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München erleben!

München erleben ist ein separater Artikel über Münchens weitere kulturellen Highlights. Die meisten Sehenswürdigkeiten dieser Art finden insbesondere außerhalb geschlossener Räume statt und haben durchaus was mit mehr oder weniger viel Bewegung zu tun.

Gärten und Parks

Weltweit zählt der Englische Garten zu den größten Parkanlagen überhaupt und wird von Millionen von Einheimischen und Touristen genutzt. Die Anlage wurde ab ca. 1789 angelegt und schon nach wenigen Jahren sogar der Bevölkerung zugänglich gemacht. Damit war der Englische Garten einer der ersten Gärten der Welt, welcher allen Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht wurde. Hier gibt es viel zu sehen, zu erleben oder man nutzt die riesige Fläche einfach mal, um auszuspannen. Im Folgenden beschreibe ich einige markante Sehenswürdigkeiten im Englischen Garten.

Der Chinesische Turm war von Anfang an mit dabei, wobei er im Krieg zerstört und anschließend neu aufgebaut wurde. Damals war chinesischer Baustil in Europa recht populär. Der Turm dient den Besuchern als Aussichtsturm. Einen griechisch-antiken Baustil verkörpert der Monopteros, welcher 1836 fertig gestellt wurde. Im Englischen Garten steht ebenfalls eine der seltenen Burgfriedensäulen, welcher früher den räumlichen Geltungsbereich eines Burgfriedens markierte. Im Milchhäusl wollte ich eigentlich die berühmte Bayerische Brotzeit machen, aber leider war das Café bereits im Winterschlaf.

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Außerdem befindet sich im Englischen Garten die beühmte Eisbachwelle und tatsächlich wurde sie an diesem schönen warmen Nachmittag auch noch rege genutzt. Sie ist weltbekannt aber auch sehr respektiert, da es garnicht so ungefährlich ist für ungeübte Surfer hier die Welle zu reiten.

Es gibt auch einige Orte, an denen ich ganz entspannt München erleben konnte. An einem Tag verweilte ich im zentrumsnahen Alten Botanischen Garten, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Immernoch stehen hier viele exotische Baumarten.

Auch an den Isar Auen genoss ich das schöne warme Wetter und legte eine kleine Pause ein, während ich die Isar beim Fließen beobachtete. Ich befand mich dabei an den südlichen Isar-Auen, wo sich auch die Flächen des Flauchers befinden. Der Flaucher ist eine städtische Grünanlage beidseitig der Isar und ein besonders artenreiches Biotop. Die Isar ähnelt an dieser Stelle ein wenig an ein Wildwasser-Gewässer. Es gibt außerdem einige Flußstrände, die von Münchnern gerne zum Sonnenbaden genutzt werden.

Südlich davon befindet sich der Tierpark Hellabrunn, welcher in einem typischen europäischen Auenwald eingebettet ist. Der Tierpark Hellabrunn ist der weltweit erste Geozoo. Hier werden Tiere so gehalten, dass sich ihre Gehäge in der Nähe von Tieren befinden, welche sie auch in der freien Natur antreffen würden.

Eine ganz besondere Idylle vermittelte mir der Rosengarten. Inmitten ca. 800 verschiedener Arten von Rosen, einem Fliedergarten, einem kleinen Bach und vieler entspannter Menschen, genoß ich den Zauber dieses wunderschönen Gartens.

München erleben! – Sport

Ungewöhnlicherweise gibt es in einer so großen Stadt wie München lediglich 3 Dominanten im Sport: der FCB, die Löwen von 1860 und die Olympischen Spiele. Dabei ist der FCB nicht nur im Fußball eine feste Größe, in vielen anderen Sportarten ist der Verein ebenfalls dominant. Das habe ich in anderen Städten anders erlebt, wo es viele Vereine gibt, die in einer bestimmten Sportart nicht selten weltklasse sind.

