In der 2000jährigen Kölner Geschichte war die Stadt von Beginn an befestigt. Gut erhalten sind Zeugnisse der antiken römischen Stadtmauer und auch Teile der mittelalterlichen Stadtmauer. Köln war außerdem Festungsstadt und so besuchte ich einige erhaltene Bauwerke des neuzeitlichen preußischen Festungsrings.
Kölner Geschichte aus der Römerzeit
Der Römerturm aus dem Jahr 50 n.Chr. ist noch ziemlich gut erhalten und besticht durch Verwendung unterschiedlicher Gesteinsarten und schmucker Ornamente.

Der Lysophturm steht etwa 100 Meter weiter Stadteinwärts und war einer von vielen Türmen der antiken Stadtmauer. Im Mittelalter soll die Familie Lysoph dort gewohnt haben.

Und auch der Helenenturm befindet sich im gleichen Viertel inklusive einem Rest gut erhaltener antiker Stadtmauer.

Südlich der Innenstadt – im Griechenviertel – befindet sich eine bronzene Bodenplatte, in der genau verzeichnet ist, welchen Umfang die römische Stadtmauer hatte. Ebenfalls gibt es dort noch Reste der Stadtmauer.

Weitere Teile der antiken Stadtmauer und weiterer Monumente habe ich ebenfalls photographiert.



In der Nähe des Rathauses befindet sich noch ein Rest einer römischen Wasserleitung.

Das Ubiermonument ist ein weiteres archäologisches Denkmal, welches sich anscheinend unter der Erde befindet. Es stand schon vor Ankunft der Römer und gilt als das älteste Steinmonument nördlich der Alpen.

Hinter dem Rathaus befindet sich die Archäologische Zone, wo nach dem 2. Weltkrieg ein römisches Prätorium entdeckt wurde. Außerdem entdeckte man bauliche Reste einer jüdischen Mikwe. In Köln befindet sich die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen (Portalsgasse).



Das Römisch-Germanische Museum zeigt etliche Exponate aus römischer und fränkischer Zeit.



Köln im Mittelalter
Innerhalb des Festungsrings gibt es noch einige Zeugnisse einer Stadtmauer und einigen Toren und Türmen aus der Zeit des Mittelalters. Direkt am Rhein befindet sich der Kunibertsturm. Er wird auch Weckschnapp genannt. Im Weckschnapp soll der Sage nach besonders graumsam hingerichtet worden sein. An der Decke soll ein Stück Brot – Weck – gehängt worden sein und die dort Gefangenen, welche ohne Nahrung eingesperrt wurden, haben versucht diesen Weck zu schnappen. Beim Klettern sind sie meist gestürzt und durch eine Falltür gefallen, wo am Boden nach oben gerichtete Messer lagen…

Die Eigelstein-Torburg liegt im Norden der Innenstadt. Durch sie ist damals Napoleon triumphierend in die Stadt geritten.

Am Hansaring befindet sich im Klingelpützpark ein Stück mittelalterliche Stadtmauer. Dort soll auch das berühmte Gefängnis Klingelpütz gestanden haben.

Die Severinstorburg im südlichen Teil der Innenstadt wurde im Mittelalter repräsentativ für Empfange hoher Adeliger genutzt und ist mittlerweile Wahrzeichen des Severinviertels. Dort werden auch Trauungen vorgenommen.

Nur wenige 100m weiter steht die Ulrepforte. Sie ist das kleinste von allen Stadttoren und Sitz der Roten Funken – ältestes Traditionskorp des Kölner Karneval.

Direkt gegenüber befindet sich der Sachsenturm. Er wird heutzutage auch Blaue-Funken-Turm genannt, weil sich dort die Zentrale des Karnevalsvereins Blaue Funken befindet – eine der ältesten Karnevalsgesellschaften Kölns. Außerdem befindet sich am Stadtmauer-Komplex auch der Karnevalsverein Prinzen-Garde Köln.

Es folgt am Ende noch die Hahnentorburg. Sie sicherte die Stadt nach Westen ab.

Kölner Geschichte der Neuzeit
Ganz neu ist für mich, dass Köln eine Festungsstadt gewesen ist und um Köln herum – meist in der Nähe des Militärrings – viele Überbleibsel anzufinden sind.
Der Festungsring wurde ab 1815 von den Preussen erbaut und es gibt einen inneren sowie einen äußeren Festungsring. In einem der Forts befindet sich das Festungsmuseum Köln. Dort kann man viel über die Geschichte der Festung Köln erfahren.

Der Verein Fortis Colonia e.V. befasst sich insgesamt mit der 2000jährigen Befestigungsgeschichte der Stadt und setzt sich für den Erhalt der Stadtmauern aber auch für die zahlreichen neuzeitlichen Festungsbauwerke ein.
Äußerer und innerer Festungsring
Vom äußeren Festungsring habe ich bei meinen ersten Besuch 2019 einige Photos gemacht. Natürlich fehlen noch einige Photos, aber die hole ich bei meinen nächsten Besuch nach. zu erkunden sind: Fort II bis IV und Fort VI bis VIII und Fort X bis XII
Auch vom inneren Festungsring habe ich einige Photos geschossen und mache beim nächsten Besuch weitere Photos. Dazu gehören: Fort I,V,X










