die Innenstadt zu 100 % zerstört wurde. An den Außenrändern der Stadt konnte ich aber insbesondere auf Hügeln viele Sehenswürdigkeiten entdecken. Dabei viel mir auf, dass Hagen überdurchschittlich viele Türme hat. Der Freiherr-vom-Stein-Turm am Kaisberg ist so ein Turm. Er befindet sich im Nordwesten der Stadt und erinnert an den Freiherrn.

Nur 1-2 Kilometer entfernt befindet sich das Wasserschloss Werdringen. Es befindet sich in einer landschaftlich reizvollen Ecke und beherbergt ein Museum für Ur- und Frühgeschichte. Ganz in der Nähe findet der Naturliebhaber nämlich die größten Libellenarten Europas und wichtige fossile und archeologische Fundorte.

Etwas weiter in Richtung Innenstadt kam ich am Haus Ruhreck vorbei. Die ehemalige Unternehmensvilla gehörte dem Fabrikanten Caspar Diedrich Killing und wurde auch Killingsburg genannt.

Das Eduard-Müller-Krematorium ist anfang des 20. Jahrhunderts erbaut worden und war im damaligen Preußen der erste Krematoriumsbau überhaupt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Die ehemalige Unternehmerfamilie Harkort wohnte seinerzeit im Haus Harkorten, welches noch nahezu im Originalzustand existiert, aber durchaus noch mal in Schuss gebracht werden muss. Das Gebäude ist ein tolles Beispiel für die Architektur im Bergischen Land (obwohl Hagen nicht im Bergischen Land liegt).

Der Kaiser-Friedrich-Turm, welcher ebenfalls im Wald auf einem Hügel steht, erinnert an Kaiser Friedrich III. von hier kann man die höchste Aussicht über Stadt und Gegend genießen. Zum Zeitpunkt meiner Ankunft war das Gelände allerdings geschlossen.

Nur wenige Kilometer weiter steht auch schon der Eugen-Richter-Turm und die Volkssternwarte von Hagen. Der Namensgeber war ein einflussreicher Politiker zu Zeiten Bismarcks und galt als einer seiner ärgsten Gegenspieler.

Der letzte Turm auf dem Drei-Türme-Wanderweg ist der Bismarckturm. Von diesem Turm hatte ich eine schöne Aussicht auf Hagen.

In der Walddorfstr. befindet sich die Arbeitersiedlung Walddorf, welche vom Hagener Karl Osthaus beauftragt wurde, um den Textilarbeitern und gutes Zuhause zu bieten.

Die älteste Kirche in Hagen ist die Johanniskirche. Schon zu Zeiten Karl des Großen soll hier ein Gotteshaus gestanden haben. Im Laufe der Zeit und durch einige Umbauten steht nun diese Kirche an diesem Platz.

Am Sparkassen-Karree stand bis 2004 ein Sparkassengebäude, welches im Volksmund „Langer Oskar“ genannt wurde. Der „Lange Oskar“ war ein Wahrzeichen der Stadt, musste aber abgerissen und gesprengt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war dies die größte Sprengung eines Gebäudes innerhalb einer Stadt in ganz Europa und zog internationale Beachtung an sich! Heute befindet sich dort ein kleiner Park und ein moderneres Sparkassengebäude.

Im östlichsten Stadtteil Hagens, dem beschaulichen Hohenlimburg steht das Schloss Hohenlimburg. Es befindet sich weitgehend im Originalzustand und beherbergt das Deutsche Kaltwalzmuseum.

Kultur, Sport und Bildung

Hagen ist ein wichtiges Zentrum des Sports in Deutschland. Der Deutsche Basketballbund DBB hat hier seinen Sitz.

Unter anderem aus dem Sportverein TSV Hagen 1860 e.V. entstand das Gründungsmitglied der Deutschen Basketball Bundesliga Brandt Hagen. Lange Zeit lieferte sich der Verein heiße Duelle in den 90er Jahren mit dem damaligen Serienmeister Bayer Leverkusen. Seit längerer Zeit gibt es den Verein Brandt Hagen nicht mehr. Der TSV Hagen 1860 ist im Faustball einer der weltweit erfolgreichsten Vereine überhaupt mit etlichen Pokalen und Erfolgen.

In Hagen steht das vermutlich erste begehbare Planetenmodell der Welt, welches im Maßstab 1:1 Mrd. die Abstände aller 8 Planeten unseres Sonnensystems und anderer Himmelskörper zur Sonne zeigen. Die Sonne wird als vergoldete Kugel im Ratskeller in Hagen dargestellt. Alle anderen Himmelskörper sind im ganzen Stadtgebiet durch Bronzeplatten gekennzeichnet. Ich finde das sehr beeindruckend und konnte immerhin ein paar Bronzeplatten ablichten.