Olympische Spiele 1972

Der Olympiapark im Nordwesten der Stadt ist ein sehr sehr großes Areal und wurde 1972 zu den 20. Olympischen Spielen errichtet. Seitdem wurde der Sportpark für verschiedenste sportliche Ereignisse genutzt, wie zum Beispiel Welt-, Europa- und nationale Meisterschaften. Aber auch für viele kulturelle Ereignisse, wie zum Beispiel Konzerte oder Ausstellungen und vieles mehr. Im Olympiastadion mit seiner markanten und originellen Dachkonstruktion trug lange Zeit der deutsche Rekordmeister FC Bayern München seine Heimspiele aus. Vom Aussichtspunkt des Olympiabergs hatte ich eine tolle Sicht auf viele Stellen im Park wie die Olympiaseebrücke, die Olympiahalle und die Olympia-Schwimmhalle. Aber ich der Blick über die ganze Stadt bis zu den Alpen hat mich sehr beeindruckt!

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Der Olympiaturm stand allerdings schon vor dem Olympiapark an dieser Stelle und wurde 1968 zuende gebaut. Er gehört zu den höchsten Fernsehtürmen Deutschlands.

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Die Teilnehmer der Olympischen Spiele waren im Olympiadorf (Architekten: Heinle, Wischer und Partner) gleich nebenan untergebracht. Von Anbeginn dachte man dabei an das Konzept einer Stadt in der Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten und viel Raum für Kinder. Dies scheint sehr gut gelungen zu sein, da das Olympische Dorf eine der beliebtesten Wohngegenden Münchens geworden ist. Hier im Olympischen Dorf fand 1972 ebenfalls die tragische Geiselnahme israelischer Sportler statt. An einem Gebäude wurde nach dem Ereignis eine Gedenktafel installiert mit den Namen der Opfer dieses Ereignisses.

Fussball

Über 30x Deutscher Meister, 20 Pokalsiege und 6x Champions League Gewinner bzw. Meister der Landesmeister – das ist der FC Bayern München! Und etliche weitere Pokale hat dieser Verein ebenfalls gewonnen, so dass er zu den erfolgreichsten Fußballvereinen im Clubfußball gehört. Der Verein wurde 1900 in einem Lokal gegründet, wo heute die Siemenszentrale steht. Dort photographierte ich das Gründungsdenkmal FCB. Derzeitige Spielstätte ist die Allianz Arena (Architekten Herzog & de Meuron) ganz im Norden Münchens mit seiner imposanten Verkleidung, die sich beleuchten lassen kann. Die Leuchtkraft soll so groß sein, dass sie auch aus den Berggipfeln des benachbarten Auslands zu sehen sein soll. Das Vereinsheim des FC Bayern München steht an der Säbener Str. im Süden der Stadt.

Der FC Bayern München ist aber nicht nur im Herren-Fußball aktiv und erfolgreich. Mehrmaliger Meister ist der Verein im Basketball geworden. Im Frauenfußball ist das Team ein ernsthafter Konkurrent zum VfL Wolfsburg. Auch beim Schach, Turnen und im Baseball gab es beachtliche Erfolge.

Auch der ewige Stadtrivale TSV 1868 München ist auf seine Weise ein schillernder Fußballverein. Er wurde einmal Deutscher Meister und 2x Pokalsieger und stand sogar im Finale eines Europacups! Das Finale ging dann allerdings gegen West Ham United verlorgen. Die eigentliche Spielstätte ist das Städtisches Stadion an der Grünwalder Str., wobei zwischenzeitlich auch im Olympiastadion und auch in der Allianzarena gespielt wurde. Stand 2024 spielt der Verein in der 3. Liga.

Bewegungssport Spezial

Von den MORODER Dance Studios konnte ich leider kein Photo machen. Anscheinend existierte diese Tanzinstitution nicht mehr als ich im Herbst 2022 München besuchte. Ich weiß auch nicht mehr, ob ich mir diese Institution wegen seiner Funktion als Tanzstudio vermerkt habe. Denn Giorgio Moroder ist eigentlich ein italienischer Musikkomponist, der mit zahlreichen Größen der Musik aus den 1960ern bis in die 1980er im Musicland Studio zahlreiche Hits produzierte. Er gilt auch als Wegweiser der elektronischen Musik.

