Aachener Sehenswürdigkeiten

Aachener Sehenswürdigkeiten reichen bis in die Antike zurück und besonders zu Zeiten Kaiser Karl des Großen entstanden Bauwerke, die noch heute stehen. Ein Besuch in die umliegenden Ortschaften ist ebenfalls sehr reizvoll, da es einige schöne und urige Orte zu sehen gibt. Aachener Architektur ist beeinflusst durch die Nachbarn Belgien und Niederlande.

Aachener Sehenswürdigkeiten aus Kaiser Karls Zeiten

Ich möchte mit den Aachener Sehenswürdigkeiten beginnen, welche diese Stadt seit Jahrhunderten ausmachen. Der Aachener Dom ist das erste deutsche Kulturdenkmal und weltweit das zweite, welches es in die UNESCO-Welterbeliste geschafft hat. Ursprünglich war er Pfalzkapelle Kaiser Karl des Großen und wurde durch ihn um 800 errichtet. Im Dom befindet sich das wertvolle Lotharkreuz, dass zu besonderen Anläßen vorangetragen wurde. Der Karlsschrein mit den Gebeinen Karls des Großen befindet sich ebenfalls im Dom. Der Marienschrein im Dom gehört zu den bedeutensden Goldschmiedearbeiten überhaupt. Im Dom kann man auch den Marmorthron Karls des Großen besichtigen; allerdings nur während einer Führung, welche ich nicht mit gemacht habe. Übrigens wurden im Aachener Dom im Heiligen Deutschen Reich über 30 Könige und Kaiser gekrönt.

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Im Zusammenhang mit dem Dom, muss man auch den Domhof bzw. die Domschatzkammer nennen. In der Domschatzkammer wird einer der wertvollsten Kirchenschätze der Welt aufbewahrt. Der Kirchenschatz ist im Laufe der Jahrhunderte stetig gewachsen und gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe. In der Domschatzkammer befinden sich aber noch andere Stücke mit UNESCO-Welterbe-Status im Bereich Dokumentenwelterbe. Die Reichenauer-Handschriften von der Insel Reichenau sind besondere und offenbar einzigartige Zeugnisse der ottonischen Buchmalerei und zeigen das Leben und die Stationen Christi. Der Domhof ist der Vorplatz des Doms und der umliegenden Bauwerke im Zusammenhang mit dem Dom.

Hier und da trifft man auch mal eine Kaiserfigur

Das Rathaus am Marktplatz aus den 14. Jahrhundert ist eine weitere wichtige Station im kaiserlichen Aachen. Im Rathaus befindet sich der Krönungsfestsaal und viele Darstellungen, die an die Kaiserzeit Karls des Großen erinnern. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Aussehen des Rathauses regelmäßig. Lediglich der Granusturm aus dem 8. Jahrhundert hat noch den Kaiser Karl den Großen erlebt, denn der Turm war Teil der Kaiserpfalz. Am Marktplatz vor dem Rathaus befindet sich noch der Karlsbrunnen. Er ist der älteste Brunnen der Stadt und steht dort mit diversen Veränderungen im Laufe der Zeit seit 1334. Die Figur Kaiser Karls ist eine Kopie; das Original steht im Centre Charlemagne.

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Zwischen Dom und Rathaus befindet sich der Katschhof. Er war ehemals der Pranger und wird heutzutage für Veranstaltungen genutzt, wie zum Beispiel für Teile des Aachener Weihnachtsmarkt.

Die Stadtbefestigung

Wie in jeder mittelalterlichen Stadt gab es auch in Aachen eine Stadtmauer. Sie bestand aus einem inneren und einen äußeren Ring und entstand zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert. Teile davon sind auch heute noch zu besichtigen. Bei meinem ersten Besuch in Aachen in 2019 habe ich lediglich 2 Tore der Stadtbefestigung photographiert. Ein weiterer Besuch in Aachen wird folgen.

Das Marschiertor der äußeren Stadtmauer gehört zu den mächtigsten Stadttoren überhaupt in Europa, welche noch erhalten sind und war der Hauptwaffenplatz der Stadt.

Ein weiteres mittelalterliches und nicht weniger imposantes Tor ist das Ponttor. Es gehört zur äußeren Stadtmauer. Heutzutage wird es hauptsächlich von Pfadfinderbünden als Sitz genutzt.

