Typisch Koblenz steht für einzigartige Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten, die man nur hier erkunden und antreffen kann. Als ehemalige Festungs- und Militärstadt hat sich Koblenz zu einem großen und wichtigen Standort für die Bundeswehr entwickelt. Sie ist ein Wirtschaftsfaktor wie einige andere Unternehmen und Behörden mit Sitz in dieser Stadt. Von den Kasernen und besonderen militärischen Anlagen habe natürlich keine Photos gemacht aber eine kleine Beschreibung beigefügt. Ein weiterer Wirtschaftsfaktor sind die kulinarischen Spezialitäten von Koblenz und dabei spielt der Weinanbau eine sehr große Rolle.
Wirtschaft in Koblenz
Typisch Koblenz – Bundeswehr
Im Gelände der Festung Ehrenbreitstein befindet sich seit 1972 das Ehrenmal des Deutschen Heeres. Es gedenkt den Gefallenen der Weltkriege und mittlerweile auch den Deutschen Soldaten, welche seit 2006 im Auslandseinsatz gefallen sind. Wir haben zwar nicht mehr die Zeit gefunden uns die Festung und das Ehrenmal von Innen anzuschauen, aber es war auch von außen noch gut erkennbar. Die Festung Ehrenbreitstein und das Ehrenmal des Deutsches Heeres gehören zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Das Bundeswehrzentralkrankenhaus besteht seit Gründung der Bundeswehr und betreut ambulant und stationär Bundeswehrsoldaten. Seit 1970 werden auch Zivilisten aufgenommen und machen mittlerweile den größten Teil der Patienten aus. Außerdem kooperiert das Bundeswehrzentralkrankenhaus mit den Universitäten aus Mainz und Bonn.

In Koblenz hat ebenfalls das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr seinen Sitz und kümmert sich darum, dass die Truppe gut ausgerüstet wird. Die Behörde besteht seit 2012 durch eine Fusion von 2 Behörden.
Die Rhein-Kaserne besteht seit kurz vor dem 1. Weltkrieg, erhielt ihren Namen aber erst 1957 als die dort stationierten Franzosen sie an die neu gegründete Bundeswehr übergaben. Auf dem Gebiet der Rhein-Kaserne befinden sich Reste der Neuendorf Flèche. Koblenz war im 19. Jahrhundert Festungsstadt und so errichteten die Preußen überall im Stadtgebiet festungsartige Gebäude so wie die Neuendorf Flèche.
Relativ jung ist die Augusta Kaserne. 1936 hat man sie errichtet und sie ist die einzige deutsche Kaserne, welche nach einer Frau benannt wurde.
Ungefähr zur selben Zeit entstand die Rittersturz-Kaserne im nahe Koblenz liegenden Lahnstein. Bis 2022 hieß sie noch Deines-Bruchmüller-Kaserne; benannt nach 2 Artellerie-Generälen aus dem 1. Weltkrieg.
Auch die Gneisenau-Kaserne entstand in der Zeit von 1936 bis 1938 und reiht sich ein in die Kasernenneubauten dieser Zeit.
Zu guter letzt kommt noch die Falckenstein Kaserne hinzu aus den Jahren 1936 bis 1938. Es gab allerdings bereits von 1898 bis 1918 eine Kaserne, welchen den Namen Falckenstein Kaserne trug. Diese befand sich allerdings in der Nähe der heutigen Europabrücke.
Die Dienststelle Zentrum Innere Führung der Bundeswehr gibt es bereits seit 1956 und ihre Aufgabe ist es ziviles und militärisches Personal in den Bereichen Menschenführung, politische Bildung, Recht und soldatische Ordnung auszubilden. Mitunter beschäftigt sich diese Behörde mit vielen weiteren Aspekten der inneren Führung in der Bundeswehr.
Typisch Koblenz – Weitere Wirtschaftsfaktoren
Debeka ist der Name einer bekannt deutschen Versicherung mit Sitz in Koblenz. Der Name leitet sich ab von Deutsche Beamten- Krankenversicherung. 1905 wurde sie in einem Stadtteil von Saarbrücken gegründet und wuchs im Laufe der Zeit zu einem großen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit an. Die Unternehmensgruppe besteht aus mehreren Geschäftsfeldern, wobei die Debeka mit ihrem Geschäftsfeld private Krankenversicherung nach Vollversicherten der größte europäische Privatversicherer ist.