Das Flusswellensurfen soll quasi in München erfunden worden sein noch bevor das Surfen in der Eisbachwelle startete. An der Surfwelle Floßlände haben 1972 zwei Brüder das erste Mal die Welle gesurft. In den letzten Jahren gab es wohl Unstimmigkeiten, was den Zufluss einer geeigneten Wassermenge angeht. Als ich den Ort besuchte, stand die Floßlände still. Anscheinend war die Saison vorbei.

München erleben unter Menschen

Gefeiert wird hier in dieser Stadt schon mindestens seit 200 Jahren auf der Wiesn. Berühmt-berüchtigt sind aber auch die vergangenen und gegenwärtigen Tanz- und Feiertempel Münchens.

Feiern

Wie es der Zufall so wollte, fand mein Besuch in München zum Zeitpunkt des Oktoberfests statt – dem größten Volksfest der Welt! Es findet seit 1810 auf der Theresienwiese statt und lockt jedes Jahr Besucher aus der ganzen Welt. Was soll ich hier groß beschreiben? Ich finde, wer da Münchner Oktoberfest erleben will, mus einfach mal hier gewesen sein! Da ich alleine da war, konnte ich den ganzen Troubel mit ein wenig Abstand beobachten und genießen. Ich kann mir durchaus vorstellen mit Freunden hier einen spaßigen Tag zu haben, auch wenn mir das ganze Fest etwas zu groß erscheint. Dennoch war es ein faszinierendes Ereignis.

Am Nordeingang des Geländes schaute ich mir das Denkmal Dokumentation Oktoberfest Attentat an. 1980 fand hier ein rechtsextremistisches Attentat statt, wobei 11 Besucher starben und weitere 221 Besucher verletzt wurden. In der Dämmerung wirkt ist noch viel ergreifender.

Das P1 existiert immernoch! Aber die glänzenden Zeiten mit Prominenz und rauschenden Parties fand vor langer Zeit statt – in den 1980ern und 1990ern. Natürlich wird auch heute noch gefeiert. Gegründet haben es nach dem Krieg die Amerikaner und da sie „Prinzregentenstraße 1“ nicht so recht aussprechen konnten, nannten sie den Offizierstreff einfach P1.

Etwas volkstümlicher geht es im Stadtteil Schwabing auf dem Platz Münchener Freiheit und der von ihm abgehenden Leopoldstraße zu. Es ist ein quirliges Vergnügnungsviertel in dem die Menschen gerne draußen sind und den Troubel und die Gesellschaft genießen. Hier gibt es viele Restaurants und Cafés, Kneipen und Bars und bei großen Ereignissen wird hier viel gefeiert.

Schumann’s Bar am Hofgarten ist eine Institution und hat einen guten Ruf für erstklassige Produkte und Service. Die Bar von Charles Schumann befand sich vorher an der Maximilianstraße, wo sie ihren guten Ruf her hat. Hier ist für jeden Platz – egal ob Prominent oder nicht.

Shoppen

Die Maximilianstraße beginnt an der Maximilianbrücke und erstreckt sich bis zum Max-Joseph-Platz. Sie ist eine von vielen Prachtstraßen der Stadt und berühmt für ihre teuren Luxusgeschäfte und Kulturstätten. München erleben kann man hier auf jeden Fall mit dem nötigen Kleingeld.

Ähnlich viel Geld kann man in der 5-Höfe-Passage in den vielen gehobeneren Geschäften lassen. In dem um die Jahrtausendwende entstandenen Einkaufsgebäude gibt es auch wechselnde Kunstausstellungen zu bestaunen und – wie der Name schon verrät – 5 Höfe.

Prachtstraßen

Eine weitere wichtige Prachtstraße ist die Prinzregentenstraße. Mit seinen vielen kulturellen Einrichtungen – von denen ich bereits einige vorgestellt habe – und den vielen Geschäften, ist sie sehr lebendig und geschäftig und macht der Überschrift dieses Artikels „München erleben“ alle Ehre.

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Zwischen Odeonsplatz und dem Siegestor verläuft die nächste Prachtstraße Münchens – die Ludwigstraße. Hier befinden sich bereits genannte Prachtbauten wie die Bayerische Staatsbibliothek oder die Ludwig-Maximilians-Universität.