Das Kulturzentrum Pelmke bietet Bildungs- und Kulturangebote für alle Hagener an und war früher eine Grundschule. Prominenteste Grundschülerin war die NDW-Sängerin Nena!

Deutschlandweit bekannt ist die FernUniversität Hagen. An jedem Ortseingangsschild wird entsprechend darauf hingewiesen. Sie ist die erste und einzige staatliche FernUni Deutschlands und mit weit mehr als 70.000 Studenten die größte Uni in Deutschland. Allerdings ist sie keine Volluniversität, da bestimmte Fächer nicht angeboten werden.

In einem Villenviertel in Hagen stehen ebenfalls bedeutende Gebäude. Die Villa Cuno ist bekannt für ihre strenge Geometrie (leider nicht ganz erkennbar auf dem Foto).

Gleich um die Ecke befindet sich die Jugendstilvilla des Osthaus-Museums – Hohenhof genannt. Es ist das ehemalige Wohnhaus von Karl Ernst Osthaus, der einer der bedeutendsten Kunstsammler und -mäzene Deutschlands war. Osthaus prägte den „Hagener Impuls“, welcher eine kurze Epoche zur Erneuerung der Gesellschaft war. Wenn ich das richtig verstanden habe, ging es darum, dass in vielerlei Aspekten des Leben der Sinn für Schönheit eine tragende Rolle spielen sollte.

In der Stadtmitte steht in diesem Zusammenhang das Osthaus-Museum – ein Kunstmuseum für Moderne Kunst.

Direkt daneben befindet sich das Emil-Schuhmacher-Museum. Er war ein international bekannter hagener Maler und ihm wurde dieses Kunstmuseum gewidmet.

Die Stadthalle in Hagen liegt in einem ehemaligen Steinbruch. Kleine Felslandschaften sind in und außerhalb des Gebäudes überall zu finden. Mit seiner Glasfassade und seiner Architektur hat sie einen besonderen Anblick.

Die Volkshochschule Hagen befindet sich in der Villa Post. Der hagener Kaufmann Wilhelm Post liess sich diese Villa ganz in der Nähe seines Werkes erbauen.

Das Theater in Hagen befindet sich in einem historischen Gebäude und ist aufgrund seiner hohen Besucherzahlen über die Stadtgrenzen hinaus sehr bekannt.

Ein Luftschutzbunker aus Weltkriegszeiten dient heute als Bunkermuseum und zeigt Ausstellungsstücke aus der NS- und Kriegszeit.

Auch für das kulturelle Leben der Jugend wird in Hagen was getan! Das Kultopia bietet Konzerte und Veranstaltungen aller Art und etliche Angebote für die Jugend der Stadt.

Köstlichkeiten der Stadt

Immer wieder freue ich mich bei meinem Projekt die kulinarischen Spezialitäten einer Stadt zu probieren. Insbesondere wenn diese auch in der entsprechenden Stadt kreiert bzw. erfunden wurden. Das trifft insbesondere auf den Brandt-Zwieback zu! Die Firma Brandt hat ihren Sitz in Hagen. Die Besonderheit dabei ist, dass lediglich der Verwaltungssitz noch in Hagen ist und die Produktion mittlerweile in Thüringen statt findet. Der Umzug kam bei den Hagenern und generell in NRW nicht gut an. Das Brandt-Werk steht zwar noch, aber es ist leider sehr verwahrlost. Soweit ich das mit bekommen habe, soll an einer Sanierung und weiteren Nutzung des Geländes/Gebäudes gearbeitet werden. Im denkmalgeschützten Haus Stennert befindet sich noch das Brandt-Museum und ein Shop mit Bistro. Natürlich habe ich mich mit Brandterzeugnissen eingedeckt.

Um mich zu stärken bin ich in das Restaurant Wacholderhäuschen gegangen, da ich wußte, dass es dort Potthucke gibt – ein typisches Kartoffelgericht aus der Sauerland. Ich genoß das Wacholderpfännchen mit Potthucke und habe mir außerdem ein kleines Fläschen des Everbusch Doppelwacholder gekauft. Die Brennerei Eversbusch ist direkt am Restaurant angeschlossen und die Erzeugnisse sind eine Spezialität der Stadt.

Einen Abend war ich auch im Gasthaus Humpert am Höing. Dort bekam ich den Pfefferpotthast, den man vom Münsterland über den Ruhrpott bis zum Sauerland überall bekommt.