Das schwedische Unternehmen Scania kennt man als Hersteller von Bussen und Nutzfarzeugen. Die Scania Deutschland GmbH hat seit 1968 seinen Sitz in Koblenz.

Die Aufgabe des in Koblenz beheimateten Bundesarchivs ist es, das Archivgut des Bundes dauerhaft zu sichern und auszuwerten. Die Behörde ist dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstellt. Das Bundesarchiv archiviert unter Anderem sehr besondere und wertvolle Dokumente, die als UNESCO Weltdokumentenerbe eingestuft wurden. Es sind Dokumente zum Bau und Fall der Berliner Mauer und zum Zwei-plus-Vier-Vertrag.

Eine weitere Behörde mit Sitz in Koblenz ist die Bundesanstalt für Gewässerkunde. Sie berät die Bundesregierung zum Thema Gewässerkunde und befasst sich auch mit Lösungen zu Problemstellungen zu diesem Thema.

Typisch Koblenz – Spezialitäten
Koblenz ist eine Stadt des Weins und Mündungsort der Mosel in den Rhein. Man muss nur die Mosel entlang fahren bis Trier und darüber hinaus und kommt so au einer sehr schönen Landschaft mit vielen Weingütern und Weinlagen vorbei. Typisch Koblenz sind volle Weingüter und Gasthäuser und ich habe eine kleine Auswahl dazu vorbereitet, was aber nicht heißt, dass nicht erwähnte Weingüter und Gasthäuser nicht ebenfalls hervorragenden Wein und gastronomische Genüsse anbieten.
Stadt der Weingüter
Links der Mosel – in Koblenz Güls – photographierte ich das Weingut Spurzem. Es ist familiengeführt und legt großen Wert auf nachhaltigen Weinanbau in jeglicher Hinsicht.

Ganz in der nähe photographierte ich das Weingut J. Müller. Das Weingut entwickelte sich von einem landwirtschaftlichen Mischbetrieb zu einem spezialisierten Weingut.

Das Weingut Schwaab befindet sich ebenfalls in der Nähe und wird seit 1890 im Familienbetrieb geführt. Sie besitzen einige Hektar für den Weinanbau am begehrten Koblenzer Marienberg und bieten auf ihrem Weingut auch längerfristige Übernachtungen an.




Das Weingut Toni Müller ist auch nicht weit entfernt. Es wird seit 1611 familiengeführt und erhielt in der Vergangenheit oft diverse Preise für seine hervorragenden Weine. Ich fand die Idee witzig einen Weinautomaten aufzustellen, wo jeder einfach einen Wein ziehen kann, wenn einem die Weinlust überkommt. Ich habe mir ebenfalls Wein aus dem Automaten gezogen.



In Koblenz Güls wird auch auf dem Weingut Hähn seit dem 19. Jahrhundert hervorragender Wein hergestellt. Außerdem stellt das Weingut Räumlichkeiten für private Feierlichkeiten zur Verfügung.

Der Antoniushof Weingut Toni Reif liegt auf der anderen Seite der Mosel und näher am Zentrum von Koblenz. Riesling und weitere Weißweine gehören natürlich zum Sortiment, aber auch andere Rosé und Rotweine werden angeboten.


Östlich von Koblenz photographierte ich das Weingut Göhlen. Deren Weine werden im Weinanbaugebiet Mittelrhein angebebaut, außerdem gehört das Weingut vergleichsweise zu den jüngeren Vertretern dieser Zunft. Weinanbau wird seit 1921 getätigt.

