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Schlösser in München

In der Tat wurden wegen der Monarchie in Bayern viele Schlösser in München gebaut. Der Bayerische König residierte in ihnen und auch sein Hofstaat hat sich wohl das eine oder andere schlossartige Gebäude errichten lassen.

Nun ist das Photographieren manch einer Schlossanlage samt Garten nicht schwer und man kann solche Photos sicher auch im privaten Kreis präsentieren, aber für mein Projekt gelten nun mal andere Regeln, wenn ich mich auf dem Gelände einer Schlossanlage befinde. Photographiere ich außerhalb des Geländes auf öffentlichem Grund, hilft mir hier die Panoramafreiheit, wie ich gelernt habe. Erst nach meinem München-Aufenthalt befasste ich mich mit dem Photorecht an sich, so daß ich in diesem Teilartikel über München weniger Photos präsentieren kann als ursprünglich geplant. Dafür weiß ich nun aber für die Zukunft an wen ich mich für solche Vorhaben wenden muß bzw. was ich zu beachten habe.

Schlösser in München – Die Wittelsbacher

Es war ein sonniger und angenehmer Nachmittag als ich eines der schönsten Schlösser in München – das Schloß Nymphenburg – besuchte und es wimmelte nur so vor Besuchern und Touristen. Es war der Sommersitz der Wittelsbacher und wurde ab Beginn des 18. Jahrhunderts immer wieder erweitert. Im Schloß Nymphenburg hätte ich die Bayerische Schlösserverwaltung vorfinden können, um nach Photoerlaubnis zu fragen, aber ich habe mich ja, wie oben erwähnt, erst später mit diesen Themen befaßt. …

Photos folgen…

Bedeckten Himmel gab es bei meinem Besuch in der Schloßanlage Schleißheim in Oberschleißheim – einem nördlichen Vorort von München. Ich war so ziemlich der einzige Besucher und konnte somit diese wunderschöne und weitläufige Anlage ganz alleine genießen. Die Wittelsbacher nutzten die Anlage ebenfalls als Sommerresidenz. Die Anlage erstreckt sich von West nach Ost mehr als einen Kilometer und besteht tatsächlich aus 3 Schlössern! Am westlichen Ende befindet sich als Alte Schloß von 1623. Zum Ende des 17. Jahrhunderts entstand das Schloß Lustheim im östlichen Teil der Anlage. Zwischen diesen beiden Schlössern steht das große, prächtige Neue Schloß (ca. 1726) und der weitläufige, schöne Schloßpark.

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Sehr zentral gelegen ist Residenz München. Natürlich war auch hier sehr viel los und ziemlich gutes Wetter während meines Besuchs. Insbesondere der Hofgarten lud mich dazu ein mein Tagesprogramm zu unterbrechen und zu entspannen. Einige Teile der Residenz sind von außen sehr gut zu bestaunen, wie zum Beispiel das Residenzmuseum, das Residenztheater und die Allerheiligen Hofkirche. Erste Bauten sind bereits aus dem 14. Jahrhundert belegt und im Laufe der Zeit bis ins 15. Jahrhundert gab es ständige Erweiterungen. Ab Beginn des 16. Jahrhunderts begann die Umformung zu einem mehrstiligen Palast. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in etwa gab es immer wieder unter Berücksichtigung der jeweilig aktuellen Architekturstile Erweiterungen, Neubauten, Umbauten, Wiederherstellungen nach Bränden, usw. In der Tat eine beeindruckende Schloßanlage und ein must-see in München.

Bereits ab ca. 1255 residierten den Bayerischen Herzöge im Alten Hof nahe des Marienplatzes. Als diese dann umgezogen sind, wurde das Bauwerk für Verwaltungszwecke und für Gäste genutzt. Der markante Erkerturm an der Fassade wird Affenturm genannt, denn es gibt eine kuriose Legende dazu. Herzog Ludwig der Strenge hatte wohl seinerzeit einen Affen, den er frei herum laufen ließ. Durch einen dummen Zufall schnappte sich der Affe den kleinen Sohnemann des Herzogs und floh mit ihm über diesen Erker auf das Dach. Als sich die Situation beruhigte brachte der Affe den Säugling auf dem gleichen Weg zurück und es ist alles noch mal gut gegangen. So bekam der Turm seinen Namen.

Palais‘ in der Altstadt

Direkt hinter der Feldherrnhalle photographerte ich das Preysing-Palais – der erste Rokoko-Bau Münchens. Graf Preysing ließ das Bauwerk um 1725 erbauen. Heute befinden sie dort Arztpraxen und Büros.

Der Bau des klassizistischen Almeida-Palais von 1825 wurde von einer Baronin beauftragt, die einen portugiesischen Adligen heiratete, sodaß das Bauwerke seinen Namen trug.

Das Palais Portia in der westlichen Altstadt wurde 1693 im Stile des Barocks errichtet und rund 100 Jahre später im Rokoko-Stil umgebaut. Den 2. Weltkrieg hat lediglich die Fassade des Palais überstanden.

Direkt daneben befindet sich das barocke Holnstein Palais – 1737 vollendet. Seit 1821 ist es Sitz des Erzbischofs von München-Freising und wird auch Erzbischöfliches Palais genannt.

1826 wurde das Palais Ludwig Ferdinand / Palais Alfons erbaut und ab 1878 von den namensgebenden Prinzen bewohnt. Nach dem 2. Weltkrieg mietete sich Siemens ein und machte das Palais am Wittelsbacher Platz nach einigen Jahren zum Hauptsitz des Konzerns.

Am Rande des Hofgartens der Residenz steht das Prinz Carl Palais. 1807 erbaut bezog es Prinz Carl um 1825. In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg aber auch nach dem 2. Weltkrieg nutzte der Bayerische Ministerpräsident das Palais als seinen Amtssitz bis 1993 die neue Staatskanzlei nebenan entstand.

Schlösser in München – Sonstige

Die Maxburg war eine alte Burg am Rande der Münchener Altstadt und wurde im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört. Lediglich der Maxturm ist erhalten geblieben und fügt sich nun in ein Büro- und Verwaltungsgebäude ein, welches Neue Maxburg genannt wird.

Das barocke Schloß Fürstenried wurde 1717 im südwesten Münchens errichtet. Ursprünglich ein Jagd- und Lustschloß wurde des im Laufe der Zeit verschiedenartig genutzt und gehört nun zum Erzbistum München und Freising.

Das Asam-Schlößl im Münchener Süden wurde 1687 errichtet. Seine Fresken erhielt es als der Künstler Cosmas Damian Asam das Bauwerk 1724 erwarb. Seit 1993 befindet sich dort eine Gastwirtschaft.

In München Schwabing steht das Suresnes Schlössl. Um 1718 errichtet, hatte es verschiedene Besitzer und Bewohner bis es 1937 vom Erzbistum München und Freising erworben wurde.

In etwa mitte des 15. Jahrhunderts wurde im Münchener Westen das Schloss Blutenburg errichtet; Vorgängerbauten gehen auf das 13. Jahrhundert zurück. Das Bauwerk hatte ebenfalls verschiedene Besitzer und Bewohner und beherbergt seit 2013 die Internationale Jugendbibliothek.

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