Ein kleines Stück der ehemals ca. 2,5 km langen Barbarossamauer hat die Einflüsse der Zeit überstanden und kann frei besichtigt werden. Tatsächlich ließ Barbarossa die innere Stadtbefestigung im 12. Jahrhundert bauen.

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Zur äußeren Stadtbefestigung gehören weitere gut erhaltene Wehrtürme: Lavenstein, Langer Turm, Pfaffenturm und Marienburg bzw. -turm.

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Weitere Aachener Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

Direkt am Marktplatz befindet sich das Haus Löwenstein. Nahezu gleichzeitig mit dem Rathaus erbaut, ist es eines der wenigen gotischen Gebäude der Stadt. Es wurde vermutlich anfangs als Restaurant betrieben und befindet sich mittlerweile im Besitz der Stadt. Seinen Namen erhielt es von seiner ersten bekannten Besitzerin Anna Löwenstein.

Eines der ältesten Gebäude überhaupt ist das Grashaus von 1267. Es war des erste Rathaus in Aachen. Mittlerweile befinden sich im Grashaus Institutionen wie das Europe Direct Informationsbüro, die Initiative Europäische Horizonte, die Karlspreisstiftung und das Europäische Klassenzimmer.

Aachener Altstadt

Die Straßennamen der Altstadt lassen erahnen, welche Waren in den jeweiligen Straßen der Stadt vertrieben wurden. So schlenderte ich duch die Krämergasse und die Körbergasse.

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Die gut erhaltene Altstadt bietet noch mehr Sehenswürdigkeiten, welche meist der Neuzeit entstammen. Im Hof befindet sich der Domkeller. Der Hof muss wohl zu römischer Zeit ein Forum dargestellt haben, wo sich das zentrale Leben der Stadt abspielte. Der Domkeller ist eine beliebte Kneipe und ein denkmalgeschütztes Wohnhaus.

Ein paar Meter den Büchel rauf befindet sich das 1889 errichtete Büchelpalais. Es ist ein altes Kaufmannshaus und steht unter Denkmalschutz. Bevor es gebaut wurde, stand dort die meiste Zeit – als die Textilindustrie noch ein wichtiger Wirtschaftszeig war – eine Wollküche.

Das Haus zum Horn ist ein denkmalgeschütztes, typisches Aachener Wohnhaus. In dem Block selber stand mal eine Nadelfabrik, die dem Bewohner des Hauses gehörte.

Sehr erwähnenswert ist die Kirche St.Jakob. Denn sie ist die erste Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. 1885 hat man sie gebaut, aber bereits seit dem 12. Jahrhundert existierte eine kleinere Vorgängerkirche mit dem selben Namen.

Der Klosterrather Hof entstand im ausgehenden Mittelalter und war ein Klosterhof. Nach den Napoleonischen Kriegen wandelte man das Bauwerk in eine Fabrik um und es gab auch Wohnbereiche. Im 2.Weltkrieg wurde alles zerstört, nur der rekonstruierte Torbau ist heute noch zu sehen.

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Aachener Sehenswürdigkeiten außerhalb der Altstadt

Hinterm Hauptbahnhof befindet sich der Stadtteil Burtscheid mit seinen eigenen schönen Sehenswürdigkeiten. Der damalige Stararchitekt Joseph Couven war maßgeblich am Bau/Neubau der Kirchen St. Johann und St. Michael beteiligt. St.Johann steht hier seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Einen gotischen Vorgängerbau gab es bereits im 10. Jahrhundert. St. Michael stammt aus den 13. Jahrhundert und war ursprünglich romanischer Bauart. Bis Couven die Kirche im 18. Jahrhundert größtenteils umbaute, kamen gotische Elemente hinzu.

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Im Frankenberger Viertel befinden sich viele schöne Gebäude aus der Gründerzeit. Es gilt für die Aachener als einer ihrer schönsten Stadtviertel mit vielen Ländchen, Cafés, Bars und Restaurants.

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Die Burg Frankenberg gehört ebenfalls zu den Aachener Sehenswürdigkeiten im Frankenberger Viertel. Sie ist eine Wasserburg aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und hatte wechselnde Besitzer unter den lokalen Adeligen.

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In der Nähe, im Burtscheider Kurpark, befindet sich der Nuellen Pavillon aus dem Jahr 1740. Aachens „Hausarchitekt“ Johann Joseph Couven hat ihn errichten lassen als Teil eines Wohnhauses.