Gleich nebenan befindet sich das Weingut Weinhaus Wagner, welches seit 1020 besteht und somit zu den ältestesten Weingütern von Koblenz zählt. Es bietet viele verschiedene Weine an und nimmt regelmäßig erfolgreich an Wettbewerben teil.

Gasthäuser
Das Gasthaus Zum Rebstock befindet sich in Koblenz Güls und hier bekommt man einige Weine und weitere Genüsse aus der Region.

Das urige Weinhaus Hubertus befindet sich in der nördlichen Altstadt und bietet ebenfalls regionale Weine und Speisen.

Nahe des Deutschen Ecks photographierte ich die familiengeführten Winninger Weinstuben. Auch hier werden regionale Weine und Spezialitäten angeboten.

Weiteres zu Spezialitäten
Wer kennt ihn nicht, den Deinhard Sekt! Ich erinnere mich noch an die dynamische, spritzige und moderne Werbung von früher und nun erfuhr ich, dass der Deinhard Sekt aus Koblenz stammt. 1843 begann man mit der Sektproduktion. Das Unternehmen hat mittlerweile seinen Sitz im nahen Bernkastel-Kues und ist nicht mehr unabhängig. Im ehemaligen Stammhaus befindet sich seit 1969 das Koblenzer Sektmuseum. Dort kann man sich über den Weinanbau und die Sektherstellung erkundigen und das schöne alte Kellergewölbe besichtigen.

Mitten in der Altstadt von Koblenz steht das Alte Brauhaus und dort verbrachten wir einen Abend bei leckerem, rustikalen Speisen und gutem Wein aus der Region.


Direkt am Rhein besuchten wir eines Abends das schöne Weindorf Koblenz. Besonders dabei sind die Fachwerkhäuser, die zur Reichsaustellung Deutscher Wein 1925 errichtet wurden und 4 große Weinanbaugebiete Deutschlands repräsentieren. Natürlich bekommt man auch hier regionale Küche und edle Tropfen serviert. Besonders freute ich mich auf die Koblenzer Spezialität Döppekooche. Das ist ein herzhaft gebackener Kartoffelkuchen mit Apfelkompott und typisch Koblenz. Ich fand es sehr lecker und es passte einfach nach einem langen Tag eine reichhaltige Speise zu genießen. Dazu gab es einen Wein aus der Region.




Mitten in einer Altstadtstraße entdeckten wir eine lange Schlange an einer Imbißbude namens Metzgergrill. Da das jeden Tag so war erkundete ich, was die Koblenzer sich dort eigentlich kauften und beobachtete, wie teilweise mehrere Fleischkäsebrötchen über den Tisch gegangen sind! Offensichtlich werden oft Großbestellungen für die Kollegen aufgegeben und einer darf dann den großen Beutel abholen. Ich gönnte mir eines Mittags ebenfalls ein leckeres Fleischkäsebrötchen.


Jetzt wo ich diesen Artikel schreibe, entdeckte ich die Legende über den Bienenstich. Denn der Legende nach wurde er im nahen Andernach erfunden. Andernacher Bäckerlehrlinge naschten auf dem Weg zur Arbeit an Bienenkörben, welche an der Stadtmauer standen, als sie einen heimlichen Angriff der benachbarten Linzer bemerkten. Sie warfen mit den Bienenkörben auf die Linzer und verjagten sie. Daraufhin wurde der Bienenstich erfunden. Noch heute steht in Andernach der Bäckerjungen – Brunnen und erinnert an diese Legende. Der genaue Ursprungsort des Bienenstichs ist allerdings nicht bekannt, aber beim nächsten Besuch in Koblenz bzw. Andernach photographiere ich den Bäckerjungen-Brunnen und gönne mir einen Bienenstich nach andernacher Art.