Aus Hagen stammen die Produkte von ME-HA-Suppen. Die Firma stellt seit vielen Jahrzenten ihre berühmten Fleisch- und Gemüsebrühen in Würfelform oder im Glas her und soll in ganz Deutschland bekannt sein. Zugegebenermaßen habe ich bis dahin noch nichts von ME-HA-Suppen gehört, aber selbstverständlich habe ich mir in einem hiesigen Markt Brühe gekauft und mich bereits von der hervorragenden Qualität überzeugen können.

Wie in vielen Städten ist auch in Hagen ein besonderes Bier eine Spezialität. In Dahl – ein kleiner pittoresker Vorort – befindet sich die Vormann-Bierbrauerei. Sie ist Teil der Route der Industriekultur in NRW.

Die Märkische Spezialitätenbrennerei befindet sich im gleich Ort und hat sich der Herstellung höchstqualitativer Spirituosen verschrieben.

Und so sieht meine Ausbeute an Mitbringseln aus…

Eines Morgens bin ich zum frühstücken in ein sehr nettes kleines Frühstückslokal gegangen – das Goldberg’s Törtchen. Dort habe ich ein richtig gutes Frühstück gehabt und konnte glücklicherweise ein tolles Interview mit einer Hagenerin durchführen!

Erzähle / Erzählen Sie mir das Erste, was Dir / Ihnen über deine / Ihre Stadt einfällt. Ich bin erst vor einiger Zeit hier zugezogen und empfinde die Größe der Stadt als sehr angenehm. Noch ist mir Hagen etwas unbekannt und ich möchte mich mit meiner neuen Heimat noch etwas mehr auseinandersetzen.
Was ist Dein / Ihr Lieblingsort und warum? Mein Balkon. Ich mag einfach den Blick ins Grüne. Außerdem gefällt es mir sehr im Cave66! Das ist eine Bar mit portugiesischem Fingerfood.
Was sollte man als Tourist unbedingt gesehen haben? Das Osthausmuseum ist sehr sehenswert und das LWL-Freilichtmuseum. Außerdem empfehle ich die Türmewanderung.
Was ist typisch für Deine / Ihre Stadt? Die Hagener sind sehr direkte Menschen. Außerdem ist die Stadt im Wandel und komischerweise gibt es im Zentrum mit der Volme-Galerie und der Rathaus-Galerie gleich 2 Galerien die direkt nebeneinader stehen…
Was wünscht Du Dir / wünschen Sie sich für Deine / Ihre Stadt? Im Generellen wünsche ich mir eine bessere Planung und Struktur von der Stadt für die Stadt. Gerne auch mehr verkaufsoffene Sonntage! Außerdem haben wir viele Leerstände und dennoch habe ich den Eindruck, dass einem Steine in den Weg gelegt werden, wenn man sich mit einem Geschäft eigenständig machen möchte.

Das LWL-Freilichtmuseum

Dieses Museum liegt ebenfalls außerhalb des Zentrums und wieder viel mir auf, wie viel Wald und Hügellandschaften es in und vor allem um Hagen gibt. Nicht umsonst ist Hagen mit 42% Waldfläche eine der bewaldetsten Städte Deutschlands. Ich habe mich schon sehr gefreut auf das LWL-Freilichtmuseum, da ich als historisch-interessierter Mensch gerne erfahre, wie Menschen früher gelebt haben. Das Freilichtmuseum fand ich total genial! Es ist ein absolut riesiges Areal und bietet so viel Anschauliches, dass man sicher mindestens einen halben bis ganzen Tag dort verbringen konnte. Ich habe mir nicht ganz so viel Zeit genommen, was im Nachhinein etwas ärgerlich war. Ich merkte erst als ich draußen war, dass ich nur die Hälfte gesehen habe… Als ich auf der Hälte der Strecke angekommen bin, war da ein großer See und ich dachte, das wäre schon das Ende. Ich habe nicht richtig auf die Beschilderung geachtet und bin dann unbekümmert wieder zum Ausgang gegangen… Wie auch immer. Jedenfalls habe ich nun einen trifftigen Grund das Freilichtmuseum wieder zu besuchen. Das Museum zeigt ausschließlich die Geschichte von Handwerk und Technik.

Mein liebes Hagen,

vielen Dank für diesen tollen Aufenthalt bei dir. Ich habe es sehr genossen entspannt durch deine waldreiche Gegend zu düsen und meine einzelnen Ziele abzufahren. Dein Waldreichtum hat mir sehr imponiert und ich frage mich, wie es denn im Herbst bei dir wohl ausehen mag, wenn die Sonnenstrahlen richtig scheinen und du und deine Einwohner einen goldenen Herbst erleben! Ganz besonders empfand ich auch die Freundlichkeit deiner Einwohner, welche ich sowohl in meiner Unterkunft als auch in den Gasthäusern erleben durfte. Das beeindruckendste war dein Freilichtmuseum, welches ich unbedingt noch mal besuchen möchte!