München erleben – Ehemalige Clubs

Bodenständig gefeiert wurde früher auch im originalen Schwabinger 7. Es war eine Kneipe, die sich nie dem Mainstream angeschlossen hat und kurz vor dem Abriss ein Politikum wurde. Manch ein Politiker wollte das Gebäude und die Kneipe abreissen; viele Promis und Lokalprominenz haben sich für den Erhalt eingesetzt. Nun steht es ein paar Hausnummern weiter mit Originalmobiliar. Ob es das Originalflair noch gibt, kann ich nicht beurteilen.

In der relativen Nähe gab es in den 1970ern das Yellow Submarine – eine weitere extraordinäre Diskothek in München. Faszinierenderweise soll dieser Club von einem Aquarium umgeben gewesen sein, wo Haie und Riesenschildkröten drin schwammen. Man konnte wohl sogar Haiflossensuppe und gegrillten Hai bestellen. Das Gebäude gibt es heute nicht mehr und wurde durch einen kleine Park ersetzt.

Gefeiert wurde in der Zeit um 1970 für einige Jahr im Blow Up. Diese Discothek war die erste Großraumdisco Deutschlands und international bekannt für die Art und Weise wie man damals feierte. 1972 wurde es geschlossen und seit 1977 befindet sich hier das Kinder- und Jugendtheater Schauburg.

Nahe des Münchner Ostbahnhofs besuchte ich das ehemalige Gelände des Kunstparks Ost, welches von 1996 bis 2003 mit seinen Diskotheken und Clubs das größte Party-Areal Europas war. Nachdem viele große Diskos und Clubs das Gelände verließen, wurde das Areal Kultfabrik genannt. Es gab aber weiterhin etliche Diskotheken, Clubs, Bars und sonstige Veranstaltungshallen bzw. -räume für alle möglichen kulturellen Erlebnisse. Was ich bis jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, nicht wußte, ist, dass der Lebensmittelhersteller Pfanni hier sein Stammwerk hatte! Nun gibt es hier das einzigartige Kartoffel-Museum und das Pfanni-Museum. Seit 2016 erfuhr das Gelände im Rahmen der Stadtentwicklung eine weitere Umbenennung und heißt nun Werksviertel mit dem Ziel es als Kultur-, Sport-, Gewerbe- und Veranstaltungsplatz zu nutzen.

Eine weitere Attraktion auf dem Gelände ist das Umadum – Deutschlands größtes Riesenrad und bei Aufstellung größtes mobiles Riesenrad der Welt. Das Umadum ist ein Platzhalter für das zukünftige Konzerthaus Münchens und wird dann sicher einen neuen Platz finden.

München erleben! Noch mehr!

Zum Ende meines München-Aufenthaltes gönnte ich mir einen Besuch in der weltgrößten Therme – der Therme Erding. Sie gehört zu den meistbesuchtesten Thermen der Welt und bietet neben der eigentlichen Therme auch einen Saunabetrieb, Rutschen, ein Wellenbad und vieles mehr.

In der Nähe des Hauptbahnhofs photographierte ich den Sitz des Circus Krone. Er gilt als eines der größten Circus-Unternehmen der Welt, wurde 1905 gegründet und hat seinen festen Sitz in München seit 1919.

Oldtimerfans können die Motorworld in München erleben! Mit Eröffnung in 2021 ist sie noch recht jung und zeigt nicht nur verschiedenste Oldtimer. Sie ist auch eine Eventlocation rund um das Thema Oldtimer.

Einige Stadtteile habe ich bereits genannt, wo man viel in München erleben kann. Südlich der Altstadt Münchens fuhr ich noch durch 2 Szene- und Partyviertel, wo es unzählige Restaurants und Bars, Kneipen und Frühstückslokale gibt und das Leben ausgelassen pulsiert. Das Gärtnerplatzviertel und das Glockenbachviertel – Zentren der queeren Szene – befinden sich in direkter Nachbarschaft.

Etwas entspannter geht es im Viertel um den Wiener Platz her. Dort gibt es den Markt am Wiener Platz – einen der 4 ständigen Märkte Münchens. Als ich am späten Nachmittag da war, war nicht mehr viel los, aber ich setzte mich auf eine Bank und ließ dieses kleine Idyll auf mich wirken.

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