Zu den Trierer Spezialitäten zählt zweifelsfrei der Wein. Trier an der Mosel ist eines der Weinzentren in Rheinland-Pfalz und weithin bekannt für seine schmackhaften Weine. Wo Wein ist, ist meist auch rustikales Essen. Auch davon hat Trier sehr viel zu bieten.
Wein in Trier
Seit einiger Zeit gibt es zwischen Amphitheater und dem Weinort Olewig den Trierer Weinkulturpfad. Er führt an diesem Weinberg – der Olewiger Lage – entlang und informiert ausgiebig zur langen Trierer Weintradition.
Olewig ist bekannter Weinort in Rheinland-Pfalz in dem einige Weingüter beheimatet sind, wie beispielsweise der Deutschherrenhof, St. Annenhof Hermann Oberbillig und Weingut Terges.
Besonders bekannt ist Olewig für sein Weinfest. Zufällig waren wir genau zu dieser Zeit in Trier und so besuchten wir das Olewiger Weinfest. Wir waren allerdings zu einer weniger frequentierten Uhrzeit da und konnten entspannt durch den Ort flanieren.
In Trier gibt es den Verein Moselwein e.V., dessen Ziel es ist den Weinabsatz und den Weintourismus dieser Gegend zu fördern und zu entwickeln.

Weitere Weingüter und Lagen
Eine große Weinlage ist die sogenannte Augenscheiner Lage links der Mosel. Es soll ein besonderer Boden sein auf dem Riesling, Grau- und Spätburgunder angebaut werden. Die Bezeichnung Augenscheiner stammt aus dem Mittelalter. Auf der rechten, gegenüberliegenden Moselseite stand ein Kloster dessen Mönche ihre Weinlage immer in Augenschein nehmen konnten.

Die SMW Saar-Mosel-Winzersekt GmbH photographierte ich wegen des schönen ikonischen Eingangs. Das Unternehmen ist aber auch für seinen hochwertigen Sekt bekannt.

Eher zufällig entdeckte ich diese Wein- und Sektkellerei – Langenbach & Co. GmbH. Wenn ich recht recherchiert habe, wurde das Unternehmen Mitte des 19. Jahrhunderts in Worms gegründet und hat sich zu einem der renomiertesten Wein- und Sekthändler entwickelt. Ich konnte im Internet allerdings nicht viele zentrale Informationen finden.

Auch der Klerus befasst(e) sich mit dem Weinanbau und allem, was dazu gehört! Die Bischöflichen Weingüter Trier haben ihre Anfänge im 18. Jahrhundert und sind ein Zusammenschluss (1966) 3er großer Weingüter: Das Bischöfliche Konvikt, das Bischöfliche Priesterseminar und die Hohe Domkirche.

Die Vereinigte Hospitien mit Sitz in Trier befassen sich eigentlich mit der Pflege und Betreuung alter, kranker, behinderter und pflegebedürfiger Menschen. Sie bauen aber auch hervorragenden Wein an und betreiben den ältesten Weinkeller Deutschlands. Dieser wurde bereits zu Zeiten Kaiser Konstantins angelegt.

Trierer Spezialitäten – Weinhäuser
Es gibt diverse Weinhäuser in Trier, welche wir aber nicht alle besucht haben. Das Weinhaus Trier bietet viele lokale Weine und andere Trierer Spezialitäten.

Direkt am Dom ist die Weinstube Kesselstatt gelegen. Bei gutem Wetter war hier sehr viel los und ich kaufte mir im hauseigenen Geschäft ein Flasche Weißwein.



Die Weinwirtschaft Friedrich-Wilhelm ist seit den 1960er Jahren im Gebäude des ehemaligen Friedrich-Wilhem-Gymnasiums untergebracht, welches eines der ältesten Gymnasien Deutschlands sein soll. Auch hier werden lokale Weine und Spezialitäten angeboten.


Mitten am belebten Hauptmarkt seht der Weinstand Trier. Hier gönnte ich mir zum Abschluß eines Tages ein Glas Grauburger oder sonstige Weißweine. An warmen Sommertagen ist es einfach die beste Erfrischung. Bemerkenswert finde ich die lebhafte aber gelassene Stimmung an solchen Weinständen an belebten Orten. Dies ist mir bereits vor Jahren in Würzburg an der Alten Mainbrücke aufgefallen.


Weitere Trierer Spezialitäten
Kulinarische Trierer Spezialitäten reichen bis in die Antike zurück! Sehr begeistert war ich von der Weinstube Zum Domstein, wo es alte römische Gerichte nach original überlieferten Rezepten aus dem Kochbuch „De re coquinaria“ von einem gewissen Marcus Gavius Apicius zu essen gibt. Eine Kopie des Kochbuches soll es im Restaurant geben. Ich glaube, hier hätten wir öfter mal essen sollen. Die Speisekarte lädt zu mehr ein. Dazu gab es für mich eine kleine Weinverkostung.
Im Wirtshaus Zur Glocke gibt es auch etliche Trierer Spezialitäten. Ich probierte Mehlkniedel mit Griewen. Das sind Mehlknödel mit ausgelassenen Speck. Dazu trank ich einen Viez, wozu ich später noch komme.


Eines anderen Tages besuchten wir das Restaurant Brasserie. Denn dort gibt es die allgegenwärtigen Grombeerschniedscher. Das sind einfache und leckere Kartoffelpuffer und die sind überall im westlichen Deutschland eine Spezialität. Sie haben aber auch überall eine andere Bezeichnung.


Trierer Spezialitäten fanden wir ebenfalls im Restaurant Kartoffel Kiste. Dort probierte ich Kappes Teerdisch und einen lokalen Wein. Kappes Teerdisch ist Sauerkraut und Kartoffelpüree



Der Spießbraten ist eine weitere rustikale und leckere Spezialität aus Trier. Ich besorgte mir eine To-go-Version im Brötchen.

Besonders bekannt und beliebt sind Trierer Flieten. Bei Flieten Franz ZuRLauBen gönnte ich mir eine mächtige Portion dieser pikant gewürzten Hähnchenflügel mit Pommes. Ich konnte es auch nicht lassen mich am Merchandising-Stand zu bedienen. Auf dem Weg zum Auto kam ich an einem SB-Eisstand vorbei und dachte mir: Nachtisch geht immer!
Viez
Und nun kommt das Trierer Nationalgetränk, welches sogar die UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft hat. Der Viez ist ein alkoholisches Getränk und wird grundsätzlich aus Äpfeln – manchmal Birnen – gemacht. Es gibt sogar die über 150 Km lange Viezstrasse, die dem Viez gewidmet ist. Offenbar kann man auf dieser Route viel über den Viez lernen und erfahren und ihn auch oft genießen.

In Trier gibt es auch die Trierer Viezbruderschaft e.V., welche sich der Pflege dieses Kulturguts widmet. Ich unterstützte auf meine Weise und trank aus einem modernen Viez-Porz meinen Viez im Wirtshaus zur Glocke.

Am Hauptmarkt gibt es einen Kiosk, wo ich einen Porz hätte kaufen können. Selbst im Internet gibt es einen speziellen Shop! Aber zufälligerweise fand ich einen älteren Porz in einer Zu-Verschenken-Kiste am Straßenrand und war recht glücklich über dieses besondere Souvenir.
Gelegentlich gibt es Viezpudding auf Trierer Speisekarten. Allerdings kann ich mich gerade nicht genau erinnern, warum ich diesen nicht probierte.




