Ich wünsche dir alles Gute und freue mich auf ein Wiedersehen!

Aachen – Kaiserstadt mit schöner Architektur und süßen Genüssen

Es ist Weihnachtszeit und somit eine gute Gelegenheit eine Stadt zu besuchen, welche einen der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands besitzt und auch zur dunklen Jahreszeit sehr schön ist.

Seit jeher ist Aachen bekannt als Krönungsort etlicher deutscher Könige und Kaiser. Seit vielen Jahren ist Aachen aber auch ein Zentrum der Süßwarenindustrie – und ich habe mich nicht zu knapp eingedeckt!

Auch diesmal war ich mit meiner Freundin unterwegs und uns haben insbesondere die schöne Architekur der Stadt und die vielen Leckereien gefallen. Ich war total hin und weg von den Aachener Reisfladen, welche ich mir quasi täglich gegönnt habe. Ein wenig chaotisch fanden wir den Verkehr in Aachen. Es gab zwar kaum Baustellen, aber irgendwie war ständig richtig viel los auf den Straßen.

Das kaiserliche und mittelalterliche Aachen

Ich möchte mit den Sehenswürdigkeiten beginnen, welche Aachen seit Jahrhunderten ausmachen. Der Aachener Dom ist das erste deutsche Kulturdenkmal und weltweit das zweite, welches es in die UNESCO-Welterbeliste geschafft hat. Ursprünglich war er Pfalzkapelle Kaiser Karl des Großen. Im Dom befindet sich das wertvolle Lotharkreuz, dass zu besonderen Anläßen vorangetragen wurde. Der Karlsschrein mit den Gebeinen Karls des Großen befindet sich ebenfalls im Dom. Der Marienschrein im Dom gehört zu den bedeutensden Goldschmiedearbeiten überhaupt. Im Dom kann man auch den Marmorthron Karls des Großen besichtigen; allerdings nur während einer Führung, welche ich nicht mit gemacht habe.

Zwischen Dom und Rathaus befindet sich der Katschhof. Er war ehemals der Pranger und wird heutzutage für Veranstaltungen genutzt, wie zum Beispiel für Teile des Weihnachtsmarkts.

Im Zusammenhang mit dem Dom, muss man auch den Domhof bzw. die Domschatzkammer nennen. In der Domschatzkammer wird einer der wertvollsten Kirchenschätze der Welt aufbewahrt. Dieser kann besichtigt werden.

Da ich das Rathaus bereits erwähnte, möchte ich hier auch ein Bild einfügen. Im Rathaus befindet sich der Krönungsfestsaal und viele Darstellungen, die an die Kaiserzeit Karls des Großen erinnern. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Aussehen des Rathaus regelmäßig. Lediglich der Granusturm stammt noch aus der Zeit des Kaisers. Direkt am Rathaus befindet sich das Restaurant Postwagen, welches von frisch getrauten Paaren oft besucht wird, nachdem sie sich im Standesamt des Rathauses getraut haben. Am Marktplatz vor dem Rathaus befindet sich noch der Karlsbrunnen. Er ist der älteste Brunnen der Stadt.

Direkt am Marktplatz befindet sich das Haus Löwenstein. Nahezu gleichzeitig mit dem Rathaus erbaut ist es eines der wenigen gotischen Gebäude der Stadt. Es wurde vermutlich anfangs als Restaurant betrieben und befindet sich mittlerweile im Besitz der Stadt.

Wie in jeder mittelalterlichen Stadt gab es auch in Aachen eine Stadtmauer. Teile davon sind auch heute noch zu besichtigen. Das Marschiertor gehört zu den mächtigsten Stadttoren überhaupt in Europa, welche noch erhalten sind und war der Hauptwaffenplatz der Stadt.

Ein weiteres mittelalterliches und nicht weniger imposantes Tor ist das Ponttor. Heutzutage wird es hauptsächlich von Pfadfinderbünden als Sitz genutzt.

Eines der ältesten Gebäude überhaupt ist das Grashaus. Es war des erste Rathaus in Aachen. Mittlerweile befinden sich im Grashaus Institutionen wie das Europe Direct Informationsbüro, die Initiative Europäische Horizonte, die Karlspreisstiftung und das Europäische Klassenzimmer.

Hier und da trifft man auch mal eine Kaiserfigur…

Eines der ältesten Gasthäuser Aachens seit dem Mittelalter ist das Rose am Dom.

Die Straßennamen der Altstadt lassen erahnen, welche Waren in den jeweiligen Straßen der Stadt vertrieben wurden. So schlenderte ich duch die Krämergasse und die Körbergasse.