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Zur Abwechslung was Moderneres. In den 1920er Jahren war das Haus Grenzwacht am Hauptbahnhof eines der ersten Hochhäuser Deutschlands mit Stahlskelettbauweise. Bekannt wurde es allerdings, weil die Finanzierung zuerst mißlang und das Hochhaus reichsweit zur bekannten Investitionsruine wurde. Auf dem Dach des Hochhaus selbst steht ein modernes Wahrzeichen Aachens – die Aachener Wettersäule. Tatsächlich zeigt sie mit ihren Leuchtstoffröhren seit 1958 das Wetter mit unterschiedlichen Farben an. Sie soll die einzige ihrer Art in Deutschland sein.

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Um Aachen herum

Seit 1907 besitzt auch Aachen einen Bismarckturm. Er wurde zu Ehren des Reichesgründers Otto von Bismarck errichtet.

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Wirklich lohnenswert ist ein Ausflug in die Vororte von Aachen! Kornelimünster/Walheim zum Beispiel ist ein pittoresker Ort mit einem wirklich schönem Altstadtkern. Der Ort entstand 814 als das Kornelikloster gegründet wurde. Außerdem befindet sich dort das schmalste Haus in NRW mit 2,42 Meter Breite. Die Benediktinerabtei Kornelimünster besteht seit 1906.

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Wenige Kilometer weiter befindet sich der Ort Stolberg mit seinem Wahrzeichen der Burg Stolberg. Auf einem Hügel stehend thront sie seit dem 12. Jahrhundert über den Ort. Die Burg wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt und beherbergt Gastronomie.

Schloss Rahe war zuletzt eine Wasserburg und hatte mit Zar Alexander I. und Kaiser Franz dem I. von Österreich prominente Besucher. Ursprünge des Schlosses liegen in etwa im 13. Jahrhundert und im Laufe der Zeit änderten sich Gestalt und Besitzverhältnisse. Heute ist es ein Wohngebäude.

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Burg Soers am Aachener Stadtrand stammt in etwa aus dem 13. Jahrhundert und ist eine ehemalige Wasserburg. Als Herrenhaus hatte es vermutlich verschiedene Eigentümer unter den lokalen Adeligen; historische Belege sind rar. Auf jeden Fall ist sie eine recht schöne kleine Burg und wird heutzutage für Veranstaltungen genutzt.

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Aachen in der Antike

Ob man Aachen als eine römische Gründung bezeichnen kann ist aus meiner nicht ganz klar. Auf jeden Fall siedelten die Römer hier um die Zeitenwende herum und es gab neben den üblichen Thermen viele weitere Dinge, die das Leben der Römer angenehm machten. Belege für eine Besiedlung zwischen römischer und Karolingischer Zeit sind offenbar da, aber ich bin nicht so tief in die Recherche gegangen. Jedenfalls gibt es ein paar römische Hinterlassenschaften, die ich nun vorstelle.

Im Hof befindet sich eine römische Säulenreplik. Der Hof muss wohl zu römischer Zeit ein Forum dargestellt haben, wo sich das zentrale Leben der Siedlung Aquae Granni abspielte. Die original Säulen befinden sich in einem Museum in Bonn.

Am Ortsrand von Kornelimünster befindet sich außerdem das Varnenum. Es ist eine Ausgrabungsstätte, eines ca. 2000 Jahre alten römischen Tempelbezirks.

Erst zu Beginn von 2026 gehört die Ausgrabungsstätte Münsterplatz zu den Aachener Sehenswürdigkeiten. Bisher sind zwar nur Zeugnisse der Neuzeit und aus dem Mittelalter gefunden worden, aber man möchte tiefer graben, da auf diesem Gelände in der Antike eine Therme stand.

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Die Archäologische Vitrine ist Teil der Route Charlemagne und befindet sich im Elisengarten. Innerhalb eines Pavillons kann man unter Anderen Teile der römischen Geschichte Aachens betrachten, aber auch vieler anderer Epochen.

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Maastricht und Lüttich

Im nahen Grenzgebiet zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden gibt es viele interessante Ecken zu besichtigen. Maastricht in den Niederlanden und Lüttich in Belgien sind 2 nah an Aachen gelegene Städte und sehr geeignet Für einen Tagesausflug.

Maastricht ist ein kulturelles Zentrum der Niederlande und hat außerdem einen schönen mittelalterlichen Kern.

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Lüttich ist ebenfalls eine Stadt mit etlichen kulturellen Sehenswürdigkeiten und einer schönen und gut erhaltenen Altstadt. Bekannt ist Lüttich außerdem für seine Waffeln!

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